Monatsarchive: Juni 2011

Likör aus grünen Walnüssen

Vom Bodensee habe ich noch etwas mitgebracht. Wir waren mit den Hunden Gassi und sind an einem schönen großen Walnussbaum vorbeigekommen. Da konnte ich nicht widerstehen, denn aus den grünen Walnüssen kann man einen wunderbaren Nusslikör ansetzen.

Ich habe das Rezept auf Barbaras Spielewiese gefunden und auch schon vor zwei Jahren einen angesetzt. Der dürfte jetzt langsam soweit sein. Nachschub ist daher nie schlecht oder?

Nach einem kurzen Blick von meiner Tochter auf den frisch angesetzten Likör meinte sie, ob ich jetzt Likör aus Gurken ansetzen würde und schüttelte nur den Kopf….

Likör aus Gurken – da geh ich doch mal suchen ;-)

Likör aus grünen Walnüssen

Zutaten:
8 Grüne Walnüsse
1 Ltr. Korn, Doppelkorn, Wodka o.ä
1 Zimtstange
2 Sternanis
1 Vanilleschote
5-8 Gewürznelken
2 Kardamom
1/8 Teel. Muskatnuß, gerieben

Später:
300 Gramm Zucker

Quelle: Barbaras Spielewiese

Zubereitung:
Die Walnüsse am besten Ende Juni ernten, sie sollen grün und weich sein. Der Überlieferung nach ist der 24. Juni der beste Tag, je nach Region geht es aber auch bis ca. 10. Juli.

Die Nüsse halbieren oder vierteln, mit Alkohol und Gewürzen in ein Einmachglas füllen und an einem sonnigen Platz 2-3 Monate ziehen lassen. Während dieser Zeit wird der Inhalt dunkel.

Dann den Zucker in der Einlegeflüssigkeit auflösen, das Ganze durch ein feines Sieb seihen, wobei Nüsse und Gewürze entfernt werden.

Den Likör in Flaschen aufbewahren und als Digestif servieren.

Tipps von Barbara:

Mit den Gewürzen kann man etwas variieren, manche geben noch etwas Zitronenschale dazu oder verzichten auf Kardamom – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Auch mit der Menge Zucker kann man variieren, je nachdem, wie bitter oder süß man den Likör möchte.

Man kann auch hochprozentigen Alkohol aus der Apotheke verwenden, dann entsprechend Zuckersirup mit Wasser ansetzen, damit der Alkoholgehalt wieder gesenkt wird.

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Salzheringe in Sauerrahm und Essiggurken

Letzes Wochenende besuchten wir wieder einmal die Tante meines Mannes am Bodensee. Mir gefällt die Bodensee-Gegend sehr und ich geniesse es jedes Mal durch die inzwischen schon vertraute Landschaft zu
fahren. Leider wollte das Wetter es dieses Mal nicht mitspielen und es regnete viel.

Freitags hatten wir noch Glück und wir konnten uns das sonnige Überlingen anschauen, doch schon samstags sah die Welt viel trüber aus. Daher wollten wir in Konstanz das Bodensee Naturmuseum besuchen. Eine ganz schlechte Idee, denn in Konstanz war die Hölle los. Teilweise waren Straßen wegen Überfüllung gesperrt, kein Parkplatz weit und breit. Der alltägliche Ferienwahnsinn, wie uns der Polizist versicherte. Deshalb ist es letzten Endes das Archäoloigische Landesmuseum geworden, das etwas außerhalb der Stadtmitte liegt. In diesem Museum haben wir lange verweilt und auch unsere Tochter fand es richtig toll.

Am Sonntag haben wir uns dann nach dem Besuch der Aach-Quelle wieder auf die Heimfahrt gemacht.

Natürlich sind wir auch dieses Mal wieder nach Strich und Faden verwöhnt worden. Am Freitag gab es in Sauerrahm eingelegten Salzhering mit Essig-Gurken und Dill. Darauf hat sich mein Mann besonders gefreut, denn bei mir hat es sowas noch nie gegeben. Das wird sich allerdings ändern ;-)

Salzheringe in Sauerrahm

Zutaten, Menge nach Belieben:

Eingelegte Salzheringe
Sauerrahm
Dill, fein geschnitten
Lorbeerblätter, frisch oder getrocknet
Essiggurken, in Scheiben geschnitten
evtl. Kapern
rote Zwiebeln, in Scheiben geschnitten

Zubereitung:
Den Sauerrahm mit dem Dill verrühren, die Lorberblätter und die Gurkenscheiben (und evtl. die Kapern) dazugeben.
Die Salzheringe im Ganzen oder auch in größere Stücke geschnitten dazugeben. Einige Stunden
ziehen lassen, dann die Zwiebelscheiben dazugeben, kurz durchmischen und servieren. Dazu schmecken Salzkartoffeln.

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Pesto von Radiserlblättern

Mein Mann hat mir liebenswerterweise das wunderbare Buch von Nicole Stich – Geschenkideen aus der Küche geschenkt. Schon beim ersten Durchblättern habe ich mich voll in das Buch verliebt ;-)

Ein Rezept fand ich besonders interessant – Pesto von Radieserlblättern. Aus diesen haarigen, stacheligen Blättern soll man Pesto machen können und das schmeckt auch noch??

Da in unserem Hochbeet wunderbare Radiserl mit saftig-knackigen Blättern wachsen, hab ich das als erstes ausprobiert. Mein Mann hat nicht schlecht gestaunt, als ich ihm gesagt habe, er soll das Grün aufheben!

Das Pesto fanden wir beide sehr gut, es schmeckt gar nicht so anders wie zum Beispiel Basilikumpesto, hat aber einen leicht scharfen Abgang. Die Haselnüsse schmeckt man auch ein wenig raus, also ein rundum gelungenes Rezept!

Pesto von Radiserlblättern
Menge: 1 kleines Gläschen von ca. 200 ml

Zutaten:
75 g Radiserlblätter
50 g Haselnüsse ohne Haut
1-2 Knoblauchzehen
75 g frisch geriebener Parmesan oder Pecorini
etwa 200 ml Bio-Rapsöl (ich habe Olivenöl verwendet)
feines Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Quelle: Nicole Stich – Geschenkideen aus der Küche

Zubereitung:
Die Radischenblätter abbrausen und trocken schleudern. Die Haselnüsse in einer kleiner Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Den Knoblauch schälen und grob hacken. Alles mit dem Käse in einem hohen Rührbecher mit einem Pürierstab zu einer homogenen Paste verarbeiten. Dabei so viel Öl dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Das Pesto mit Salz und Pfeffer abschmecken, in die Gläser füllen, mit einem Ölspiegel bedecken und gut verschließen. Bis zum Verschenken im Kühlschrank aufbewahren.

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