Monatsarchive: Juli 2009

Schweinefilet mit Oliven-Kräuter-Kruste

Endlich wieder Zeit! Nach den letzten zwei Wochen mit allerhand Chaos (das Auto zum zweiten Mal angefahren worden innerhalb von 6 Monaten und Nabelbruch-OP unserer Tochter) und auch schönen Momenten (einige Geburtstage und unser Hochzeitstag jährte sich zum 11. Mal) komme ich endlich wieder dazu ein wenig Luft zu holen und mal wieder einen Blog-Eintrag zu schreiben. Gott sei dank hab ich noch ein Bild mit Rezept in Reserve, denn in letzter Zeit gab es viel altbewährtes und nicht viel blogtaugliches :-)
Das Schweinefilet gab es bei uns an einem Sonntag, schmeckte lecker und kommt bestimmt mal wieder auf´n Tisch! Ein wenig hab ich am Rezept rumgebastelt, da die Kruste keine richtige Kruste war, sondern nur aus einzelnen Teilen bestand. Ich habe noch ein wenig Sahne und Parmesan als „Kleister“ dazugegeben, alles ein wenig miteinander verknetet und kunstvoll auf das Filet drapiert. So hat es gepasst!
Ich habe Kartoffelgratin dazugemacht. Kurz war ich versucht, Roberts „Gratin Dauphinois“ nachzumachen, aber die Faulheit siegte und ich habe mein Standard-Kartoffel-Gratin gemacht (Kartoffeln und Käse schichten, Milch und Sahne dazu, fertig) – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

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Schweinefilet mit Oliven-Kräuter-Kruste

Menge: 3 Personen

Zutaten:
1 Schweinefilet
Salz, Pfeffer, Olivenöl
1 kleine Zwiebel
1 Scheibe Toastbrot
je 5 Stiele Basilikum, Oregano, Rosmarin und Thymian
2-3 EL Oliven ohne Stein (grüne und schwarze)
2-3 EL Sahne
2-3 EL Parmesan

Quelle: Nach einem Rezept aus der Zeitschrift Lecker, 05/2006

Zubereitung:

Das Filet waschen und trockentupfen. Salzen und Pfeffern und im heißen Öl rundherum ca. 8 Minuten anbraten. In Alufolie wickeln und im vorgeheizten Backofen (200 Grad Umluft, 175 Grad Ober- und Unterhitze) 10 Minuten ziehen lassen.

Zwiebel fein würfeln und im Bratfett andünsten lassen, Toast zerpflücken. Die Kräuter waschen und fein schneiden. Oliven fein hacken. Alles zusammen mit der Sahne und dem Parmesan verrühren bzw. kurz verkneten. Nach Bedarf noch mit Salz und Pfeffer würzen.

Filet aus dem Ofen nehmen und in eine ofenfeste Form setzen. Mit der Kräuter- masse belegen und im Backofen bei gleicher Temperatur ca. 5 Minuten überbacken, bis die Kruste leicht gebräunt ist.

Gratinierte Kartoffeln
Menge: 3 Portionen

Zutaten:
750 g Kartoffeln (festkochend)
Salz, Pfeffer, Muskat
50 g geriebener Käse (Ziegengouda)
1/4 l Sahne
1/4 l Milch
1/2 Knoblauchzehe und zerlassene Butter für die Form

Quelle: Hedwig Maria Stuber, Ich helf Dir kochen

Zubereitung:
Ofen auf 220 Grad vorheizen. Eine große Gratinform mit Knoblauch ausreiben und mit zerlassener Butter ausstreichen. Kartoffeln schälen und wie Gurken in dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Die Scheiben in die Form schichten, am Ende mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und mit dem Käse bestreuen. Die Milch und die Sahne in die Form giessen, die Kartoffeln müssen vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Im Ofen 50-60 Minuten gratinieren.

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Nuss-Cranberry-Brot

Normalerweise setze ich am Freitag abend den Sauerteig an, um am Samstag dann für das Sonntagsfrühstück ein Brot zu backen. Diesen Freitag hatte ich dazu keine Zeit, weshalb ich mich entschlossen habe, mal wieder ein Hefebrot zu backen.
Das Buch „Brot für Geniesser“ von Richard Bertinet habe ich mir gekauft, zwei oder drei Brote nachgebacken und dann ist es im Regal verschwunden. Was aber nicht am Buch selbst liegt, die Rezepte finde ich wirklich klasse – aber einmal im Sauer- teigfieber, macht man nicht mehr so oft reine Hefeteigbrote :-)
Aber heute kam das Buch wieder zu seinen Ehren. Da ich Nüsse im Brot sehr gerne mag, habe ich mir das Pekannuss-Cranberry-Brot rausgesucht. Das Rezept sieht nur Pekannüsse vor, ich habe eine Nussmischung mit Walnüssen, Cashew- kernen, Haselnüssen und Mandeln verwendet. Am Anfang war es gar nicht so leicht, 100 g Nüsse und 100 g Cranberries unterzukneten, die Nüsse flogen nur so nach allen Seiten und wollten einfach nicht im Teig bleiben :-)


Letztenendes habe ich doch alles untergebracht und ins Gärkörbchen verfrachtet. Herausgekommen ist ein schmackhaftes, leicht süsses Brot, ideal fürs Sonntagsfrühstück, auch die Kombination mit Ziegenkäse schmeckt ausgezeichnet.

Nuss-Cranberry-Brot
Menge: 1 großer oder 2 kleine Laibe

Zutaten:
300 g Dinkelvollkornmehl
200 g Dinkelmehl 630
10 g frische Hefe
10 g Salz
350 g Wasser
100 g Nüsse
100 g getrocknete Cranberries

Quelle: Richard Bertinet, Brot für Genießer

Zubereitung:
Die Nüsse im Mörser zerstoßen. Die beiden Mehle mischen und mit den Fingern die Hefe hineinreiben. Das Salz und das Wasser zugeben und sämtliche Zutaten zu einem Teig verarbeiten und gut kneten. Am Ende die Cranberries und die Nüsse zugeben und gleichmäßig in den Teig einarbeiten. Den Teig zu einem Ball formen und in eine leicht bemehlte Schüssel legen und zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche legen und – wenn Sie 2 kleinere Brote backen wollen – in 2 Hälften teieln. Zu einem Ball (oder 2 Bällen formen) und noch 5 Minuten entspannen lassen.

Erneut zu einem Ball (oder 2 Bällen) formen und mit der glatten Seite nach unten in ein gut mit Roggenmehl bemehltes Gärkörbchen legen. Mit einem Küchentuch bedecken und nochmals 1 Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 250 Grad (mit dem Brotbackstein oder einem Backblech) vorheizen.

Den Teig auf einen Brotschieber (oder ein umgedrehtes Backblech) stürzen und nach Belieben einschneiden.
Den vorgeheizten Ofen öffnen und die Wände mit Wasser besprühen. Den Laib oder die Laibe auf den Brotbackstein oder auf das Backblech schieben und die Ofentür schließen.
Kleine Laibe 5 Minuten bei 220 Grad, dann 15 Minuten bei 200 Grad backen. Einen großen Laib 5 Minuten bei 220 Grad, dann weitere 30-35 Minuten bei 200 Grad backen.

Aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.