Monatsarchive: April 2011

Knoblauch-Salbei-Spagetti

Gestern gab es viel im Garten zu tun, ich habe Kohlrabi, Zucchini und Lauch gepflanzt, die Pflanztunnel aufgebaut und Unkraut gezupft. Beim Zuschneiden meines riesigen Salbeistrauches ist eine Menge der Blätter der Gartenschere zum Opfer gefallen. Salbei wird bei mir nicht verschwendet, deshalb musste mein Mann für meine Lieblings-Spagetti für uns kochen. Diese Spagetti sind schnell zusammengemischt und für Euch hat er mir sogar sein Rezept verraten ;o)
Für die Frühlingsdiät ist dieses Gericht allerdings nicht geeignet, denn es sind 125 g Butter in der Sauce…

Ich wünsche Euch noch schöne Rest-Ostern und geniesst das schöne Wetter!

Knoblauch-Salbei-Spagetti
Menge: 4 Personen

Zutaten:
500 g Spagetti, wir nehmen immer Kamut-Spagetti
Salz

Eine Handvoll Salbeiblätter, in Streifen geschnitten
125 g Butter
2-3 Knoblauchzehen, am besten frische
Salz
Pfeffer
Eine Hand voll frisch geriebenen Parmesan

Zubereitung:
Die Butter in einer Pfanne schmelzen und den Knoblauch und die Salbeiblätter reingeben und ziehen lassen. Nicht braten, nur in der warmen Butter das Aroma entfalten lassen. Ich sag Euch, das riecht unbeschreiblich!
Die Butter salzen und pfeffern.

Die Nudeln in Salzwasser bissfest kochen und abgiessen. Dabei ca. 80 ml Kochwasser auffangen. In einer großen vorgewärmten Schüssel die Spagetti mit der Knoblauch-Salbei-Butter und dem Kochwasser vermischen, bis die Nudeln gut mit der Butter überzogen sind, danach dann den Parmesan untermischen und gleich servieren.

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Dim-Sum-Ravioli mit Garnelen

Neben dem Kochen mit unseren Freunden bin ich mehr oder weniger regelmäßig noch bei einer anderen, ganz besonderen Kochtruppe dabei. Wir sind meist zirka 10-15 Leute und wir treffen uns in einer Münchener Schulküche, wo uns 4 komplett ausgestattete Küchenzeilen zur Verfügung stehen. Zusammengefunden haben wir uns über ein Internet-Kochforum und was liegt da näher, als auch mal zusammen neue Rezepte auszuprobieren. Und so legen wir ein Thema fest und Bushcook, die inzwischen ebenfalls bloggt, sucht Rezepte aus, legt eine Menüfolge fest und kauft zumeist auch noch ein. Dieses Mal gab es ein Menü nach Shane McMahon von dem ich vorher noch nie etwas gehört habe. Völlig zu unrecht, denn sein Kochbuch ist toll und das was wir daraus nachgezaubert haben war sensationell lecker. Hier die Fülle der Zutaten, die teilweise gar nicht so einfach zu beschaffen waren.

Ich war für die Dim-Sum-Ravioli mit Garnelen zuständig, die ich zusammen mit Rosi gemacht habe. Die Ravioli sind aus Wan-Tan-Teig und daher schnell ausgestochen und zusammengelegt. Und wenn man die Wan-Tan-Blätter übereinander legt zum Ausstechen, gehts nochmal so schnell ;-)

Es war wie immer ein wunderbarer Tag mit ratschen, kochen und schlemmen!

Hier das ganze Menü, veröffentlicht bei Bushcook

Kartoffelbrot

Perlgraupensalat mit Avocadotatar und Zitronengrasschaum

Dim-Sum-Ravioli mit Garnelen

Blumenkohl-Wasabi-Suppe mit Tempura-Lemon-Chicken

Red Snapper mit gekochtem Knoblauch und Shiitake </a

Lammkarree in Tandoorikruste mit Yellow-Paprika-Curry mit Safran und Pak Choi

Marinierte Erdbeeren mit Ingwersirup und Basilikum

Da kann man nur sagen:

Dim-Sum-Ravioli mit Garnelen
Menge: 4 Personen, wir hatten es als kleine Vorspeise für 13 Personen.

Zutaten:
1 Schalotte
1 EL Butter
1 EL Teriyakisauce
1 EL Sojasauce
1 Limette
1 Zweig Estragon
2 Handvoll Babymangold
300 gr. Garnelen (ca. 10 Stück)
1 Päckchen Wan-Tan-Teig

1 Handvoll Shiitake
200 gr. Sojasprossen
4 EL Pflanzenöl
Thai-Fischsauce
Sesamöl
Sojasauce
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer

Anrichten:
Korianderblätter

Quelle: Shane McMahon, Kochbuch Shane´s Kitchen: Kochen zum Anfassen

Die Schalotte abziehen und fein würfeln. Die Butter in einer Pfanne bei leichter Hitze zerlassen und die Schalotten anschwitzen. Teriyaki- und Sojasauce unterrühren. Die Limettenschale fein abreiben und hinzufügen. Estragon und die Hälfte des Babymangolds grob hacken und unterheben. Die Pfanne vom Herd nehmen und den Inhalt abkühlen lassen.

Die Garnelen schälen und entdarmen. Die Garnelenschwänze in feine Würfel schneiden, sodaß eine Art Tatar entsteht. Das Garnelenfleisch mit der abgekühlten Schalotten-Mangold-Mischung in eine Schüssel geben und gut vermengen. Fertig ist die Füllung für die Ravioli.

Die Wan-Tan-Teigblätter auf der Arbeitsfläche ausbreiten´und rund ausstechen. Jeweils 1 TL Raviolifüllung in die Mitte eines Teigblattes setzen. Den Teigrand zur Hälfte mit wenig Wasser bestreichen und die gegenüberliegende Hälfte des Teigblatts über die Füllung falten. So entstehen Halbmonde. Die aufeinandergeklappten Ränder gut zusammendrücken, darauf achten, dass keine Luft in der Füllung ist. Die fertigen Ravioli auf ein bemehltes Blech legen.

Die Ravioli in reichlich kochendem Salzwasser einmal aufkochen und in 3 Minuten gar ziehen lassen.

Die Shiitake vierteln und eine beschichtete Pfanne mit Pflanzenöl erhitzen und die Pilze bei mittlerer Hitze gut anbraten. Das dauert etwa 5 Minuten. Danach die Sojasprossen und zum Schluß den restlichen Babymangold in die Pfanne geben und alles gut durchschwenken. Mit Salz, Zucker, schwarzem Pfeffer, Thai-Fischsauce, Sojasauce und Sesamöl abschmecken.

Das Gemüse auf den Tellern verteilen, darauf die Ravioli setzen und mit grob gehackten Korianderblättern bestreut anrichten.

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Im Ofen gebratener Lauch mit Thymian

Heute habe ich mal was ganz unspektakuläres für Euch, für mich war es aber einfach nur gut. Lauch ist ein Gemüse, das ich nicht besonders gerne esse. Im Eintopf vielleicht, aber das wars auch schon. Bei Jamie Oliver habe ich dieses Rezept für noch ganz junge Lauchstangen gefunden. Durch das Backen im Ofen bekommen sie ein süssliches Aroma und sind einfach köstlich. Manchmal sind es die einfachen Dinge, die glücklich machen ;-)

Im Ofen gebratener Lauch mit Thymian
Menge: 4 Personen

Zutaten:
20 dünne Lauchstangen
ein Schuss Olivenöl
ein Spritzer Rotweinessig
1 TL gehackte Thymianblätter
2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
etwas Salz

Quelle: Besser kochen mit Jamie

Zubereitung:
Den Backofen auf 200 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze). Die Lauchstangen putzen, die äußeren Blattschichten entfernen. Den Lauch in einen Topf mit kochenden Salzwasser geben und 2-3 Minuten blanchieren. Abgießen und gründlich abtropfen lassen. Ich habe die Stangen sogar noch mit einem Küchentuch abgetrocknet. In einer Auflaufform die Lauchstangen mit dem Knoblauch, dem Thymian, einem guten Schuss Olivenöl und einem Spritzer Rotweinessig vermischen. Ca. 10 Minuten braten, bis die Stangen goldgelb geworden sind. Danach etwas salzen und servieren.

Schokoladen-Quarzsand

Bei Miss Boulette habe ich die Chocolat Chantilly nach Hervé This und Heston Blumenthal gefunden, die nur aus Schokolade und Wasser besteht. Schokolade UND Wassser – da stellen sich mir alle Haare auf! Wird einem nicht immer eingebleut, daß Schokolade oder Kuvertüre ruiniert ist, wenn Wasser reinkommt? Das kann also gar nicht funktionieren oder doch?

Das weckte meine Neugierde und ich musste das dringend ausprobieren. Es funktioniert tatsächlich! Oder besser gesagt – hätte funktioniert, aber der Reihe nach!

Ich hatte nur noch ca. 80 g von der 70 % Schokolade, den Rest habe ich mit 99 % Schokolade ergänzt, die wir mal geschenkt bekommen haben. Das Schlagen der Creme gestaltete sich nicht so einfach, denn die Schokolade spritzte ziemlich und ich hatte bald Schokoladensommersprossen ;-) Aber es wurde eine tolle Mousse, die aber wegen der 99 % Schokolade ziemlich herb schmeckte. Ein wenig Puderzucker sollte Abhilfe schaffen, also habe ich 2 TL dazugegeben.

Schlagartig wurde aus der Mousse eine ziemlich feste Masse. Hmmm – schade, aber egal, rein damit in die Gläser und nochmals kühl gestellt. Geschmacklich ist die Mousse echt der Hit, so in etwa wie Eiskonfekt, aber durch den Puderzucker hatte man das Gefühl feinen Schokoladen-Quarzsand zu essen. Aber wohl schon deshalb werden wir es das nächste Mal wieder so machen ;-)

Chocolat Chantilly nach Hervé This und Heston Blumenthal
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten:
112g dunkle Schokolade
100 ml Wasser
Wenn gewünscht 1 EL wasser weglassen und durch 1 EL Congnac ersetzen

Quelle: Bei Miss Boulette gefunden

Zubereitung:
Wasser mit Eiswürfeln in einer Schüssel vorbereiten. Das Wasser mit den Schokoladenstückchen in einem hohen Topf langsam schmelzen lassen. Dann über dem kalten Wasserbad mit einem Handrührer einige Minuten aufschlagen bis eine cremige, aber stichfeste Konsistenz erreicht ist. Nocken sollten sich gut formen lassen.

Die fertige Mousse ist locker und gleichzeitig formstabil. Im Kühschrank ruhen lassen, dann wir die Konsistenz noch fester.

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