Schwäbische Seelen

Gestern sind wir am Bodensee angekommen und es hat geschüttet wie aus Kübeln :-( Ich hoffe, das Wetter bessert sich noch, denn wir haben uns einiges vorgenommen. Deshalb wird es auch in den nächsten Tagen hier ein wenig ruhiger werden, doch ein Rezept hab ich noch :-)
Letztens habe ich für eine Geburtstagsparty Schwäbische Seelen gemacht. Der Teig war gut zu bearbeiten, aber auch recht weich. Dadurch sind sie ziemlich ver- buckelt auf dem Blech gelandet, doch beim Backen sind sie schön aufgegangen und sahen dann wirklich gut aus! Ich habe den Teig geteilt und aus der einen Hälfte Seelen gemacht, in den anderen Teil habe ich getrocknete Kräuter einge- streut, zusammengeklappt, Stangen geformt und verdreht. Beides schmeckt sehr lecker und passt auch sehr gut als Beilage zu Gegrilltem!

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Links sind die Kräuterstangen (das Gedrehte sieht man leider nicht mehr so gut) und rechts sind die Seelen.

Schwäbische Seelen
Menge: ca. 16 Stück

Zutaten:
1000 g Dinkelmehl 630
15 g Trockenhefe (2 Beutel)
20 g Salz
600 ml Wasser
Kümmel und grobes Salz

Hefe, Salz und Mehl vermischen, Wasser dazugeben und mit allen Zutaten einen Teig kneten, zu einer Kugel wirken und ca. 60 bis 90 Minuten ruhen lassen. Während dieser Ruhezeit den Teig zweimal kurz durchkneten und entgasen. Backofen auf 240° vorheizen.
Die gesamte Teigmenge zu einem Rechteck, ca. 15 cm mal 30 cm breit, formen. Mit einer Teigkarte 3-5 cm breite Stücke abschneiden, auf ca. 20–30 cm Länge ziehen und mit der Schnittfläche nach oben auf ein gefettetes oder mit Backpapier belegtes Blech setzen, zugedeckt noch mal gehen lassen, Teigstücke mit Wasser bestreichen und mit groben Salz und Kümmel bestreuen.
Mit einer Blumenspritze Wasser in den heissen Backofen sprühen, am besten auf die Seiten und die Seelen in den Ofen geben. Backzeit: ca. 10 Minuten bei 240 Grad anbacken, dann auf 180 Grad fertigbacken.

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13 Antworten zu “Schwäbische Seelen

  1. Buntköchin 4. August 2009 um 3:20 pm

    Die können sich wirklich sehen lassen und aus Dinkelmehl schmecken sie sicher besonders lecker.

  2. kochend-heiss.de 4. August 2009 um 7:50 pm

    Au ja, die finde ich auch lecker! Ich würde aber den Kümmel weglassen, nicht so mein Ding. :-)

  3. kitchenroach 4. August 2009 um 8:19 pm

    Sehen super aus und jetzt weiss ich auch was die Schwaben fuer Seelen haben!

  4. Ellja 5. August 2009 um 6:24 am

    Ein schöner Blog mit reizenden Fotos und guten Rezepten!

  5. einfachguad 5. August 2009 um 6:41 am

    @ Mareen
    Der Kümmel schmeckt gar nicht so arg vor. Ich mag Kümmel eigentlich auch nicht so gerne!

  6. lavaterra 5. August 2009 um 10:39 am

    Unser Highlight auf dem Weg zum Bodensee (leider selten) ist ein Besuch des Fidelisbäck in Wangen. Dort werden seit 500 Jahren Seelen gebacken, fast so schön wie Deine. ;-)

  7. Christina 5. August 2009 um 4:15 pm

    Wird gleich am Wochenende beim Familiengrillen ausprobiert, danke für das Rezept. Tolle Idee :-)

    Viele Grüße,
    Christina

  8. Hannes 5. August 2009 um 5:09 pm

    Schwäbisch gebacken und SUPER gelungen. Kompliment, diese Seelen sehen Klasse aus!

  9. einfachguad 5. August 2009 um 7:19 pm

    @ All
    Vielen Dank für Eure Komplimente, ich hab mich sehr gefreut. War schließlich das erste Mal, dass ich die Seelen gebacken habe!

    @ Gabi
    Mal sehen, vielleicht bauen wir Wangen bei der Heimfahrt mit ein!

  10. Jutta 7. August 2009 um 10:55 pm

    Ich habe mal in einem Tatort gesehen, wie eine Bäckerin, deren Töchter des Mordes verdächtigt wurden, Seelen herstellte. Der Tisch war klatschnass, auf dem der Teig abgestochen wurde.

    Seitdem mache ich das auch so und es klappt super. Aber auch ohne nassen Tisch gelingen sie ja wunderbar, wie deine Fotos beweisen.

    Tollen Urlaub!

  11. Timo 6. Februar 2012 um 8:47 am

    Wie lange dauert ca. das fertigbacken bei 180°C?

  12. einfachguad 25. Februar 2012 um 4:48 pm

    @ Timo
    Das weiss ich leider nicht genau, ich müsste dazu die Seelen mal wieder machen. Du kannst aber ganz einfach testen, ob sie schon fertig sind. Nimm eine Seele aus dem Ofen und klopfe mit dem Finger unten drauf. Wenn sich das hohl anhört, sind die Seelen fertig. Ich hoffe, das hilft Dir weiter!

  13. Andrea Linn 20. Juni 2015 um 7:36 am

    Das sind die besten Seelen, die ich je gebacken habe. Herzlichen Dank für dieses tolle Rezept.👍🏻😀

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