Schweinsbraten mit Rübenkraut

So, mein Blog-Layout ist umgestellt und ich hoffe, es gefällt Euch genau so gut wie mir ;-) Ich finde es jetzt einfach klarer und die Bilder kommen besser zur Geltung. Außerdem habe auch ich mich an die Fleissaufgabe gemacht und ein alphabetisches Verzeichniss meiner Rezepte erstellt. Ihr findet den Index oben über dem Headerbild.

Nachdem ich Euch schon das Hassgericht meiner Kindheit vorgestellt habe, möchte ich Euch heute das absolute Lieblingsgericht von damals zeigen, nämlich Rübenkraut, auf gut bayerisch „Ruamkraut“. Für viele ist Rübenkraut Zuckerrübensirup, aber nicht hier in Bayern :-)
Für Rübenkraut werden Herbstrüben klein geschnetzelt und wie Sauerkraut mit Salz eingestampft und milchsauer vergohren. Leider gibt es das Rübenkraut heute nur noch sehr selten und viele kennen es gar nicht mehr. Mein Dad kauft es immer bei einem Kraut-Dandler (Händler) auf dem Freisinger Samstagsmarkt. Auf dem Viktualienmarkt in München kann man es bestimmt auch noch bekommen.
Roh riecht das Rübenkraut ziemlich streng und wir verpacken es immer in zwei Plastikbeuteln und in einer Plastikschüssel, damit der Kühlschrank nicht unangenehm riecht. Den Geschmack kann man gar nicht richtig beschreiben, eher süsslich und auf keinen Fall mit Sauerkraut zu vergleichen. Für mich einfach die Beste Beilage zum Schweinsbraten!

Rübenkraut
Menge: Als Beilage zum Schweinsbraten für 4 Personen

Zutaten:
750 g Rübenkraut
30 g Butter
1-2 EL Zucker
½ Zwiebel, gewürfelt
¼ l Fleischbrühe
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
In einem Topf die Butter zerlassen und die Zwiebel würfel andünsten. Sie dürfen ruhig etwas Farbe bekommen. Den Zucker dazugeben und leicht bräunen. Das Rübenkraut zusammen mit der Brühe in den Topf geben und mit geschlossenem Deckel etwa eine dreiviertel Stunde dünsten. Evtl. noch etwas Brühe angießen, mit Salz und Pfeffer würzen.

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17 Antworten zu “Schweinsbraten mit Rübenkraut

  1. einfachguad 13. Februar 2011 um 7:42 pm

    @ kaltmamsell
    Vielen Dank, so was hört man immer gerne ;-)

  2. Arthurs Tochter 13. Februar 2011 um 8:22 pm

    Ist schön geworden!

    Für mich ist Rübenkraut auch Zuckerrübensirup, bzw. Grafschafter Goldsaft.
    Davon habe ich immer einen Becher herumstehen, der so selten gebraucht wird, das sich das letzte Drittel in ihm stehts in eine unglaublich zähe fast nicht mehr herauskratzbare Masse verwandelt.
    Spätestens dann wirds unter Wärmezufuhr verflüssigt und in die nächste Bratensauce verrührt.
    Der Vorteil ist: Es stinkt nicht so wie Dein Rübenkraut hier! ;)

  3. Fritz 14. Februar 2011 um 9:02 am

    Gelungener Umbau!

    Ich hab gerade überlegt, ich glaube ich hatte noch nie Rübenkraut. Hast Du in Wikipedia auch den Artikel zur gesehen?

  4. Toni 14. Februar 2011 um 9:12 am

    Das kenn ich ja bisher garnicht. Beim nächsten Viktualienmarktbesuch schau ich mich mal um.

  5. einfachguad 14. Februar 2011 um 11:06 am

    @ Arthurs Tochter
    Danke! Auf die Idee wäre ich aber auch nicht gekommen, Rübensirup in die Schweinsbratensauce reinzugeben. Das versuche ich das nächste Mal auch, denn bei mir ist das ähnlich mit dem selten brauchen….

  6. einfachguad 14. Februar 2011 um 11:09 am

    @ Fritz
    Ja, den Artikel habe ich auch gesehen, aber ich habe meinem Dad alle Einträge in Wikipedia gezeigt. Zu Rübenkraut wurde damals bei ihm nur die Herbstrübe verarbeitet.

  7. einfachguad 14. Februar 2011 um 11:14 am

    @ Toni
    Das glaub ich doch gar nicht ;-) Schau mal hier auf der Homepage vom Rottler am Viktualienmarkt. Der hat was von Rübenkraut auf der Seite stehen.

  8. Peterchuchi 14. Februar 2011 um 1:38 pm

    Falls jemannd in Versuchung kommt diese bayrische Rübenkraut, das im übrigen eine uralte Tradition darstellt, selbst zu machen, ein Tip eines lokalen Herstellers aus Regensburg. Es wird erst eingehobelt wenn das Sauerkraut schon am Gären ist, weil man dann etwas Sauerkrautsaft zu den Rüben geben muß, weil die Rüben sehr schecht mit der Milchsäregärung starten.

  9. einfachguad 14. Februar 2011 um 2:44 pm

    @ Peter
    Danke! Meine Tante hat früher das Rübenkraut selbst eingelegt. Ich habe mir schon vorgenommen, mir das Rezept von ihr zu holen. Dann werde ich den Tip berücksichtigen und natürlich auch berichten!

  10. Christina 15. Februar 2011 um 7:12 am

    Mir gefällt das neue Layout auch, es ist schön übersichtlich! Und auf dieses Rübenkraut bin ich jetzt neugierig geworden.

  11. Chaosqueen 15. Februar 2011 um 10:07 pm

    Mir gefällt es auch sehr gut hier, es ist schön geworden.

    Rübenkraut war bisher für mich, wie ja auch bei einigen Vorschreibern, auch eindeutig definiert. Das habe ich bei uns auch noch nie gesehen. Ich werde ‚mal die Augen offenhalten.

  12. Esther 3. März 2011 um 10:05 am

    Guad is es, des Kraut – das ist doch was anderes als des greisliche rheinische Rübenkraut (das mein Düsseldorfer Mann so liebt)…

  13. Franken-Gourmet 16. Oktober 2011 um 2:32 pm

    bei uns in Franken gibt’s das vereinzelt auch – eine ganz besondere Spezialität ist Salzwasserfleisch mit Rübenkraut: http://www.brauerei-hennemann.com/index.php?option=com_content&view=article&id=10&Itemid=3

  14. Aus meinem Kochtopf 24. Februar 2012 um 7:35 pm

    Ja, ja, ja.
    Viel schöner als vorher! – Bin zur Zeit selber auf der Suche nach einem neuen Template.
    Bin sehr gespannt wie das ausgeht.
    Zum Rübenkraut habe ich selber noch keine Meinung.
    Klingt aber interessant :-)

    Leckere Grüße
    Peter

  15. einfachguad 25. Februar 2012 um 4:53 pm

    @ Peter
    Das mit dem neuen Template war wirklich eine Qual. Letzenendes hab ich dann doch noch eines gefunden, ganz schlicht, wie ich das wollte. Das Problem war nur, dass das neue Template breiter ist und ich meine Bilder nicht zentriert habe. Das war eine Arbeit, diese Bilder noch zu zentrieren, aber es soll ja hübsch aussehen ;-) Viel Glück auf der Suche nach einem neuen Template!

  16. Thersa 19. März 2016 um 4:43 pm

    Ich bin ja vor viele Jahren aus Bayern weggezogen und mache seit jahren mein Rübenkraut selbst, weil es mir so gefehlt hat :-). Die Rüben ziehe ich im Garten, aber es schmeckt nicht so, wie ich es aus meiner Kindheit kenne, es ist viel zu „brav“. Nun habe ich oben den Tipp mit dem Sauerkrautsaft gelesen, das werde ich mal probieren. Ich habe bisher die Gärung mit Molke gestartet. Könnte es wohl sein, daß die Herbstrüben nicht mehr das sind, was sie mal waren oder gibt es da verschiedene Sorten, wer weiß Bescheid?

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