Likör aus grünen Walnüssen

Vom Bodensee habe ich noch etwas mitgebracht. Wir waren mit den Hunden Gassi und sind an einem schönen großen Walnussbaum vorbeigekommen. Da konnte ich nicht widerstehen, denn aus den grünen Walnüssen kann man einen wunderbaren Nusslikör ansetzen.

Ich habe das Rezept auf Barbaras Spielewiese gefunden und auch schon vor zwei Jahren einen angesetzt. Der dürfte jetzt langsam soweit sein. Nachschub ist daher nie schlecht oder?

Nach einem kurzen Blick von meiner Tochter auf den frisch angesetzten Likör meinte sie, ob ich jetzt Likör aus Gurken ansetzen würde und schüttelte nur den Kopf….

Likör aus Gurken – da geh ich doch mal suchen ;-)

Likör aus grünen Walnüssen

Zutaten:
8 Grüne Walnüsse
1 Ltr. Korn, Doppelkorn, Wodka o.ä
1 Zimtstange
2 Sternanis
1 Vanilleschote
5-8 Gewürznelken
2 Kardamom
1/8 Teel. Muskatnuß, gerieben

Später:
300 Gramm Zucker

Quelle: Barbaras Spielewiese

Zubereitung:
Die Walnüsse am besten Ende Juni ernten, sie sollen grün und weich sein. Der Überlieferung nach ist der 24. Juni der beste Tag, je nach Region geht es aber auch bis ca. 10. Juli.

Die Nüsse halbieren oder vierteln, mit Alkohol und Gewürzen in ein Einmachglas füllen und an einem sonnigen Platz 2-3 Monate ziehen lassen. Während dieser Zeit wird der Inhalt dunkel.

Dann den Zucker in der Einlegeflüssigkeit auflösen, das Ganze durch ein feines Sieb seihen, wobei Nüsse und Gewürze entfernt werden.

Den Likör in Flaschen aufbewahren und als Digestif servieren.

Tipps von Barbara:

Mit den Gewürzen kann man etwas variieren, manche geben noch etwas Zitronenschale dazu oder verzichten auf Kardamom – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Auch mit der Menge Zucker kann man variieren, je nachdem, wie bitter oder süß man den Likör möchte.

Man kann auch hochprozentigen Alkohol aus der Apotheke verwenden, dann entsprechend Zuckersirup mit Wasser ansetzen, damit der Alkoholgehalt wieder gesenkt wird.

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10 Antworten zu “Likör aus grünen Walnüssen

  1. Barbara 26. Juni 2011 um 7:47 pm

    Das freut mich ja, dass mein Rezept bei Dir zu Ehren kommt! :-)

    Bei uns sind die Nüsse dieses Jahr erfroren, als es Anfang Mai nochmal -5°C hatte… Mit eigenen Nüssen wird’s daher nichts. Ich habe zum Glück auch noch einen Ansatz vom Vorjahr, den könnte ich mal süßen und fertig machen. Dunkelbraun ist er schon lange.

  2. Christine 26. Juni 2011 um 8:20 pm

    Gefällt mir sehr gut!

  3. Nadine 28. Juni 2011 um 2:26 pm

    Oh, klingt lecker. Wir haben gleich zwei Walnussbäume, das muss ich mal probieren. :)

  4. einfachguad 28. Juni 2011 um 7:16 pm

    @ Barbara
    Ja, das ist unserem Nachbarn auch passiert. Am Bodensee war das wohl nicht so arg. Der Nusslikör ist sooo lecker, der kommt bei uns bestimmt zu Ehren ;-)

  5. multikulinaria 26. Juli 2011 um 9:13 am

    Oha, das klingt interessant. Habe zwar keine eigenen Walnüsse, aber es finden sich paar Bäume in der Nähe die rechtzweitig im nächsten Jahr angezapft werden könnten…

  6. Ilse 27. Juli 2011 um 8:55 pm

    schade – zu spät! bei uns gibt es massenhaft walnussbäume…

  7. mein Ideentopf 9. August 2011 um 6:44 pm

    Bei uns in Südtirol heisst dieser Likör Nusseler und es muß unbedingt Magenzucker mit rein. Magenzucker ist ein mit Zimt und Nelkengeschmack verfeinerter Würfelzucker, der unerlässlich für die Herstellung eines feinen „Nusseler“ nach Südtiroler Art ist, aber anscheinend gibt es diesen Zucker nur bei uns in Südtirol.
    LG Siglinde

  8. einfachguad 14. August 2011 um 7:57 am

    @ Siglinde
    Ja, von so einem Zucker habe ich bis jetzt nichts gehört! Nelken, das hört sich gut an, vielleicht mach ich noch ein oder zwei rein in meinen Likör!

  9. Sabrina 16. August 2011 um 9:18 am

    Hehe, den Likör hab ich vor zwei Jahren auch angesetzt. Sah schon bißchen gruselig aus ;)

  10. einfachguad 16. August 2011 um 9:21 am

    @ Sabrina
    Ja, ist so richtig schwarz geworden… Meine Tochter fand das richtig ekelig!

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