Saftgulasch mit Bröselknöpfle

Früher habe ich Gulasch nicht gerne gemacht, überall Fettspritzer vom Anbraten der Fleischstücke und – da wir keinen Dunstabzug haben – fettige Nebelschwaden in der Küche. Doch seit Steph ihr Wiener Saftgulasch veröffentlicht hat, gehören diese Zeiten der Vergangenheit an und das Gulasch schmeckt gleich nochmal so gut!
Gulasch mit Knödel gab es bei uns noch nie, zuhause bei meinen Eltern gibt es Nudeln und Bratkartoffeln dazu, bei uns normalerweise nur Nudeln. Dieses Mal allerdings habe ich Bröselknöpfle gemacht. Das Rezept dazu habe ich schon lange eingemerkt und endlich mal nachgemacht. Allerdings hat mich der Geschmack der Bröselknöpfle nicht wirklich umgehauen. Sie schmecken sehr neutral und der halbe Teelöffel Salz, der im Rezept angegeben ist, war eindeutig zuwenig. Das nächste Mal gibt es wieder Nudeln oder vielleicht probieren wir doch mal Knödel dazu!



Wiener Saftgulasch
Menge: 3-4 Portionen

Zutaten:
1 kg Rinderwade, bzw. Rinderbeinscheiben (Gewicht ohne Knochen)
800 g Gemüsezwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 TL gehackter Kümmel
1 EL Majoran
4 EL Paprikapulver
1 EL Weißweinessig
Salz und Pfeffer
1 TL Tomatenmark
Schweineschmalz zum Anbraten

Quelle: Wiener Saftgulasch aus dem Kuriositätenladen

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Das Gulaschfleisch in ca. 3×3 cm große Stücke schneiden. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin langsam schön braun rösten.
Knoblauch, Kümmel, Majoran, Paprikapulver, Tomatenmark, sowie Essig zugeben, gut durchrühren, mit etwas Wasser aufgießen und 1/2 Stunde köcheln lassen – der Paprika hat so die Möglichkeit, sich richtig zu entfalten.
Jetzt das gewürfelte Fleisch dazugeben und evtl. noch etwas Wasser oder Brühe angießen, so dass das Fleisch noch zu sehen ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf kleiner Hitze 2 – 3 Stunden schmoren lassen.
Das Gulasch sollte eine schöne dunkelbraune Farbe haben.

Bröselknöpfle
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten:
200 g Mehl (Dinkelmehl 630)
100 g Semmelbrösel (Dinkelbrösel)
1/2 – 1 TL Salz
200 ml kochendes Wasser
4 EL Butter

Quelle: Zeitschrift Essen&Trinken für jeden Tag 02/2009

Zubereitung:
Mehl, Semmelbrösel und Salz in einer Schüssel mischen. Nach und nach das kochend heiße Wasser mit den Knethacken des Handrührers unterarbeiten, sodass ein glatter Teig entsteht. Evtl. esslöffelweise weiteres kochendes Wasser zugeben.

Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Zu dünnen Rollen formen (1 cm) und in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden. Knöpfel in einem großen Topf in Salzwasser 5-8 Minuten kochen lassen.

Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, die gut abgetropften Knöpfle darin hellbraun anbraten.

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10 Antworten zu “Saftgulasch mit Bröselknöpfle

  1. miriam 6. September 2010 um 6:24 am

    danke für das rezept. ich habe es mir gleich ausgedruckt und werde es bei gelegenheit ausprobieren

  2. Suse 6. September 2010 um 6:48 pm

    Ich bin totaler Gulaschfan. Lecker Rindfleisch, butterweich geschmort und unglaublich viel Soße.
    Ich mach sehr gern Spätzle dazu…bei dem Namen Knöpfle hatte ich übrigens auch gedacht, dass es selbige wären

  3. tobias cooks! 7. September 2010 um 4:30 pm

    Bröselknöpfle hatte ich noch nie. Sieht fein aus.

  4. einfachguad 8. September 2010 um 6:06 am

    @ Tobias
    Ich glaube, sie sind mir ein wenig groß geraten, aber mit mehr Salz kann man sie durchaus essen :-)

  5. einfachguad 8. September 2010 um 6:08 am

    @ Suse
    Stimmt, Spätzle wären auch nicht schlecht. Manchmal denkt man einfach nicht an das naheliegende!

  6. Toni 8. September 2010 um 11:02 am

    Ich bin auch ein Gulaschfan. Deine Variante hat ja auch mal im CK für Furore gesorgt. Ich hab’s probiert und finde das mit Anbraten vom Fleisch trotzdem besser. Am liebsten mag ich Serviettenknödel zum Gulasch. Das könnte ich eigentlich mal wieder machen…

  7. einfachguad 8. September 2010 um 11:47 am

    @ Toni
    Bei dem Wetter ist Gulasch und Eintopf eh am besten!

  8. kulinaria katastrophalia 10. September 2010 um 3:01 pm

    Wenn nicht gespritzt wird, weiß ja nachher niemand mehr, was es für Arbeit gemacht hat ;p

  9. Kristina 12. September 2010 um 1:52 pm

    Na endlich noch jemand, der sich traut, im Spätsommer (hüstel) Gulasch zu kochen. Sieht sehr gut aus. Ich muss zugeben, dass ich meinen nur gemacht habe, um erstmals Spätzle selbst zu machen. Dieses Rezept hier werde ich aber auch ausprobieren.

  10. einfachguad 13. September 2010 um 6:24 am

    @ kulinaria katastrophalia
    Hi Hi, von dem Standpunkt hab ich es ja noch gar nicht betrachtet :-)

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