Englischer Schokoladen-Weihnachts-Pudding

Herzlich willkommen zum 7. Türchen des kulinarischen Adventskalenders!

Kennt Ihr Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt? Dieses Buch lese ich im Moment meiner Tochter abends vor dem schlafengehen vor. Der junge Erfinder Tobbi Findeisen hat das Fliewatüüt erfunden, ein Flugzeug, mit dem man auch zu Wasser und an Land fahren kann. Eines Nachts steht ein kleiner Roboter vor seinem Fenster. Er bittet Tobbi um Hilfe, denn er muss für die 3. Roboterklasse drei Prüfungsaufgaben lösen. Tobbi ist begeistert, denn Robbi hat auch noch gleich das Fliewatüüt im Schlepptau. Und so machen sich die Beiden auf eine abenteuerliche Reise. Sie suchen nach einem gelb-schwarz geringelten Leuchturm und landen nach einer langen Reise am Nordpol bei den Eskimos. Sie lernen Nessi kennen, das Ungeheuer im Loch Ness, das ihnen den Weg zur nächsten Roboterfrage nach Plumpudding-Castle zeigt.

Was ist denn ein Plumpudding – fragte mich meine Tochter da – kann man das essen, ist das ein Pudding so wie bei uns? Hm, essen schon, aber kein Pudding, das ist eine besondere Spezialität, eher sowas wie ein Kuchen, der aus vielen getrockneten Früchten besteht und im Wasserbad gegart wird, krame ich aus meinem Gedächtnis etwas Halbwissen hervor.
Kurz spiele ich mit dem Gedanken, sowas auch mal zu machen, aber beim Blick ins Internet und der Zutat Rindernierenfett wird mir dann doch etwas anders. Außerdem ist die Zubereitung etwas aufwendig wie Ihr dem Rezept hier entnehmen könnt.

Zufällig bin ich dann über das Rezept für „Englischen Chocoladen-Weihnachtspudding“ von Johann Lafer gestolpert und war gleich Feuer und Flamme. Ein Problem hatte ich allerdings noch, denn ich habe keine Guglhupfform mit Deckel, in der der Pudding im Wasserbad garen kann. Ich habe mir dann mit einer Kinder-Guglhupfform beholfen (Inhalt 1/2 Liter), die ich mit Alufolie fest verschlossen habe. Das klappte wunderbar! Heraus kam ein köstlicher kleiner Weihnachtspudding, der noch mit einer Orangen-Schokoladen-Sauce begossen wurde. Dazu gab es Kardamom-Spekulatius-Mousse und karamellisierte Orangen. Ein weihnachtlicher Nachtisch, der uns allen richtig gut geschmeckt hat.

Und wie geht’s weiter mit Robbi,Tobbi und dem Fliewatüüt? Sie haben Plumpudding-Castle natürlich gefunden, aber sehr viel unerfreulichere Dinge entdeckt als leckeren Weihnachtspudding. Aber mehr wird natürlich nicht verraten!

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Weihnachtszeit und viel Glück, denn auch dieses Jahr gibt es wieder einen Wettbewerb, bei dem es tolle Preise von Betty Bossy, Braun, Cupcakes-cupcakes.de, Deutsche See, Kuhn Rikon, MySwisschocolate.ch, Senseo und Trisa Electronics zu gewinnen gibt. Um die Wettbewerbsfragen – die sich übrigens hinter dem Türchen 24 verstecken – beantworten zu können, sollte man unbedingt alle Türchen aufmerksam verfolgen!

Englischer Schokoladen-Weihnachtspudding
Menge: 1 kleine Guglhupfform, 1/2 Liter Inhalt, gibt etwa 8 kleine Stücke

Für den Pudding:
75 g Dörr-Obst (Pflaumen, Datteln, Aprikosen)
1 TL Backpulver
50 g Lindt Zartbitter-Schokolade 70 %
25 g weiche Butter
Mark von einer Vanilleschote
75 g brauner Zucker
2 Eier
36 g Mehl
1 EL Kakaopulver

Für die Sauce:
100 ml Sahne
25 g Zucker
Saft von 1/2 Orange
50 g Lindt Zartbitter-Schokolade 70 %
25 g Lindt Vollmilch Schokolade
1 EL Grand Marnier nach Belieben

Quelle: Chocoladen Seiten, Lindt Magazin, Rezept von Johann Lafer

Zubereitung:
Dörr-Obst klein würfeln und mit 75 g kochendem Wasser mischen. 15 Minuten ziehen lassen und anschließend die Mischung mit einem Mixstab fein pürieren.

Schokolade klein hacken und in einer Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen. Butter, Vanillemark und Zucker mit dem Hand-Mixer einige Minuten verrühren. Nach und nach die Eier zufügen und untermixen. Danach Mehl, Backpulver, Kakao, Früchtepüree und die geschmolzene Schokolade unterrühren.

Teig in eine gefettete Pudding- oder Guglhupfform geben und diese mit dem passenden Deckel oder mit Alufolie dicht abdecken. Die Form bis fast zum Rand in leicht köchelndes Wasser in einen Topf stellen. Topf zudecken, den Pudding etwa 1 Stunde darin garen.

Inzwischen Sahne, Zucker und Orangensaft aufkochen, Topf von der Herdplatte nehmen. Schokolade klein hacken und nach und nach unter die Flüssigkeit rühren. Sauce nach Belieben mit Grand Marnier aromatisieren.

Pudding noch 10 Minuten stehen lassen, dann stürzen und mit der Schokoladensauce übergiessen.

Spekulatius-Kardamom-Mousse mit karamellisierten Orangen
Menge: 4 kleine Portionen

Zutaten Mousse:
3 Blatt Gelatine
25 g Spekulatius
2 Eier (Größe M)
36 g Zucker
6 EL Orangensaft
1/4 -TL gemahlener Kardamom
75 g Schlagsahne

Zutaten Orangen:
2 EL Zucker
Orangensaft
Filets einer Orange

Quelle: Nach einem Rezept auf www.lecker.de
Zubereitung:
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Kekse fein mahlen. Eier trennen. Eigelbe und Zucker ca. 5 Minuten cremig rühren. Mit Orangensaft und Kardamom würzen. Sahne steif schlagen, unterheben. Gelatine ausdrücken, lauwarm auflösen. 2 Esslöffel Creme in die Gelatine rühren. Angerührte Gelatine unter Rest der Creme rühren. Kalt stellen, bis die Creme fest zu werden beginnt. Eiweiß steif schlagen. Unter die Creme heben. Creme und Kekse abwechselnd in eine Schüssel füllen, ca. 1 Stunde kalt stellen.

2 Esslöffel Zucker goldbraun schmelzen, vorsichtig mit dem Orangesaft aufgiessen und dickflüssig einkochen lassen. Die Orangenfilets kurz mit in die Pfanne geben und mit dem Karamell beträufeln. Creme mit einem großen Eiskugelformer oder mit Hilfe von 2 großen Löffeln portionsweise abstechen. Creme mit den Orangen und dem Weihnachtskuchen anrichten.

31 Antworten zu “Englischer Schokoladen-Weihnachts-Pudding

  1. Petra 7. Dezember 2010 um 7:54 am

    Ich liebe Robbi-Tobi und das Fliwatüt! Das kann ich mir heute immer noch ansehen und bin jedes mal wieder begeistert!
    Und deine schönen Rezepte. Die Mousse reizt mich – eine Puddingform mit Deckel habe ich leider auch nicht aber eine Terrinen-Form mit Deckel könnte evtl. auch funktionieren. Adventliche Grüße und noch viel Spaß mit dem Fliwatüt!

  2. Alice 7. Dezember 2010 um 8:01 am

    Oh wie toll, da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen. Lecker, klebrig, süß – was will man mehr :o)

  3. Petra aka Cascabel 7. Dezember 2010 um 8:05 am

    Mit dieser Variante kann auch ich mich anfreunden :-) Und die Mousse dazu – ein sehr schöner Dessertteller!

  4. Fräulein*Shafi 7. Dezember 2010 um 8:30 am

    Oh, das klingt ganz großartig!! Macht der Pudding sehr satt? :D also die Mousse werde ich definitv mal ausprobieren!!

    :)

  5. nata 7. Dezember 2010 um 8:33 am

    Dieser Pudding mit der herablaufenden Sauce sieht verboten gut aus!

  6. einfachguad 7. Dezember 2010 um 9:56 am

    @ Nata
    Ich hab auch tausend Fotos davon gemacht!

    @ Fräulein Shafi
    Ich finde schon, gerade in der Kombination mit der Mousse und den Orangen kann man nur ein kleine Stückchen essen. Der Pudding ist so in etwa wie ein feuchter Brownie.

    @ Petra
    Dankeschön!

    @ Alice
    Klebrig würde ich ihn nicht bezeichnen eher kletzig – aber süss passt ganz gut ;-)

    @ Petra
    Ich kannte das gar nicht, habe auch die Filme nicht gesehen. Eine Freundin hat mir von dem Buch vorgeschwärmt. Meine Tochter findet es auch toll, obwohl sie schon fast 10 Jahre alt ist!

  7. Heidi 7. Dezember 2010 um 11:38 am

    Der sieht ja köstlich aus!!! Und ohne kandierte Früchte da istt ihn der Jungfamilienteil auch! Danke fürs Rezept

  8. Toni 7. Dezember 2010 um 12:37 pm

    Hach, ich habe sie geliebt. Eigentlich wäre mein Neffe langsam in dem Alter… Und der Kuchen äh Pudding ;) schaut einfach nur göttlich aus! In Kombination mit der Spekulatius-Kardamom-Mousse und den karamellisierten Orangen ist das ein perfektes Weihnachtsdessert!

  9. gourmet-büdchen 7. Dezember 2010 um 12:55 pm

    oh ja, das wäre jetzt genau das Richtige bei dem Winterwetter.
    Robbi-Tobi und das Fliwatüt in der Flimmerkiste, einen Teller voll mit Deinem Weihnachtspudding und Beilagen ;-), dann eingerollt in einer Decke und in Kindheitserinnerungen schwelgen.

  10. Fritz 7. Dezember 2010 um 1:53 pm

    Der sieht sooooo saftig aus!
    … und ich hab sogar eine Puddingform zuhause und noch nie benutzt.

  11. Caromite 7. Dezember 2010 um 4:27 pm

    Der Pudding sieht wirklich unverschämt lecker aus :)
    Robbi,Tobbi und das Fliewatüüt ist ein sehr schönes Buch, habe ich früher gerne gelesen!
    Die Mousse sieht gut aus, ich kann mich gar nicht entscheiden, ob ich erst den Pudding oder die Mousse nachkoche…

  12. einfachguad 7. Dezember 2010 um 6:07 pm

    @ Caromite
    Vielen Dank! Einfach beides zusammen nachmachen!

    @ Fritz
    Das wenn ich gewusst hätte, hätt ich mal bei Dir angefragt!

    @ gourmet-büdchen
    Die Serie oder den Film hab ich nie gesehen, ich werde ihn mir aber jetzt bei meinem Arbeitskollegen ausleihen!

    @ Toni
    Aber immer schön mit verschiedenen Stimmen vorlesen ;-)

  13. lamiacucina 7. Dezember 2010 um 6:52 pm

    Dass das mit einer normalen Form funktioniert, ist ja wunderbar ! Eine Ausrede weniger, einmal einen Plumpudding zu probieren !

  14. sylvia 7. Dezember 2010 um 7:58 pm

    Der Pudding sieht wirklich unverschämt lecker und saftig aus! Leider habe ich bis jetzt keine Puddingform, das muß sich schnellstens ändern! :-)

  15. Toni 7. Dezember 2010 um 8:13 pm

    Boah, da baust Du jetzt einen Schwierigkeitsfaktor ein. Aber ich nehme die Herausforderung an :)

  16. einfachguad 7. Dezember 2010 um 8:15 pm

    @ Robert
    Genau! Nur vorher abmessen, wieviel Liter die Form fasst, damit es dann keine Überraschungen gibt, weil zuwenig Teig da ist ;-)

  17. einfachguad 7. Dezember 2010 um 8:16 pm

    @ Toni
    Mein Mann liest meiner Tochter Harry Potter mit verschiedenen Stimmen vor…. Das legt die Latte auch bei mir ganz schön hoch :-)

  18. einfachguad 7. Dezember 2010 um 8:17 pm

    @ Sylvia
    So kann man sich mal wieder was neues für die Küche kaufen :-)

  19. Sivie 7. Dezember 2010 um 9:42 pm

    Hört sich sehr lecker an und eventuelle Reste vom Früchtebrot kann man auch gleich noch darin verarbeiten.

  20. Eva 8. Dezember 2010 um 10:21 am

    Ein herrlich weihnachtlicher Dessert-Teller = ganz große Dessert-Küche!

  21. einfachguad 8. Dezember 2010 um 12:47 pm

    @ Sivie
    Im richtigen Plumpudding sind auch auch Semmelbrösel oder alte Semmelscheiben drin, das müsste schon gehen!

    @ Eva
    Vielen Dank!

  22. barcalex 8. Dezember 2010 um 6:34 pm

    Wow, sieht sehr köstlich aus. Das Mousse ebenfalls hervorragend. Das werd ich sicherlich nachmachen – vielleicht sogar zu Weihnachten.

  23. zorra 9. Dezember 2010 um 8:06 am

    Was für eine schöne Geschichte und der Pudding sieht auch sehr fein aus. Meine Mutter war immer so ein Fan von englischen Puddings. Ich nicht so, aber wenn ich dein Exemplar sehe, könnte sich das ändern.Wünsche dir und deinen Lieben eine schöne Adventszeit.

  24. uwe@highfoodality 9. Dezember 2010 um 8:38 am

    wow. der kuchen sieht lecker aus! klasse bilder.

  25. nesrin 9. Dezember 2010 um 12:39 pm

    Ich muss unbedingt probieren. Sieht lecker aus. Grüsse…

  26. einfachguad 9. Dezember 2010 um 5:41 pm

    @ Nesrin und Uwe
    Vielen Dank und eine schöne Adventszeit!

    @ Zorra
    Dir und Deinen Lieben auch eine schöne Adventszeit !

  27. Fritz 9. Dezember 2010 um 9:52 pm

    Ich hätte Dir die Form gerne vorbeigebracht.
    Der Rest sieht übrigens auch sehr lecker aus.

  28. einfachguad 10. Dezember 2010 um 7:11 am

    @ Fritz
    Vielen Dank!

  29. Kochend-heiss 14. Dezember 2010 um 6:25 am

    Klasse sieht der aus. Will ich auch so früh am morgen reinbeißen!

  30. Schnick Schnack Schnuck 20. Dezember 2010 um 7:21 am

    Ich bin begeistert. So ein Pudding steht schon lange auf meiner Nachkostliste. Jetzt gibt es keine Ausflüchte mehr.

  31. Pingback: Wie war eigentlich.. « Schnick Schnack Schnuck

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