Monatsarchive: September 2010

Zwetschgenmarmelade, Zwiebelkuchen und Kürbis-Curry-Suppe

Letztes Wochenende war es wieder soweit – unsere Zwetschgen waren reif und wie auch letztes Jahr meldeten sich unsere Freunde mit Sack, Pack, Kind und Kegel bei uns an. Im Schlepptau hatten Sie nicht nur den Thermomix – sie brachten lecker Zwiebelkuchen und Roten Sauser mit! Und das, wo wir doch gerade Mittag gegessen hatten. Macht nix, manchmal muss man sich für den guten Zweck opfern ;-)



Viel zu spät haben wir dann mit der Zwetschgen-Ernte begonnen. Dieses Jahr haben wir 45 Gläser Marmelade gemacht, also ein paar mehr als letztes Jahr und wir hatten sogar noch 2 kg Zwetschgen übrig, die wir redlich geteilt haben um dann noch Zwetschgendatschi zu machen.

Dieses Jahr haben wir folgende Sorten gemacht:

Reine Zwetschgenmarmelade
Zwetschge-Holunder (600 g Zwetschgen und 400 ml Holundersaft)
Zwetschge-Amaretto (Am Ende 4 cl Amaretto dazugegeben)
Zwetschge-5-Gewürzepulver (2 gehäufte TL auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Ingwer (daumengrosses Stück auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Zimt (2 gehäufte TL auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Zitronengras (2 Halme mitkochen lassen, dann entfernt)
Zwetschge-Wasabi (2 EL Pulver auf 1 kg Zwetschgen)
Zwetschge-Zartbitterschokolade (einen halben großen Osterhasen auf 1 kg Zwetschgen)

Auf die Wasabi-Version bin ich schon echt gespannt, denn beim Verkosten hat man noch nicht viel von der Schärfe geschmeckt. Aber ich denke, das kommt noch.



Am Abend zwischen dem Marmelade-Einkochen haben wir dann noch eine Kürbis-Curry-Suppe mit Jakobsmuscheln gemacht. Ich hatte noch welche eingefroren und die Gelegenheit war günstig. Die Jakobsmuscheln werden in Petersilienbrösel gewendet und dann rausgebacken. Das Foto ist zwar nicht ganz so gelungen, es war schon ziemlich spät! Wir hatten viel Spaß und es war trotz der vielen Arbeit ein schöner Tag!



Kürbis-Curry-Suppe mit Jakobsmuscheln
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
250 g Hokkaido-Kürbis, samt Schale in große Würfel geschnitten
1 Schalotte, klein gewürfelt
20 g frischer Ingwer, klein gewürfelt (mehr genommen)
½ kleine rote Chilischote (getrockneten genommen)
2 EL Olivenöl
1 EL Currypulver (das von Alfons Schubeck)
500 ml Gemüsebrühe (ca. 750 ml genommen)
150 ml Kokosmilch aus der Dose (200 ml genommen)
1 Bund Petersilie
2 Scheiben Toastbrot
4 Jakobsmuscheln
Salz, Pfeffer
Mehl zum Wenden
1 Ei
Sonnenblumenöl zum Ausbacken
2 EL halb steif geschlagene Sahne (weggelassen)

Quelle: Lust auf Genuss – Kürbis und Kartoffeln, 10/2009

Zubereitung:
1. Kürbis, Schalotte, Ingwer und Chilischote in heißem Olivenöl 2-3 Minuten andünsten, mit Curry bestäuben und kurz mit andünsten. Mit Brühe und Kokosmilch aufgießen und die Suppe ca. 25 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen.
2. Inzwischen den Backofen auf 80 Grad (Ober- und Unterhitze) oder 60 Grad (Umluft) vorheizen. Von der Petersilie die Blättchen abzupfen, das Toastbrot würfeln. Beides im Mixer fein pürieren. Jakobsmuscheln waschen, trockentupfen und mit Salz und Pfeffer würzen. Anschließend in Mehl wenden, durch das verquirlte Ei ziehen und in den Petersilienbröseln panieren.
3. Die Jakobsmuscheln in heißem Öl in etwa 1 Minute schwimmend ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und dann im Ofen warm halten.
4. Suppe pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Sahne dazugeben und die Suppe schaumig mixen. In Teller oder Schüsseln servieren, die Jakobsmuscheln halbieren und je 2 Hälften auf Holzspieße stecken und zur Suppe reichen.

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Hurra, endlich Schwammerl!

Heute wollte ich es nochmal wissen und ich bin nochmal zum Schwammerlsuchen gegangen! Und endlich war mir das Glück hold, in weniger als einer Stunde hatte ich meinen Korb mit wunderbar duftenden Braunkappen gefüllt! Ich kann Euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin! Morgen gibts dann endlich meine geliebten Rahmschwammerl mit Semmelknödel!







NACHTRAG: Hier noch das Bild von den Rahmschwammerl!

Pizza mit karamellisierten Zwiebeln und Prosciutto

Im Moment ist es leider ziemlich ruhig hier bei mir im Blog. Irgendwie fangen bei mir schon die Herbstdepressionen an ;-) Ich friere immer, bin dauernd müde und hab keine Lust, irgendwas zu machen. Am liebsten würde ich gleich um 8 Uhr abends in Bett gehen…
Ganz im Gegensatz zu dieser Lady, auf deren Blog ich durch die Verlinkung von Gabriele vom Crockyblog aufmerksam geworden bin. Ree Drummond hat vier Kinder, eine Menge Tiere und eine Farm zu versorgen. Außerdem hat schon 2 Bücher geschrieben und veröffentlicht täglich Blogeinträge übers Kochen, Fotografieren und vieles mehr – ein wunderbarer Blog!
Beim stöbern auf ihrer Seite habe ich das Rezept für die Pizza mit den karamellisierten Zwiebeln gefunden. Mal sehen, vielleicht überträgt sich was von ihrer Energie auf mich, wenn ich eines von ihren Rezepten nachmache :-) Geschmeckt hat die Pizza übrigens sensationell, das ist ab jetzt mein Lieblingsbelag!







Pizza mit karamellisierten Zwiebeln und Prosciutto
1 Backblech oder 2 runde Pizzas

Zutaten Teig:
1/2 Pkt Trockenhefe (oder 10 g frische Hefe)
130 ml Wasser
1 TL Salz
250 g Mehl (630 Dinkelmehl)
1 Schuss Olivenöl

Zutaten Belag:
1 große rote Zwiebel, in dünne Spalten geschnitten
1 EL brauner Zucker
Olivenöl
Salz
geriebener Parmesan
1-2 Kugeln Büffelmozzarella in dünnen Scheiben
8 Scheiben Prosciutto-Schinken

Quelle http://thepioneerwoman.com/cooking/2010/03/caramelized-onion-prosciutto-pizza/

Zubereitung:
Bei dem Teig habe ich mein Rezept verwendet. Ich bereite den Teig oft schon einen Tag vorher zu und lasse ihn im Kühlschrank ruhen. Dadurch reift der Teig und der Geschmack wird verbessert. Den Teig nehme ich dann ca. eine halbe Stunde vorher aus dem Kühlschrank und lasse ihn etwas Zimmertemperatur annehmen. Dann wie gewohnt ausrollen und belegen. Aber erst mal zum Teig:
Das lauwarme Wasser mit der Hefe und dem Salz verrühren und ca. 15 Minuten stehen lassen. Das Mehl in eine Schüssel geben, den Schuss Olivenöl und das Hefe-Salz-Wasser dazugeben. Zuerst mit dem Mixer, dann mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten und zugedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen (oder in den Kühlschrank geben, siehe oben)
Für den Belag die Zwiebeln mit dem Zucker in Olivenöl sanft anbraten lassen, bis die Zwiebeln braun sind, dann abkühlen lassen.
Den Pizzateig ausrollen und auf ein Blech geben oder 2 runde Pizzas formen. Den Teig mit Olivenöl bestreichen, mit Salz und Parmesan bestreuen und den Mozzarella darauflegen. Dann die Zwiebeln darauf verteilen und am Schluss die Schinkenscheiben darauf drapieren.
Bei 250 Grad im vorgeheizten Ofen ca. 15 Minuten backen.

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Saftgulasch mit Bröselknöpfle

Früher habe ich Gulasch nicht gerne gemacht, überall Fettspritzer vom Anbraten der Fleischstücke und – da wir keinen Dunstabzug haben – fettige Nebelschwaden in der Küche. Doch seit Steph ihr Wiener Saftgulasch veröffentlicht hat, gehören diese Zeiten der Vergangenheit an und das Gulasch schmeckt gleich nochmal so gut!
Gulasch mit Knödel gab es bei uns noch nie, zuhause bei meinen Eltern gibt es Nudeln und Bratkartoffeln dazu, bei uns normalerweise nur Nudeln. Dieses Mal allerdings habe ich Bröselknöpfle gemacht. Das Rezept dazu habe ich schon lange eingemerkt und endlich mal nachgemacht. Allerdings hat mich der Geschmack der Bröselknöpfle nicht wirklich umgehauen. Sie schmecken sehr neutral und der halbe Teelöffel Salz, der im Rezept angegeben ist, war eindeutig zuwenig. Das nächste Mal gibt es wieder Nudeln oder vielleicht probieren wir doch mal Knödel dazu!



Wiener Saftgulasch
Menge: 3-4 Portionen

Zutaten:
1 kg Rinderwade, bzw. Rinderbeinscheiben (Gewicht ohne Knochen)
800 g Gemüsezwiebeln
4 Knoblauchzehen
1 TL gehackter Kümmel
1 EL Majoran
4 EL Paprikapulver
1 EL Weißweinessig
Salz und Pfeffer
1 TL Tomatenmark
Schweineschmalz zum Anbraten

Quelle: Wiener Saftgulasch aus dem Kuriositätenladen

Zubereitung
Die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Das Gulaschfleisch in ca. 3×3 cm große Stücke schneiden. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin langsam schön braun rösten.
Knoblauch, Kümmel, Majoran, Paprikapulver, Tomatenmark, sowie Essig zugeben, gut durchrühren, mit etwas Wasser aufgießen und 1/2 Stunde köcheln lassen – der Paprika hat so die Möglichkeit, sich richtig zu entfalten.
Jetzt das gewürfelte Fleisch dazugeben und evtl. noch etwas Wasser oder Brühe angießen, so dass das Fleisch noch zu sehen ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf kleiner Hitze 2 – 3 Stunden schmoren lassen.
Das Gulasch sollte eine schöne dunkelbraune Farbe haben.

Bröselknöpfle
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten:
200 g Mehl (Dinkelmehl 630)
100 g Semmelbrösel (Dinkelbrösel)
1/2 – 1 TL Salz
200 ml kochendes Wasser
4 EL Butter

Quelle: Zeitschrift Essen&Trinken für jeden Tag 02/2009

Zubereitung:
Mehl, Semmelbrösel und Salz in einer Schüssel mischen. Nach und nach das kochend heiße Wasser mit den Knethacken des Handrührers unterarbeiten, sodass ein glatter Teig entsteht. Evtl. esslöffelweise weiteres kochendes Wasser zugeben.

Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Zu dünnen Rollen formen (1 cm) und in ca. 1 cm dicke Stücke schneiden. Knöpfel in einem großen Topf in Salzwasser 5-8 Minuten kochen lassen.

Die Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, die gut abgetropften Knöpfle darin hellbraun anbraten.

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Ich will Schwammerl!

Schon als wir noch klein waren ging unser Dad mit uns in den Wald zum Schwammerl suchen. Das hieß für uns immer früh aufstehen (da wars noch ziemlich dunkel), warm anziehen und los. Es war immer toll durch den Wald zu streifen, obwohl bei mir immer die Angst mitspielte, mich im Wald zu verlaufen und nicht mehr nach Hause zu finden :-).
Damals war es eine Freude – körbeweise haben wir die Steinpilze, Braunkappen (Maronenröhrlinge) und Wasserschwammerl (Ziegenlippe) heimgetragen, wie Trophäen haben wir die größen Pilze unserer Mom präsentiert.
Auch in den Blogs tummen sich die Berichte – überall werden Pilze gefunden. Hier bei Frau Kampi (und ja ich bin seehr neidig), sogar im Urlaub hat Ellja welche gefunden und Petra findet sogar Reherl (Pfifferlinge)!

Nur ich find nix! Wo bleibt denn da die Gerechtigkeit?

Hier mal zum Vergleich – eine Stunde suchen mit meiner Tochter:



Mein Arbeitskollege geht eine Stunde suchen und findet einen ganzen Korb voll, den er mir liebenswürdigerweise, aber nicht ohne entsprechende Bemerkungen, überlassen hat.




Diese wanderten erst mal in den Tiefkühler. Aber nicht für lange, denn in der neuen “essen und trinken – Für jeden Tag” war da dieses geniale Rezept für überbackenes Pilzragout.
Der Clou ist, daß jede Pilzragout-Portion in Gläser (ich hab Marmeladengläser genommen) gegeben wird, mit einer Toastscheibe belegt, und mit einem Ei und Parmesan überbacken wird. Das Bild sieht schon so göttlich aus (Seite 74/75 falls Ihr das Heft auch schon habt). Anstatt der von Tim Mälzer vorgesehen Morcheln, Kräuterseitlingen und Pfifferlingen habe ich natürlich die Waldpilze genommen. Für mich hat das Ganze einfach göttlich geschmeckt. Man isst sich durch die knusprige Parmesanhülle, schnabuliert dann das wachsweiche Ei und dabei riecht man schon die unwiderstehlichen Pilze… Gott sei dank sind noch Pilze im Tiefkühler – das wird es bestimmt nochmal geben!




Überbackenes Pilzragout
für 2-3 Weck- oder Marmeladengläser ca. 300 ml Inhalt

Zutaten:
3 g getrocknete Morcheln (weggelassen)
200 ml heißes Wasser (weggelassen)
100 g Kräuterseitlinge (durch Waldpilze ersetzt)
100 g Pfifferlinge (durch Waldpilze ersetzt)
2 Schalotten, fein gewürfelt
2 oder 3 Scheiben Kastenweissbrot
3 EL Öl
150 ml Fleischbrühe (wenn keine Morcheln verwendet werden, insgesamt 350 ml Fleischbrühe)
150 ml Schlagsahne
1 EL gehackte Majoranblättchen
2 oder 3 Eier
4-6 EL geriebenen Parmesan

Quelle: „Essen und Trinken für jeden Tag, Ausgabe 09/2010“

Zubereitung:
Die Morcheln mit dem heißem Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen. Die Pfifferlinge und die Pfifferlinge putzen und in grobe Stücke schneiden. Ich habe eingefrorene Maronenröhrlinge verwendet, die ich ein wenig angetaut habe. Die Toastbrotscheiben toasten und mit einem Glas runde Scheiben ausstechen, die in die Gläser passen.
Die Morcheln aus dem Wasser nehmen und gut ausdrücken. Fein schneiden. Das Einweichwasser durch eine Filtertüte gießen und auffangen.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen, die Pilze und die Morcheln darin kräftig anbraten. Die Schalotten dazugeben und kurz mitbraten. Salzen, pfeffern und mit dem Einweichwasser und der Fleischbrühe aufgießen (wenn keine Morcheln verwendet werden 200 ml mehr Fleischbrühe dazugeben). Die Schlagsahne und den Majoran untermischen. Das Ragout etwas einkochen lassen und dann in 2 bis 3 ofenfeste Gläser füllen und die Toastscheibe darauflegen. Je ein Ei aufschlagen und auf die Toastbrotscheiben geben. Salzen und mit jeweils 2 EL Parmesan bestreuen. Auf dem Rost im heißen Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) 15 Minuten überbacken.

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