Kategorie-Archiv: Gemüse

Eingelegte Zucchini mit Paprika, Oliven und Zwiebeln

Die Zucchini-Schwemme macht auch bei uns nicht Halt ;-)  Bei mir wandern die meisten Zucchinis in Einmachglas – zusammen mit vielen Kräutern, Zwiebeln, Oliven und Paprika. Dadurch sieht das Ganze schön farbenfroh aus und ein Glas eingemachter Zucchini ersetzt auch mal einen grünen Salat, wenn gerade keiner zuhause ist.

Auch dieses Rezept , das ich von Bushcook abgeschaut habe, kann ich nur empfehlen. Eine schöne Rezeptsammlung für Lieblingsrezepte mit Zucchini findet Ihr übrigens auch im Kochtopf bei Zorra.




Eingelegte Zucchini mit Paprika, Oliven und Zwiebeln
Menge: ca. 12 Gläser mit 425 ml

Zutaten:
2 kg Zucchini
2 rote Paprika
2 gelbe Paprika
4-6 Zwiebeln (weisse und rote)
6 Knoblauchzehen
2 Gläser (425 ml) gekräuterte Oliven, trocken eingelegt
1 großer Bund Gartenkräuter, je nach Belieben Liebstöckel, Petersilie, Basilikum, Dill, Thymian, Oregano
4 Lorberblätter
einige Spritzer Olivenöl

Für den Sud:
500 ml weisser Balsamico-Essig
500 ml Kräuter-Essig (Kressi-Essig)
1000 ml Wasser
300 Zucker
5-6 EL Salz
2 EL Gurkengewürz
1 TL Senfkörner

Quelle: Nach einem Rezept von der Tante meines Mannes

Zubereitung:
Die Zucchini waschen und halbieren. Wenn nötig, das wattige Innere entfernen und in ca. 2 cm Würfel schneiden. Die Paprika ebenfalls waschen und in Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und in Spalten schneiden, ebenso den Knoblauch. Die Kräuter waschen und klein hacken. Das komplette Gemüse samt Knoblauch, Kräutern und den Oliven in eine (oder mehrere) große Schüssel(n) geben und großzügig mit Olivenöl vermischen. Wenn man (Tupper)Schüsseln mit Deckel hat, kann man das einfach “durchschütteln”.

Das Gemüse einige Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Alle Zutaten für den Sud aufkochen und das Gemüse portionsweise im Sud aufkochen lassen und ca. 5 Minuten ziehen lassen. Mit einem Trichter das Gemüse in Gläser schichten. So alle Portionen aufkochen und auf die Gläser verteilen. Am Ende den Sud nochmals aufkochen lassen und auf die Gläser verteilen. Sofort danach den Deckel drauf machen und die Gläser umgedreht erkalten lassen.

Die Menge der Gläser die man rausbekommt richtet sich danach, wie dicht man die Zucchini in die Gläser einschichtet. Mir ist es auch schon passiert, daß der Sud nicht gereicht hat, dann habe ich noch ein wenig Essig und Wasser zugefügt und nochmals aufgekocht. Haltbarkeit ca. 1 Jahr.

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Im Ofen gebratener Lauch mit Thymian

Heute habe ich mal was ganz unspektakuläres für Euch, für mich war es aber einfach nur gut. Lauch ist ein Gemüse, das ich nicht besonders gerne esse. Im Eintopf vielleicht, aber das wars auch schon. Bei Jamie Oliver habe ich dieses Rezept für noch ganz junge Lauchstangen gefunden. Durch das Backen im Ofen bekommen sie ein süssliches Aroma und sind einfach köstlich. Manchmal sind es die einfachen Dinge, die glücklich machen ;-)

Im Ofen gebratener Lauch mit Thymian
Menge: 4 Personen

Zutaten:
20 dünne Lauchstangen
ein Schuss Olivenöl
ein Spritzer Rotweinessig
1 TL gehackte Thymianblätter
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
etwas Salz

Quelle: Besser kochen mit Jamie

Zubereitung:
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze). Die Lauchstangen putzen, die äußeren Blattschichten entfernen. Den Lauch in einen Topf mit kochenden Salzwasser geben und 2-3 Minuten blanchieren. Abgießen und gründlich abtropfen lassen. Ich habe die Stangen sogar noch mit einem Küchentuch abgetrocknet. In einer Auflaufform die Lauchstangen mit dem Knoblauch, dem Thymian, einem guten Schuss Olivenöl und einem Spritzer Rotweinessig vermischen. Ca. 10 Minuten braten, bis die Stangen goldgelb geworden sind. Danach etwas salzen und servieren.

Fenchel-Curry-Suppe mit Bratwürsteln

Diese Kombination hört sich wirklich schräg an, aber auf den Alfons Schubeck ist Verlass! Die Suppe schmeckt wirklich hervorragend, alles verbindet sich auf das Feinste miteinander und Ingwer darf natürlich auch nicht fehlen. Nur ein wenig schwierig zu essen war das Ganze. Nach dem Fotografieren habe ich die Würstel in Scheiben geschnitten und in der Suppe versenkt ;-)





Fenchel-Curry-Suppe mit Bratwürsteln
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
450 g Fenchelknollen
800 ml Gemüsebrühe
10 Fenchelsamen
2 EL + 30 g kalte Butter
200 g Schlagsahne
1 Knoblauchzehe
1 Ingwerscheibe
½ TL Curry
1 Msp. Abgeriebene Schale von einer unbehandelten Orange
Salz
Gemahlener Chili
8 Nürnberger Rostbratwürstchen
1 EL Öl

Quelle: Zeitschrift“ Lecker“ Ausgabe 01-02/2011

Zubereitung:
Fenchel putzen, halbieren, waschen und den Strunk entfernen. In dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Fenchel im Fond mit den Fenchelkörnern knapp unter dem Siedepunkt bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten garen, bis er weich ist.

Für die braune Butter 2 EL Butter solange schmelzen, bis sie goldbraun wird. Gut 1/3 Fenchel als Einlage aus der Suppe nehmen und beiseite legen. Sahne zur Suppe gießen. Braune Butter und kalte Butter zugeben und mit dem Stabmixer fein pürieren.

Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Knoblauch mit dem Ingwer und dem Curry einrühren und einige Minuten ziehen lassen. Mit etwas Orangenschale, Salz und Chili abschmecken. Dann durch ein nicht zu feines Sieb streichen.

Bratwürstel in einer Pfanne im Öl bei mittlerer Hitze auf beiden Seiten goldbraun anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Übrigen Fenchel in Suppenschüsseln verteilen. Suppe mit dem Stabmixer aufschäumen und jeweils mit 2 Bratwürsteln servieren.

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Schweinsbraten mit Rübenkraut

So, mein Blog-Layout ist umgestellt und ich hoffe, es gefällt Euch genau so gut wie mir ;-) Ich finde es jetzt einfach klarer und die Bilder kommen besser zur Geltung. Außerdem habe auch ich mich an die Fleissaufgabe gemacht und ein alphabetisches Verzeichniss meiner Rezepte erstellt. Ihr findet den Index oben über dem Headerbild.

Nachdem ich Euch schon das Hassgericht meiner Kindheit vorgestellt habe, möchte ich Euch heute das absolute Lieblingsgericht von damals zeigen, nämlich Rübenkraut, auf gut bayerisch “Ruamkraut”. Für viele ist Rübenkraut Zuckerrübensirup, aber nicht hier in Bayern :-)
Für Rübenkraut werden Herbstrüben klein geschnetzelt und wie Sauerkraut mit Salz eingestampft und milchsauer vergohren. Leider gibt es das Rübenkraut heute nur noch sehr selten und viele kennen es gar nicht mehr. Mein Dad kauft es immer bei einem Kraut-Dandler (Händler) auf dem Freisinger Samstagsmarkt. Auf dem Viktualienmarkt in München kann man es bestimmt auch noch bekommen.
Roh riecht das Rübenkraut ziemlich streng und wir verpacken es immer in zwei Plastikbeuteln und in einer Plastikschüssel, damit der Kühlschrank nicht unangenehm riecht. Den Geschmack kann man gar nicht richtig beschreiben, eher süsslich und auf keinen Fall mit Sauerkraut zu vergleichen. Für mich einfach die Beste Beilage zum Schweinsbraten!

Rübenkraut
Menge: Als Beilage zum Schweinsbraten für 4 Personen

Zutaten:
750 g Rübenkraut
30 g Butter
1-2 EL Zucker
½ Zwiebel, gewürfelt
¼ l Fleischbrühe
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
In einem Topf die Butter zerlassen und die Zwiebel würfel andünsten. Sie dürfen ruhig etwas Farbe bekommen. Den Zucker dazugeben und leicht bräunen. Das Rübenkraut zusammen mit der Brühe in den Topf geben und mit geschlossenem Deckel etwa eine dreiviertel Stunde dünsten. Evtl. noch etwas Brühe angießen, mit Salz und Pfeffer würzen.

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Pickelsteiner Eintopf

Dieser Eintopf war DAS Hassgericht meiner Kindheit – ganz im Gegenteil zu meiner Schwester. Sie brach jedesmal in Jubelgeschrei aus!

Meine Mom bereitete den Pickelsteiner Eintopf immer nur mit Wammerl zu, das in Würfel geschnitten zusammen mit dem Gemüse und der Brühe in den Schnellkochtopf wanderte. Ich sehe diese wabbeligen Schweinfleischbrocken immer noch vor mir. Meine Schwester hatte die Angewohnheit, zuerst das Gemüse zu essen und das Beste dann am Schluss zu verspeisen. Da ich ihr auch noch meine Fleischstücke abgegeben habe, hatte sie einen Berg fettiges Fleisch auf dem Teller, den sie genüsslich vertilgte. Mich schüttelt es jetzt noch bei dem Gedanken!

Aber so schlecht kann das doch gar nicht schmecken, wenn man das Fleisch anbrät oder? Und so habe ich mich auf die Suche nach einem Rezept gemacht, das auch mir schmecken könnte. Fündig geworden bin ich im Kochbuch „Die echte bayerische Küche im Jahreslauf“ von Barbara Rias-Bucher. Normalerweise wird Pickelsteiner (oder auch Pichelsteiner) Eintopf mit verschiedenen Fleischsorten wie Schwein, Rind und Lamm gemacht, das kräftig angebraten wird, ebenso das Gemüse und die Kartoffeln. Ich habe erst mal nur Rindfleisch verwendet. Und siehe da – so schmeckt auch mir der Pickelsteiner Eintopf. Meine Schwester werde ich von diesem Rezept aber nicht überzeugen können!

Pickelsteiner Eintopf
Menge: 6 Personen

Zutaten:
500 g Rindfleisch (Dicker Bug oder Hesse)
2 Rindermarkknochen
2 Zwiebeln
750 g festkochende Kartoffeln
400 g Knollensellerie
300 g Gelbe Rüben (Möhren)
2 Petersilienwurzeln
1 dicke Stange Porree (Lauch)
1 EL Öl
1/2 Fleischbrühe
Salz, schwarzer Pfeffer
1 Bund Petersilie

Quelle: „Die echte bayerische Küche im Jahreslauf“ von Barbara Rias-Bucher

Zubereitung:
Das Fleisch in gulaschgroße Würfel schneiden. Das Rindermark aus dem Knochen lösen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln grob hacken. Kartoffeln, Sellerie, Gelbe Rüben und Petersilienwurzeln schälen, waschen und in einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Lauch putzen, längs halbieren und waschen. Die Hälften in fingerdicke Scheiben schneiden.

Öl in einem großen Bräter erhitzen. Markscheiben darin bei schwacher Hitze ausbraten, herausnehmen und beiseite stellen.

Fleischwürfel bei starker Hitze im heißen Fett braun anbraten und wieder herausnehmen. Zwiebeln und Kartoffeln in zwei Portionen ebenfalls anbraten und aus dem Topf nehmen. Gemüse auch in Portionen anbraten und herausnehmen.

Bräter schichtweise mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch füllen, mit Salz und Pfeffer würzen. Als Abschluss Kartoffeln einfüllen und darauf die Markscheiben legen. Brühe an den Seiten zugiessen.

Das Pickelsteiner bei starker Hitze aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze eineinhalb Stunden garen. Petersilie hacken und das Pickelsteiner damit betreuen.

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