Monatsarchive: März 2009

Burgis Kornspitzstangerl

Im Chefkoch gibt es die Möglichkeit, Gruppen zu gründen, die nur von Mitgliedern besucht werden können. Ich finde die Idee nicht so prickelnd, aber einer Gruppe musste ich beitreten: „Burgis Versuchsbackstube und Versuchsküche“
Lubu alias Burgi ist eine begeisterte Bäckerin und ich habe schon mehrere Rezepte erfolgreich von Ihr nachgebacken.
In der Gruppe habe ich dann von Ihr das Rezept für die Kornspitzstangerl bekommen. Inzwischen ist das Rezept auch schon freigeschaltet.
Das Besondere für mich war die Verwendung von Joghurt im Teig. Das habe ich bis jetzt noch nicht gemacht. Kuhmilch-Joghurt wird ja bei uns nicht verwendet wegen der Milchallergie meiner beiden. Ich habe jetzt aber im Bio-Markt einen sehr guten Schafsmilch-Joghurt gefunden, der fast wie normaler Kuhmilch-Johurt schmeckt. Der wurde gleich verarbeitet.
Der Teig war gut zu handhaben, ging schön auf und die Stangerln schmecken sehr lecker. Leider musste ich feststellen, dass sie nicht in die normalen Brotzeitboxen meiner Tochter passen :-) Da werde ich dann noch an der Form und der Größe feilen müssen!

Kornspitzstangerl

Burgis Kornspitzstangerl

Zutaten:
500 g Weizenmehl, Vollkorn, feines (Kleie leicht ausgesiebt)
4 g Backmalz, optional
300 g Natur-Joghurt, eher kühl
100 ml Wasser, lauwarmes, ca. nach Mehlbeschaffenheit
1 EL Essig
2 EL Öl, neutral
15 g Hefe, frisch
14 g Salz
1 TL Honig ODER:
8 g Zucker
½ TL Fenchelsamen, gemahlen
½ Kümmelpulver
50 g Sonnenblumenkerne, geschrotet
30 g Leinsamen oder Sesam (grob geschrotet)

Quelle:
Chefkochrezept von Lubu

Zubereitung:
Hefe im lauwarmen Wasser mit dem Honig auflösen und in die Mitte ins Mehl, dieses evtl. mit Backmalz vermischt, gießen, mit Mehl bestäuben und 15 Min. aufgehen lassen.
Dann mit den restlichen Zutaten (außer den Saaten) vermischen. Teig gut im Langsamgang der Maschine kneten, bis der Teig schön plastisch wirkt.
Feucht zugedeckt zirka 40 Minuten rasten lassen. (Sollte der Teig da noch nicht gut aufgegangen sein, noch mal gut zusammenstoßen und erneut 30 Min. aufgehen lassen)

Dann kräftig durchkneten, einen Laib formen, diesen dann vierteln und noch mal diese Teile teilen. Nach 5 Min. Rastzeit zu glatten Kugeln schleifen und dann zu Strängen rollen, dabei an den Enden dünner werden.
Nun gut mit Wasser besprühen und die Oberseite in die Saaten drücken.

Erneut zugedeckt 30 Min. rasten lassen.

Im vorgeheizten Backrohr bei 230°C anbacken, nach zehn Minuten auf 190°C reduzieren und zirka 25-30 Minuten gut braun fertig backen.

Tipp:
Natur-Joghurt kann auch durch Naturmolke, Kefir oder Buttermilch ersetzt werden.

4 g Backmalz unter das Mehl gemischt, machen dieses Gebäck etwas fluffiger; ich hab darauf verzichtet, rate dennoch nicht ab!

Bemerkung: Ich habe Dinkelvollkornmehl verwendet und die Gewürze weggelassen, ebenso wie das Backmalz

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Nuss-Bussis

Natürlich haben wir bei unserem Rodel-Ausflug in Österreich auch Halt gemacht und uns die örtlichen Einkaufsmöglichkeiten angeschaut. Da meine Freundin so begeistert von den D`arbo Marmeladen ist, habe ich auf ihren Rat gehört und eine „Holler-Zwetschke“ Marmelade gekauft.
Ausserdem habe ich noch etwas Wunderbares gefunden: D`arbo Milch & Honig – Caramellcreme.
Auf dem Etikett steht: „Durch langsames Einkochen von Tiroler Alpenmilch unter Zugabe von Honig entsteht diese köstliche-feine Caramellcreme“
Hmmmm. Hört sich lecker an – inzwischen bin ich süchtig nach dem Zeug. Das schmeckt genauso wie diese weichen Caramellbonbons – Sahne-Muh-Muhs heissen die glaube ich. Das könnte ich grad so mit dem Löffel aufessen :-)

Für meine Tochter habe ich noch „Nuss-Bussis“ gekauft. Das waren Hefe-Röllchen mit Nussfüllung. Ganz „watteweich“ wie Milchbrötchen.
Normalerweise kauf ich sowas nicht, denn da sind mir zu viele Zusatzstoffe drin :-) aber meiner Tochter hat das ganz gut geschmeckt. Sie hat beschlossen, daß ich das bestimmt auch so gut backen kann.
Mir ist dann das „Hokkaido-Milchbrot“ eingefallen, das vor einiger Zeit die Runde durch die Kochblogs machte. Das Brot soll nach dem Backen auch diese „watteweiche“ Konsistenz haben.
In Petras Brotkasten habe ich dann das Richtige gefunden. Petra hat aus dem Teig auch schon Brötchen gemacht, was mich darin bestätigte, daß man aus diesem Teig auch kleine Teilchen backen kann. Der Teig war recht weich und etwas klebrig, ist aber wunderbar aufgegangen. Ich habe ca. 20 Gramm schwere Teigkugeln geformt, länglich auseinandergezogen, gefüllt, zusammengerollt und nochmals gehen lassen.

Nach den 40 Minuten sind die Röllchen riesig aufgegangen – fast schon zu groß im Vergleich zum Original.
Nach dem Backen war es dann soweit, die Geschmacksprobe wurde von der Expertin durchgeführt.
Die Bussis haben den Test mit Bravour bestanden – sie sind ganz weich wie gewünscht und auch die Füllung, die ich einem Nusszopfrezept meiner Oma entliehen habe, ist sehr lecker. Das einzige, was ich ändern würde ist, daß ich mehr Füllung in die Röllchen geben würde. Mir ist etwas von der Füllung übrig geblieben, was meine Tochter dann mit dem Löffel weggenascht hat. Das hätten die Röllchen schon noch gut vertragen.

Nuss-Bussis

Zutaten Teig:
600 Gramm Dinkelmehl 630
1 Pack. Trockenhefe 7 g
80 Gramm Zucker
9 Gramm Salz
1 Ei
250 Gramm Ziegen-Milch
150 Gramm Schlagsahne

Zutaten Nussfüllung:
75 ml Milch
75 g Rohrzucker
1 Päckchen Bourbonvanillezucker
1 TL Zimtpulver
200 g geriebene Haselnüsse

Quelle:
Nach einem Rezept in Petras Brotkasten
http://www.petras-brotkasten.de/BrotHokkaidoMilchbroetchen.html

Zubereitung:
Für die Nussfüllung alle Zutaten in einem Topf verrühren und kurz aufkochen. Die Masse abkühlen lassen.

Für den Teig alle Zutaten außer dem Salz in die Schüssel der Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf Stufe kneten, dann das Salz einrieseln lassen und 8-12 Minuten auf Stufe 3 kneten, bis ein glatter elastischer Teig entsteht, der sich zuerst von den Wänden löst und dann auch beginnt, sich vom Boden der Schüssel zu lösen (länger kneten als üblich). Den Teig in eine sauberen, leicht geölten Schüssel auf das doppelte Volumen aufgehen lassen (ca. 1 1/2 Stunden).

Nach dem ersten Gehen den Teig in Stücke a ca. 20 g teilen und Kugeln formen, langziehen, füllen und 40 Minuten abgedeckt gehen lassen, dann mit einer relativ dünnen Mischung aus Eigelb, Sahne und Wasser bestreichen. Weitere 20 Minuten offen gehen lassen, dann nochmals mit der Mischung bepinseln.

Bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen backen, bis die Bussis goldgelb sind, ca. 20 Minuten.

Schneegestöber

Am Wochenende wurde ausnahmsweise mal nicht gekocht, sondern gerodelt! Wir haben mit zwei befreundeten Familien einen kleinen Ausflug in das Rofan-Gebirge unternommen. Als wir hier losgefahren sind, lag bei uns kaum Schnee, je näher wir dem Ziel kamen, desto mehr Schnee lag. In Maurach am Aachsee angekommen, gings mit der Seilbahn rauf auf den Mauritzköpfl. Ziel war die Erfurter Hütte des Deutschen Alpenvereins, die direkt an der Bergstation in 1.834 Meter Höhe liegt. Oben erwartete uns ein wunderbares Schneegestöber – ein Traum für die Kinder und auch für uns :-) Hier konnten wir die Schlitten schon mal ausprobieren.



Die Übernachtung war dann in einem Matrazenlager unter dem Dach – es schaute fast aus wie bei den sieben Zwergen. Wir waren die einzigen, die unter dem Dach lagen und wir konnten es uns richtig gemütlich machen. Die ganze Nacht schneite es und der Wind pfiff ums Haus. Am nächsten Tag waren dann die Fenster fast zugeschneit.


Am Samstag gings dann noch zum Schlittenfahren, wo wir durch den wunderschön verschneiten Wald runterrodeln konnten. Ein rundum gelungener Ausflug!

Pleiten, Pech und Pannen – Gemüserisotto

Ich hatte mir das Gemüserisotto mit Brokkolie und Kohlrabi in der neuesten „Lecker“ eingemerkt und wollte es gestern nachkochen. Es fing schon damit an, dass ich das Heftchen nicht mehr gefunden habe.
Aber auf Euch Foodblogger ist Verlass – Ilka von RezkonvSuite hat das Rezept hier schon nachgekocht! Das war meine Rettung. Beim Lesen des Rezepts fiel mir wieder ein, dass ich anstatt des grünen Spargels weissen Suppenspargel, den ich noch eingefroren hatte, verwenden wollte. Der war natürlich noch eingefroren. Ich hatte vergessen, ihn rauszunehmen.
Aber hab so schlimm – Ilka hatte ihn ja auch weggelassen. Zum Aufgiessen des Risottos habe ich unseren letzten Weisswein verwendet und habe ein Glas Fleischbrühe aufgemacht, die mein Mann selbst gemacht hatte. Einfach rein die Brühe und dann – was für ein Gestank! Anscheinend hat die Brühe die Lagerzeit nicht überstanden und ist umgekippt. Es roch wie verwestes Fleisch!
Nachdem ich meine Tochter mit einem Wurstbrot versorgt hatte und sie dann ins Bett gebracht habe, habe ich gaanz langsam nochmal angefangen.
Wein war ja alle, Brühe habe ich jetzt aus den guten alten Brühwürfeln gemacht. Als mir dann letzten Endes noch fast die Cashwekerne angebrannt wären, hätte ich das Zeugs am liebsten hintergeworfen.
Solche Tage brauche ich nicht oft! Aber – am Ende ist dann doch ein schmack-
haftes Risotto rausgekommen – dafür ist das Foto etwas unscharf :-)

Gemüserisotto

Gemüserisotto mit Cashewkernen
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Brühwürfel (der Gute von Maggi :-)
2 EL Cashewkerne
2 EL Olivenöl
350 Gramm Risottoreis
100 ml Weisswein
250 Gramm Brokkoli
1 Kohlrabi
1 Bund Petersilie
100 Gramm Parmesan
Zitronensaft
Salz und Pfeffer

Quelle:
Zeitschrift Lecker 03/09 und RezkonvSuit Blog

Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Brühe in ca. 1 1/4 l heißem Wasser auflösen. Cashewkerne grob hacken und in einem Topf ohne Fett rösten. Herausnehmen.

1 EL Öl in dem Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Reis kurz mitdünsten. Wein zugießen und so lange köcheln, bis er ganz aufgesogen ist. Brühe zugießen, bis der Reis bedeckt ist, und immer wieder Brühe zugießen, sobald sie aufgesogen ist. Insgesamt offen ca. 25 Minuten köcheln, bis der Risotto sämig ist.

Broccoli putzen, waschen und in Röschen teilen. Broccolistiele schälen und fein würfeln. Kohlrabi schälen, waschen und in Stifte schneiden, einige Minuten blanchieren.

Gemüse kurz vor Ende der Garzeit unter den Risotto rühren.

Petersilie waschen, trocken schütteln, sehr fein hacken. Parmesan fein reiben. Mit Petersilie und 1 EL Olivenöl unter den Risotto rühren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und mit Cashewkernen bestreuen.

Münchner Foodbloggertreffen – Schee war´s!

Wie schon geschrieben, haben wir uns – einige Münchner Foodblogger – in München getroffen. Dabei waren Claudia von Dolce, Rosa von der Neuhausener Nudelsuppe, Nathalie von Cucina Casalinga, Gabi von Lavaterra und Nysa von Cafe da Nysa. Getroffen haben wir uns im Edward´s, das ist ein neu eröffnetes englisches Cafe. Es gab leckeren Kuchen und Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade, die wir dank Rosa alle mal probieren durften. Auch der Tee schmeckte fantasisch! Leider habe ich meinen Fotoapparat vergessen – was eigentlich einer Foodbloggerin nicht passieren dürfte!
Aber wir haben uns ja nicht zum fotografieren getroffen – schließlich gab es viel zu bereden und zu erörtern :-)

Zum Einen rätselten wir, wer im Hause Deichrunner die vielen köstlichen Kuchen und die Menge an Brot isst, die Eva immer bäckt, zumal die Kinder ja wohl schon aus dem Haus sind :-)

Wir bedauerten Kitchenroach, weil sie nicht mehr bei Dallmayr in München einkaufen kann, da sie jetzt in Alaska (-10 Grad zur Zeit) zuhause ist.

Geschwärmt wurde vom Foodbloggertreffen 2007 bei Petra von Chili und Ciabatta, besonders von diesem Kuchen (wo bei uns anderen schon ein wenig Neid aufkam)

Herr Lamiacucina und Frau Schnuppschnüss sind die beiden Foodblogger, die wir alle gerne mal kennenlernen würden!

Und so weiter und so weiter – Ihr seht also, auch wenn wir nur zu sechst waren, dabei waren sehr viel mehr Foodblogger :-)

Außerdem habe ich festgestellt, dass nicht nur ich lange Zeit leise mitgelesen habe, bevor ich mich getraut habe, einen Blog zu eröffnen. Und dass der erste „fremde“ Kommentar wie Weihnachten und Geburtstag zusammen ist!

Schee war`s und ich würde mich auf eine Wiederholung freuen – vielen Dank an Rosa und Nysa fürs Organisieren! Bilder und Einträge findet Ihr schon bei Cucina Casalinga, Lavaterra und Cafe da Nysa!