Gundermann-Holunder-Sorbet

Von Eis können wir alle nicht genug kriegen. Meine zwei Lieben mögen am liebsten Vanille oder Schokolade, doch ein Sorbet habe ich bis jetzt noch nie gemacht. Auf Barbaras Spielewiese gab es unlängst ein Gundermann-Sorbet, das kam mir genau richtig, denn beim Fremdkochen der Hüttenhilfe geht es dieses Monat um Eis, Granitas und Sorbets.
Mein Mann meinte, ich wolle ihn vergiften, als ich den Gundermann aus dem Garten holte und die Blättchen abzupfte. Ob ich mir wirklich sicher bin, daß das das richtige Kraut ist??
Der Gundermann bei mir im Garten hat noch nicht geblüht und deshalb habe ich auch noch eine kleine Holunderblüte und die Spitze eines Zitronenmelissen- zweiges dazugegeben. Die Holunderblüte war sehr dominant und wir haben den Gundermann nur ein klein wenig im Abgang rausgeschmeckt. Schade, denn gerade dieser Geschmack hätte uns interessiert. Doch das Sorbet schmeckte auch so – apfelig-blütenduftig, ein wahrer Genuss im Sommer! Das nächste Mal werde ich nur ein bisschen weniger Zucker nehmen, anstatt 200 Gramm nur 130-150 Gramm.

Gundermann-Holunder-Sorbet
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
500 ml Apfelsaft
500 ml Wasser
200 Gramm Zucker (oder weniger)
6 Zweige Gundermann
1 Holunderblüte
1 Spitze Zitronenmelisse
3 Essl. Zitronensaft
1 Eiweiß

Quelle: Barbaras Spielewiese, Gundermann-Sorbet

Zubereitung:
Apfelsaft, Wasser und Zucker bei mittlerer Hitze im offenen Topf köcheln, bis die Flüssigkeit auf ca. die Hälfte reduziert ist. Gundermannblättchen abzupfen, ein paar Blüten zurückbehalten, den Holunder schütteln, damit Ungeziefer ect. entfernt wird und die Zitronenmelisse in die heiße Flüssigkeit geben. Gut auskühlen lassen.
Die Flüssigkeit durch ein Sieb gießen und in die Eismaschine geben.
Das Eiweiß steif schlagen. Kurz vor Ende der Gefrierzeit den Rest des Eischnees unter das Sorbet rühren und weiter frieren lassen.

15 Antworten zu “Gundermann-Holunder-Sorbet

  1. Sebastian 16. Juni 2009 um 6:34 pm

    Jetzt muss ich erst mal schauen, was ein Gundermann ist! Habe ich noch nie gehört…
    … Dein Sorbet sieht allerdings lecker aus und ich bin mir ganz sicher, dass es ausgezeichnet schmeckt. Danke fürs Mitmachen.

  2. Barbara 16. Juni 2009 um 8:01 pm

    Wow! Das sieht ja klasse aus!

    Freut mich, dass Du das nachgemacht hast. Ich glaube schon, dass der Gundermann etwas bitteres an das Eis abgegeben hat – aber Holunder ist schon ziemlich dominant – aber auch lecker. :-)

    Zu dem sauren Rhabarber vom anderen Rezept war es gut, dass das Eis etwas süßer war. Aber Du hast recht, man kann etwas Zucker einsparen.

    Tolles Foto auch!

  3. lamiacucina 17. Juni 2009 um 5:22 am

    erst müsste ich den Gundermann botanisch zweifelsfrei identifizieren können :-)

  4. einfachguad 17. Juni 2009 um 6:23 am

    @ Robert
    Wir haben soviel Gundermann im Garten, zweifelsfrei festgestellt – soll ich Dir was von dem Unkraut schicken ;-)

  5. einfachguad 17. Juni 2009 um 6:24 am

    @Barbara
    Bei Wikipedia habe ich gelesen, dass früher Gundermann anstatt Hopfen verwendet wurde, um Bier bitter zu machen. Vielleicht war dann der Holunder ganz gut. Sonst hätte es meine Tochter nicht gegessen :-)

  6. Alex 17. Juni 2009 um 11:42 am

    Endlich habe ich auch eine Eismaschine und werde sicherlich auch Holundersorbet ausprobieren. Sieht wunderbar erfrischend aus.

  7. Jutta 17. Juni 2009 um 9:12 pm

    Ich traue mich das nicht – aber wenn ich das schön angerichtete Sorbet sehe… nachdem, was bei uns so alles wächst, ist bestimmt auch Gundermann vorhanden.

  8. einfachguad 18. Juni 2009 um 6:15 am

    @Jutta
    Du kannst ja auch den Gundermann weglassen und nur Holunderblüten oder Holundersirup nehmen!
    Viele Grüsse Andrea

  9. Barbara 18. Juni 2009 um 6:38 am

    Gundermann ist leicht zu erkennen und gibt schone eine würzige Geschmackskomponente. Das mit dem Bier hatte ich auch gelesen – interessant, oder?! :-)

    Ein pures Holundersorbet oder -eis wollte ich auch schon mal ausprobieren – die letzten Blüten wären noch da…

  10. einfachguad 18. Juni 2009 um 7:50 am

    @ Barbara
    Eine Blüte reicht vollkommen. Der Geschmack ist wirklich gut!

  11. Steph 18. Juni 2009 um 3:28 pm

    Was Du so alles im Garten hast ;o)
    Spannendes Rezept und ein wunderschönes Bild!

  12. einfachguad 19. Juni 2009 um 6:18 am

    @ Steph
    Dankeschön :-) Bei uns im Garten wächst so einiges – Brennesseln und Löwenzahn hätte ich noch anzubieten!

  13. Steph 19. Juni 2009 um 7:30 pm

    Oh, machste mal was mit Brennesseln? ;o)

  14. Sivie 20. Juni 2009 um 8:20 pm

    Also Holunder-Sorbet habe ich ja schon gemacht und Gundermann wächst bei mir auch. Herr K. würde auch vermuten, dass er vergiftet werden soll, aber die Kinder würden es probieren.

  15. Pingback: Zusammenfassung vom Fremdkochen Eis, Granitas und Sorbets

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