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Hurra, endlich Schwammerl!

Heute wollte ich es nochmal wissen und ich bin nochmal zum Schwammerlsuchen gegangen! Und endlich war mir das Glück hold, in weniger als einer Stunde hatte ich meinen Korb mit wunderbar duftenden Braunkappen gefüllt! Ich kann Euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin! Morgen gibts dann endlich meine geliebten Rahmschwammerl mit Semmelknödel!







NACHTRAG: Hier noch das Bild von den Rahmschwammerl!

Ich will Schwammerl!

Schon als wir noch klein waren ging unser Dad mit uns in den Wald zum Schwammerl suchen. Das hieß für uns immer früh aufstehen (da wars noch ziemlich dunkel), warm anziehen und los. Es war immer toll durch den Wald zu streifen, obwohl bei mir immer die Angst mitspielte, mich im Wald zu verlaufen und nicht mehr nach Hause zu finden :-).
Damals war es eine Freude – körbeweise haben wir die Steinpilze, Braunkappen (Maronenröhrlinge) und Wasserschwammerl (Ziegenlippe) heimgetragen, wie Trophäen haben wir die größen Pilze unserer Mom präsentiert.
Auch in den Blogs tummen sich die Berichte – überall werden Pilze gefunden. Hier bei Frau Kampi (und ja ich bin seehr neidig), sogar im Urlaub hat Ellja welche gefunden und Petra findet sogar Reherl (Pfifferlinge)!

Nur ich find nix! Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit?

Hier mal zum Vergleich – eine Stunde suchen mit meiner Tochter:



Mein Arbeitskollege geht eine Stunde suchen und findet einen ganzen Korb voll, den er mir liebenswürdigerweise, aber nicht ohne entsprechende Bemerkungen, überlassen hat.




Diese wanderten erst mal in den Tiefkühler. Aber nicht für lange, denn in der neuen „essen und trinken – Für jeden Tag“ war da dieses geniale Rezept für überbackenes Pilzragout.
Der Clou ist, daß jede Pilzragout-Portion in Gläser (ich hab Marmeladengläser genommen) gegeben wird, mit einer Toastscheibe belegt, und mit einem Ei und Parmesan überbacken wird. Das Bild sieht schon so göttlich aus (Seite 74/75 falls Ihr das Heft auch schon habt). Anstatt der von Tim Mälzer vorgesehen Morcheln, Kräuterseitlingen und Pfifferlingen habe ich natürlich die Waldpilze genommen. Für mich hat das Ganze einfach göttlich geschmeckt. Man isst sich durch die knusprige Parmesanhülle, schnabuliert dann das wachsweiche Ei und dabei riecht man schon die unwiderstehlichen Pilze… Gott sei dank sind noch Pilze im Tiefkühler – das wird es bestimmt nochmal geben!




Überbackenes Pilzragout
für 2-3 Weck- oder Marmeladengläser ca. 300 ml Inhalt

Zutaten:
3 g getrocknete Morcheln (weggelassen)
200 ml heißes Wasser (weggelassen)
100 g Kräuterseitlinge (durch Waldpilze ersetzt)
100 g Pfifferlinge (durch Waldpilze ersetzt)
2 Schalotten, fein gewürfelt
2 oder 3 Scheiben Kastenweissbrot
3 EL Öl
150 ml Fleischbrühe (wenn keine Morcheln verwendet werden, insgesamt 350 ml Fleischbrühe)
150 ml Schlagsahne
1 EL gehackte Majoranblättchen
2 oder 3 Eier
4-6 EL geriebenen Parmesan

Quelle: „Essen und Trinken für jeden Tag, Ausgabe 09/2010“

Zubereitung:
Die Morcheln mit dem heißem Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen. Die Pfifferlinge und die Pfifferlinge putzen und in grobe Stücke schneiden. Ich habe eingefrorene Maronenröhrlinge verwendet, die ich ein wenig angetaut habe. Die Toastbrotscheiben toasten und mit einem Glas runde Scheiben ausstechen, die in die Gläser passen.
Die Morcheln aus dem Wasser nehmen und gut ausdrücken. Fein schneiden. Das Einweichwasser durch eine Filtertüte gießen und auffangen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Pilze und die Morcheln darin kräftig anbraten. Die Schalotten dazugeben und kurz mitbraten. Salzen, pfeffern und mit dem Einweichwasser und der Fleischbrühe aufgießen (wenn keine Morcheln verwendet werden 200 ml mehr Fleischbrühe dazugeben). Die Schlagsahne und den Majoran untermischen. Das Ragout etwas einkochen lassen und dann in 2 bis 3 ofenfeste Gläser füllen und die Toastscheibe darauflegen. Je ein Ei aufschlagen und auf die Toastbrotscheiben geben. Salzen und mit jeweils 2 EL Parmesan bestreuen. Auf dem Rost im heißen Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 15 Minuten überbacken.