Sauerbraten mit Spätzle

Letztes Wochenende war meine beste Freundin samt Kind und Kegel zu Besuch. Mein Mann wollte schon lange mal wieder Sauerbraten und so haben wir beides verbunden. Beim Metzger hat er ein wunderschönes Stück Rindfleisch von der Rolle bekommen. Eineinhalb Kilo, laut Rezept sollten es für 6 Personen nur ein Kilo sein, aber schließlich soll ja auch ein jeder satt werden!



Sauerbraten habe ich das erste Mal bei meiner Schwiegermutter (wie so viele schwäbische Gerichte) zum ersten Mal probiert und für sehr gut befunden. Auch das Rezept ist von ihr und natürlich muss vieeel Sauce dabei sein! Auch unseren Gästen hat es gut geschmeckt und wir haben das ganze Fleisch bis auf eine Scheibe verputzt! Dieses Mal habe ich 4 von Claudios „Wahnsinns-Demi Glace-Eiswürfeln“ dazugegeben – die Sauce war der Hammer!




Sauerbraten
Menge: ca. 6 Personen

Zutaten Beize:
1/4 Liter Kräuteressig (Kressi) oder Rotweinessig
1/4 Liter Rotwein
1/2 Liter Wasser
2 TL Salz
2 Möhre grob in Stücke geschnitten
1 Petersilienwurzel grob in Stücke geschnitten
1 Stückchen Sellerie
1 Zwiebel, mit 2 Nelken gespickt
6 Schalotten, ganz geschält
1/2 TL Pfefferkörner
4 Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt

Zutaten für den Braten:
1,5 kg Rindfleisch aus der Rolle
4 EL Butterschmalz
1/2 bis 1 Liter Beize

Zubereitung:
Aus den angegebenen Zutaten eine Beize herstellen, das Fleisch in einen großen Gefrierbeutel geben und die Beize angiessen. Das Fleisch soll komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Den Beutel in den Kühlschrank stellen und einige Tage marinieren lassen. (3-5 Tage).

Ofen auf 170 Grad vorheizen. Fleisch aus der Beize nehmen und abtrocknen. Auf dem Herd Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Mit 1/2 Liter Beize ablöschen, das Gemüse und die Gewürze aus der Beize und die Schalotten mit zum Fleisch geben. Alles kurz anrösten, dann den Deckel auflegen. Den Bräter in den Ofen schieben und ca. 3 Stunden garen. Bei Bedarf weitere Beize aufgießen. (Wir mögen die Sauce ziemlich sauer, daher giessen wir die komplette Beize an) Fleisch herausnehmen und warm stellen. Die Sauce durch ein Sieb giessen, aufkochen und nach Geschmack würzen oder evtl. auch mit einem Teiglein binden. Wer mag, kann auch 2 EL Creme Fraiche oder etwas Sahne zur Sauce geben. Den Braten aufschneiden und zusammen mit dem Gemüse und der Sauce anrichten. Bei uns gibt es noch Preiselbeeren aus dem Glas dazu.

Spätzle
Menge: 3-4 Portionen als Beilage

Zutaten:
375 g Dinkelmehl 630 oder Weizenmehl 550
1/4 l Wasser
3 Eier
Salz

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermischen und mit einem Kochlöffel abschlagen, bis der Teig Blasen wirft.
In einem großem Topf Wasser mit Salz aufkochen, das Spätzlesieb kurz mit kaltem Wasser abspülen (dann bleibt der Teig nicht so kleben) und den Teig portionsweise in das kochende Wasser streichen. Die Spätzle einmal aufkochen lassen und ca. 3-5 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen. Je nach weiterer Verarbeitung mit kaltem oder heißem Wasser kurz überbrausen und gut abtropfen lassen.

7 Antworten zu “Sauerbraten mit Spätzle

  1. lamiacucina 29. März 2010 um 5:17 am

    haben wir am Samstag auch wieder einmal gegessen. Sauerbraten ist etwas so Gutes, dass wir ihn das ganze Jahr über essen.

  2. Heidi, die II. 29. März 2010 um 8:55 am

    Tolle Bilder – das macht ja Appetit… (und mir ein schlechtes Gewissen, weil das bei mir schon ganze Eeeeewigkeiten nicht mehr gekocht wurde)
    Auf dem Bild sah ich die Nelken in der Zwiebel und habe festgestellt, daaa ich nicht die Einzige bin – ich „tackere“ so auch gleich noch das Lorbeerblatt mit an der Zwiebel fest – man kann so leichter alles wieder finden und entfernen.
    Spätzle bekomme ich, dank Dir, inzwischen auch hin – also habe ich wohl zum kommenden Wochenende einen Auftrag zu erfüllen… (aber gerne doch!)
    Bei mir wird es auch Preiselbeeren geben – aber Dein Kirsch-Chutney reizt mich auch – zumal ich bei diesem Beitrag spontan dachte – das schmeckt zu allem, wo man sonst Preiselbeeren dazu ist – hmmmm – mal sehen, wie sehr es mich in den Fingern „jucken“ wird…

    LG Heidi

  3. Heidi, die II. 29. März 2010 um 8:58 am

    Nochmal ich: *daaa* soll übersetzt und eingedeutscht „das“ heißen – da habe ich wohl ’nen Krampf im Finger gehabt – oder so… ;-)))

  4. einfachguad 29. März 2010 um 10:12 am

    @ Heidi
    Ja, das mit den Nelken in der Zwiebel mach ich immer so, die Zwiebel schmeckt dann danach auch wirklich toll. Das Kirsch-Chutney ist relativ sauer, das würde keinen Gegenpart zum Sauerbraten geben, ich weiss nicht, ob das wirklich so gut passt. Preiselbeeren sind ja eher süss. Aber probier es aus – das Chutney ist schnell gemacht und kocht von alleine!!

    @ Robert
    Stimmt, wir machen das viel zu selten! Aber bei Schwiegermuttern kann man zwischendrin auch mal den Heisshunger stillen!

  5. kitchenroach 3. Juli 2010 um 8:09 pm

    bei uns gibt’s Sauerbraten heute abend-das erste Mal. Dein Rezept ist so schoen einfach, das hilft uns!

  6. einfachguad 5. Juli 2010 um 6:38 am

    @ Kitchenroach
    Dann bin ich gespannt, ob Euch der Sauerbraten schmeckt!

  7. kitchenroach 5. Juli 2010 um 7:54 pm

    Ganz hervorragend hat er geschmeckt! Danke.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: