Monatsarchive: April 2009

Gerösteter Blumenkohl mit Mandeln, Koriander und Kreuzkümmel

Endlich schaffe ich es mal wieder, bei einem Event von zorra teilzunehmen. Im April-Kochevent geht es diesmal um Mandeln, die Idee dazu kam von Essenslust. Ich wollte unbedingt etwas Deftiges machen, keinen Kuchen. Durch Zufall bin ich dann auf ein Rezept von Jamie Oliver gestossen, als ich nach einem Rezept für Blumenkohl gesucht habe.
Dies ist mal eine ganz andere Art, Blumenkohl zuzubereiten. Die Gewürze samt den Mandeln werden im Mörser zerstossen und dann mit dem Blumenkohl geröstet. Damit alles schön knusprig wird, kommt die Pfanne dann noch in den Herd. Da ich keine ofenfeste Pfanne habe, habe ich den Griff meiner Pfanne mit einigen Lagen Alufolie umwickelt. Das hat super funktioniert. Den Blumenkohl mit einem Sauerrahm- oder Joghurtdressing anrichten und geniessen!

Mörser

Gerösteter Blumenkohl mit Mandeln, Koriander und Kreuzkümmel
Menge: bis zu 4 Personen

Zutaten:
1 Blumenkohl, die Hüllblätter entfernt, in Röschen zerteilt
Meersalz
Olivenöl
1 Stückchen Butter
2 TL Kreuzkümmelsamen
2 TL Koriandersamen
1-2 getrocknete rote Chilischoten
1 handvoll blanchierte und enthäutete Mandeln, zerstoßen
abgeriebene Schale und Saft 1 unbehandelten Zitrone

Quelle:
Jamie Oliver, Besser kochen mit Jamie

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Den Blumenkohl in kochendem Salzwasser einige Minuten blanchieren, anschließend in einem Durchschlag abtropfen und ausdampfen lassen (er wird sonst nicht braten, wie er soll, wenn in den Röschen noch Wasser ist).
In einer Schüssel den Blumenkohl mit 1 ordentlichen Schuss Olivenöl und der Butter vermischen. Im Mörser die Gewürze mit den Mandeln und den Chilischoten zusammen mit 1 Prise Salz zerstoßen. Eine ofenfeste Pfanne erhitzen und die Gewürzmischung darin ohne Zugabe von Fett einige Minuten rösten, anschließend den Blumenkohl dazugeben. Sobald er nach ein paar Minuten erkennbar Farbe angenommen hat, die Schale und den Saft der Zitrone gründlich untermischen. Etwa 1 Minute weiter braten, dann die Pfanne in den Ofen schieben. Nach etwa 15 Minuten ist das Ganze wundervoll knusprig.

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Osterhasen-Brötchen aus Hefeteig

In Bayern werden in der Nacht vor Ostern überall in den Dörfern traditionell Osterfeuer angezündet, bei uns heißen Sie Jaudus oder Judasfeuer. Dieses Jahr hatte auch unser Dorf als erstes Mal einen Jaudus. Die Dorfjugend hat kräftig Astabschnitte und alte Christbäume gesammelt um sie zu Ostern zu entzünden. Von Karfreitag auf Ostersamstag muss dann gewacht werden, damit benachtbarte Burschenvereine das Jaudusfeuer nicht zu früh in Brand stecken. Mit Wasser gefüllte Odelwagen stehen bereit, sollte es doch passieren. Das Feuer war ziemlich groß und sehr beeindruckend! Ich könnte stundenlang einfach nur ins Feuer gucken!


Am Ostermorgen haben meine Tochter und ich dann noch für die Familie „Hasenbrötchen“ gebacken. Den Teig habe ich vorbereitet und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Morgens dann geformt und gebacken. So konnte jeder nach dem Frühstück noch einen frischgebackenen Hasen naschen. Eva hat auch niedliche Hasen gebacken, eine schöne Anleitung zum Häschenformen findet ihr bei ihr. Auch den Tipp mit dem Bestreichen der Hasen mit Eigelb, Milch und jeweils einer Prise Salz und Zucker habe ich übernommen. Es hat super geklappt!

Mit diesen Hasen möchte ich Euch allen eine schöne Osterzeit wünschen!

Osterhasen-Brötchen
Menge: 8 Stück

Zutaten:
500 g Mehl
20 g Hefe
200 ml warme Milch
1 Ei
100 g Zucker
1 Prise Salz
150 g Butter

1 Eigelb
3 EL Sahne
1 Prise Zucker
1 Prise Salz

Quelle:
Meine Familie und ich, Heft 04/2009

Zubereitung:
Alle Zutaten zuerst mit dem Quirl, später dann mit der Hand zu einem Teig ver- kneten. In einer großen Schüssel über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am Morgen Hefeteig durchkneten, in 8 Kugeln zu ca. 120 g teilen. Jede Kugel oben zu einem Drittel einschneiden und die Ohren langziehen.
Teig flacher drücken, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 1 Eigelb mit 3 EL Sahne verrühren, die Prise Salz und Zucker zugeben und verquirlen. Hasen-Brötchen damit bepinseln und mit Rosinen, Mandeln und Pinienkernen Gesichter gestalten. 30 Minuten ruhen lassen und dann im Ofen bei 200 Grad ca. 25 Minuten backen.

Spagetti mit Limette, Minze und Erbsen

Am Montag gab es ein zweites Rezept aus Rachs „Kochgesetzbuch“, nämlich Spagetti mit Limette, Minze und Erbsen. Mit Minze konnte man mich bis jetzt nicht wirklich locken, deshalb habe ich mir dieses Rezept ausgesucht. Also ich muss sagen, in Verbindung mit der Limette ist Minze gar nicht mal so schlecht – im Gegenteil, es hat so gut geschmeckt, dass ich mir fast überlege, die Minze im Garten anzupflanzen :-) Ich habe sehr viel weniger Minze genommen, da das Pflänzchen, das ich gekauft habe, nicht mehr hergegeben hat, mehr hätte ich aber dann auch nicht mehr gut gefunden. Ein schnelles, leckeres Abendessen!

Spagetti mit Limette, Minze und Erbsen
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
500 g Spagetti (Kamut-Spagetti)
50 ml Olivenöl
70 – 100 g Butter
Saft von 2 Limetten
1 TL Zucker
10 Minzezweige (4 Zweige)
12 Kirschtomaten
150 g junge Erbsen (TK)
Pfeffer
gehobelter Parmesan

Quelle:
Christian Rach „Das Kochgesetzbuch“

Zubereitung:
Spagetti in sprudelnd kochendem Salzwasser nach Packungsangabe kochen.

Olivenöl, Butter, Limettensaft und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen.

Minze und Kirschtomaten waschen. Minzeblättchen von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Kirschtomaten vierteln.

Die Nudeln mit Biss „al dente“ kochen. Etwa 200 ml Nudelwasser zum Olivenöl und Limettensaft geben, die Nudeln abgiessen und zufügen. Erbsen, Tomaten und Minze zufügen, das Ganze 1 weitere Minuten kochen lassen und mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Limettensaft abschmecken. Die Sauce soll säuerlich frisch schmecken.

Die Nudeln auf vier Teller verteilen und mit gehobeltem Parmesan bestreuen.

Marinierter Ziegengouda mit Bärlauch

Endlich Bärlauch! Meine Tochter und ich waren auf der Bärlauchpirsch und sind fündig geworden. Leider ist mein Platz gar nicht so geheim, wie ich mir erhofft habe, aber es wächst genügend für mindestens noch ein oder zwei Beutezüge :-)


In der Bücherei habe ich ein tolles Kochbuch von Andrea Karrer „Bärlauch, Knoblauch, Lauch“ gefunden, in dem viele leckere Bärlauchrezepte vereint sind. Da ist für jeden Geschmack was dabei und der marinierte Ziegengouda ist bestimmt nicht das einzige Rezept, was ich ausprobieren werde. Da ich keine Frühlingszwiebeln zuhause hatte, habe ich dünn aufgeschnittene Ziebeln genommen. Mein Ziegengouda war schon aufgeschnitten und damit etwas dünner als im Rezept angegeben. Sehr lecker war es, wir haben es als kleine Vorspeise zum Abendessen verspeist!

Marinierter Ziegengouda
Menge: 4 Portionen als kleines Gericht oder Vorspeise

Zutaten:
500 g Ziegengouda in 0,5 cm dicken Scheiben
80 g Bärlauch
2 Frühlingszwiebeln
4 EL Himbeeressig
Salz, Pfeffer
6 EL Olivenöl

Quelle:
Andrea Karrer – Bärlauch, Knoblauch, Lauch

Gouda in eine Schale legen. Bärlauch putzen, waschen, gut abtropfen lassen und fein hacken. Frühlings-zwiebeln putzen, waschen und in feine Streifen schneiden.
Essig mit Salz, Pfeffer und Öl verrühren, Bärlauch und Frühlingszwiebeln untermengen, über dem Käse verteilen. Über dem Käse verteilen und zugedeckt, am besten über Nacht, durchziehen lassen.

Frühlingsgemüse mit Estragon

Es ist einfach wundervoll, die Sonne scheint und im Garten beginnt es zu wachsen und blühen! Der Schnittlauch streckt seine Halme, das Maggikraut bekommt feine Blätter, der Estragon spriest und die Rhabarberblätter schlüpfen aus ihren Knospen.

Nach soviel Natur und Frühling hatten wir große Lust auf Gemüse. Also habe ich eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe gewürfelt, Kohlrabi, Karotten und kleine Zucchini wurden in Stifte geschnitten und alles in Butter angedünstet. Als das Gemüse bissfest war, habe ich etwas Sahne angegossen und das Ganze ein wenig reduzieren lassen. Dann mussten ein paar Estragonspitzen daran glauben. Die kamen dann am Schluss mit Salz, Pfeffern und ein wenig Zitronensaft über das Gemüse. Dazu gab es panierten Seelachs, allerdings mit geriebenen Mandeln anstatt mit Semmelbrösel paniert. Leider hat man den Estragon nicht wirklich rausge- schmeckt, es war wohl noch zu wenig, aber alles wollte ich dann doch nicht absäbeln!