Kategorie-Archiv: Suppen

Zwetschgenmarmelade, Zwiebelkuchen und Kürbis-Curry-Suppe

Letztes Wochenende war es wieder soweit – unsere Zwetschgen waren reif und wie auch letztes Jahr meldeten sich unsere Freunde mit Sack, Pack, Kind und Kegel bei uns an. Im Schlepptau hatten Sie nicht nur den Thermomix – sie brachten lecker Zwiebelkuchen und Roten Sauser mit! Und das, wo wir doch gerade Mittag gegessen hatten. Macht nix, manchmal muss man sich für den guten Zweck opfern ;-)



Viel zu spät haben wir dann mit der Zwetschgen-Ernte begonnen. Dieses Jahr haben wir 45 Gläser Marmelade gemacht, also ein paar mehr als letztes Jahr und wir hatten sogar noch 2 kg Zwetschgen übrig, die wir redlich geteilt haben um dann noch Zwetschgendatschi zu machen.

Dieses Jahr haben wir folgende Sorten gemacht:

Reine Zwetschgenmarmelade
Zwetschge-Holunder (600 g Zwetschgen und 400 ml Holundersaft)
Zwetschge-Amaretto (Am Ende 4 cl Amaretto dazugegeben)
Zwetschge-5-Gewürzepulver (2 gehäufte TL auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Ingwer (daumengrosses Stück auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Zimt (2 gehäufte TL auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Zitronengras (2 Halme mitkochen lassen, dann entfernt)
Zwetschge-Wasabi (2 EL Pulver auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Zartbitterschokolade (einen halben großen Osterhasen auf 1 kg Zwetschgen)

Auf die Wasabi-Version bin ich schon echt gespannt, denn beim Verkosten hat man noch nicht viel von der Schärfe geschmeckt. Aber ich denke, das kommt noch.



Am Abend zwischen dem Marmelade-Einkochen haben wir dann noch eine Kürbis-Curry-Suppe mit Jakobsmuscheln gemacht. Ich hatte noch welche eingefroren und die Gelegenheit war günstig. Die Jakobsmuscheln werden in Petersilienbrösel gewendet und dann rausgebacken. Das Foto ist zwar nicht ganz so gelungen, es war schon ziemlich spät! Wir hatten viel Spaß und es war trotz der vielen Arbeit ein schöner Tag!



Kürbis-Curry-Suppe mit Jakobsmuscheln
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
250 g Hokkaido-Kürbis, samt Schale in große Würfel geschnitten
1 Schalotte, klein gewürfelt
20 g frischer Ingwer, klein gewürfelt (mehr genommen)
½ kleine rote Chilischote (getrockneten genommen)
2 EL Olivenöl
1 EL Currypulver (das von Alfons Schubeck)
500 ml Gemüsebrühe (ca. 750 ml genommen)
150 ml Kokosmilch aus der Dose (200 ml genommen)
1 Bund Petersilie
2 Scheiben Toastbrot
4 Jakobsmuscheln
Salz, Pfeffer
Mehl zum Wenden
1 Ei
Sonnenblumenöl zum Ausbacken
2 EL halb steif geschlagene Sahne (weggelassen)

Quelle: Lust auf Genuss – Kürbis und Kartoffeln, 10/2009

Zubereitung:
1. Kürbis, Schalotte, Ingwer und Chilischote in heißem Olivenöl 2-3 Minuten andünsten, mit Curry bestäuben und kurz mit andünsten. Mit Brühe und Kokosmilch aufgießen und die Suppe ca. 25 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
2. Inzwischen den Backofen auf 80 Grad (Ober- und Unterhitze) oder 60 Grad (Umluft) vorheizen. Von der Petersilie die Blättchen abzupfen, das Toastbrot würfeln. Beides im Mixer fein pürieren. Jakobsmuscheln waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend in Mehl wenden, durch das verquirlte Ei ziehen und in den Petersilienbröseln panieren.
3. Die Jakobsmuscheln in heißem Öl in etwa 1 Minute schwimmend ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und dann im Ofen warm halten.
4. Suppe pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sahne dazugeben und die Suppe schaumig mixen. In Teller oder Schüsseln servieren, die Jakobsmuscheln halbieren und je 2 Hälften auf Holzspieße stecken und zur Suppe reichen.

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Nachgekocht: Sauerampfersüppchen mit Currysahne

So Ostern ist vorbei, aber natürlich möchte ich Euch nicht vorenthalten, wie das Osterfrühstück im Hause „Einfach Guad“ ausgeschaut hat:



Es gibt gekochte Eier, Geräuchertes mit Merrettich und Osterbrot. 30 Eier haben wir zu siebt verspeist und meine Schwester hat mir einen wunderbaren Frühlings- strauss mitgebracht.



Aber eigentlich wollte ich Euch ja etwas von dem Sauerampfersüppchen vor- schwärmen. Suse von Hundertachziggrad hat ein wunderbares Ostermenü gezaubert und mir und meinem Mann die Zähne langgemacht. Da meine Sauerampfersuppe letztes Jahr sehr gut, von der Farbe her aber relativ unansehnlich war, musste das gleich mal ausprobiert werden. Und siehe da, es hat geklappt! Also merken – Sauerampfer nicht mitkochen, sondern später in der nur noch heißen Suppe pürieren! Die Currysahne war das Tüpfelchen auf dem i, passte hervorragend zur Suppe, ebenso wie der kleine Bärlauchstrudel, den wir anstatt von Quark mit Ziegenfrischkäse gemacht haben! Der Rest vom Menü ist schon vorgemerkt ;-)



Sauerampfersüppchen mit Currysahne
1 Schalotte, gewürfelt
1 Schuss trockener Weißwein
1 TL Butter
50 g Sahne
150 ml Geflügelfond
1 Handvoll Sauerampferblätter
1 EL angeschlagene Sahne
mildes Currypulver

Schalottenwürfel in Butter anschwitzen, mit Weißwein ablöschen und einköcheln lassen. Sahne und Fond angießen und reduzieren lassen. Suppe pürrieren und durch ein Sieb passieren.
Die gewaschenen, verlesenen Sauerampferblätter mit der heißen Suppe im Mixer fein pürriern, erneut durch ein Sieb gießen und evtl. kurz warm stellen. Sahne mit dem Currypulver abschmecken, Suppe in heiße Tassen füllen und jeweils mit einem Tupfer Sahne dekorieren.

Bärlauchstrudel
1-2 Blätter Filoteig
1 EL Ziegenfrischkäse
ein paar Blättchen Bärlauch
etwas geriebener Ziegengouda
Salz, Pfeffer
flüssige Butter

Ziegenkäse mit fein geschnittenem Bärlauch und Gouda verrühren, abschmecken. Filoteigblätter teilen, jeweils mit einem Teil der Masse füllen und nicht zu stramm aufrollen. Mit flüssiger Butter bestreichen und bei 200°C goldbraun backen.

Quelle: Hundertachtziggrad

Minestrone nach Jamie Oliver

Letze Woche waren wir beim Schlittschuhlaufen am Weiher. Als wir ankamen, tummelten sich schon viele Eisstockschützen und Schlittschuhläufer auf dem Eis. Das zerstreute unsere Bedenken, ob das Eis wohl halten würde! Also nix wie los!



Leider habe ich (noch) keine Schlittschuhe und bin nur so ein wenig auf dem Eis rumgerutscht, aber unsere Tochter macht richtige Fortschritte. Auf einem Weiher zu fahren ist schon was anderes, als in der Halle, wo man nur im Kreis fahren kann.
Das Ganze erinnerte mich sehr an meine Kindheit. Unser Dad ist auch ein leidenschaftlicher Eisstockschütze und meine Schwester und ich durften immer mit. Von Mittag an bis es fast dunkel war trieben wir uns auf dem Eis herum bis wir rotbäckig und erschöpft, aber glücklich waren.




Auch wir kamen ausgefroren nach Hause. Doch mit einer schönen Minestrone sieht die Welt gleich wieder anders aus :-) Bis jetzt habe ich für Minestrone einfach gesagt „nur Gemüse in Brühe“ garen lassen und mit Parmesan serviert. Doch zu Weihnachten habe ich von meiner Schwester das Buch von „Jamie Oliver – Genial italienisch“ bekommen und so wollte ich seine Variante testen. Er dünstet zuerst Pancetta oder Räucherspeck mit Knoblauch und dem Gemüse ca. 15-20 Minuten an, gibt Dosentomaten und Wein, nach weitereren 15 Minuten gekochte, weiße Bohnenkerne und die Brühe dazu.
Da ich mich relativ kurzfristig für Minestrone entschieden habe, habe ich die Bohnen nicht selbst gegart, sondern welche aus der Dose genommen. Als Gemüseeinlage habe ich grüne Bohnen und Spargel aus dem Tiefkühler genommen. Das musste langsam mal weg ;-)
Das Fazit: Ja, lecker – so mache ich das jetzt immer! Mit Fenchel hätte sie mir bestimmt noch besser geschmeckt!



Minestrone nach Jamie Oliver
Menge: 4-6 Personen

1 kleine Dose weiße Bohnenkerne
100 g Räucherspeck oder Pancetta, fein gewürfelt
2 kleine rote Zwiebeln, fein gewürfelt
2 Möhren, geschält und gehackt
2 Stangen Staudensellerie gehackt (durch grüne Bohnen ersetzt)
1/2 Fenchelknolle (durch weißen Spargel ersetzt)
3 Knoblauchzehen, geschält und fein gewürfelt
1 kleines Bund frisches Basilikum, die Blätter abgezupft, die Stengel in Stücke geschnitten
800 g Dosentomaten in Stücken (400 g verwendet)
2 kleine Zucchini, längs geviertelt und in Scheiben geschnitten (weggelassen)
1 Glas Rotwein
200 g Mangold oder Spinat, gewaschen und mit den Stielen in grobe Stücke geschnitten (weggelassen)
550 ml Hühnerfond, Gemüsebrühe oder Schinkenbrühe (Gemüsebrühe genommen)
50 g getrocknete Pasta (Spagetti)
Olivenöl und Parmesan zum Servieren

Zubereitung:
Die Bohnen abtropfen lassen und mit Wasser überbrausen, bis kein Schaum mehr entsteht.
Dann wird das „soffritto“ zubereitet. Dafür wird das Gemüse wie Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch, Möhren und der Fenchel (wenn man hat) ganz langsam gedünstet. Dadurch können sich die Aromen der einzelnen Zutaten wundervoll entfalten und miteinander verbinden. Für die Minestrone bedeutet das, daß zuerst der Speck etwas angedünstet wird, das o. g. Gemüse dazugegeben und bei niedriger Temperatur und mit halb aufgelegtem Deckel etwa 15-20 Minuten weitergedünstet wird, bis die Zutaten weich sind. Sie sollten auf keinen Fall Farbe annehmen. Die Dosentomaten, die Zucchini (wenn man hat, ich habe an dieser Stelle die aufgetauten Bohnen und den Spargel dazugegeben) und den Wein zugeben und alles sanft köcheln lassen.

Nach 15 Minuten geben Sie den Mangold oder den Spinat, die Brühe und die Bohnen dazu. Die Spagetti in Stücke brechen und ebenfalls in die Suppe einrühren und weiter köcheln lassen, bis die Pasta gar ist.

Wenn die Minestrone zu dick ist, noch etwas Brühe angießen, abschmecken, mit den Basilikumblättern betreuen, mit Olivenöl beträufeln und servieren. Am Tisch Parmesan über die Minestrone reiben und geniessen.

Steckrübeneintopf

Mein Mann will zur Zeit unbedingt Eintöpfe, am liebsten jeden zweiten Tag. Er hat mir ein Rezept für Steckrübeneintopf eingemerkt und ich hab erst mal die Nase gerümpft.
Ja, ich gestehe, ich habe noch nie Steckrüben gegessen! Der nette Herr am Marktstand musste schon ein wenig schmunzeln, als ich ihn gefragt habe, wie die denn schmecken. „So in etwa wie Kohlrabi“ hat er mir gesagt. Das hört sich ja schon mal nicht so schlecht an. Und wirklich – der Eintopf war sehr lecker, mit Kartoffeln, zwei dicken Scheiben geräuchertem Speck und Polnischen Würsten.
Leider war er nicht so dankbar beim Fotografieren :-)

Steckrübeneintopf
Menge: 6 Portionen

Zutaten:
700 g Steckrübe
600 g festkochende Kartoffeln
4 Zwiebeln
2 EL Butter
2 Scheiben durchwachsenen Speck
1,25 l Gemüsebrühe
2 TL getrockneten Majoran
6 Würste (Polnische, Pfefferbeisser, Mettenden)

Quelle: Nach einem Rezept in der Zeitschrift Essen und Trinken FJT 11/2009

Zubereitung:
Die Steckrüben und die Kartoffeln schälen und in 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden. Butter in einem großen Topf erhitzen. Zwiebeln darin bei milder Hitze andünsten. Steckrüben und Kartoffen zugeben und mitdünsten.
Die Gemüsebrühe und die Speckscheiben zugeben und mit dem Majoran würzen. Alles aufkochen und bei mittlerer Hitze ca. 45 Minuten garen. Nach 20 Minuten die Würste dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Riesengarnelen-Creme-Suppe – Shrimp Bisque

Auf der Suche nach einem Nachkochrezept für das Fremdkochen „Meer“ habe ich auch bei den englischsprachigen Blogs gestöbert. Auf den englischen Seiten „Foodgawker“ und „Tastespotting“ werden genau wie im deutschen „Rezeptebuch“ die schönsten Fotos der Foodblogger gezeigt um sich Appetit zu holen!
Auf diese Weise habe ich die Seite von Kevin „Closet Cooking“ gefunden und damit seine leckere „Shrimp Bisque“. Das Lesen der englischen Blogs ist gut für mein Englisch, und ich habe schon viele neue Vokabeln dazugelernt. Ich weiss zwar nicht, ob mir das bei meinem Job helfen wird, denn ich spreche im Büro mit meinen englischen Kollegen selten übers kochen :-)
Was ich allerdings immer noch schwierig finde, ist das Umrechnen der Cup-Maße. Bei diesem Rezept habe ich einfach die Mengen nach Gefühl gemacht und außerdem sämtlichen Alkohol weggelassen, da unsere Tochter mitgegessen hat.
Die Suppe schmeckt sehr tomatig und ist durch den Risottoreis sämig – wirklich nachkochenswert.
Thanks to Kevin for this delicious recipe!



Riesengarnelen-Creme-Suppe
Menge: 4 Portionen als Vorspeise,
bei uns 3 Portionen als Hauptspeise

Zutaten:
500 g Riesengarnelen
1 TL Olivenöl
1 TL Butter
1 Zwiebel, gewürfelt
1 Karotte, gewürfelt
1 Stück Sellerie, gewürfelt
2 Zehen Knoblauch
2 TL Mehl
500 ml Gemüsebrühe
1 große Dose Tomaten, stückig
1 Zweig Thymian
1 Lorbeerblatt
125 g Risottoreis
2 TL Tomatenmark
1 TL Paprika
1 TL Butter
200 g Sahne
Salz und Pfeffer
Saft von 1 Zitrone

Quelle: Closet Cooking, „Shrimp Bisque“

Zubereitung:
1. Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Butter darin schmelzen lassen. Die Zwiebel, die Karotten und den Sellerie dazugeben und ca. 10-15 Min bei mittlerer Hitze andünsten. Den Knoblauch und die Garnelenschalen dazugeben und weitere 2 Minuten kochen. Dann das Mehl dazustreuen und eine Minute anbraten. Die Brühe, die Tomaten, den Thymian und das Lorbeerblatt dazugeben und aufkochen. Die Hitze reduzieren und zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen.

2. Die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen anderen Topf giessen und gut ausdrücken. Den Reis, das Tomatenmark und das Paprikapulver dazugeben und zugedeckt ca. 30 Minuten kochen bis der Reis durch ist.

3. Die Butter in einer Pfanne schmelzen lassen. Die Riesengarnelen dazugeben und kurz anbraten, auf jeder Seite ca. 2-3 Minuten. Die Hälfte der Riesengarnelen zusammen mit der Butter in die Suppe geben und pürieren, bis sie cremig ist. Die Sahne dazugeben und die Suppe nochmals kurz erhitzen.

4. Die Suppe mit den übrigen Garnelen garnieren und anrichten.