Kategorie-Archiv: Menüs

Unsere Kochrunde tagte erneut…

Für unsere Kochabende legen wir ein Thema fest, zu dem wir uns Rezepte raussuchen und jeder von uns kocht dann einen Teil, manchmal schon zuhause, die Hauptspeise wird aber zusammen zubereitet.
Dieses Mal war das Thema des Abends Fisch. So ganz akribisch haben wir uns zwar nicht daran gehalten, die Nachspeise war sogar ganz ohne Fisch ;-)
Da wir erst vom Urlaub zurückgekommen waren, haben die anderen vier uns voll verwöhnt und wir mussten weder Rezepte zusammensuchen noch einkaufen! Voll bepackt sind sie dann bei uns angekommen!


Sogar eine Eismaschine hatten sie mitgebracht! Meine Hoffnung, sie könnte bei uns heimisch werden und nicht wieder mit nach Hause wollen, hat sich leider nicht erfüllt :-)
Ganz zum Thema passend, haben wir den Tisch in maritimen Blau gedeckt. Als Beilage zur Vorspeise gab es das wundervolle Zwirbelbrot von Deichrunner, das ich auch schon hier nachgebacken hatte. Davon hätte ich auch die dreifache Menge machen können. Das Brot ging weg wie warme Semmeln!


Als Aperitiv habe ich einen Melonen-Cocktail angesetzt, den wir mit Sekt aufge- gossen haben. Dazu gab es Ananas im Speckmantel und Knoblauchgarnelen.


Nach der Vorspeise gab es eine Tom-Ka-Gai-Suppe, dieses Mal allerdings eine eher westliche Interpretation mit Basilikum, Kirschtomaten und Hähnchen.

Für den Zwischengang kam dann die Eismaschine zum Einsatz. Limetten-Ingwer-Sorbet wurde zubereitet. Leider kann ich dazu keine genauen Mengenangaben machen. Wir haben einen Beutel Limettensaft mit Fruchtfleisch (sowas gibts bei der Metro, kannte ich noch gar nicht) zusammen mit kandiertem Ingwer und etwas Zucker püriert. Eindeutig zuwenig Zucker, denn das Sorbet war ziemlich sauer ;-)


Schon ziemlich satt haben wir uns dann an die Zubereitung des Hauptgangs gemacht: Fisch im Bananenblatt gegart mit Kokossauce und asiatischem Reis. Dazu gab es Papaya-Salat mit Avocados. Mmmmh, der Hauptgang war für mich eindeutig das Highlight. Die Sauce zum Fisch war soooo gut und auch der Salat schmeckte einfach lecker. Obwohl das Verpacken des Fischs gar nicht so leicht war. Die Bananenblätter kann man gefroren kaufen. Beim Auspacken haben wir festgestellt, daß sich irgendein komischer Belag auf den Blättern gebildet hatte, so daß wir sie erst einmal abgewaschen haben.


Die Fischfilets (Pangasius, Zander und Seelachs) wurden zuerst in Fischsauce und Limettensaft mariniert, dann kurz in die vorbereitete Kokossauce getaucht und dann ins Bananenblatt eingewickelt.



Gegart haben wir die Filets im Ofen bei ca. 200 Grad. Wer mag, kann das auch auf dem Grill machen.
Den Reis haben wir mit Limettenschalen, Ingwer und Zitronengras gekocht. Der Reis hat das Aroma super angenommen. Als Beilage gab es Karotten und Paprika geschmort und mit süsser Chilisauce abgeschmeckt.



Den Papaya-Avocado-Salat nicht zu vergessen, der mit Koriander, Zwiebeln und Limettensaft angemacht wurde. Optisch leider nicht so top, wie beim Vorbild im Heft – geschmeckt hat er allemal ;-)


So und nach einer kleinen Verschnaufpause gab es noch den Nachtisch, der schon fertig mitgebracht wurde: Asiatisches Tiramisu mit marinierten Erdbeeren. Aromatisiert mit viel Zitronengras und Ingwer. Einfach traumhaft! Unbedingt ausprobieren! Am Ende konnten wir uns kaum bewegen, pappsatt und rundum glücklich.



Für die Rezepte habe ich heute keinen Nerv mehr, das folgt dann die nächsten Tage :-)

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Asiatischer Kochabend

Letzte Woche war es wieder soweit, wir waren bei Freunden zum Kochen eingeladen!
Wir haben das schon öfters gemacht. Nach einem orientalischen Menü und einem Lammbraten sollte es diesmal etwas Asiatisches sein. Es waren noch zwei weitere „Mitköche“ eingeladen, so dass wir insgesamt sechs Leute waren.

Folgendes Menü hatten wir geplant:

Tom-Kha-Gai Suppe
Thunfisch in Zimt-Sesam-Kruste auf Mango- und Avocadosalat
Japanisches Matcha-Eis und Melone

Unser Gastgeber war bei der Metro um den Thunfisch für die Hauptspeise einzukaufen. Beim Thunfisch ist es nicht geblieben – er konnte einfach nicht an den leckeren Jacobsmuscheln vorbeigehen ohne welche davon mitzunehmen. Das war nicht wirklich schlimm und wir haben sie gleich vom Schneidebrett weg im Stehen mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer gefuttert.
Sie waren einfach köstlich. Da der Thunfisch so appetitlich daneben lag, entschied unser Gastgeber, dass 1 kg Thunfisch viel zu viel für die Hauptspeise ist und hat kurzerhand ein Stück davon auch zu Sashimi verarbeitet.

Die Suppe hatten die beiden „Mitköche“ schon vorbereitet und es mussten nur noch die Gewürze, der Chili, das Fleisch und die Shiitake-Pilze rein. Vor dem Verspeisen des Sashimis haben wir die Suppe abgeschmeckt – sie war nur leicht scharf. Nach einer halben Stunde haben die Chilis schön angezogen und die Suppe war schon fast zu scharf. Sie war sehr lecker – besser schmeckt sie auch bei unserem Lieblingchinesen nicht!
Für die Hauptspeise wurde der Thunfisch in Zimt und Sesam gewälzt und nur kurz angebraten, so dass er innen noch roh war. Das Rezept habe ich von einem anderen Kochtreffen mitgebracht und was wir uns zuerst gar nicht vorstellen konnten – der Zimt harmoniert wunderbar mit dem Thunfisch. Dazu gab es einen Mangosalat und einen Avocadosalat. Leider war die Mango noch ziemlich hart und daher nicht sehr aromatisch.
Das Matcha-Eis (Grüntee-Eis) wollten wir zuerst fertig kaufen, aber unser Gastgeber hatte Matcha-Pulver zuhause und ich habe eine Eismaschine. Es war nicht schwierig zu machen und schmeckte einfach toll zur Melone. Leider kommt das grün auf dem Foto nicht so gut raus! Nach dem Essen hatten wir dicke Bäuche und konnten uns kaum mehr bewegen.
Zum Trinken gab es Sake. Bis jetzt habe ich von diesem Getränk eher die Finger gelassen, aber unser Gastgeber servierte uns einen wirklich leckeren Tropfen. Zum Abschluss des Essens durfte ich einen grünen Nusslikör probieren, auf den ich schon sehr neugierig war. Der schmeckt wirklich göttlich. Dieses Jahr werde ich auf alle Fälle selbst welchen ansetzen.

Als Highlight bekamen wir nach dem Essen noch eine Sondervorstellung in (ich hoffe, ich schreibe jetzt nix falsches) Japanischer Schwertkampfkunst. Einfach unglaublich, wie die beiden Herren sich nach soviel Essen noch bewegen konnten!

Es war ein wunderbarer Abend, den wir sehr genossen haben!
Bleibt nur zu klären – Was kochen wir nächstes Mal?

Tom-Kha-Gai-Suppe
Menge: 8 Portionen

Zutaten:
Putenschnitzel oder Hähnchenbrustfilet in Streifen (Menge nach Belieben)
4-5 EL Fischsauce
Pfeffer
2 Dosen Kokosmilch (insgesamt 800 ml)
5-6 Zitronenblätter
Ca. 5 cm Galgant in Scheiben
2 Stengel Zitronengras
4-5 EL Fischsauce
3-4 EL Limettensaft
2-3 Chilis ohne Kerne klein gewürfelt (oder auch mehr)
6-7 Shiitakepilze in Scheiben (Menge nach Belieben)

Einen Tag vorher das Fleisch in der Fischsauce mit Pfeffer im Kühlschrank marinieren lassen.
Die Kokosmilch mit den Zitronenblättern, den Galgant, dem Zitronengras und der Fischsauce ca. 1 Stunde köcheln lassen. Dann die Suppe abseihen. Die Suppe mit dem Limettensaft, Chilies und Koriander abschmecken und die Shiitakepilze und die Fleischstreifen reingeben und nochmals kurz erhitzen und servieren. Das Fleisch nicht zu lange erhitzen, da es wird sonst zu trocken wird.

Thunfischfilet in Zimt-Sesam-Kruste auf Mango- und Avocadosalat
Menge: 6 Portionen

Zutaten Thunfisch:
1 kg Thunfisch ins Sushi-Qualität
2 ½ TL Zimt
5 EL Sesam
Salz, Pfeffer

Zutaten Mango-Salat:
500 Gramm Mango klein gewürfelt
1 Zwiebel klein gewürfelt
1 halbe rote Paprika klein gewürfelt
Weisser Balsamico-Essig
Olivenöl
Rote Chilies ohne Kerne, klein gewürfelt
Frischer Koriander
Salz

Zutaten Avocado-Salat:
2 reife Avocado klein gewürfelt
1 Frühlingszwiebel in feinen Scheiben
2 Tomaten, entkernt, klein gewürfelt
Saft von einer Limette
1-2 Chilies ohne Kerne, klein gewürfelt
Zucker
Salz
Frischer Koriander

Für die Salate jeweils die Zutaten vermischen, nach Geschmack würzen und ein wenig ziehen lassen. Den Thunfisch am Stück leicht anfeuchten, erst in Zimt, dann im Sesam wälzen. Salzen und pfeffern und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett von allen Seiten kurz anbraten.
Die Salate auf dem Teller anrichten, den Thunfisch in Scheiben schneiden und dazu reichen.

Japanisches Grüntee-Eis (Matcha-Eis)
Menge: 1 Liter, 6 Portionen

½ Liter Sahne
½ Liter Milch (Ziegenmilch)
175 g Zucker
1 Prise Salz
17 Gramm grüner Pulvertee (Matcha)

Quelle:
Rezept von Shimone, http://www.chefkoch.de/rezepte/322621114240319/Japanisches-Gruentee-Eis.html

Alle Zutaten solange miteinander verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
In der Eismaschine gefrieren lassen. Aber Vorsicht mit dem Grüntee – schmeckt sehr intensiv. Am besten die 17 Gramm mit der Briefwaage abmessen.

Das Eis wird (da ohne Eier) in der Eismaschine vermutlich nicht ganz gefrieren. Deshalb hinterher einfach nochmals für 30-60 Minuten in die TK-Truhe stellen, dann hat es eine schöne Konsistenz und ist verzehrfertig.

Anmerkung: Wir haben das Eis nicht mehr in die TK-Truhe gestellt. Es war dann eher Soft-Eis. Wir haben Honig-Melone dazu gegessen.