Monatsarchive: Oktober 2009

Blick aus dem Küchenfenster

Barbara von der Spielewiese möchte gerne den Ausblick aus unserem Küchen- fenster sehen. Da sie uns nicht alle besuchen kommen kann, sollen wir ein Foto auf unserem Blog veröffentlichen!
Leider ist es schon zu dunkel zum Fotografieren in der Küche, wenn ich nach Hause komme. Deshalb bin ich vor die Tür gegangen. Dies ist mein Blick aus der Küche, direkt zu den schön grün angestrichenen Kuhstalltüren unserer Nachbarn gegenüber. Schade, daß die Sonne nicht gescheint hat, denn dann leuchten die Türen richtig und man bekommt sofort gute Laune. Manchmal guckt auch ein Kälbchen aus dem Fenster! Wie man also sehen kann, wohnen wir ziemlich ländlich und unser Dorf hat schätzungsweise mehr Kühe als Einwohner ;-)



Ich möchte diesen Eintrag noch mit einer Frage verknüpfen, denn eben diese liebe Nachbarin hat uns gestern viele grüne Tomaten geschenkt, da sie ihre Tomaten- stöcke auf den Kompost geworfen hat.
Wie muss ich denn diese Tomaten lagern, damit sie noch rot werden – kühl und dunkel oder warm und hell? Oder eine Mischung aus beidem? Ich wäre sehr dankbar für einen Tip!


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Schwammerl – wo sind sie nur?



„Es ist zu trocken“ hörte ich immer, wenn ich danach fragte, ob es schon Schwammerl gibt. Doch am Freitag und am Samstag hat es viel geregnet, also wollte ich mein Glück versuchen. Daß ich nicht so viele finden würde wie Petra von Chili und Ciabatta (Anno 2007 ;-) war mir schon klar, aber die erste halbe Stunde haben mich feucht glänzende Blätter und Tannenzapfen zum Narren gehalten und mich davon abgehalten, richtige Pilze zu finden :-) Den Korb hatte ich einzig und allein als „Stativ“ für die Kamera dabei. Es gab viele schon verschimmelte Pilze, also war ich anscheinend zu spät dran. Am Ende konne ich mit ganzen 3 (in Worten drei!) Pilzen nach Hause gehen. Nun ja, immerhin waren es Maronenröhrlinge und die haben ganz lecker im Rührei geschmeckt!

Pralinen, ein Versuch

Pralinen selbst zu machen, das wollte ich immer schon mal, habe mich aber bis jetzt noch von Hohlkörpern und diversen Zubehör, das ich nicht habe, abschrecken lassen.
Doch als Gastgeschenk für die fleissigen Kochhelfer bei diesem Menü wollte ich dann doch etwas Besonderes machen. Die Rezepte waren im Internet schnell gefunden und bei diesen beiden Pralinen braucht man keine Hohlkörper.


Als erstes habe ich mich an die Orangentrüffel gemacht. Die Ganache schmeckte traumhaft, auch in der Kombination mit Orange und Lavendel. Doch die Tücke lag im Detail. Die Masse war viel zu weich und weitere Schokolade hatte ich auch nicht da. Deshalb habe ich mit feuchten Händen Kugeln geformt und die Ganache immer wieder im Kühlschrank zwischengelagert. Nach dem Verzieren mit den Orangenzesten und der Lavendelblüte – mit der Pinzette – mein Mann hat sich gekringelt vor lachen :-) habe ich sie einfach im Tiefkühler aufbewahrt. Ich glaube, mehr Schokolade wäre nicht schlecht gewesen, dann würde die Masse fester werden. Oder man nimmt weniger Schokolade und spritzt die Masse in Hohlkörper.

Bei den Rosmarin-Trüffeln war nun das Gegenteil der Fall. Die Trüffelmasse war nach dem Kaltstellen viel zu fest, dass ich weder die Masse in eine Spritzbeutel füllen konnte noch Kugeln rollen konnte. Ich hatte die Butter vergessen :-(
Also habe ich kurzerhand den Melonenausstecher hergenommen und habe kleine Kugeln ausgestochen, das ging dann wunderbar. Mit dem Rosmarin auf keinen Fall sparen, ich habe anstatt zwei Zweige drei genommen und doch schmeckt man gerade mal so einen Hauch Rosmarin raus.
Ich sehe schon, ich muss noch viel lernen *seufz* aber köstlich haben sie geschmeckt und ganz ansehnlich waren sie auch. Bleibt noch zu erwähnen, daß ich am Ende vergessen hatte, die Pralinen meinen Gästen mitzugeben – aber so können sie sich die Pralinen wenigstens mal anschauen :-)

Rosmarin-Trüffel

Zutaten:
75 g Sahne
20 g Wasser
20 g Zucker
2 Zweige Rosmarin oder mehr
90 g Kuvertüre zartbitter
70 g Kuvertüre Vollmilch
20 g Butter weich
Kakaopulver
Rosmarin

Quelle: Chefkoch, User „bushcook“

Zubereitung:
Aus Zucker und Wasser einen Sirup kochen. Die Sahne mit dem Sirup und dem Rosmarin aufkochen und 15 Minuten ziehen lasen.

In der Zwischenzeit die Kuvertüre fein hacken.

Nochmals aufkochen und die Masse durch ein Sieb auf die Kuvertüre passieren und glatt rühren. Etwas abkühlen lassen, dann die weiche Butter in die lauwarme Masse geben. Glatt rühren und kalt stellen.

Die Masse mit einem Spritzbeutel in die gewünschte Form spritzen und kalt stellen.

Einige Rosmarinnadeln sehr fein hacken und untern den Kakao mischen. Die fertigen Pralinen in Kakaopulver wälzen. Restlichen Kako evtl. später, wenn der Kakao zu sehr eingezogen ist, über die Trüffel sieben.

Orangetrüffel mit Lavendel
ca. 25 Pralinen

Zutaten:
1 Bio-Orange
50 ml Schlagsahne
200 g weiße Schokolade (gute Kuvertüre)
1 TL Orangenlikör
1 TL Lavendelblüten

Quelle: Chefkoch, User „paris7“

Zubereitung:
Von den Orangen mit dem Zestenreissen lange Streifen abziehen und im Ofen bei 50 Grad trocknen lassen.

1 EL Schale abreiben und 50 ml Saft auspressen. Saft und Abrieb miteinander aufkochen lassen und den Saft auf die Hälfte einreduzieren lassen. Die Sahne dazugeben, wieder aufkochen lassen und vom Herd nehmen. Die klein gehackte Schokolade dazugeben und in der Orangensahne schmelzen lassen. Den Orangenlikör dazugeben. Die Ganache (Masse) abkühlen lassen.

Mit 2 TL oder in der Hand kleine runde Trüffel formen und in Papierförmchen setzen. Mit den Orangenstreifen und den Lavendelblüten verzieren und kalt stellen.

Zucchini Napoli – eingelegte Zucchini

Unaufhaltsam wird es Herbst. Letztes Wochenende haben wir bereits den letzten Kürbis und die letzten Zucchini geerntet und die Pflanzen aus dem Beet geschmissen. Da wir Zucchini langsam nicht mehr sehen können, habe ich den Rest nach einem Rezept meiner Freundin eingelegt. Da die Zucchiniwürfel zuerst gesalzen und dann mit Essig gekocht werden, schmecken sie ganz fein säuerlich. Zusammen mit den Kräutern und dem Knoblauch wirklich eine feine Sache. Nur ein wenig enttäuscht war ich, aus 1,5 kg Zucchini wurden grad mal ein Glas mit 400 ml und ein Glas mit 200 ml, da werde ich wohl nochmal eine Ladung machen müssen :-)

Zucchini Napoli

Zutaten:
1,5 kg Zucchini
Salz
1 Liter Wasser
1 Liter Essig
5 Knoblauchzehen
2 EL Oregano (getrocknet)
Olivenöl

Zubereitung:
Die Zucchini in kleine Würfel schneiden, in einer Schüssel mit Salz bestreuen (ca. 1-2 EL) und durchmischen. Mit einem Tuch bedecken und 24 Stunden ziehen lassen. Danach einem Sieb abtropfen lassen.

Wasser und Essig zusammen aufkochen, die Zucchiniwürfel darin kurz aufkochen lassen und dann gut abtropfen lassen. Dazu ein Tuch in das Sieb legen, das Gemüse daraufgeben und gut auspressen, bis keine Flüssigkeit mehr austritt.

Die Zucchini wieder in eine Schüssel geben und mit dem gehackten Knoblauch, Oregano und Olivenöl mischen. Sehr dicht in Gläser füllen und zuletzt mit einer Schicht Olivenöl abdecken, gut verschließen.

Likör aus Zwetschgenkernen

Von den Zwetschgen wird nichts weggeworfen, denn aus den Zwetschgenkernen kann man nämlich einen sehr guten Likör ansetzen! Der Likör schmeckt lecker nach Amaretto und nach 3 Monaten Ruhezeit hat man gleich ein kleines Geschenk zu Weihnachten :-)

Likör aus Zwetschgenkernen

Zutaten für ca. 1 Liter:
500 ml Zwetschgenkerne
200 g brauner Kandiszucker
700 ml Korn oder Doppelkorn

Zubereitung:
Die Kerne in einen Messbecher füllen, bis 500 ml erreicht sind. Zusammen mit den anderen Zutaten in eine weite Flasche geben, verschließen und an einem warmen Ort drei bis vier Monate stehen lassen. Danach abseihen, evtl. durch Mulltücher oder einen Filter geben und in Flaschen füllen.