Monatsarchive: Mai 2011

Spargel-Zitronengras-Curry mit Crevettenkebabs

Unsere letzte Münchner Kochrunde ist ja noch gar nicht so lange her, aber da wir unbedingt ein Menü mit Spargel kochen wollten, mussten wir uns nach dem Spargel richten, denn den gibt es ja bekanntlich nicht immer ;-)
Dieses Mal stand das Kochen unter dem Motto “Ihr wollt Abenteuer – nein? Egal, es gibt trotzdem eins”, denn kurz vor knapp wurde die Küche abgesagt. Doch dank unermüdichen Einsatz wurde eine andere Schulküche gefunden, in der wir kochen konnten. Das warme Wasser kam zwar sehr sparsam und die Küche war nicht ganz so gut ausgerüstet, aber wir sind ja erfinderisch….
Ich habe mir das Spargel-Zitronengras-Curry mit Crevettenkebabs von Tanja Grandits ausgesucht. Unter Crevettenkebabs konnte ich mir erst mal gar nix vorstellen, aber ein Blick auf das Bild hat alle Unklarheiten beseitigt.
Am Anfang war erst mal Crevetten auslösen angesagt. Die Schalen nicht wegwerfen (das habe ich letztes Mal gelernt ;-) die brauchen wir später noch!



Die Crevetten wurden klein gehäckselt, gewürzt, dann wie ein Kebab geformt und auf einen Zitronengrashalm gesteckt. So sah das dann aus:


Auch in das Spargecurry kamen viele leckere Zutaten wie Koriander, Ingwer, Limettensaft und vieeeel grüne Currypaste. Für uns zu viel, denn es war höllenscharf. Deshalb haben wir auch das Rezept etwas angepasst, weniger Curry und mehr Kokosmilch vorgesehen.


Damit die Crevettenkebabs noch den richtigen Geschmackskick bekommen, wurden die Schalen der Crevetten in viel Öl angebraten. Dadurch wurde das Öl richtig schön rot und hat den Geschmack der Crevetten angenommen. In diesem Öl wurden dann die Crevettenkebas ausgebacken.

Und sah das fertige Gericht aus:


Sieht gut aus, macht was her und lecker war es auch noch ;-) Das ganze Menü hat wie immer Bushcook zusammengestellt. Hier die komplette Menüfolge, wenn Ihr auf die Links klickt, kommt Ihr zu Bildern und den Rezepten auf ihrem Blog.

Cremiger Spargel mit Mandel, Kerbel und Ei

Spargel mit Thunfisch in Zuckerschoten-Vinaigrette

Marinierter Spargel mit Zitronen-Kapern-Vinaigrette

Spargelsalat mit Berglinsen und gegrilltem Tintenfisch

Spargelsuppe mit Flusskrebsen und Kopfsalat

Gebratenes Kalbsbries mit Muskatblütenschaum, Karotten-Zwiebel-Kompott und Spargel-Kräuter-Salat

Scharf-saurer Spargel-Lammfilet-Salat mit Erdnüssen und Minze

Spargel-Zitronengras-Curry mit Crevettenkebabs

Erdbeer-Champagner-Mousse mit Rhabarber im Glas

Es war wieder eine Mordsgaudi und wir hatten viel Spaß beim Kochen! Beim Heimfahren ging das Abenteuer allerdings weiter, denn unsere Autobahn wurde komplett gesperrt und wir brauchten 2 Stunden um bei der nächsten Ausfahrt rauszukommen. Aber ich hatte Glück, denn ich war nicht alleine im Auto und mit einer guten Unterhaltung vergeht die Zeit schneller! Zuhause angekommen war ich allerdings fix und fertig :-)

So und zu guter Letzt noch das Rezept für das Curry:

Spargel-Zitronengas-Curry mit Crevettenkebabs
Für 6 Personen

Spargelcurry:
50 gr. Ingwer, klein geschnitten
6 Stängel Zitronengras gehackt
1 EL grüne Currypaste
½ Bund Koriander
4 EL Fischsauce
500 ml Kokosmilch
500 gr. grüner Spargel, schräg in dünne Scheiben geschnitten
1 EL Öl

Crevettenkebabs:
500 gr. Crevetten geschält, entdarmt
1 Knoblauchzehe gehackt
1 EL Ingwer gehackt
1 EL Schalotte gehackt
1 EL Zitronengras gehackt
1 TL grüne Currypaste
1 EL Öl
4 Kaffirlimettenblätter fein gehackt
1 Limette abgeriebene Schale
2 EL Kokosmilch
2 EL Fischsauce
6 Stängel Zitronengras als Spieße
Öl zum Braten

1 Stängel Zitronengras in sehr feine Scheiben geschnitten
nach Belieben Thaibasilikum und Schnittlauchblüten als Garnitur

Basmatireis

Zubereitung:
Für die Kebabs die Crevetten von Hand oder im Cutter sehr fein hacken. Knoblauch, Ingwer, Schalotte, Zitronengras und Currypaste im heißen Öl etwa 2 Minuten anbraten, dann im Mörser zu einer Paste verarbeiten. Mit den Crevetten und den restlichen Zutaten gut vermischen und 1 Stunde im Kühlschrank durchziehen lassen.

Für das Spargelcurry Ingwer und Zitronengras in etwas Öl andünsten. Die Currypaste sowie die Korianderzweige dazugeben und weitere 2 Minuten dünsten. Mit Fischsauce und Kokosmilch ablöschen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. Durch ein feines Sieb gießen.

Den Spargel im heißen Öl andünsten. Mit der Curry-Kokos-Sauce ablöschen und einmal aufkochen lassen, nach Bedarf mehrmals abschmecken.

Die dicken Enden der Zitronengrasstängel schräg abschneiden. Die Crevettenmasse in Zylinderform auf die Zitronengrasstängel stecken. In heißem Öl auf jeder Seite 1 – 2 Minuten braten. Mit dem Spargel-Zitronengras-Curry anrichten und mit fein geschnittenem Zitronengras und Kräutern garnieren.

Am besten schmeckt dazu frischer dampfender Basmatireis.

Am Samstag war es zauberhaft…

Durch Zufall haben wir von einem Feenfestival auf Schloss Blumenthal in Aichach/Friedberg in der Nähe von Augsburg erfahren. Unsere Tochter war begeistert und so sind wir mit Freunden nach Aichach gefahren. Nach einigen Verwirrungen, die Herr TomTom zu verantworten hatte, sind wir dann am Ziel angekommen. Das Veranstaltungs-Programm hat nicht zuviel versprochen, es tummelten sich zierliche Elfen, schröckliche Trolle und sonstige Fabelwesen auf dem Gelände.

Zu essen gab es so leckere Dinge wie Faun-Salat, gekräutertes Spanferkel und Pizza aus dem Steinbackofen. Die viele Stände luden zum schlendern und kaufen ein, Feen tanzten auf der Wiese und kleine rosa Elfchen standen an für das Kinderschminken. Außerdem konnten die Kinder Naturwesen aus Ästen, Blumen, Federn und Schleifen bei der schönen Schmetterlingsfee Sue basteln und Feen-Märchen lauschen.

Leider war das Wetter nicht ganz so optimal, aber die Stimmung haben wir uns deswegen nicht verderben lassen. Wir saßen unter einem großen Sonnenschirm, hatten viel zu gucken und haben den Tag genossen!

Am Sonntag war es dann ebenfalls genussvoll ;-) Ich habe zwei Rezepte aus dem Kuriositätenladen ausprobiert, nämlich einmal die handgerollten Spagetti aus der Toskana namens Pici und als Nachspeise die Triple Chocolate Brownies. Liebe Steph – beides war einfach der Hammer, Prädikat absolut empfehlenswert ;-)

Pici – handgerollte Spagetti
Zutaten:
300 g gemahlener Hartweizengrieß (semola di grano duro rimacinata)
(ich habe 150 g Weizenmehl 405 und 150 g Dinkelmehl 630 verwendet)
1 Eigelb
2 EL Oliven- oder Annatto-Öl
1 TL Salz
180 ml Wasser (bei mir reichten 150 ml Wasser)

Quelle: Aus dem Kuriositätenladen
Zubereitung:
Eigelb, Wasser, Salz und Oel mit einem Handmixer verquirlen. Mehl und ca. ¾ der Emulsion zu einem weichen, elastischen Teig verkneten. Nach Bedarf Rest der Emulsion zugeben.
Den Teig ca. 1 Stunde mit Folie abgedeckt bei Raumtemperatur beiseite stellen, gerne aber auch länger.

Zubereitung:
Den Nudelteig halbieren und jeweils eine Portion etwas mit dem Nudelholz ausrollen. Auf dickster Stufe mit der Nudelnmaschine ausrollen und die Nudelbahn in der Mitte halbieren.
Ca. 0,5 cm dicke Streifen abschneiden und zwischen Daumen und Zeigefinger rund und dünn “zwirbeln”.
Die gerollten Pici auf ein bemehltes Brett legen und so fortfahren, bis der gesamte Teig verbraucht ist.
Gesalzenes Wasser zum Sieden bringen, es soll nicht kochen!
Pici in dem siedenden Wasser in ca. 3 Minuten al dente kochen. Abgießen und zum Sugo nach Wahl geben. Durchschwenken und servieren.

Rinderragout
Zutaten:
250 g Rindergulasch (aus der Wade oder Beinscheiben)
Öl oder Butterschmalz
1 Zwiebel, klein gewürfelt
2 Knoblauchzehen, in Scheibchen geschnitten
2 Möhren, geschält und in Würfel geschnitten
1 Schuss Rotwein
800 g Tomaten aus der Dose, gewürfelt

Zubereitung:
Das Gulasch klein würfeln, ca. 1 cm Würfel und in heissem Öl oder Butterschmalz rundum braun braten. Dann das Gemüse dazugeben und ebenfalls mit anbraten.
Mit Rotwein ablöschen und komplett reduzieren lassen. Die Tomaten dazugeben und das Ragout ca. 2 Stunden mit Deckel kochen. Danach den Deckel entfernen und die Sauce noch etwas einreduzieren lassen.
Nach Geschmack würzen und mit den Pici servieren.

Triple chocolate Brownies
Zutaten:
185 g Schokolade (70%)
185 g Butter
1/2 TL Vanilleextrakt (weggelassen)
1 TL Espressopulver, Instant (weggelassen)
3 große Eier
250 g Zucker
85 g Mehl
40 g Kakaopulver
50 g weiße Schokolade, grob gehackt
50 g Milchschokolade, grob gehackt

Quelle: Aus dem Kuriositätenladen

Zubereitung:
Butter und Schokolade in einem Topf über dem Wasserbad unter ständigem Rühren schmelzen. Vom Feuer nehmen, das Espressopulver und den Vanilleextrakt einrühren. Beiseite stellen.
In der Zwischenzeit die Eier und den Zucker einige Minuten schaumig schlagen, bis sich das Volumen mind. vervierfacht hat und eine dicke, cremige Masse entstanden ist. Die geschmolzene Schokolade vorsichtig mit einem Kochlöffel unter die Eiercreme heben. Das Mehl und den Kakao darübersieben und ebenfalls sehr behutsam unterheben, dabei aufpassen, dass nicht zuviele Luftbläschen zerstört werden. Zum Schluss die gehackte Schokolade kurz unterheben.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (23×23 cm) geben und verstreichen.
Im auf 180°C vorgeheizten Backofen für ca. 45 Minuten backen, bis der Teig auch in der Mitte gestockt ist. Komplett in der Form auskühlen lassen, dann in Quadrate schneiden.

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Nutella Mini-Muffins

Im Blog von Paules stöbere ich sehr gerne, nicht zuletzt wegen der wundervollen Fotos! Vor allem ihre Kuchen, Brownies und Mini-Muffins haben es mir angetan. Letztere nur zum gucken, denn ich habe keine Mini-Muffins-Form. Das wäre dann noch ein sperriges Teil, was ich eh nicht mehr in der Küche unterbringen kann, weil schon alles voll ist. Ich höre noch meinen Mann beim Einbau der Küche noch schwärmen, wie groß die Küche ist und daß wir jetzt soviel Platz haben. In den letzten 8 Jahren hat sich mein Küchenkrempel so vermehrt, daß nun kein kleines bisschen Platz mehr ist. Aber ich schweife ab….
Beim Einkaufen habe ich kleine Papier-Mini-Muffins-Förmchen (was für ein Wort) von einem großen Gefrierbeutel-Hersteller gefunden, die als “Ready to use” Förmchen stehen alleine – auch ohne Muffin-Blech – angepriesen werden. Ganz billig waren sie ja nicht und die Farbe ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber jetzt endlich konnte ich diese verlockenden Nutella Mini-Muffins nachbacken!
Ich war ja echt gespannt, ob diese Förmchen halten was sie versprechen und hab lieber mal zwei Förmchen je Muffin verwendet, aber es klappte wirklich hervorragend.
Vor den Nutella-Mini-Muffins kann ich Euch nur warnen – da besteht absolute SUCHTGEFAHR! Ich sag Euch, wir haben die kleinen Dinger zu viert innerhalb einer viertel Stunde aufgefuttert und mussten uns wirklich zurückhalten, um für die zwei Mädels jeweils noch einen Muffin übrig zu lassen!

So und nun überlege ich doch, ob ich mir nicht doch eine Silikon-Mini-Muffins-Form zulege, denn die
Süsse Ziegenkäsetörtchen mit Brombeer-Balsamico-Sauce und die Mini Dulce de Leche Cheesecakes müssen im Wasserbad gebacken werden! Silikonformen kann man klein zusammenrollen oder?

Mini-Nutella-Muffins
Menge: 12-15 Stück in Papier-Muffins-Formen

Zutaten:
150 g Nuss-Nougat-Creme (Alnatura Nuss-Nougat-Creme)
1 Ei Grösse L
30 g Weizenmehl 550 (Dinkelmehl 630)
20 g Kakaopulver
1/4 geriebene Tonkabohne (wer mag)
1 Esslöffel Haselnüsse, grob gehackt

Quelle: Paules Kitchen – Nutella Mini-Muffins

Zubereitung:
Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Mini-Muffinblech (wenn vorhanden) mit Papierförmchen auskleiden.

Mehl und Kakaopulver in eine kleine Schüssel sieben und mit geriebener Tonkabohne vermischen.

Nuss-Nougat-Creme und Ei mit dem Schneebesen glatt rühren. Mehl-Kakao-Mischung unterrühren.

Gleichmässig in die Förmchen verteilen und mit grob gehackten Haselnüssen bestreuen. Im vorgeheizten Backofen 10-15 Minuten backen. Kurz vor Ende der Backzeit wölbt sich die Oberfläche und es bilden sich Risse. Unbedingt Stäbchenprobe machen. Es sollten einige Krümel dran haften bleiben, aber kein feuchter Teig.

Aus dem Ofen nehmen und und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

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Sauerkraut im Glas

Letzte Woche hatte ich Urlaub. Vorgenommen hatte ich mir einiges, aber dann hab ich nicht wirklich was geschafft. Rum g´sandld – wie man in Bayern sagt, auf gut Deutsch – ich war ziemlich faul!
Einzig in der Küche kann ich Erfolge vorweisen. Ich habe Sauerkraut im Glas angesetzt, Nudeln selbst gemacht, neue Muffins ausprobiert, eine Versuchsreihe von Schokoküchlein mit flüssigem Kern gestartet …
Kochflash nennt das mein Mann und lässt mich dann lieber alleine in der Küche werkeln.

Es begann mit dem Sauerkraut :-) Vor einiger Zeit, als Suse das Rezept gepostet hatte und nachdem Petra ihr Sauerkraut vorgestellt hatte, habe ich das auch schon mal probiert. Ich war nicht so glücklich mit dem Ergebnis. Mein Fehler damals war, daß ich zu faul war, die Küchenmaschine rauszuholen.
Daher habe ich den Weißkohl mit der Hand geschnitten, aber es war einfach nicht fein genug. Das Kraut zog zu wenig Saft und gärte auch nicht richtig. Meinem Mann hat es zwar geschmeckt, aber ich war nicht überzeugt.

Dieses Mal aber war ich klüger, baute meine Küchenmaschine auf und hobelte das Kraut auf der feinsten Scheibe. Ich hatte einen mittleren Krautkopf und habe 1.600 g Kraut rausbekommen.

Hier seht Ihr, wie gut das Kraut nach dem Vermischen und Verkneten mit dem Salz Saft gezogen hat.

Aus der Menge habe ich 1 großes Glas mit 500 ml, ein mittleres Glas mit 450 ml und noch ein kleines Glas
mit 200 ml rausgekriegt.

Schon nach einem Tag in der Küche haben die Gläser zu gären begonnen und nun schaut das Ganze schon viel besser aus. Ich werde nach den 21 Tagen Ruhezeit berichten, sofern mein Mann es solange aushält!

Sauerkraut im Glas

Zutaten:
je 1 kg fein gehobelter Weißkohl, Spitzkohl oder auch Rotkohl
16-18 Gramm Salz
je nach Wunsch noch Dill, Kümmel oder Wacholderbeeren

Quellen:
Rezept auf Chefkoch
Hundertachzig Grad, Rezept von Suse
Rezept von Petra, Chili und Ciabatta

Zubereitung:
Den Kohl putzen, vierteln, den Strunk herausschneiden und fein hobeln. Die Menge wiegen und mit 16-18 g Salz/kg vermischen, alles gut mit Händen verkneten bis Saft austritt.

Den Kohl samt Saft relativ dicht in gut gereinigte Twist-Off-Gläser füllen, den Rand säubern, mit Frischhaltefolie abdecken und mit einem Deckel fest verschließen. Die Gläser in eine Kunststoffschüssel stellen, um den bei der Gärung austretenden Saft aufzufangen

Die Gläser am besten in der Küche bei 18-20°C 3 bis 7 Tage stehen lassen und anschließend im Keller aufbewahren (Haltbarkeit bis ein Jahr).

Nach etwa 21 Tagen ist das Sauerkraut fertig. Es schmeckt roh oder gekocht nach beliebigem Rezept.

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