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Parmesansuppe mit Parmesan-Rosmarin-Plätzchen

Ich erinnere mich noch genau, wann ich das erste Mal „richtigen“ Parmesan gegessen habe. Ich war gerade von Zuhause ausgezogen in meine erste eigene Wohnung. Das musste gefeiert werden und mein Mann, damals noch mein Freund, und ich sind zum Italiener gegangen. Zum Abschluss hat mein Mann eine Käseplatte gegessen und ich habe natürlich genascht. Der erste Käse war gleich eine Offenbarung – was für ein Geschmack – kaum zu glauben! Wir haben dann gleich mal den Ober gefragt, was das für ein Käse ist. Der hat uns angeschaut – entgeistert und ein wenig mitleidig – dann offenbarte er uns, dass das Parmesan ist. Tja, das erklärte seinen komischen Blick ;-)
Ich kannte Parmesan nur als als dieses scheußliche getrocknete Pulver, das es bei uns immer zu Pasta Schuta gab. Kein Vergleich zu frischem Parmesan!

Seitdem ist Parmesan nicht mehr aus unserer Küche wegzudenken. Dieses Rezept habe ich irgendwo mal aus einem geliehenen Kochbuch abgeschrieben und nach meinem Gusto verändert, jetzt habe ich die Suppe auch online gefunden, nämlich bei Cornelia Poletto. Bei uns gab es Parmesan-Rosmarin-Plätzchen dazu, also Parmesan satt!

Diese Suppe würde ich gerne bei Uwes Foodblog-Event „Cookbook of Colours“ einreichen, denn Uwe sucht im Januar Gerichte in weiss. Allerdings ist die Suppe dieses Mal eher gelblich als creme-weiss geworden. Schuld daran ist wohl die selbstgemachte Brühe, bei der ich wohl besser nur weißes Gemüse verwendet hätte und keine Tomaten und Möhren – na mal sehen, ob Uwe ein Auge zudrückt ;-)





Parmesansuppe mit Parmesan-Rosmarin-Plätzchen
Menge: 4 Personen als Vorspeise

Für die Gemüsebrühe (ca. 2 Liter)

Zutaten:
2 Zwiebeln
3 Möhren
2 Lauchstangen (nur die hellen Teile)
1 Stück Knollensellerie
2 Fenchelknollen
2 Tomaten
2 Knoblauchzehen
einige Petersilienstiele
1 Thymianzweig
1 Rosmarinzweig
1 Lorbeerblatt
10 Pfefferkörner
1 Nelke
1 Schuss Olivenöl
2,5 Liter Wasser
400 ml Weißwein (wenn Kinder mitessen durch Wasser ersetzen)

Quelle: Rezept nach Christian Rach – Das Kochgesetzbuch

Zubereitung:
Das Gemüse putzen, waschen und in feine Streifen/Scheiben schneiden. In einem Topf einen Schuss Olivenöl
erhitzen und den Lauch, die Zwiebel und den Knoblauch etwas anschwitzen lassen. Das restliche Gemüse
und die Kräuter dazugeben und das Wasser und den Wein aufgießen. Das Ganze zum Kochen bringen, die Temperatur zurückschalten und ca. 1 Stunde leise köcheln lassen. Die Suppe passieren und evtl. noch würzen.


Für die Parmesansuppe

Zutaten:
2 Schalotten
1 Zehe Knoblauch
2 EL Butter
2 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
2 Lorbeerblätter
1 TL weiße Pfefferkörner
4 EL Risotto-Reis
50 ml trockener Weißwein (wenn Kinder mitessen durch Brühe ersetzen)
50 ml Noilly Prat (wenn Kinder mitessen durch Brühe ersetzen)
400 ml Gemüsebrühe
100 g flüssige Sahne
100 g geriebener Parmesan
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen
50 g geschlage Sahne

Quelle: Rezept nach Cornelia Poletto

Die Schalotten und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen, die Schalotten- und Knoblauchwürfel darin mit den Kräuterzweigen, Lorbeerblättern und Pfefferkörnern andünsten. Den Reis dazugeben und unter Rühren glasig dünsten. Mit dem Wein und Noilly Prat ablöschen, etwas einkochen lassen und die Brühe angießen. Einmal aufkochen und bei schwacher Hitze etwa zehn Minuten köcheln lassen. Dann die flüssige Sahne hinzufügen und alles weitere zehn Minuten köcheln lassen. Den Parmesan dazugeben und schmelzen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Durch ein Spitzsieb passieren und in Schüsselchen oder Gläschen anrichten, die geschlagene Sahne auf der Suppe verteilen und mit den Parmesanplätzchen servieren.


Für die Parmesanplätzchen

Ofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze), geriebenen Parmesan und klein geschnittene Rosmarinnadeln mittels eines runden Ausstechers o. ä. auf ein Backblech streuen und 3-5 backen. Dabei gut aufpassen, denn die Plätzchen verbrennen leicht! Noch heiß können die Plätzchen über ein Glas oder ähnliches gelegt und in Form gebogen werden.

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Jetzt geht es hier wieder weiter!

So, jetzt geht der Ernst des Lebens wieder los, genug gefaulenzt! Unsere Tochter muss ab morgen wieder in die Schule und das heisst für mich, daß ich ich morgens wieder um 5 Uhr aufstehen muss :-(
Ich hoffe, Ihr hattet schöne Feiertage! Vor Weihnachten war ich ja ziemlich traurig, daß der ganze schöne Schnee weggeschmolzen ist, aber dann hat es an Weihnachten soo geschneit, daß meine Familie sicherheitshalber nicht mit dem Auto zu uns gekommen sind! So haben wir unser Weihnachtsfest ganz geruhsam zu dritt gefeiert und das Familientreffen am 2. Weihnachtsfeiertag nachgeholt.
Silvester haben wir bei Freunden verbracht, wir haben gekocht, geschlemmt, gefeiert, laut Musik gehört und den Abend genossen :-) Ich war für die Vorspeise, den Zwischengang und die Hauptspeise zuständig. Das meiste hatte ich schon Zuhause vorbereitet, so daß wir am Abend nicht mehr so viel zu tun hatten. Das hat super funktioniert!

Zum Aperitiv habe ich die Comté-Mürbeteig-Plätzchen mit Olivenkaviar gemacht, die Paules kürzlich in ihrem Blog vorgestellt hat. Ich habe meinem Mann zuliebe auf Comté verzichtet und Parmesan verwendet. Das Verteilen des Olivenkaviar auf den Plätzchen habe ich zwar nicht so formvollendet hinbekommen wie Paules und ein wenig zu dick waren sie auch, aber die kleinen Dinger waren sehr lecker!

Die Rezepte des Menüs gibt es dann die nächsten Tage!



Parmesan-Mürbeteig-Plätzchen mit Olivenkaviar
für 2 Backbleche

Zutaten für den Teig:
125 g Weizenmehl, Type 550 und 405 gemischt
75 g weiche, leicht salzige Butter (2,5%, demi-sel)
1 Esslöffel Wasser
100 g Parmesan, Original: Comté Käse
für den Belag:
100 g schwarze, entsteinte Oliven
1 Knoblauchzehe
eine knappe Handvoll Petersilienblätter
2 Esslöffel Olivenöl
30 g Cashewkerne
ein paar Parmesan-Späne, Original : Fester Ziegenkäse (chèvre sec)

Zubereitung:
Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen; sie sollte sehr weich sein.
Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Mehl, Butter und Wasser mit den Knethacken des Handmixers zügig auf höchster Stufe verkneten. Käse unterarbeiten.
Teig auf einer leicht bemehlten Silikonmatte (oder Arbeitsfläche) dünn ausrollen. Plätzchen in gewünschter Form ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. 10 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Für den Belag, Oliven, Cashewkerne, Knoblauchzehe und Petersilie mit einem großen Messer ganz fein hacken. Mit Olivenöl verrühren.
Vor dem Anrichten Olivenkaviar auf den Plätzchen verteilen, mit Parmesan-Spänen und einem Petersilienblatt dekorieren.