Kategorie-Archiv: Vegetarisch

Knoblauch-Salbei-Spagetti

Gestern gab es viel im Garten zu tun, ich habe Kohlrabi, Zucchini und Lauch gepflanzt, die Pflanztunnel aufgebaut und Unkraut gezupft. Beim Zuschneiden meines riesigen Salbeistrauches ist eine Menge der Blätter der Gartenschere zum Opfer gefallen. Salbei wird bei mir nicht verschwendet, deshalb musste mein Mann für meine Lieblings-Spagetti für uns kochen. Diese Spagetti sind schnell zusammengemischt und für Euch hat er mir sogar sein Rezept verraten ;o)
Für die Frühlingsdiät ist dieses Gericht allerdings nicht geeignet, denn es sind 125 g Butter in der Sauce…

Ich wünsche Euch noch schöne Rest-Ostern und geniesst das schöne Wetter!

Knoblauch-Salbei-Spagetti
Menge: 4 Personen

Zutaten:
500 g Spagetti, wir nehmen immer Kamut-Spagetti
Salz

Eine Handvoll Salbeiblätter, in Streifen geschnitten
125 g Butter
2-3 Knoblauchzehen, am besten frische
Salz
Pfeffer
Eine Hand voll frisch geriebenen Parmesan

Zubereitung:
Die Butter in einer Pfanne schmelzen und den Knoblauch und die Salbeiblätter reingeben und ziehen lassen. Nicht braten, nur in der warmen Butter das Aroma entfalten lassen. Ich sag Euch, das riecht unbeschreiblich!
Die Butter salzen und pfeffern.

Die Nudeln in Salzwasser bissfest kochen und abgiessen. Dabei ca. 80 ml Kochwasser auffangen. In einer großen vorgewärmten Schüssel die Spagetti mit der Knoblauch-Salbei-Butter und dem Kochwasser vermischen, bis die Nudeln gut mit der Butter überzogen sind, danach dann den Parmesan untermischen und gleich servieren.

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Tomatensuppe mit Basilikumschaum

Suppen stehen bei uns zu Zeit hoch im Kurs und Eintöpfe kann mein Mann eh immer essen. Von unserer lieben Nachbarin haben wir wieder eine ganze Menge grüner Tomaten bekommen, die in unserer Küche nachreifen durften. Tomatensuppe wollte ich machen, aber irgendwas mit Pfiff, nicht nur einfach eine Suppe. In der neuen „Lust auf Genuss – Feine Suppen & Eintöpfe“ habe ich eine Tomatensuppe mit Basilikumschaum gefunden. Die Milch für den Schaum wird mit Basilikum und Knoblauch aromatisiert, bevor sie aufgeschäumt auf die Tomatensuppe gegeben wird. Ich habe nur den Fehler gemacht, eine große Knoblauchzehe zu nehmen. Der Schaum schmeckte nur ein gaanz klein bisschen nach Basilikum und ein gaanz großes bisschen nach Knoblauch ;-)
Trotzdem war das sehr köstlich und macht was her, vorausgesetzt, man hat die richtigen Gläser dafür. Meine Wassergläser waren eindeutig zu groß! Auf den Schaum habe ich noch ein wenig feurig-fruchtiges Gewürz von Alnatura gegeben (Meersalz mit Chili und Orangenschale).







Tomatensuppe mit Basilikumschaum
Menge: 6 kleine Vorspeisenportionen oder 3 Wassergläser ;-)

Zutaten:
1 (kleine) Knoblauchzehe
200 ml Milch
50 ml Sahne
Salz
3-4 Zweige Basilikum
400 g Tomaten
1 Zwiebel, klein gehackt
1 kleine rote Chilischote, Kerne entfernt, fein gehackt
2 EL Olivenöl
1 EL Zucker
1 EL Tomatenmark
2 EL Essig
300 ml Gemüsebrühe
Nach Belieben: Alnatura feurig-fruchtig, Meersalz mit Chilis und Orangenschale

Zubereitung:
Knoblauch abziehen und grob hacken, in der Milch und Sahne aufkochen. Topf vom Herd nehmen, mit Salz würzen. Basilikum samt Stielen grob hacken und in die Milch geben. Ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Tomaten waschen, putzen. Mit den Zwiebel- und Chiliwürfeln im Öl andünsten. Zucker darüberstreuen und leicht karamellisieren lassen. Tomatenmark unterrühren, mit Essig ablöschen. Brühe angiessen und bei schwacher Hitze zugedeckt etwa 10 Minuten köcheln lassen. Fein pürieren und durch ein Sieb streichen. Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Basilikummilch durch ein Sieb in einen kleinen, hohen Topf gießen. Noch einmal erwärmen und mit einem Pürierstab schaumig aufmixen. Dabei den Topf schräg halten, so bildet sich der Schaum besser.

Tomatensuppe in Tassen oder hitzebeständige Gläser verteilen. Milchschaum abschöpfen und auf die Suppe geben. Gegebenfalls die Milch nochmals schaumig schlagen.

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Frittata mit Pilzen und Ziegenkäse

Leider bin ich ein wenig hintendran, was das Bloggen betrifft – ich habe im Moment viel zu wenig Zeit dafür. Vorletzten Sonntag gab es nur etwas schnelles, da der Garten für den Winter vorbereitet werden musste.
Das Rezept für die Frittata habe ich in einem kleinen Kochbuch gefunden, das ich irgendwo mal für wenig Geld mitgenommen habe. Im Rezept steht, dass man die Rinde von der Ziegenkäserolle wegschneiden soll. Das habe ich nicht gemacht, allerdings sollte der Käse erst kurz vor dem Schneiden aus dem Kühlschrank genommen werden, da er warm sehr schwer zu schneiden ist.
Die Frittata war zusammen mit einem Salat ein leckeres, schnelles Mittagessen.





Frittata mit Pilzen und Ziegenkäse
Menge: 3-4 Personen

Zutaten:
6 Eier
2 EL kaltes Wasser
Pfeffer
200 g Ziegenkäserolle
4 EL Olivenöl
220 g Champignons in Scheiben
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL gehackte Petersilie, nach Belieben

Quelle: Kochbuch Pilze, Parragon Verlag

Zubereitung:
Den Backofengrill auf mittlerer Stufe vorheizen. Eier und Wasser in einer kleinen Schüssel verquirlen und mit Pfeffer würzen. Den Käse in Würfel schneiden.

Das Öl in einer Pfanne mit 20 cm Durchmesser oder einer Pfanne mit ofenfesten Stiel erhitzen. Alternativ dazu den Stiel der Pfanne dick mit Alufolie umwickeln. Champignons und Knoblauch hineingeben und anbraten, bis die Pilze an den Rändern knusprig werden.

Die Eier über die Pilze gießen und an der Unterseite auf niedriger Stufe 3 Minuten stocken lassen.

Die Käsewürfel auf die Frittata streuen. Die Frittata unter den heißen Grill stellen und so lange überbacken, bis die Eier gestockt und der Käse geschmolzen ist. Nach Belieben mit Petersilie bestreuen und servieren.

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Ich will Schwammerl!

Schon als wir noch klein waren ging unser Dad mit uns in den Wald zum Schwammerl suchen. Das hieß für uns immer früh aufstehen (da wars noch ziemlich dunkel), warm anziehen und los. Es war immer toll durch den Wald zu streifen, obwohl bei mir immer die Angst mitspielte, mich im Wald zu verlaufen und nicht mehr nach Hause zu finden :-).
Damals war es eine Freude – körbeweise haben wir die Steinpilze, Braunkappen (Maronenröhrlinge) und Wasserschwammerl (Ziegenlippe) heimgetragen, wie Trophäen haben wir die größen Pilze unserer Mom präsentiert.
Auch in den Blogs tummen sich die Berichte – überall werden Pilze gefunden. Hier bei Frau Kampi (und ja ich bin seehr neidig), sogar im Urlaub hat Ellja welche gefunden und Petra findet sogar Reherl (Pfifferlinge)!

Nur ich find nix! Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit?

Hier mal zum Vergleich – eine Stunde suchen mit meiner Tochter:



Mein Arbeitskollege geht eine Stunde suchen und findet einen ganzen Korb voll, den er mir liebenswürdigerweise, aber nicht ohne entsprechende Bemerkungen, überlassen hat.




Diese wanderten erst mal in den Tiefkühler. Aber nicht für lange, denn in der neuen „essen und trinken – Für jeden Tag“ war da dieses geniale Rezept für überbackenes Pilzragout.
Der Clou ist, daß jede Pilzragout-Portion in Gläser (ich hab Marmeladengläser genommen) gegeben wird, mit einer Toastscheibe belegt, und mit einem Ei und Parmesan überbacken wird. Das Bild sieht schon so göttlich aus (Seite 74/75 falls Ihr das Heft auch schon habt). Anstatt der von Tim Mälzer vorgesehen Morcheln, Kräuterseitlingen und Pfifferlingen habe ich natürlich die Waldpilze genommen. Für mich hat das Ganze einfach göttlich geschmeckt. Man isst sich durch die knusprige Parmesanhülle, schnabuliert dann das wachsweiche Ei und dabei riecht man schon die unwiderstehlichen Pilze… Gott sei dank sind noch Pilze im Tiefkühler – das wird es bestimmt nochmal geben!




Überbackenes Pilzragout
für 2-3 Weck- oder Marmeladengläser ca. 300 ml Inhalt

Zutaten:
3 g getrocknete Morcheln (weggelassen)
200 ml heißes Wasser (weggelassen)
100 g Kräuterseitlinge (durch Waldpilze ersetzt)
100 g Pfifferlinge (durch Waldpilze ersetzt)
2 Schalotten, fein gewürfelt
2 oder 3 Scheiben Kastenweissbrot
3 EL Öl
150 ml Fleischbrühe (wenn keine Morcheln verwendet werden, insgesamt 350 ml Fleischbrühe)
150 ml Schlagsahne
1 EL gehackte Majoranblättchen
2 oder 3 Eier
4-6 EL geriebenen Parmesan

Quelle: „Essen und Trinken für jeden Tag, Ausgabe 09/2010“

Zubereitung:
Die Morcheln mit dem heißem Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen. Die Pfifferlinge und die Pfifferlinge putzen und in grobe Stücke schneiden. Ich habe eingefrorene Maronenröhrlinge verwendet, die ich ein wenig angetaut habe. Die Toastbrotscheiben toasten und mit einem Glas runde Scheiben ausstechen, die in die Gläser passen.
Die Morcheln aus dem Wasser nehmen und gut ausdrücken. Fein schneiden. Das Einweichwasser durch eine Filtertüte gießen und auffangen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Pilze und die Morcheln darin kräftig anbraten. Die Schalotten dazugeben und kurz mitbraten. Salzen, pfeffern und mit dem Einweichwasser und der Fleischbrühe aufgießen (wenn keine Morcheln verwendet werden 200 ml mehr Fleischbrühe dazugeben). Die Schlagsahne und den Majoran untermischen. Das Ragout etwas einkochen lassen und dann in 2 bis 3 ofenfeste Gläser füllen und die Toastscheibe darauflegen. Je ein Ei aufschlagen und auf die Toastbrotscheiben geben. Salzen und mit jeweils 2 EL Parmesan bestreuen. Auf dem Rost im heißen Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 15 Minuten überbacken.

Roberts gebackene Keulen nach Susannes Wunderrezept

Letztes Wochenende haben wir mal wieder am schönen Bodensee verbracht. Dieses Mal besuchten wir Konstanz und Radolfzell. Ein paar Bilder dazu gibts in einem der nächsten Posts.
Die Tante meines Mannes, wo wir gewohnt haben, hat uns zum Abschied reiche Ernte aus ihrem wunderbaren Garten mitgegeben, darunter auch drei „Zucchinikeulen“, allerdings etwas kleinere Exemplare als die von Robert.
Ich habe schon mal versucht, Kartoffel-Zucchini-Gratin zu machen, allerdings wurde das total wässrig wegen der Zucchini. Dagegen hörte sich das Rezept von Susanne sehr gut an und die passenden Zucchinis dazu waren auch gleich verfügbar :-)
Was soll ich sagen – wir haben geschlemmt! Alle drei Zucchinis (das gab bei mir zwei Bleche voll) haben wir zu dritt fast aufgegessen! Bei uns gab es dazu Tomatenbrot mit Zwiebeln – die ersten Tomaten aus dem Garten!!
Ein Sommeressen ganz nach unserem Geschmack!






Gebackene Riesenzucchini
Menge: 3-4 Portionen

3 größere Zucchini oder 1 Riesenkeule
Salz
Pfeffer
Kräutermischung, bestehend aus Oregano, Thymian, Zitronenthymian, Bohnenkraut und Rosmarin, alles frisch aus dem Garten
1 Knoblauchzehe fein gewürfelt
geriebener Parmesan
Sahne
Butterflöckchen

Zubereitung
Zucchini (je nach Grösse halbieren und Kerne entfernen) ganz in dünne Scheiben schneiden und ziegelartig in Bahnen, relativ dicht aufeinander, auf ein gebuttertes grosses, rechteckiges Blech legen. Pro Blech hat eine halbe Riesenkeule Platz.
Mit den Gewürzen bestreuen, salzen, pfeffern, den Käse und wenig Rahm und ein paar Butterflocken über das Gemüse verteilen.
Ofen auf ca. 250° (U-/O-hitze, Schiene 2) vorwärmen, die Zucchini ca. 40 Minuten backen, Ofentüre leicht angelehnt mit einer Holzkelle, so dass die Feuchtigkeit entweichen kann. Der Ofen soll permanent etwa 225°C heiss sein.
Die Zucchetti sind dann fertig, wenn Zucchetti, Rahm, die Butter und der Käse weitgehend miteinander verschmolzen und eingetrocknet sind und ein wenig braun-caramellisiert aussehen.