Monatsarchive: Oktober 2010

Gefülltes Schweinefilet mit Holundersauce

Im Moment sind ja diese Land-Zeitschriften groß im Kommen, LandLust, LandLiebe, Meine Landküche und wie sie alle heißen. Bis jetzt habe ich mich ja standhaft geweigert, so eine Zeitschrift zu kaufen, aber lange habe ich das nicht durchgehalten ;-)
Als ich das Rezept für das Schweinefilet mit Holundersauce entdeckt habe, war die Holunderzeit schon fast vorbei. Aber was tut man nicht alles, wenn man sich etwas in den Kopf gesetzt hat! Nachdem ich einige einschlägige Holunderpflückplätze angefahren habe, konnte ich dann doch noch einige Dolden Holunderbeeren finden.
Die Holundersauce im Rezept war allerdings nur einreduzierter Holundersaft ohne jegliche Würze. Das war mir zu langweilig. Ich habe nach dem Anbraten des Filets Rotwein und Brühe aufgegossen und stark einreduzieren lassen. Dann kam der Holundersaft und einige Eiswürfel dunklen Fond dazu. Das Ganze habe ich nochmals eingekocht und nachgewürzt. Am Ende noch ein Esslöffel meiner Pflaumen-Holunder-Marmelade dazu – so hat die Sauce perfekt geschmeckt!

Für das Füllen des Schweinefilets gab es keine gesonderte Anleitung. Ich habe daher das Filet mittig einmal eingeschnitten und die Hälften jeweils auch nochmals. Ich hoffe, man sieht das auf dem Foto.



Dann habe ich die Füllung reingebastelt und mit halbierten Zahnstochern festgesteckt. Damit alles hält, habe ich noch Kochgarn dekorativ um die Zahnstocher geschlungen.





Gefülltes Schweinefilet mit Holundersauce
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
1 Schweinefilet
250 g Champignons oder Waldpilze
1 Semmel
1 Zwiebel
1 EL Butter
2 EL Öl
50 g Speckwürfel
1 EL Petersilie
100 ml Milch
Salz, Pfeffer
Einige Dolden Holunderbeeren
50 – 100 ml Rotwein
50 ml Brühe
Evtl. einige Eiswürfel von dunklem Fond
Evtl. Pflaumen-Marmelade

Quelle: Angelehnt an ein Rezept aus der Zeitschrift Meine Landküche 05/2010

Zubereitung:
Backofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Schweinefilet so einschneiden, dass eine Tasche entsteht. Pilze putzen und klein schneiden. Semmel entrinden, würfeln. Zwiebel hacken. 1 EL Öl und 1 EL Butter erhitzen, die Zwiebel darin anbraten. Den Speck und die Pilze zugeben und ca. 3 Minuten anbraten. Salzen und Pfeffern. Semmelwürfel, Petersilie und Milch zufügen und einkochen lassen. Die Masse abkühlen lassen und das Filet damit füllen. Das Filet mit Zahnstocher verschließen und mit Garn verschnüren. 1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Filet darin von allen Seiten anbraten und in eine ofenfeste Form legen, ca. 30 Minuten garen, würzen und dabei einmal wenden.

Für die Holundersauce die Beeren von den Dolden streifen und mit 50 ml Wasser ca. 20 Minuten dünsten. Dann durch ein Sieb streichen.

Die Pfanne, in der das Filet angebraten wurde, entfetten, dann Rotwein, Brühe und Holunderbeerensaft dazugeben und alles einreduzieren lassen bis eine konzentrierte Sauce entstanden ist. Nachwürzen und evtl. mit einem EL Pflaumenmarmelade und Demi Glace abschmecken.

Das Filet mit der Sauce servieren. Dazu passen Salzkartoffeln oder Kartoffelbrei.

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Frittata mit Pilzen und Ziegenkäse

Leider bin ich ein wenig hintendran, was das Bloggen betrifft – ich habe im Moment viel zu wenig Zeit dafür. Vorletzten Sonntag gab es nur etwas schnelles, da der Garten für den Winter vorbereitet werden musste.
Das Rezept für die Frittata habe ich in einem kleinen Kochbuch gefunden, das ich irgendwo mal für wenig Geld mitgenommen habe. Im Rezept steht, dass man die Rinde von der Ziegenkäserolle wegschneiden soll. Das habe ich nicht gemacht, allerdings sollte der Käse erst kurz vor dem Schneiden aus dem Kühlschrank genommen werden, da er warm sehr schwer zu schneiden ist.
Die Frittata war zusammen mit einem Salat ein leckeres, schnelles Mittagessen.





Frittata mit Pilzen und Ziegenkäse
Menge: 3-4 Personen

Zutaten:
6 Eier
2 EL kaltes Wasser
Pfeffer
200 g Ziegenkäserolle
4 EL Olivenöl
220 g Champignons in Scheiben
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL gehackte Petersilie, nach Belieben

Quelle: Kochbuch Pilze, Parragon Verlag

Zubereitung:
Den Backofengrill auf mittlerer Stufe vorheizen. Eier und Wasser in einer kleinen Schüssel verquirlen und mit Pfeffer würzen. Den Käse in Würfel schneiden.

Das Öl in einer Pfanne mit 20 cm Durchmesser oder einer Pfanne mit ofenfesten Stiel erhitzen. Alternativ dazu den Stiel der Pfanne dick mit Alufolie umwickeln. Champignons und Knoblauch hineingeben und anbraten, bis die Pilze an den Rändern knusprig werden.

Die Eier über die Pilze gießen und an der Unterseite auf niedriger Stufe 3 Minuten stocken lassen.

Die Käsewürfel auf die Frittata streuen. Die Frittata unter den heißen Grill stellen und so lange überbacken, bis die Eier gestockt und der Käse geschmolzen ist. Nach Belieben mit Petersilie bestreuen und servieren.

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Ab durch die Hecke!

Am Samstag habe ich mit meiner Tochter an einer Kräuterwanderung teilge- nommen. Wir haben Informationen zu diversen Kräutern bekommen, die am Waldrand wachsen und wie man sie zubereiten kann. Im Anschluss an die Führung haben wir ein kleines Picknick gemacht, bei dem wir die gesammelten Kräuter kosten konnten. So haben wir Butterbrote mit Brennesselsamen, Rotklee- und Löwenzahlblütenblättern und kleinen Schafgarbenblätter gegessen. Da sah sehr farbenfroh aus und schmeckte vor allem meiner Tochter sehr gut.
Auch das selbstgemachte Hagenbuttenmark, das die Kräuterexpertin mitgebracht hatte, schmeckte sensationell.
Am Schluss durften wir auch noch Likör probieren – Hecken-Likör aus Schlehen, Hagebutten und Weißdorn . Durch die Hagebutten schmeckt der Likör leicht nach Rosen – also ganz mein Geschmack! Da wir Schlehen und Hagebutten gesammelt haben, habe ich den Likör gleich angesetzt. Den Weißdorn habe ich allerdings weggelassen, da ich keinen gefunden habe.





Hecken-Likör
Menge: 1 Liter

Zutaten:
250 g bis 400 g Früchte (Schlehen, Hagebutten und Weißdorn)
80 g Kandiszucker
0,7 l Korn mit 32 %

Zubereitung:

Die Früchte waschen, von den Hagebutten den schwarzen Blütenstand und die Stengel abschneiden, die Schlehen einstechen. Dann alles zusammen in ein großes Glas füllen und bei Zimmertemperatur 3-6 Monate ziehen lassen, danach abseihen und durch ein Mulltuch filtern. Eventuell noch nachzuckern.

Dunkles Bauernbrot

In letzter Zeit habe ich meinen Sauerteig ein wenig vernachlässigt und daher ist er nicht mehr so triebstark. Da ich ihn erst wieder aufpäppeln muss, habe ich nach einem neuen Rezept für Brot mit Hefe gesucht. Mein Standard-Rezept für “schnelles” Brot mit Hefe ist das Heiligkreuztaler Klosterbrot, welches ich bei Jutta gefunden habe. Doch ein wenig Abwechslung ist ja auch nicht schlecht :-) In meiner Sammlung von ausgedruckten Rezepten, die ich irgendwann mal nachmachen will, habe ich das Dunkle Bauernbrot gefunden. Zuerst wusste ich gar nicht mehr woher ich das Rezept hatte, aber nach einer kurzen Suche im Internet habe ich dann das Rezept auf Petras Blog “Chili und Ciabatta” gefunden. So bombastisch aufgegangen wie bei Petra ist es bei mir nicht, aber neben dem Klosterbrot wird es dieses Brot jetzt auch öfters geben! Wir haben es zuerst mit gesalzener Butter und Tomaten probiert, es ist aber auch mit Marmelade sehr lecker! Bei mir sieht es ein wenig dunkler aus, da ich anstatt Backmalz 1 EL Roggen-Färbemalz verwendet habe.





Dunkles Bauernbrot
Menge: 1 Großes Brot von 1,5 kg

Zutaten
20 Gramm Frischhefe
10 Gramm Puderzucker
25 ml Wasser
250 Gramm Dinkelmehl 630
250 Gramm Dinkelvollkornmehl
250 Gramm Roggenvollkornmehl
1 Teel. Backmalz; nach Belieben (1 EL Färbemalz verwendet)
500 Gramm Wasser
15 Gramm Honig
10 Gramm weiche Butter
18 Gramm Salz
65 Gramm Sauerteig

Quelle: http://peho.typepad.com/chili_und_ciabatta/2009/02/dunkles-bauernbrot.html

Zubereitung:
Die Hefe mit dem Puderzucker in 25 ml Wasser auflösen.

250 g Weizen- und 125 g Roggenmehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Mit 500 g Wasser verkneten, 30 Minuten ruhen lassen (Autolyse).

Nun die Hefemischung zum Vorteig geben, das restliche Weizen- und Roggenmehl dazugeben. Honig, Butter und festen Sauerteig hinzufügen. Alles etwa 4 Minuten auf Stufe 1 verkneten, bis sich ein Teigball bildet, dann das Salz einrieseln lassen und auf Stufe 3 in etwa 5 Minuten fertig kneten.

Den Teig in eine leicht geölte Schüssel geben und abgedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Für 2 Brote den Teig in 2 Hälten teilen, sonst den ganzen Teig verarbeiten. Den Teig grob rund formen und abgedeckt 5-10 Minuten entspannen lassen. Nun ovale Laibe formen und mit der Naht nach oben in gut bemehlte Gärkörbe legen (für 1 Laib einen 1,5 kg-Korb verwenden). Nochmals 45 Minuten gehen lassen.

Rechtzeitig vorher den Backofen mit einem Backstein auf 240°C vorheizen. Das Brot mit beliebigem Muster einschneiden und mit Dampf bei fallender Hitze etwa 1 Stunde backen.

Das Brot auf einem Rost auskühlen lasssen.

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Bunter Obstkuchen vom Blech

Bei Obstkuchen mit Hefeteig bin ich immer ein wenig skeptisch. Ich habe schon viele Zwetschgendatschis vom Bäcker gegessen, bei denen der Boden steinhart war. Meine Mom machte immer Zwetschgendatschi mit Quark-Öl-Teig. Der ist fluffig-flaumig und kein Vergleich zum Hefeteig. Das Titelbild der Essen & Trinken von 8/2010 hat mich aber so angelacht, daß ich dem Hefeteig noch eine Chance gegeben habe. Der Belag bestand ich Zwetschgen, Äpfel, Feigen und Brombeeren (die leider noch nicht ganz reif waren). Ja, so schmeckt Obstkuchen auch mit Hefeteig, aber den Quark-Öl-Teig werde ich Euch bestimmt auch nochmal vorstellen :-)







Bunter Obstkuchen vom Blech
Für 12 bis 16 Stück

Zutaten:
450 g Dinkelmehl 630
100 g Zucker
1 Prise Salz
25 g frische Hefe
200 ml lauwarme Milch
50 g weiche Butter
2 Eier

Belag nach Wahl:
250 g Brombeeren
2 Feigen
2 Äpfel
375 g Aprikosen oder Zwetschgen
2 EL Butterflocken
9 EL braunen Zucker

Quelle: Essen & Trinken Für jeden Tag 8/2010

Zubereitung:
Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel mischen. Die Hefe mit der lauwarmen Milch verrühren. Zusammen mit der Butter und den Eiern zur Mehlmischung geben und mit den Knethaken des Handrührers 5 Minuten gut verkneten. Mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten gehen lassen.
Inwischen die Brombeeren verlesen, die Äpfel und Feigen in Spalten schneiden, die Pflaumen oder Aprikosen halbieren.
Den Teig auf ein tiefes, gefettetes Blech geben und mit bemehlten Händen gleichmäßig bis in die Ecken auseinanderdrücken. Den Teig streifig mit den Früchten belegen. Mit den Butterflocken belegen und mit 6 EL braunen Zucker bestreuen. Weitere 15 Minuten gehen lassen.
Im vorgeheiztem Ofen bei 200 Grad (Ober- und Unterhitze) oder 180 Grad (Umluft) im unteren Drittel 30 Minuten backen. Nach Belieben mit 3 weiteren EL braunem Zucker bestreuen. Am besten warm servieren.

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