Kategorie-Archiv: Geschenke aus der Küche

Birnenmarmelade mit Tonka

Unsere Nachbarn haben einen tollen Spalierbaum mit Williams-Christ-Birnen. Dieser Baum trägt immer so reichlich,
daß jedes Jahr mindestens ein großer Eimer für uns abfällt.

Die Birnen sind zuerst noch hart und grün, aber nach einigen Tagen werden die Birnen gelb und wenn man
reinbeisst, läuft einem der Saft über die Backen! So sind die Birnen genau richtig für unsere
Lieblings-Marmelade „Birne mit Tonka“. Für die eigenen Birnen ist das Rezept natürlich viel zu spät, aber vielleicht erwischt Ihr ja noch schöne saftige Birnen beim Obsthändler!

Wer die Tonkabohne nicht kennt, kann hier ein wenig darüber nachlesen. Ich habe meine Tonkabohnen online bei „Zauber der Gewürze“ bestellt und habe sehr gute Qualität erhalten. Das Gewürz verleiht der Birnenmarmelade einen Hauch von Marzipan und Vanille – also genau das Richtige für meine beiden Mitgeniesser!





Birnenmarmelade mit Tonka
Menge: ca. 4-6 Gläser bei 200 – 250 ml Gläser

Zutaten:
900 g Birnen, geschält und ohne Kernhaus
500 g Gelierzucker 2:1
Saft einer Zitrone oder einen Beutel Zitronensäure
Etwa 1/2 Teelöffel Ascorbinsäure (Vitamin C)
1/2 bis 1 Tonkabohne je nach Größe und Vorliebe

Zubereitung:
Die Birnen in kleine Stücke schneiben und mit dem Zitronensaft pürieren. Den Zucker und das Vitamin C
hinzufügen und die Tonkabohne auf einer feinen Reibe dazureiben. Das Vitamin C bekommt man als Pulver
in der Apotheke und das Pulver erhindert, daß die Marmelade mit der Zeit nachdunkelt bzw. braun wird.
Das Mus aufkochen und unter rühren zirka 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Danach in sterilisierte
Gläser einfüllen und sofort verschließen.

Sehr gut schmeckt auch die Kombination Birne-Vanille (das Mark einer Vanilleschote dazugeben) oder
Birne-Ingwer-Limette (Saft und Schale von 1-2 Limetten und eine fein geriebene Ingwerwurzel, ca.
daumengroß dazugeben)

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Kennt Ihr Apfelbutter?

Von Apfelbutter habe ich schon vor längerer Zeit in einem Roman gelesen und wollte dann gleich nachschauen, was das ist… und natürlich vergessen.

In dem Heft „Sommer-Küche“ von LandIdee bin ich dann auf das Rezept gestoßen. Apfelbutter hat nichts mit Butter zu tun, grob gesagt ist es ein gewürztes Apfelmus, das sehr stark eingekocht wird. Manchmal wird auch noch Apfelwein hinzugefügt.

Da wir einige Apfelbäume im Garten haben, ist das ein gutes Rezept um der Fülle Herr zu werden. Für die Zubereitung braucht man 1,5 kg, letztendlich soll daraus ein halber Liter Apfelbutter werden. So stark habe ich das aber nicht eingekocht. Bei mir wurde es ein wenig mehr als ein Liter.

Geschmacklich ist die Apfelbutter eine Wucht, der konzentrierte Apfelgeschmack wird durch die Gewürze verfeinert und schmeckt lecker als Brotaufstrich oder im Joghurt.



Apfelbutter

Menge: je nach dem wie stark man die Apfelbutter einkocht, ca. 1/2 – 1 Liter

Zutaten:
1,5 kg Äpfel
200 ml Wasser
200 g heller Rohrzucker
100 g dunkler Rohrzucker, brauner Zucker oder Muscovado-Zucker
abgeriebene Schale und Saft 1 Bio-Zitrone
8 Gewürznelken fein gemahlen
10 Pimentkörner, frisch gemahlen
1/4 Ceylon-Zimtstange, frisch gemahlen
1/4 Tl Muskatnuss, frisch gemahlen
2 TL Meersalz

Quelle: Nach eine Rezept in der LandIdee – Sommerküche

Zubereitung:
Die Äpfel putzen, waschen und mitsamt Schale und Kerngehäuse grob würfeln. In einen Topf geben, das Wasser angießen und zum kochen bringen. Bei reduzierter Hitze zugedeckt solange köcheln lassen, bis die Äpfel zerfallen. Das entstandene Apfelmus durch ein Sieb oder durch die Flotte Lotte passieren.

In den Topf zurückgeben und alle restlichen Zutaten wie Zucker und Gewürze hinzufügen. Den Deckel hab aufsetzen und das Apfelmus bei mittlerer Temperatur reduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Das dauert ca. 1 Stunde. Dabei oft umrühren, denn je dickflüssiger die Apfelbutter wird, desto schneller kocht es am Boden an.

Sterilisierte Marmeladengläser mit der Apfelbutter füllen und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und in einem Monat verbrauchen.

Ich habe die Apfelbutter in kleine Weckgläschen eingefüllt und eingekocht. Dazu circa einen Zentimeter Wasser in die Fettpfanne des Ofens einfüllen und auf 150 Grad vorheizen. Die Weckgläschen in die Fettpfanne stellen und dann etwa 45 Minuten im Ofen lassen. Nach dem Abkühlen herausnehmen.

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Eingelegte Zucchini mit Paprika, Oliven und Zwiebeln

Die Zucchini-Schwemme macht auch bei uns nicht Halt ;-)  Bei mir wandern die meisten Zucchinis in Einmachglas – zusammen mit vielen Kräutern, Zwiebeln, Oliven und Paprika. Dadurch sieht das Ganze schön farbenfroh aus und ein Glas eingemachter Zucchini ersetzt auch mal einen grünen Salat, wenn gerade keiner zuhause ist.

Auch dieses Rezept , das ich von Bushcook abgeschaut habe, kann ich nur empfehlen. Eine schöne Rezeptsammlung für Lieblingsrezepte mit Zucchini findet Ihr übrigens auch im Kochtopf bei Zorra.




Eingelegte Zucchini mit Paprika, Oliven und Zwiebeln
Menge: ca. 12 Gläser mit 425 ml

Zutaten:
2 kg Zucchini
2 rote Paprika
2 gelbe Paprika
4-6 Zwiebeln (weisse und rote)
6 Knoblauchzehen
2 Gläser (425 ml) gekräuterte Oliven, trocken eingelegt
1 großer Bund Gartenkräuter, je nach Belieben Liebstöckel, Petersilie, Basilikum, Dill, Thymian, Oregano
4 Lorberblätter
einige Spritzer Olivenöl

Für den Sud:
500 ml weisser Balsamico-Essig
500 ml Kräuter-Essig (Kressi-Essig)
1000 ml Wasser
300 Zucker
5-6 EL Salz
2 EL Gurkengewürz
1 TL Senfkörner

Quelle: Nach einem Rezept von der Tante meines Mannes

Zubereitung:
Die Zucchini waschen und halbieren. Wenn nötig, das wattige Innere entfernen und in ca. 2 cm Würfel schneiden. Die Paprika ebenfalls waschen und in Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, ebenso den Knoblauch. Die Kräuter waschen und klein hacken. Das komplette Gemüse samt Knoblauch, Kräutern und den Oliven in eine (oder mehrere) große Schüssel(n) geben und großzügig mit Olivenöl vermischen. Wenn man (Tupper)Schüsseln mit Deckel hat, kann man das einfach „durchschütteln“.

Das Gemüse einige Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Alle Zutaten für den Sud aufkochen und das Gemüse portionsweise im Sud aufkochen lassen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Mit einem Trichter das Gemüse in Gläser schichten. So alle Portionen aufkochen und auf die Gläser verteilen. Am Ende den Sud nochmals aufkochen lassen und auf die Gläser verteilen. Sofort danach den Deckel drauf machen und die Gläser umgedreht erkalten lassen.

Die Menge der Gläser die man rausbekommt richtet sich danach, wie dicht man die Zucchini in die Gläser einschichtet. Mir ist es auch schon passiert, daß der Sud nicht gereicht hat, dann habe ich noch ein wenig Essig und Wasser zugefügt und nochmals aufgekocht. Haltbarkeit ca. 1 Jahr.

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Sirup aus roten Johannisbeeren

Bei Johannisbeeren bin ich ein wenig negativ vorbelastet. Wir hatten zuhause 7 riesige Sträucher und in
den Pfingstferien „durften“ meine Schwester und ich mit großen Eimern beladen zum Pflücken gehen.

Die Sträucher waren an unserem Hang hinterm Haus und hingen so weit runter, dass wir darin wie in einer Höhle
sitzen konnten. Ich denke heute noch mit Schaudern an die vielen Spinnen, die beim Pflücken auf uns hinunter
gerieselt kamen. Eimer für Eimer pflückten wir und meine Mutter verarbeitete dann die ganze Beerenpracht zu
säuerlichem Johannisbeersirup.
Da wir mit süßer Limo aufgewachsen sind – Wasser ist doch nur zum Waschen da ;-) war das damals eine nicht
wirklich willkommene Abwechslung …

Heutzutage ist das kein Problem mehr, deshalb habe ich mich auch mal Johannisbeersirup versucht. Allein
schon der Geruch des Sirups versetzt mich wieder zurück in meine Kindheit, aber es schmeckt mir jetzt sehr
viel besser als damals!

Johannisbeersirup
Menge: ca. 1 bis 1,5 Liter

2,5 kg rote Johannisbeeren
500 g Zucker
Saft einer Limette

Zubereitung:

Die Johannisbeeren waschen und von den Stielen zupfen. Man kann das mit der Hand oder auch mit einer
Gabel machen. Die Beeren in einen großen Topf geben, ein wenig Wasser dazugeben und langsam aufkochen
lassen. Einige Zeit leise vor sich hin köcheln lassen, bis alle Beeren aufgeplatzt sind.

Die Masse etwas abkühlen lassen und durch ein Mulltuch passieren. Das sollte ca. 1 bis 1,5 Liter Saft
ergeben. Den Saft mit dem Zucker und dem Limettensaft vermischen und wieder aufkochen lassen.
Dann ca. 5-10 Minuten sanft köcheln lassen und kochend heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen.

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Likör aus grünen Walnüssen

Vom Bodensee habe ich noch etwas mitgebracht. Wir waren mit den Hunden Gassi und sind an einem schönen großen Walnussbaum vorbeigekommen. Da konnte ich nicht widerstehen, denn aus den grünen Walnüssen kann man einen wunderbaren Nusslikör ansetzen.

Ich habe das Rezept auf Barbaras Spielewiese gefunden und auch schon vor zwei Jahren einen angesetzt. Der dürfte jetzt langsam soweit sein. Nachschub ist daher nie schlecht oder?

Nach einem kurzen Blick von meiner Tochter auf den frisch angesetzten Likör meinte sie, ob ich jetzt Likör aus Gurken ansetzen würde und schüttelte nur den Kopf….

Likör aus Gurken – da geh ich doch mal suchen ;-)

Likör aus grünen Walnüssen

Zutaten:
8 Grüne Walnüsse
1 Ltr. Korn, Doppelkorn, Wodka o.ä
1 Zimtstange
2 Sternanis
1 Vanilleschote
5-8 Gewürznelken
2 Kardamom
1/8 Teel. Muskatnuß, gerieben

Später:
300 Gramm Zucker

Quelle: Barbaras Spielewiese

Zubereitung:
Die Walnüsse am besten Ende Juni ernten, sie sollen grün und weich sein. Der Überlieferung nach ist der 24. Juni der beste Tag, je nach Region geht es aber auch bis ca. 10. Juli.

Die Nüsse halbieren oder vierteln, mit Alkohol und Gewürzen in ein Einmachglas füllen und an einem sonnigen Platz 2-3 Monate ziehen lassen. Während dieser Zeit wird der Inhalt dunkel.

Dann den Zucker in der Einlegeflüssigkeit auflösen, das Ganze durch ein feines Sieb seihen, wobei Nüsse und Gewürze entfernt werden.

Den Likör in Flaschen aufbewahren und als Digestif servieren.

Tipps von Barbara:

Mit den Gewürzen kann man etwas variieren, manche geben noch etwas Zitronenschale dazu oder verzichten auf Kardamom – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Auch mit der Menge Zucker kann man variieren, je nachdem, wie bitter oder süß man den Likör möchte.

Man kann auch hochprozentigen Alkohol aus der Apotheke verwenden, dann entsprechend Zuckersirup mit Wasser ansetzen, damit der Alkoholgehalt wieder gesenkt wird.

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