Hollerkiachal oder Ausgebackene Holunderblüten

Die letzten zwei Jahre habe ich immer eine riesige Menge Holunderblüten gepflückt und brav in Sirup verwandelt. Dieses Jahr wollte ich keine Blüten pflücken, geschweige denn Holunderblüten-Sirup machen!
Doch auf meinem Weg in die Arbeit sah ich sie die letzten Tage immer stehen, die Holunderbüsche, wunderschön und mit vielen großen Blüten übersäht – da konnte mein Sammlerherz einfach nicht wiederstehen!
Mit meiner Tochter habe ich mich auf den Weg gemacht und gepflückt. Und Sirup angesetzt. Dieses Mal habe ich aber zum ersten Mal Holler-Kiachal gemacht. Bei meiner Schwiegermutter gabs die früher mal und ich liebe sie!



Meine sind geschmacklich nicht ganz so gut geworden, da ich auf Bier oder Wein im Teig wegen meiner Tochter verzichtet und Milch verwendet habe. Außerdem war ich ein wenig zu geizig mit dem Fritierfett und etwas zu verschwenderisch mit dem Teig, daher sind sie oben nicht richtig knusprig geworden. Aber lecker waren sie trotzdem und aus Fehlern lernt man ja bekanntlich!
NACHTRAG: Ich habe gerade das neue Thema „Essbare Blüten“ im Gärtner-Blog gesehen und festgestellt, daß meine Hollerkiachal wunderbar dazu passen!


Holler-Kiachal
Menge: 10-12 Stück

10-12 Stück Holunderblütendolden
200 g Mehl (Dinkelmehl 630)
1 Prise Salz
1/4 Liter Helles Bier oder Weißwein (notfalls Milch)
2 Eier getrennt
2 TL Öl
Puderzucker zum besteuen

Zubereitung:
Das Eiweiß zu steifen Eischnee schlagen. Das Mehl mit dem Salz mischen, mit Bier oder Weißwein zu einem dickflüssigen Teig rühren. Eigelb und Öl unterrühren und zum Schluß den Eischnee vorsichtig unterheben. Die Blütendolden in den Backteig tauchen und in heißem Fett schwimmend ausbacken. Mit Puderzucker bestreuen und noch warm servieren!

16 Antworten zu “Hollerkiachal oder Ausgebackene Holunderblüten

  1. lamiacucina 17. Juni 2010 um 4:38 am

    die hab ich früher auch so gerne gemocht. Die eigenen Blüten sind leider noch nicht so weit, da es zu kalt ist.

  2. Toni 17. Juni 2010 um 6:04 am

    Fein! Mensch ich muss endlich auch mal los zum Pflücken. Vom letztjährigen Sirup ist gerade mal noch eine Flasche übrig.

  3. einfachguad 17. Juni 2010 um 6:17 am

    @ Robert
    Vielleicht ist der Holunder hier bei uns nicht so zimperlich – wir haben es nämlich auch ziemlich kalt im Moment :-)

    @ Toni
    Wir haben schon lange nix mehr übrig…

  4. Anikó 17. Juni 2010 um 6:39 am

    Das ist ja soo lecker! Mal sehen, ob ich es diese Saison noch schaffe, welche zu machen :-) Den Sirup für dieses Jahr muss ich nur noch abfüllen :-)

  5. einfachguad 17. Juni 2010 um 7:38 am

    @ Anikó
    Meiner ist heute dran mit Abfüllen und ich glaube, ich mach gleich noch mehr!

  6. Milliways 17. Juni 2010 um 10:42 am

    Ich wollte dieses Jahr eigentlich auch nicht unbedingt los und Blüten pflücken… aber wenn ich das jetzt so lese, bekomme ich doch wieder Lust darauf :-).

  7. einfachguad 17. Juni 2010 um 10:52 am

    @ Milliways
    Siehste – schon infiziert ;-)

  8. Toni 17. Juni 2010 um 8:14 pm

    Unbedingt mehr ansetzen dieses Jahr :)! Ich finde gerade in den ersten heißen Tagen im Jahr macht so eine eiskalte Holler-Weißwein-Schorle Lust auf dem neuen „Jahrgang“ :)

  9. einfachguad 18. Juni 2010 um 6:06 am

    @ Toni
    Holler-Weißwein-Schorle, das hört sich ja gut an! Wie mischt Du das – Weißwein, Wasser und einen Schuss Hollersirup oder lässt Du das Wasser ganz weg?

  10. Toni 18. Juni 2010 um 7:35 am

    Nene, da kommt schon Wasser dazu. Auf ein 300ml Glas einen Finger breit Hollersirup, einen Finger breit Weißwein und dann mit eiskaltem Mineralrwasser auffüllen. Je nach Geschmack kann man die Mischungsverhältnisse natürlich auch ändern. Ich mag das gern anstelle von Radler, das ist mir meistens zu süß.

  11. Mestolo 18. Juni 2010 um 7:38 am

    Wie hübsch das aussieht, kann ich mir sehr gut zum Nachmittagskaffee vorstellen.

  12. einfachguad 18. Juni 2010 um 4:26 pm

    @ Toni
    Danke, das probiere ich bestimmt aus!

    @ Mestolo
    Ja, dazu schmeckt auch Vanillesauce oder ein Vanille-Eis ganz gut!

  13. Sivie 19. Juni 2010 um 11:37 am

    Ich habe gerade in der Bedienungsanleitung meines Waffeleisens gelesen, dass man wenn es knusprig werden soll, keine Milch verwenden soll. Vielleicht kannst Du Bier oder Wein durch Apfelsaft ersetzen.

  14. einfachguad 20. Juni 2010 um 10:33 am

    @ Sivi
    Das wär bestimmt eine Möglichkeit oder vielleicht Traubensaft! Das wär ja direkt ein Grund, das nochmal auszuprobieren!

  15. tobias kocht! 20. Juni 2010 um 4:48 pm

    Das weckt Heimatgefühle. So schöne Kiachl.

  16. Barbara 27. Juni 2010 um 11:53 am

    Oder eine Mischung aus Holunderblütensirup und Wasser???

    Ich liebe solche Kiachl, letztes Jahr hatten wir mal welche gemacht, gerade sind die Dolden auch bei uns im kühlen Norden Bayerns reif. Leider komme ich gerade nicht dazu, aber nächstes Jahr gibt’s bestimmt wieder welche.

    Danke fürs Mitmachen beim Event!

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