Kartoffel-Frischkäse-Maultaschen mit Rahmschwammerl

Endlich und Hipp Hipp Hurra! Mein Mann ist von der Reha zurück! Wie sehr wir uns freuen, ihn wiederzuhaben! Natürlich wurde das auch kulinarisch gefeiert, zumal das Essen dort nicht besonders schmackhaft war. Daheim schmeckt es doch am besten ;-)
Ein Kaninchen, das noch im Tiefkühler schlummerte, erschien mir gerade gut genug für diesen Anlass. Aber halt, ich fange am besten bei der Vorspeise an!
Im Kochbuch von Alfons Schuhbeck habe ich mir schon länger (fast alle!) Maultaschen- rezepte eingemerkt. Jetzt oder nie! Nach langem hin und her überlegen sind es dann die Kartoffel-Frischkäse-Maultaschen geworden.
Zu Weihnachten habe ich von meiner Schwester ein tolles Teil zum Ravioli-Machen be- kommen. Es schneidet die Ravioli und drückt dabei die Ränder zu und macht auch noch ein schönes Muster in den Rand! Das Rädchen ist wie geschaffen für Maultaschen – es ging alles ruck zuck von der Hand!
Und lecker waren sie auch! Ich habe die Hälfte vom Rezept genommen und habe insge- samt 12 Maultaschen rausbekommen, für jeden also 4 Stück. Das war genau richtig von der Menge her!



Kartoffel-Frischkäse-Maultaschen mit Rahmschwammerl
Menge: 3 Personen als Vorspeise

Zutaten für den Teig:
70 Gramm Dinkelmehl 630
30 Gramm Hartweizengrieß
1 kleines Ei
1 EL Olivenöl
Salz

Zutaten für die Füllung:
60 Gramm Frühstückspeck, klein gewürfelt
1 EL Öl
1 kleine Zwiebel, klein gewürfelt
80 Gramm vorgegarte Kartoffeln
60 Gramm Ziegenfrischkäse
frisch geriebene Muskatnuss
1 TL Thymianblätter, klein gehackt
1 EL Basilikumblätter, klein gehackt
1 EL Petersile, klein gehackt

Zutaten für die Rahmschwammerl:
1 Schalotte, in kleinen Würfeln
1 EL Butter
100 Gramm kleine Champignions, in Scheiben geschnitten
50 Gramm Sahne
Salz
Pfeffer
1 EL Petersilie, klein gehackt

Quelle: Nach einem Rezept von Alfons Schubeck „Meine bayerische Küche“

Zubereitung:
Für den Teig das Mehl, den Grieß, das Ei, das Olivenöl und 1 Prise Salz zu einem festen, glatten Nudelteig verkneten. Wenn noch ein wenig Flüssigkeit fehlt, einfach eine Hand nass machen und weiterkneten. So kommt immer nur eine kleine Menge Wasser dazu und man kann genau dosieren. Den Teig kurz in Mehl wälzen, in eine Frischhaltefolie verpacken und bei Zimmertemperatur ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung den EL Öl in einer Pfanne erhitzen und die Speckwürfel darin kross braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Im Bratfett die Zwiebelwürfel anbraten. Die Kartoffel zerdrücken und dann alle Zutaten der Füllung miteinander vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Für die Schwammerl die Zwiebel in Butter anschwitzen, die Champigons dazu geben und anbraten. Mit Sahne aufgiessen und etwas einköcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und der Petersilie würzen.

Den Nudelteig mit dem Nudelholz in etwa 2 mm dicke und etwa 10 cm breite Bahnen ausrollen. Jede Teigbahn bis zu Hälfte mit der Füllung belegen. Wer will kann das auch mit einem Spritzbeutel machen. Die Ränder mit Wasser bepinseln (oder einem verquirltem Ei) und die andere Hälfte über die Füllung klappen und gut festdrücken. Mit einem Kochlöffelstiel im Abstand von 3-5 cm Unterteilungen in die Nudelrolle eindrücken und mit einem Teigrad in einzelne Ravioli oder Maultaschen schneiden. Oder man verwendet einen Ravioli-Ausstecher. Die Maultaschen in leicht siedendem Salzwasser ca. 5 Minuten ziehen lassen.

Zusammen mit den Rahmschwammerl auf einen Teller anrichten und evtl. noch mit klein geschnittenen Kirschtomaten anrichten.

11 Antworten zu “Kartoffel-Frischkäse-Maultaschen mit Rahmschwammerl

  1. Toni 9. März 2010 um 9:07 pm

    Ganz nach meinem Geschmack! So sehr mich Schuhbeck mittlerweile mit seiner Omnipräsenz nervt, seine Rezepte (zumindest die aus den „alten“ Kochbüchern) sind gut. Und dieses Raderl brauch ich unbedingt auch!

  2. kulinaria katastrophalia 9. März 2010 um 10:47 pm

    Das Muster macht sich wirklich schick, aber wo ist jetzt das Kaninchen?

  3. einfachguad 10. März 2010 um 7:26 am

    @ Kulinaria katastrophalia
    Mist, das hab ich gar nicht geschrieben, das gibts dann beim nächsten Post! Eine Nachspeise gibts übrigens auch noch!

    @ Toni
    Ja Du hast schon recht, aber das bayerische Kochbuch von ihm finde ich einfach wirklich toll! Na ja, bestimmte Sachen lass ich auch weg, Orangenschale in die Maultaschen, Ingwer zum Schweinebraten, das ist für mich nicht autentisch! Das Ravioli-Rad ist übrigens von der Firma „Küchenprofi“. Ich habs bei Amazon schon gefunden.

  4. Petra aka Cascabel 10. März 2010 um 1:04 pm

    So ein Rädchen hab ich auch, höchste Zeit, es zum Einsatz zu bringen. Die Maultaschen locken sehr, mit schönen Waldschwammerln dürften sie besonders fein sein, Morcheln kann ich mir auch vorstellen. Es soll jetzt endlich warm werden!

  5. einfachguad 10. März 2010 um 1:35 pm

    @ Petra,
    Ja, im Original-Rezept sind Steinpilze vorgesehen. Aber Steinpilze habe ich hier bei uns schon lange nicht mehr gefunden :-(

  6. nata 10. März 2010 um 4:23 pm

    Freut mich für Dich und Deine Familie, dass Ihr Deinen Mann zurück habt.

    Die Ravioli, äh Maultaschen sehen aus, als könnten sie mir schmecken. Lustig, dass sie mir in Schuhbecks Kochbuch gar nicht aufgefallen sind. Muss ich gleich mal nachsehen… Danke für den Tipp!

  7. einfachguad 10. März 2010 um 5:45 pm

    @ Nata
    Ravioli oder Maultaschen, das ist ja eh das gleiche ;-)

  8. Christina 11. März 2010 um 10:39 am

    Lecker! Und schöne Fotos UND ein schönes Rädchen – viel toller als meins, bei meinem werden nämlich nur die Schnittstelle wellig und die Ränder werden nicht gleichzeitig so zusammengepresst.
    Wirklich ein schöner Empfang für Deinen Mann!

  9. Mestolo 14. März 2010 um 8:06 pm

    Tolle Fotos und ein feines Rezept.

  10. Christina 15. April 2010 um 7:59 am

    Das ist das, was ich gesucht habe! Mein Mann hat am Wochenende Geburtstag. Da werde ich die Maultaschen gleich in das Geburtstagsmenü aufnehmen. :) Praktisch bei Gerichten mit Kartoffeln finde ich die Kartoffel-Schäl-Handschuhe. Da wird das Kartoffelschälen zum Kinderspiel und geht ruck-zuck.

  11. einfachguad 15. April 2010 um 9:06 am

    @ Christina
    mit dem Schäler oder dem Messer geht das auch ruck-zuck finde ich!

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