Sauerampfersuppe

Auf der großen Wiese hinter unserem Haus habe ich Sauerampfer gefunden. Mit Sauerampfer zu kochen ist ganz neu für mich, deshalb wollte ich ihn gleich verarbeiten (noch bevor auf der Weise mit Kuhdung gedüngt wird :-) Die Oma meines Mannes hat mir Sauerampfersuppe empfohlen, im Bayerischen Kochbuch habe ich tatsächlich ein Rezept dafür gefunden. 200 Gramm Sauerampfer benötigt man für 1 1/4 Liter Suppe.
Wie ich festgestellt habe, braucht man fürs Pflücken von 80 Gramm dieser kleinen Blättchen schon ziemlich lange. OK, ich habe mich dann entschieden, nur einen halben Liter Suppe zu machen. Mir hat es nämlich gereicht, ich hatte keine Lust mehr aufs Blätterzupfen :-)
Wenn man ein Sauerampferblatt zerkaut, merkt man, warum er Sauerampfer heißt. Ich war also sehr gespannt auf den Geschmack der Suppe. Leider hat der Sauerampfer seine schöne leuchtende Farbe verloren und die Suppe hat eine unschöne grau-grün-graue Farbe bekommen, geschmeckt hat sie allerdings sehr gut, leicht säuerlich, durch die Sahne auch cremig. Wenn das zeitaufwändige Pflücken nicht wäre, würde ich die Suppe doch glatt nochmal machen!

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Sauerampfersuppe
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten:
1/2 Zwiebel
1 EL Butter (ca. 15 g)
1 EL Mehl (ca. 20 g)
80 g Sauerampfer ohne Stiele, klein geschnitten
1/2 – 3/4 Liter Gemüsebrühe
100 ml Sahne

Quelle:
Bayerisches Kochbuch

Zubereitung:
Fein geschnittene Zwiebel in Fett glasig dünsten, Sauerampfer dazugeben und ein wenig mit andünsten. Das Mehl zugeben und lichtgelb bis goldgelb rösten.

Mit der lauwarmen Gemüsebrühe nach und nach unter Rühren aufgiessen, gut glatt rühren und zum Kochen bringen. Bei mäßiger Hitze offen 5-10 Minuten kochen lassen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, dann die Sahne dazugiessen und die Suppe pürieren.

7 Antworten zu “Sauerampfersuppe

  1. kulinaria katastrophalia 19. April 2009 um 10:40 am

    Bisher nur roh geknabbert ;-) Vielleicht ein Schuss Zitrone hinzu damit es grüner bleibt?

  2. einfachguad 19. April 2009 um 6:05 pm

    @ kulinaria katastrophalia
    Klingt gut, ist vermerkt!

  3. lamiacucina 21. April 2009 um 5:25 am

    die im Sauerampfer enthaltene Säure macht das Chlorophyll kaputt. Zitronensaft wird also kaum was nützen. Wenns um die grüne Farbe geht, besser erst blanchieren, kalt abschrecken, kleinschneiden, und dann im Suppensud 5 Minuten sieden und mixen.

  4. einfachguad 21. April 2009 um 6:20 am

    @ Robert
    Danke für den Tip! Wird beherzigt!

  5. Rebeccalecka 29. April 2009 um 11:59 am

    Ich habe letztens auch als Vorspeise Sauerampfersuppe gekocht. Nach einem Rezept von meiner Oma.
    Du kannst statt Mehl ein paar Kartoffeln mitkochen und mit pürieren. Das bindet auch hervorragend!
    Über die Suppe gebe ich ein bißchen hartgekochte Eierwürfelchen.

  6. einfachguad 4. Mai 2009 um 7:51 pm

    @Rebeccalecka
    Das ist ja ein guter Tip. Mit Roberts Hinweis mit dem Blanchieren wird es das nächste Mal bestimmt noch besser! Danke

  7. Pingback: Nachgekocht: Sauerampfersüppchen mit Currysahne «

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