Monatsarchive: Januar 2012

Parmesansuppe mit Parmesan-Rosmarin-Plätzchen

Ich erinnere mich noch genau, wann ich das erste Mal “richtigen” Parmesan gegessen habe. Ich war gerade von Zuhause ausgezogen in meine erste eigene Wohnung. Das musste gefeiert werden und mein Mann, damals noch mein Freund, und ich sind zum Italiener gegangen. Zum Abschluss hat mein Mann eine Käseplatte gegessen und ich habe natürlich genascht. Der erste Käse war gleich eine Offenbarung – was für ein Geschmack – kaum zu glauben! Wir haben dann gleich mal den Ober gefragt, was das für ein Käse ist. Der hat uns angeschaut – entgeistert und ein wenig mitleidig – dann offenbarte er uns, dass das Parmesan ist. Tja, das erklärte seinen komischen Blick ;-)
Ich kannte Parmesan nur als als dieses scheußliche getrocknete Pulver, das es bei uns immer zu Pasta Schuta gab. Kein Vergleich zu frischem Parmesan!

Seitdem ist Parmesan nicht mehr aus unserer Küche wegzudenken. Dieses Rezept habe ich irgendwo mal aus einem geliehenen Kochbuch abgeschrieben und nach meinem Gusto verändert, jetzt habe ich die Suppe auch online gefunden, nämlich bei Cornelia Poletto. Bei uns gab es Parmesan-Rosmarin-Plätzchen dazu, also Parmesan satt!

Diese Suppe würde ich gerne bei Uwes Foodblog-Event “Cookbook of Colours” einreichen, denn Uwe sucht im Januar Gerichte in weiss. Allerdings ist die Suppe dieses Mal eher gelblich als creme-weiss geworden. Schuld daran ist wohl die selbstgemachte Brühe, bei der ich wohl besser nur weißes Gemüse verwendet hätte und keine Tomaten und Möhren – na mal sehen, ob Uwe ein Auge zudrückt ;-)






Parmesansuppe mit Parmesan-Rosmarin-Plätzchen
Menge: 4 Personen als Vorspeise

Für die Gemüsebrühe (ca. 2 Liter)

Zutaten:
2 Zwiebeln
3 Möhren
2 Lauchstangen (nur die hellen Teile)
1 Stück Knollensellerie
2 Fenchelknollen
2 Tomaten
2 Knoblauchzehen
einige Petersilienstiele
1 Thymianzweig
1 Rosmarinzweig
1 Lorbeerblatt
10 Pfefferkörner
1 Nelke
1 Schuss Olivenöl
2,5 Liter Wasser
400 ml Weißwein (wenn Kinder mitessen durch Wasser ersetzen)

Quelle: Rezept nach Christian Rach – Das Kochgesetzbuch

Zubereitung:
Das Gemüse putzen, waschen und in feine Streifen/Scheiben schneiden. In einem Topf einen Schuss Olivenöl
erhitzen und den Lauch, die Zwiebel und den Knoblauch etwas anschwitzen lassen. Das restliche Gemüse
und die Kräuter dazugeben und das Wasser und den Wein aufgießen. Das Ganze zum Kochen bringen, die Temperatur zurückschalten und ca. 1 Stunde leise köcheln lassen. Die Suppe passieren und evtl. noch würzen.



Für die Parmesansuppe

Zutaten:
2 Schalotten
1 Zehe Knoblauch
2 EL Butter
2 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
2 Lorbeerblätter
1 TL weiße Pfefferkörner
4 EL Risotto-Reis
50 ml trockener Weißwein (wenn Kinder mitessen durch Brühe ersetzen)
50 ml Noilly Prat (wenn Kinder mitessen durch Brühe ersetzen)
400 ml Gemüsebrühe
100 g flüssige Sahne
100 g geriebener Parmesan
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen
50 g geschlage Sahne

Quelle: Rezept nach Cornelia Poletto

Die Schalotten und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen, die Schalotten- und Knoblauchwürfel darin mit den Kräuterzweigen, Lorbeerblättern und Pfefferkörnern andünsten. Den Reis dazugeben und unter Rühren glasig dünsten. Mit dem Wein und Noilly Prat ablöschen, etwas einkochen lassen und die Brühe angießen. Einmal aufkochen und bei schwacher Hitze etwa zehn Minuten köcheln lassen. Dann die flüssige Sahne hinzufügen und alles weitere zehn Minuten köcheln lassen. Den Parmesan dazugeben und schmelzen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Durch ein Spitzsieb passieren und in Schüsselchen oder Gläschen anrichten, die geschlagene Sahne auf der Suppe verteilen und mit den Parmesanplätzchen servieren.



Für die Parmesanplätzchen

Ofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze), geriebenen Parmesan und klein geschnittene Rosmarinnadeln mittels eines runden Ausstechers o. ä. auf ein Backblech streuen und 3-5 backen. Dabei gut aufpassen, denn die Plätzchen verbrennen leicht! Noch heiß können die Plätzchen über ein Glas oder ähnliches gelegt und in Form gebogen werden.

Print

Unser Silvestermenü – alles nur geklaut!

So, der Christbaum ist draussen und die Plätzchen sind fast aufgefuttert. Jetzt geht es rein ins neue Jahr und bevor ich wieder arbeiten muss, möchte ich Euch noch unser Silvestermenü vorstellen.

Dieses Jahr war es nicht so schwer, ein Menü zusammenzustellen, hat doch Uwe von Highfoodality in seinem Blogevent um Weihnachtsmenüs gebeten. 27 Menüs sind zusammengekommen – da sollte sich doch etwas finden lassen! Nach einer telefonischen Beratung mit unseren Mitgeniessern haben wir uns dann auf folgendes Menü geeinigt:

Thymian-Gougères mit einem French 75
geklaut bei Petra von “Chili und Ciabatta”

Der Drink hat es wirklich in sich, doch die kleinen Käsehäppchen saugen schnell alles wieder auf ;-)

Spinatsalat mit Ziegenkäse und karamellisierten Haselnüssen
geklaut bei Moey von “Moey’s kitchen”

Leider haben wir keinen Spinat bekommen, so musste es Feldsalat tun. Die Haselnüsse haben wir ein wenig gehackt, süss zusammen mit sauer, schmeckte uns sehr gut.



Maronen-Lauch-Suppe mit Zimt und Milchschaumhaube
geklaut bei Juliane von “Schöner Tag noch”

In einem Restaurant haben wir mal Maronensuppe gegessen, diese hier war noch viel besser gut! Der dezente Zimtgeschmack zusammen mit den Maronen – unglaublich gut! Bitte wirklich nur das Weiße des Lauchs nehmen, denn sonst schmeckt der Lauch zu sehr hervor!

Lammkarree mit Kartoffelwürfeln und mediterranem Gemüse
geklaut bei Moey von “Moey’s kitchen”

Das Lammkarree haben wir super auf den Punkt erwischt, zart und rosa! Die Kartoffeln haben wir auch im Ofen geschmort, für das Gemüse war aber kein Platz mehr. So haben wir das Gemüse einfach mit einer Dose Tomaten in ein Ratatouille verwandelt.





Tannenhonig-Halbgefrorenes mit Lebkuchenpudding und Orangensalat
geklaut bei Christina von “New kitch on the blog”

Seit ich das 8. Türchen des 180 Grad Adventskalenders aufgemacht habe, war für mich klar, dass ich diese Nachspeise an Silvester machen möchte! Eine sehr gute Entscheidung, für mich war das der beste Gang des Menüs und das nicht, weil ich es zubereitet habe ;-) Der Lebkuchenpudding war wunderbar luftig, das Halbgefrorene durch den Tannenhonig ein wenig bittersüß und die Orangen, die ich anstatt der Rumfrüchte genommen habe, gaben noch etwas Säure dazu – zum reinsetzen sag ich Euch! Gut, dass die Menge sehr großzügig bemessen war und wir noch am nächsten Tag davon naschen konnten!

Vielen Dank an die Köche und Gäste für den schönen Jahresausklang und natürlich auch an Uwe, Petra, Moey, Juliane und Christina für die Rezepte!

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 51 Followern an