Monatsarchive: Dezember 2009

Dinkelvollkorntoast

Toast mit einem Teil Dinkelvollkornmehl zu backen, habe ich schon probiert, ich war aber bisher nicht wirklich angetan vom Ergebnis. Das war noch nicht so locker wie ich mir das gewünscht habe. Bei Ketex gabs schon im Oktober ein Dinkelvollkorntoast, welches mit einem Vorteig und einer Ruhepause im Kühlschrank über Nacht zubereitet wird. Das muss doch locker werden :-)
Und in der Tat, die lange Zubereitungszeit hat sich gelohnt, lockeres Toastbrot, das auch ungetoastet wunderbar schmeckt und bestimmt noch öfters gebacken wird! Wer übrigens mit dem Brot backen anfangen möchte, der Seite von Ketex finden sich viele Rezepte und auch einige Videos, wo er zum Beispiel das Schleifen von Brötchen oder das Formen von Baguettes zeigt.


Hier das Originalrezept aus Ketex Blog:

Dinkelvollkorntoast
Zutaten Vorteig:
75 gr. Dinkelmehl 630
75 gr. Dinkelvollkornmehl
15 gr. Roggenmehl 1150
200 gr. Wasser
1,5 gr. Frischhefe

Alles gut durchrühren und 12 – 16 Std. bei Raumtemperatur reifen lassen.

Zutaten Hauptteig:
Vorteig
250 gr. Dinkelmehl 630
50 gr. Dinkelvollkornmehl
35 gr. Roggenmehl 1150
190 gr. Wasser
5 gr. Backmalz
10 gr. Salz
5 gr. Frischhefe

Alle Zutaten in der Küchmaschine ca. 10 – 15 Minuten kneten. Danach den Teig einmal falten und in eine große Schüssel geben und für 16 Std. in den Kühlschrank (5°) stellen.
Am Backtag 1 Std. akklimatisieren lassen, rund und dann lang wirken und in eine gut gefettete Kastenform geben. Ca. 90 Minuten zur Gare stellen.

Bei 225° 15 Minuten anbacken Dampf ablassen und in weitern 35 Minuten fertigbacken. Vorher natürlich das Schwaden nicht vergessen.

Werbeanzeigen

1. Blog-Geburtstag

Heimlich, still und leise hat sich mein Blog-Geburtstag an mir vorbeigeschlichen und ich habs nicht bemerkt! Am 07. Dezenber wäre es soweit gewesen!
Ein Jahr blogge ich nun schon und ich muss feststellen, daß ich es bis heute nicht bereut habe. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, liebe Kommentare bekommen, leckere Rezepte nachgekocht, bin sehr viel experimentierfreudiger und mutiger geworden (ich ziehe es ernsthaft in Erwägung, etwas mit Muscheln zu kochen :-) und nicht zuletzt habe ich meine Fotografierkünste enorm verbessert ;-)
Es war bis jetzt eine wirklich schöne Zeit, die ich nicht missen möchte und ich Danke Euch allen für die vielen netten Kommentare! Ich bin so frei und zünde mal das Kerzchen am Geburtstagskuchen an ;-)

Ravioli mit Haselnussfüllung

Selber Nudeln machen ist etwas, was ich nur machen kann, wenn ich viel Zeit und Geduld habe. Die ganze Küche sieht danach immer aus, als hätte ich eine Mehltüte großzügig über den Boden und der Küchenablage verstreut. Meiner Tochter hingegen macht es viel Spaß, vor allem das Ausstechen und Füllen der Ravioli, weshalb wir für das Formen die „Gebisspresse“ verwenden, denn da kann sie schon richtig toll mitarbeiten. Den Namen „Gebisspresse“ hat übrigens eine Freundin von mir geprägt und ich lach mich immer noch scheckig über den Ausdruck und ich finde ihn sehr passend :-)



Die Füllung der Ravioli war sehr lecker und sie passt gut in die Vorweihnachtszeit! Wenn Ravioli übrig bleiben, kann man sie ohne Probleme roh einfrieren. Dazu die Ravioli samt dem Brett in die Gefriertruhe geben und zwei Stunden vorfrieren lassen. Dann können die Ravioli in eine Gefriertüte umgefüllt werden. Durch das Vorfrieren kleben die Ravioli nicht zusammen und können nach Bedarf einzeln entnommen werden. Sie brauchen nicht aufgetaut werden, einfach ins kochende Wasser geben und ca. 10 Minuten ziehen lassen.
Weitere Nudelrezepte und auch eine schöne Anleitung für gestreifte Nudeln findet Ihr übrigens bei Steph im Kuriositätenladen.



Ravioli mit Haselnussfüllung
Menge: ca. 40-50 große Ravioli

Zutaten für den Teig:
300 g Dinkelmehl 630 oder Hartweizenmehl
1 Prise Meersalz
1 EL Haselnuss- Walnuss oder Olivenöl
3 Eier

Zutaten für die Füllung:
90 g Haselnüsse
150 g Ziegenfrischkäse
60 g Parmesan
1 EL Haselnussöl oder Walnussöl
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
Butter, Menge nach Belieben
einige Haselnüsse grob gehackt
einige Zweige Tymian
Parmesanspäne

Zubereitung:
Für den Nudelteig das Mehl auf die Arbeitfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Eier nacheinander in die Vertiefung gleiten lassen und mit einer Gabel sorgfältig verrühren. Dann das Öl zu den Eiern geben. Langsam Mehl unter die Eier arbeiten, bis sie nicht mehr flüssig sind. Nun mit beiden Händen rasch das Mehl unter die Eiermisch kneten und Eier und Mehl vollständig mischen (dies kann man natürlich auch mit dem Handrührgerät und den Knethaken in einer Schüssel machen). Einen festen Teig herstellen. Der Teig sollte feucht, aber nicht klebrig sein. Evtl. die Hände leicht anfeuchten und weiterkneten, bis ein sehr glatter Teig entstanden ist, der beim auseinanderziehen nicht mehr reißt. Den Teig in Klarsichtfolie wickeln und ca. eine halbe Stunde ruhen lassen. Nicht in den Kühlschrank geben!

Für die Füllung die Haselnüsse in der Küchenmaschine kleinreiben und anschließend in einer Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften. Abkühlen lassen und mit dem Ricotta, dem Öl und dem frisch geriebenen Parmesan vermischen und großzügig salzen und pfeffern.

Den Teig mit der Nudelmaschine bis zur vorletzten Stufe auswalzen, dabei zwischen jeder Stufe den Teig leicht mit Mehl bestäuben. Mit dem Ravioliausstecher Kreise ausstechen, einen Teelöffel der Füllung in die Mitte des Kreises geben, die Ränder mit ein wenig Wasser befeuchten und dann zusammenklappen. Auf diese Weise den kompletten Teig verbrauchen.

Zum Garen die Ravioli in kochendem Wasser ca. 5 Minuten (je nach Dicke des Teiges) ziehen lassen.

Zum Anrichten die Butter in einer kleinen Pfanne schmelzen lassen, einige Thymianzweige dazugeben und die Butter ein wenig braun werden lassen, am Ende ein wenig salzen. Die Ravioli auf einem Teller mit der Butter, einigen Haselnussstückchen, Parmesanspänen und etwas frischem Thymian anrichten.

Weihnachtliche Lebkuchentrüffel und Nuss-Krokant-Marzipan

Es ist soweit, es ist der erste Dezember und somit wird auch das erste Türchen von Zorras Adventskalender geöffnet. Dieses Jahr bin ich das erste Mal dabei und ich habe gleich die ehrenvolle Aufgabe, das erste Türchen zu befüllen!
An Weihnachten werden bei uns die Kinder (reichlich :-) beschenkt, die Erwachsenen bekommen Kleinigkeiten. Ich verschenke gerne etwas Selbstgemachtes. So gab es letztes Jahr Bratapfellikör, dieses Jahr habe ich mich in die Pralinenproduktion gestürzt. Die Herstellung war ganz einfach, ein wenig Geduld muss man aber schon aufbringen, um alle Pralinen zu formen, sie in Schoko- lade zu tauchen oder in Kakao zu wenden. Am Ende riecht die ganze Küche nach Schokolade, Zimt und Weihnachten und das Ergebnis lässt alle Mühen vergessen!
Leckere Pralinen, die ich gegen meinen Mann und meiner Tochter verteidigen muss, damit meine Lieben wenigstens noch ein paar zu Weihnachten bekommen! Eindeutiger Favorit sind übrigens die Nuss-Krokant-Pralinen :-)



Ich wünsche Euch allen eine schöne und geruhsame Adventszeit und viel Spaß beim Öffnen der weiteren Türchen. Am Ende gibt es übrigens wieder etwas zu gewinnen: Insgesamt 9 Preise, gesponsort von Betty Bossy, Feinschmecker Olivenöl, Kuhn Rikon, Senseo und Trisa Elektro!



Lebkuchentrüffel
Menge: 30-40 Stück
Kühl gelagert ca. 2-3 Wochen haltbar

Zutaten für die Füllung:
300 g Zartbitterschokolade (Lindt 70%)
100 g Sahne
1/2 TL Lebkuchengewürz
50 g weiche Butter

Zutaten für die Hülle:
100 g Kakaopulver
evtl. eine Messerspitze Lebkuchengewürz

Quelle: Nach einem Rezept aus GU Küchenratgeber „Pralinen und Konfekt“

Zubereitung:
1. Für die Füllung die Schokolade sehr klein schneiden. Die Sahne und das Lebkuchengewürz in einen kleinen Topf geben. Sahne bei starker Hitze zum Kochen bringen und 1 Minute kochen lassen. Den Topf von der Herdplatte ziehen.
2. Die gehackte Schokolade in die Sahne geben und in wenigen Zügen glatt rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Diese Ganasche mit Klarsichtfolie abdecken und bei Zimmertemperatur ca. 12 Stunden ruhen lassen.
3. Die Ganache mit einem Schneebesen kräftig aufschlagen und dabei nach und nach die weiche Butter unterrühren. Die Masse eine halbe Stunde kühl stellen. Das Kakaopulver mit der Messerspitze Lebkuchengewürz in einen tiefen Teller geben und vermischen. Die Ganasche mit den Händen zu mundgerechten Kugeln formen und sofort in Kakaopulver wälzen. Vorsichtig rausnehmen und auf Butterbrotpapier ablegen oder gleich in Papierförmchen geben.

Anmerkung: Diese Pralinen sind etwas für Liebhaber der Zartbitterschokolade. Wem das zuviel ist, kann die Pralinen auch mit Vollmilchschokolade zubereiten. Auch beim Gewürz sind keine Grenzen gesetzt. Anstatt Lebkuchengewürz kann man auch Kardamom, Zimt oder sogar Chili verwenden.



Nuss-Krokant-Marzipan
Menge: 30-40 Stück
Kühl gelagert ca. 5-6 Wochen haltbar

Zutaten für die Füllung:
50 g Einmachzucker (2:1)
100 g ganze Haselnusskerne
300 g Marzipanrohmasse
1/2 TL Zimtpulver

Für die Hülle:
200 g Zarbitterkuvertüre

Und:
1 TL Öl

Quelle: Nach einem Rezept aus GU Küchenratgeber „Pralinen und Konfekt“

Zubereitung:
1. Die Nüsse im Backofen bei 100 Grad ca. 5 Minuten anrösten, auf ein Küchentuch geben und ein zweites Tuch darüberlegen. Mit den Händen die Haut von den Nüssen reiben. Wenn nötig, das Ganze wiederholen.
2. Den Zucker in einer mittelgroßen Pfanne ohne Rühren hellbraun karamelisieren. Die Nüsse zugeben und solange rühren, bis die Nüsse vom Karamell umhüllt sind. Diese Masse auf einen mit Öl bestrichenen Teller schütten, flach ausstreichen und ca. 20 Minuten kühlen lassen.
3. Den ausgekühlen Krokant in der Küchenmaschine zu kleinen Stücken häckseln. Alternativ dazu kann der Krokant auch in einen Gefrierbeutel gegeben werden und mit dem Nudelholz zerkleinert werden.
4. Die Marzipanrohmasse in einer Schüssel mit dem Zimt verkneten. Auf die Arbeitsfläche legen und ca. drei viertel der Krokantstückchen dazugeben und gut unterkneten. Diese Masse luftdicht in Klarsichtfolie hüllen und mindestens 1 Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
5. Das Marzipan in 30-40 gleich große Stücke teilen und diese mit den Händen zu Kugeln formen.
6. Die Zartbitterschokolade mit einem Messer in feine Splitter schneiden. Zum Temperieren der Schokolade benötigt man einen Topf und eine dazupassende Edelstahlschüssel mit rundem Boden. In dem Topf Wasser zum Kochen bringen, gerade so viel, daß der Boden der Schüssel ein wenig eintaucht. Wenn das Wasser kocht, den Topf beiseite stellen und ca. zwei Drittel der Schokolade in in die Schüssel geben. Unter ständigen Rühren die Schokolade schmelzen. Wenn die Hitze nicht ausreicht, den Topf wieder auf die heiße Herdplatte stellen. Die geschmolzene Kuvertüre muss eine Temperatur von 40-45 Grad erreichen. Dann die Schüssel vom Wasserbad nehmen und auf eine kühle Fläche stellen. Die restliche Kuvertürestückchen dazugeben und und ununterbrochen und kräftig rühren, bis sich alles aufgelöst hat und die Kuvertüre 27 Grad erreicht hat. Dann die Schüssel wieder auf das Wasserbad setzen und auf 32 Grad erwärmen, dann ist die ideale Verarbeitungstemperatur erreicht. (Wer die Zeit nicht hat oder kein Thermometer besitzt, kann die Kuvertüre auch einfach nur schmelzen)
7. Die Marzipankugeln nacheinander in die temperierte Kuvertüre tauchen, mit einer Pralinengabel oder einer normalen Gabel mit weiten Zinken herausheben und die Schokolade etwas abtropfen lassen. Auf Butterbrotpapier ablegen und sofort ein paar Krümel vom übrigen Haselnusskrokant als Deko auftstreuen. Nach dem Trocknen der Pralinen in Papierförmchen geben.

Anmerkung: Schokoladenpralinen dürfen nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden, da sie ansonsten grau werden. Am besten in Keksdosen in einem kühlen Raum aufbewahren.