Doagknödel (Teigknödel) mit Bohnengemüse

Unsere Stangenbohnen wachsen dieses Jahr unermüdlich! Genau richtig, denn im Gärtnerblog geht es beim monatlichen Kochevent um Bohnen.


Bei meinen Eltern gab es Bohnen immer mit Doagknödel und einem gekochten geräucherten Wammerl.
Doagknödel waren früher in Bayern sehr viel mehr verbreitet als Semmelknödel. Mein Dad hat erzählt, daß früher kaum jemand Semmelknödel gemacht hat, da man einfach nicht genug Semmeln dafür hatte. Doagknödel gabs unter der Woche, Semmelknödel wenn dann nur am Sonntag. Das wurde dann bei uns zuhause auch immer so gehandhabt, unsere Mom hat eigentlich nie Semmelknödel gemacht.
Schon beim Kochen hat mich der Geruch der Bohnen mit dem Speck wieder in meine Kindheit zurückversetzt :-) Anders als meine Mom habe ich aber kein Wammerl dazugemacht. Ich habe einfach kleingewürfelten Speck mit in das Bohnengemüse gegeben. Das war vom Geschmack her genauso gut!
Lecker, ich glaube, Doagknödel gibts jetzt wieder öfters bei mir! Hier also das Rezept für meine Rückfahrkarte in die Kindheit :-)

Doagknödel
Rezept zum Selbstberechnen

Zutaten:
Pro Knödel eine Semmel vom Vortag
Pro Knödel 3 gehäufte EL Mehl
bis zu 4 Knödel 1-2 Eier
ab 4 Knödel 2 Eier
bis zu 4 Knödel 1 TL Salz
ab 4 Knödel 1 1/2 TL Salz
1 Schuss Milch je nach Teigbeschaffenheit

Zubereitung:
Die Semmeln ca. 1 cm groß würfeln. In einer großen Schüssel alles verrühren. Der Teig wird recht batzig, sollte sich aber gut formen lassen. Daher vielleicht etwas mehr Mehl dazugeben oder etwas Milch einrühren. Daraus mit nassen Händen Knödel formen. Bei uns sind die Knödel immer recht groß, es kann also sein, daß auch 1-2 Knödel mehr rausgehen. In einem großen Topf Wasser mit Salz aufkochen lassen, die Knödel ca. 20 Min kochen lassen. Die Knödel gehen im Wasser noch ein wenig auf. Daher den Topf lieber grösser als zu klein wählen.

Bohnengemüse mit Speck
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten:
400 g Stangenbohnen
300 ml Gemüsebrühe
1 Zweig Bohnenkraut
1 Zwiebel
1 EL Butter
1 EL Mehl
1 EL gehacktes Bohnenkraut
75 g gewürfelten Speck

Zubereitung:
Die Bohnen putzen, evtl. entfädeln und in ca. 4 cm große Stücke schneiden. Die Gemüsebrühe aufkochen und die Bohnen mit dem Zweig Bohnenkraut darin bei mittlerer Hitze nicht zu weich garen. Die Bohnen abgiessen und die Brühe auffangen. Das Bohnenkraut entfernen und wegwerfen.
Die Zwiebel würfeln und mit dem Speck und der Butter in einem Topf anschwitzen lassen. Das Mehl dazugeben und 1 Minute mitdünsten lassen. Die Brühe nach und nach unter Rühren dazugeben. Das geht am Besten mit einem Schneebesen. Die Sauce ca. 5 – 10 Minuten saft köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und dem Bohnenkraut würzen, die Bohnen dazugeben und in der Sauce erwärmen. Wer mag kann weniger Brühe nehmen und einen Schuss Sahne dazu geben. Dann wirds noch cremiger.

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6 Antworten zu “Doagknödel (Teigknödel) mit Bohnengemüse

  1. lamiacucina 25. August 2009 um 7:55 am

    Urtümliche Rezepte liebe ich. Deine Doagknödel werden mal nachgekocht. Vielleicht mit Dörrbohnen.

  2. einfachguad 25. August 2009 um 11:28 am

    @ Robert
    Auch wenn ich mich jetzt also absoluter Doofie oute – was sind denn Dörrbohnen? Getrocknete Bohnenkerne?

  3. Sabine Hofbauer 23. Januar 2010 um 6:59 am

    Hallo,
    bei uns in Niederbayern heissen die Gwixte und statt Semmeln kommt Brot rein……….. Sind genau so lecker aber ein wenig fester.

  4. einfachguad 23. Januar 2010 um 4:55 pm

    @ Sabine
    Gwixte – des hört sich nett an ;-)

  5. KoenigLudwig 7. März 2011 um 3:23 pm

    Grias Eich,

    ich kann de Doagknedl auch nur weiterempfehlen. Aufgrund meiner niederbayerischen Wurzeln lernte ich sie kennen und lieben. Bei der Oma gabs die immer zu Bratengerichten mit viel Soße.
    Wenn mal welche übrig geblieben sind, gabs am Abend Doagknedl-Salat. In einem Essig-Öldressing mit feinen Zwiebeljulienne nicht nur im Sommer ein Genuß. Wenn der Semmelknödel eher batzert ist wird der Doagknedl in der Soße wieder schön richtig weich.
    Alternativ kann man die „Restknödel in Scheiben geschnitten und in heissem Fett als Röstknödel kredenzen.

  6. einfachguad 8. März 2011 um 8:26 am

    @ König Ludwig
    Do legst di nieda, da König Ludwig auf meim Blog. So a Ehr´ und Doagknedl moga a no ;-)

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