Monatsarchive: Januar 2011

Pichelsteiner Eintopf

Dieser Eintopf war DAS Hassgericht meiner Kindheit – ganz im Gegenteil zu meiner Schwester. Sie brach jedesmal in Jubelgeschrei aus!

Meine Mom bereitete den Pichelsteiner Eintopf immer nur mit Wammerl zu, das in Würfel geschnitten zusammen mit dem Gemüse und der Brühe in den Schnellkochtopf wanderte. Ich sehe diese wabbeligen Schweinfleischbrocken immer noch vor mir. Meine Schwester hatte die Angewohnheit, zuerst das Gemüse zu essen und das Beste dann am Schluss zu verspeisen. Da ich ihr auch noch meine Fleischstücke abgegeben habe, hatte sie einen Berg fettiges Fleisch auf dem Teller, den sie genüsslich vertilgte. Mich schüttelt es jetzt noch bei dem Gedanken!

Aber so schlecht kann das doch gar nicht schmecken, wenn man das Fleisch anbrät oder? Und so habe ich mich auf die Suche nach einem Rezept gemacht, das auch mir schmecken könnte. Fündig geworden bin ich im Kochbuch „Die echte bayerische Küche im Jahreslauf“ von Barbara Rias-Bucher. Normalerweise wird Pichelsteiner Eintopf mit verschiedenen Fleischsorten wie Schwein, Rind und Lamm gemacht, das kräftig angebraten wird, ebenso das Gemüse und die Kartoffeln. Ich habe erst mal nur Rindfleisch verwendet. Und siehe da – so schmeckt auch mir der Pickelsteiner Eintopf. Meine Schwester werde ich von diesem Rezept aber nicht überzeugen können!

Pichlsteiner Eintopf
Menge: 6 Personen

Zutaten:
500 g Rindfleisch (Dicker Bug oder Hesse)
2 Rindermarkknochen
2 Zwiebeln
750 g festkochende Kartoffeln
400 g Knollensellerie
300 g Gelbe Rüben (Möhren)
2 Petersilienwurzeln
1 dicke Stange Porree (Lauch)
1 EL Öl
1/2 Fleischbrühe
Salz, schwarzer Pfeffer
1 Bund Petersilie

Quelle: „Die echte bayerische Küche im Jahreslauf“ von Barbara Rias-Bucher

Zubereitung:
Das Fleisch in gulaschgroße Würfel schneiden. Das Rindermark aus dem Knochen lösen und in Scheiben schneiden. Zwiebeln grob hacken. Kartoffeln, Sellerie, Gelbe Rüben und Petersilienwurzeln schälen, waschen und in einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Lauch putzen, längs halbieren und waschen. Die Hälften in fingerdicke Scheiben schneiden.

Öl in einem großen Bräter erhitzen. Markscheiben darin bei schwacher Hitze ausbraten, herausnehmen und beiseite stellen.

Fleischwürfel bei starker Hitze im heißen Fett braun anbraten und wieder herausnehmen. Zwiebeln und Kartoffeln in zwei Portionen ebenfalls anbraten und aus dem Topf nehmen. Gemüse auch in Portionen anbraten und herausnehmen.

Bräter schichtweise mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch füllen, mit Salz und Pfeffer würzen. Als Abschluss Kartoffeln einfüllen und darauf die Markscheiben legen. Brühe an den Seiten zugiessen.

Das Pichelsteiner bei starker Hitze aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze eineinhalb Stunden garen. Petersilie hacken und das Pichelsteiner damit bestreuen.

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Überbackene Ziegenkäsetaler mit süß-saurem Kürbis

So und nun endlich wie versprochen unser Silvester-Menü. Ich stelle jedes Rezept als eigenen Post ein, dann ist es später leichter, ein Rezept zu finden.

Vorspeise
Überbackene Ziegenkäsetaler mit süß-saurem-Kürbis

Zwischengericht
Nudeln in Vanillebutter mit Garnelen-Spießen

Hauptspeise
Lammrücken mit Crème Fraiche – Linsen und pikanten Bratäpfeln

Nachspeise
Schokoladenfondue (ohne Foto und Rezept)

Das Rezept für die Vorspeise habe ich in unserer Fernsehzeitung gesehen und das Foto hat mich richtig angelacht. Einen Muskatkürbis hatte ich auch noch zuhause. Zufrieden war ich dann allerdings mit dieser Vorspeise nicht. Der süss-saure Kürbis schmeckte irgendwie seltsam, vielleicht wäre ein Hokkaido-Kürbis besser gewesen. In der Kombination mit dem Frischkäse war er aber dann doch ganz ok. Die im Rezept angegebene Menge des Kürbis (1 kg) war definitiv zu viel, die Hälfte hätte locker gereicht. Leider habe ich auch keine Picandou Ziegenkäsetaler mehr bekommen und musste andere nehmen, die im Ofen sehr schnell zerflossen sind. Eine Augenweide war diese Vorspeise nicht, da halfen auch die Balsamico-Verzierungen vom Gastgeber nicht wirklich viel ;-) Vielleicht probiere ich das Ganze nochmal mit dem richtigen Ziegenkäse und mit Roter Beete, davon verspreche ich mir mehr.

Überbackene Ziegenkäsetaler mit süß-saurem-Kürbis
Menge: 8 Personen

Zutaten:
1000 g Kürbis (eher 500g)
40 g frischer Ingwer, fein gerieben
160 ml Weißweinessig
160 g Zucker
160 ml Wasser
4 Scheiben Toastbrot
4 EL gehackte Walnüsse
4 EL Thymian
40 g Butter
Salz
8 kleine Ziegenkäsetaler

Zubereitung:
Kürbis entkernen, schälen, und in sehr feine Scheiben schneiden. Für die Marinade Essig mit Zucker und Wasser aufkochen. Kürbis und Ingwer hinzufügen und 1 Minute kochen lassen. Kürbis im Fond auskühlen lassen, später rausnehmen. Toastbrot fein schneiden. Butter mit Thymian, Brot und Walnüssen vermengen, leicht salzen und auf dem Käse verteilen. Im Ofen bei Oberhitze (200 Grad) goldbraun überbacken.

Nudeln in Vanillebutter mit Garnelen-Spießen

Hier das Zwischengericht unseres Silvestermenüs. Ich habe noch nie Vanille zusammen mit Fisch oder einem pikanten Gericht probiert. Da bot sich dieser Anlass geradezu an. Dieses Rezept sowie die Idee für die Hauptspeise habe ich der Zeitschrift „Living at Home“ entliehen, aber einiges geändert. Ich kann nur sagen: Wow, das war sehr lecker! Bei Frau Wortteufel habe ich schon ein weiteres Rezept mit Vanille für Nudeln gefunden.



Nudeln in Vanillebutter mit Garnelen-Spießen
Menge: 8 Portionen

Zutaten:
1 Vanilleschote
250 g Butter
32 Garnelen
1 EL weiche Butter
8 Kirschtomaten
4 Schalotten
1 EL Butter
400 ml trockener Weißwein
400 ml Gemüsefond
½ TL Anissamen
400 g feine Bandnudeln
Meersalz, Salz
2 Lauchzwiebeln

Quelle: Angelehnt an ein Rezept aus der Zeitschrift Living at Home, 12/2010

Zubereitung:
Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Mit 250 g Butter glatt verkneten, zu einer Rolle formen und in Frischhaltefolie gewickelt kalt stellen.

Auf kleine Spieße jeweils 4 Garnelen stecken und mit 1 EL weicher Butter einpinseln. In den Kühlschrank stellen.

Die Schalotten pellen und sehr fein würfeln. In 1 EL Butter in einem kleinen Topf glasig dünsten. Weißwein angießen und aufkochen. Fond und Anis zugeben und alles um zwei Drittel reduzieren lassen. .

Die Nudeln garen. Lauchzwiebel (nur das Grüne) in sehr feine Streifen schneiden. Garnelenspieße in einer heißen Pfanne rundherum kurz anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kirschtomaten in Hälften oder Viertel schneiden und ebenfalls kurz anbraten.

Die Nudeln abgießen. Weißweinreduktion durch ein feines Sieb in einen großen, heißen Topf geben. Die in Scheiben geschnittene Vanillebutter dazugeben und erhitzen. Nudeln dazugeben und durchschwenken, bis sich die Flüssigkeit sämig um die Nudeln legt. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit den Garnelen-Spießen, den Tomaten und den Lauchstreifen anrichten.

Lammrücken mit Crème Fraiche-Linsen und pikanten Bratäpfeln

Die Hauptspeise des Silvestermenüs bereitete mir zuerst etwas Kopfzerbrechen, denn im Rezept war es Rehrücken in Filoteig, aber Reh schmeckt mir nicht so gut und beim Ausprobieren des Rezeptes mit Schweinefilet wurde der Filoteig ziemlich hart. Deshalb habe ich auf den Teigmantel verzichtet und nach Rücksprache mit dem Gastgeber auf Lammrücken umgeschwenkt. Das war eine sehr gute Entscheidung – das Lamm war genau richtig gebraten, butterzart, leicht rosa und sowas von lecker (ein Kompliment an den Koch :-) Die Bratäpfel und die Linsen passten wunderbar dazu. Als Nachspeise gab es Schokoladenfondue mit frischem Obst (hauptsächlich für die Kinder), dazu gibt es aber kein Foto und kein Rezept :-)



Lammrücken mit Crème Fraiche – Linsen und pikanten Bratäpfeln
Menge: 8 Personen

Zutaten:
4 Lammrückenfilets
Öl, Rosmarinzweige
Salz, Pfeffer
Butterschmalz
Rotwein, evtl. etwas Balsamico

Linsen:
400 g Berglinsen
4 Schalotten
2 EL Butter
1 ½ Brühe
4 EL Crème Fraiche
Salz, Pfeffer

Bratäpfel:
8 mürbe Äpfel
80 g Trockenpflaumen
3 EL gemahlene Mandeln
3 EL Butter
8 Scheiben Frühstücksspeck
evtl. einige Zweiglein Rosmarin

Zubereitung:
Die Lammrückenfilets schon am Morgen mit Öl bepinseln, etwas Pfeffern und zusammen mit den Rosmarinzweigen in eine Form geben und im Kühlschrank ziehen lassen. Rechtzeitig wieder herausnehmen, dass sie vor dem Anbraten Zimmertemperatur angenommen haben.

Für die Bratäpfel die Äpfel waschen und mit einem Kernhausaustecher das Kerngehäuse entfernen. Die Trockenpflaumen klein würfeln und mit den Mandeln und der Butter vermischen. Die Füllung in den Apfel füllen und einen Zweig Rosmarin drauflegen. Eine Scheibe Frühstücksspeck in der Mitte teilen und kreuzweise auf die Äpfel legen. Im vorgeheizten Backofen (180 Grad Umluft) ca. 30 Minuten braten.

Für die Linsen die Schalotten klein würfeln und in Butter andünsten. Die Linsen dazugeben und mit der Brühe aufgießen. Zugedeckt ca. 30 Minuten garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Crème Fraiche dazugeben.

Das Fleisch in Butterschmalz anbraten, danach salzen. Das überschüssige Fett abgießen, den Bratensatz mit Rotwein ablöschen und einreduzieren lassen, evtl. etwas Balsamico-Essig dazugeben und nach Belieben würzen.

Liebster Blog!

Eigentlich wollte ich heute das Silvestermenü veröffentlichen (Zeit wird es ja), aber es ist etwas dazwischengekommen – meinem Blog wurde der „Liebster Blog“-Award verliehen!

Evi von Kyche hat mir diese Auszeichnung geschickt. Vielen Dank Evi, ich bin total gerührt und fühle mich sehr geehrt.

So nun liegt es an mir, denn jeder, der diese Auszeichnung bekommen hat, hat die Möglichkeit, weitere Blogs zu nominieren und so hat mit der Zeit jeder Blog einen Award ;-)
Ich finde die Idee toll, da man auf diese Weise neue interessante Blogs kennenlernt, die man so vielleicht nie gefunden hätte.

Aber es ist gar nicht so einfach, denn viele Blogs, die ich sehr gerne lese, sind schon bedacht worden:

New Kitch on the blog Schon den Namen fand ich wunderbar, als ich den Blog entdeckt hatte, die Rezepte und Fotos sind es ebenfalls!

Von olls a bissl und Photogedanken In diese beiden Blogs von Siglinde schaue ich immer wieder gerne – sie macht wunderbare Fotos. Einfach nur schön!

In Frau Kampis Küche ist immer was los, deshalb lese ich ihren Blog sehr gerne. Sie schreibt herzerfrischend, wie ihr der Schnabel gewachsen ist und ohne Punkt und Komma ;-)

Bei Frau Kampi habe ich nun auch gelesen, daß Toni, Suse und Gottfried von Hundertachzig Grad den Award auch schon haben! Menno, aber eigentlich war das war ja klar!

Fritz kocht! wurde gleich drei mal bedacht, da brauch ich nicht auch noch ran…

So und das waren jetzt nur mal einige. Von den großen, tollen und etablierten ;-) Food- Blogs, die überall im Ranking verdientermaßen ganz oben stehen, will ich gar nicht erst anfangen.

Aber ich habe mich entschieden, ich möchte die Auszeichnung an folgende Blogs geben:

Herzdamengeschichten
Ich kann nur sagen – ich liebe diesen Blog! Maximilian Buddenbohm schreibt über seine Söhne, über das Leben an sich und das Zusammenleben mit seiner Herzdame. Mal komisch, mal nachdenklich! Unvergessen der Post über den Vergleich der Unterwäsche seines Sohnes mit der der Herzdame. Leider hab ich ihn auf die Schnelle nicht gefunden.

Frau Liebe
Jessica ist in meinen Augen ein richtig verrücktes Huhn – im positiven Sinn natürlich ;-) Sie ist Kindergärtnerin (ich glaub, so sagt man nicht mehr oder?) näht gerne und ist ganz fasziniert von alte Sachen, die sie auf dem Flohmarkt findet. Ihr Blog ist ein umwerfender Mix aus diesen ganzen Dingen!

Die Vorspeisenplatte
Der Blog von Frau Kaltmamsell ist für mich jeden Tag ein Muss. Es gefällt mir sehr gut, wie sie schreibt – von ihrem Leben, ihren Gedanken und Erlebnissen. Manchmal ein klein wenig boshaft, aber sie spricht mir oft aus der Seele :-)

Und hier noch die Anleitung für die Weitergabe des Awards:

Du bist getaggt worden und möchtest teilnehmen?
Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (= der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award Posts da lassen. Danach überlegst du dir 3-5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst und die Besitzer jeweils per Kommentar – Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

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