Selbstangesetzter Holunderblütensekt

So, jetzt habe ich auch die letzten Holunderblüten unseres Strauches im Garten geplündert :-) Eine Freundin hat mich auf dieses Rezept aufmerksam gemacht und das hört sich so lecker an, daß ich den Holundersekt sofort angesetzt habe.
Nach einer 5-tägigen Wartezeit habe ich gestern dann den Sud abgeseiht und nach einer vorsichtigen Verkostung kann ich sagen, daß der Sekt jetzt schon sehr gut schmeckt. Leicht säuerlich und ein gaanz klein wenig prickelt er schon. Zwei Wochen dauert es noch, dann ist der Sekt fertig! Ich bin schon so gespannt, wie der Holunderblütensekt schmeckt, mal sehen, ob ich es so lange aushalte!

Holunderblütensekt
Menge: ca. 5 Liter

Zutaten:
5 Liter kaltes Wasser
15 Holunderblütendolden
4 Zitronen unbehandelt in Scheiben geschnitten
400 g Zucker
100 ml Apfelessig

Zubereitung:
Die groben Stiele von den Dolden abschneiden, mit dem Essig, dem Zucker und den Zitronen in einem großen Glas ect. ansetzen. Das Ganze ca. 5 Tage warm stehen lassen (ich hab es auch mal raus in die Sonne gestellt).
Dann die Flüssigkeit durch ein feines Sieb gießen und ein wenig ausdrücken. In saubere, sterilisierte Flaschen, (am besten Bügelverschlussflaschen füllen) die Flaschen dabei nicht ganz voll machen.
Den Holundersekt dunkel und kühl lagern. Am besten stellt man die Flaschen in eine Plastikwanne o. ä. denn evtl. könnte durch den Druck eine Flasche platzen. Ich habe die Gummiringe aus den Verschlüssen der Flaschen rausgemacht. Dann schliessen die Flaschen nicht ganz dicht und es passiert hoffentlich nichts. Und ich hoffe, es schimmelt auch nix!

Nachtrag 23.06.2009
Bis jetzt hat sich noch nichts bewegt in den Flaschen. Auf den Hinweis von Sebastian habe ich jetzt die Flaschen fest verschlossen. Mal sehen, ob es noch was wird!

Nachtrag 2010
Nachdem es nicht geklappt hat, habe ich es jetzt noch mal probiert und die Flaschen fest verschlossen. So hat es funktioniert und wir konnten prickelnden Holunderblütensekt geniessen !

21 Antworten zu “Selbstangesetzter Holunderblütensekt

  1. Steph 19. Juni 2009 um 7:28 pm

    Holunderblüten sind so wunderschön…
    Toll, was Du so alles machst!

  2. Buntköchin 21. Juni 2009 um 1:54 pm

    Wunderschöne Fotos hast du da gemacht. Sekt selbermachen finde ich eine total geniale Idee. Bei uns gibt es leider schon länger keinen Holunder mehr.

  3. kulinaria katastrophalia 22. Juni 2009 um 1:12 am

    Am besten ist es, wenn die Blüten abgeknipst werden; die grünen Stiele geben einen bitteren Ton ab.

  4. kochend-heiss 22. Juni 2009 um 8:18 pm

    Oh, wie toll. Habe ich kürzlich auch gehört, dass man auch direkt den Sekt ansetzen kann. Jetzt habe ich ja ein Rezept dazu!

  5. einfachguad 23. Juni 2009 um 6:17 am

    @ Mareen
    Bis jetzt hat sich noch nicht wirklich was getan :-( Sieht immer noch genau so aus. Aber ich bin warscheinlich zu ungeduldig….

  6. Sebastian 23. Juni 2009 um 8:16 am

    Tolle Fotos! Geht nicht ohne die Gumminringe das schöne Prickeln verloren?

  7. einfachguad 23. Juni 2009 um 10:36 am

    @ Sebastian
    Ich habe jetzt mal im Internet gesucht, denn Du hast mich, genauso wie mein Arbeitskollege etwas unsicher gemacht. Also, es steht überall, die Flaschen fest verschlossen ruhen lassen. Danke für den Hinweis, ich werde das im Post gleich ändern!

  8. Joachim Ott 24. Juni 2009 um 4:50 pm

    Viel Glück mit dem Holundersekt! Eine kleine Warnung am Rande: Ich weiß von ähnlichen Experimenten, wo das Öffnen „explosionsartig“ verlief – im Wortsinne.

    Einer meiner Favoriten (geschmacklich) ist übrigens Sekt mit Holunderblütensirup, den es auch in Bioqualität gibt. Aber die Idee der eigenen Sektherstellung ist natürlich prickelnder.

  9. einfachguad 25. Juni 2009 um 10:58 am

    @ Joachim
    Bis jetzt rührt sich noch nicht viel in den Flaschen. Ich glaube, da wird eher das Gegenteil der Fall sein… :-(

  10. Chocolate 15. Februar 2012 um 2:03 pm

    Geht das auch mit Rosenblühten?

  11. einfachguad 25. Februar 2012 um 4:51 pm

    @ Ronja
    Das weiss ich leider nicht. Ich denke aber dass das nicht funktioniert, denn ich habe irgendwo gelesen, daß es die Blütenpollen des Holunders sind die das Ganze zum Gären bringt.

  12. Kirsten Steinkellner Schmid 21. Juni 2012 um 6:56 am

    Hallo, ich möchte das Rezept ausprobieren, aber mit einem Überdruckfass. Hat jemand Erfahrung damit? Ich denke, dass es die selbe Rezeptur ist, oder?

  13. Pingback: Heiliger Holler!!! | Culinaria & Bavaria

  14. einfachguad 22. Juni 2012 um 6:06 am

    @ Kirsten
    Da kann ich Dir leider nicht weiterhelfen! Falls sich jemand auf Deine Frage hier meldet, werde ich es an Dich weiterleiten!

  15. Marita 25. Juni 2012 um 2:28 pm

    Hallo, Ich wollte eigentlich Hulunderblütensirup machen. Hab alles angesetzt, abgegossen und dann mit Zucker kurz aufgekocht. Dann musste ich aufhören, da ich doch erst neue Flaschen besorgen musste. Also Deckel drauf, zur Seite gestellt und dann vergessen…….
    Heute eine Woche später fällt es mir doch wie Schuppen von den Augen, auweia….
    Kein Schimmel, aber Gärung. Ob das ganze genießbar ist.
    Ich hab jetzt in Flaschen umgefüllt, es prickelt leicht und schmeckt eigentlich noch.
    Oder?

  16. einfachguad 28. Juni 2012 um 3:38 pm

    @ Marita
    Ob das Ganze geniessbar ist kann ich Dir leider nicht sagen. Vertrau auf Deinen Geschmack!

  17. Roland Graf 11. April 2013 um 11:41 am

    Frage: Muß ich das Wasser zuerstt abkochen und die Blüten erst nach dem erkalten ins
    Wasser tun?

  18. Roland Graf 11. April 2013 um 11:47 am

    Meine Großmutter hat früher vor 70Jahren auch Holderblütensekt gemacht,bei mir hat es leider nicht geklappt.Habe warscheilich nach der langen Zeit etwas vergessen

  19. einfachguad 12. April 2013 um 5:57 am

    @ Roland
    Ich habe das Wasser nicht abgekocht, aber das kannst Du gerne vorher machen. Die Blüten dann ins kalte Wasser geben. Wenn Du sie ins heiße Wasser gibst, werden sie ganz braun.

  20. grusel58 23. Juni 2013 um 8:11 am

    Das Wasser muss vorher nicht abgekocht werden. Die Umwandlung vom Zucker in Alkohol werden eventuell vorhandene Keime sowieso nicht überleben. Was ganz wichtig ist: Die Flaschen kühl lagern. Ich hatte vor ein paar Jahren den fast fertigen Sekt einfach in Selterwasserflaschen gefüllt, diese in den Kasten gestellt und unter meinen Küchentisch geschoben. Drei Nächte später bin ich durch explosionsartige Geräusche aufgewacht. NICHT LUSTIG, was ich dann vorfand. Ich war nur froh, dass die nicht tagsüber explodiert sind, mit Kindern und Hund in der Küche. Das hätte dann im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge gehen können. Splitter in sämtlichen Küchenmöbeln. Nun denn. Wenn man nur kleine Portionen herstellt, kann man den Sekt wirklich in Selterwasserflaschen im Kühlschrank lagern. Ein kalter Keller wäre natürlich auch super. Hat man die Möglichkeit nicht, einfach den Deckel lose auflegen. Der Sekt prickelt dann zwar nicht ganz so stark, moussiert aber ähnlich wie Federweißer. Einfach nur klasse.

  21. jako-corne 21. Juni 2015 um 7:16 am

    Habe das Rezept ausbtobiert. Jetzt ist alles in Flaschen abgefüllt und fest verschlossen. Meine Frage. Enthält der Holunder Sekt eigentlich Alkohol.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: