Monatsarchive: Juli 2010

Bayerische Essig-Kirschen

Meine beste Freundin hat mir die Beilage “Selbst einmachen – Küchenschätze ” aus der Zeitschrift Freundin geschenkt. Lauter leckere und auch ungewöhnliche Rezepte findet man in diesem Heft. Die Bayerischen Essig-Kirschen haben es mir angetan, bin ich doch auch ein Fan von Sauerkirsch-Chutney. Woher das Rezept der bayerischen Essig-Kirschen kommt, weiß ich leider nicht. Weder mein Dad noch andere Bayern, die ich gefragt habe, kennen diese Essig-Kirschen. Auch im Internet konnte ich nur das Rezept finden – leider keine Hinweise auf die Entstehung.
Aber egal, die Herstellung ist ein wenig aufwendig, es lohnt sich aber! Die Kirschen schmecken sehr gut zu Käse, aber ich kann sie mir auch als Beilage zu einer Nachspeise wie zum Beispiel zu einem Ziegenfrischkäseparfait vorstellen. Da werde ich auf alle Fälle noch was ausprobieren.
Und da es diesen Monat beim Event im Gartenblog um Rezepte mit Kirschen geht, möchte ich dieses Rezept dazu einreichen!






Bayerische Essig-Kirschen
Menge: ca. 4 Gläser a 200 ml

1 kg Süßkirschen
am besten frühe Hartkirschen, die werden nicht so schrumpelig (ich hab normale Kirschen genommen)
300 g Gelierzucker (1:1)
140 ml Rotweinessig
1 Zimtstange
3-4 Gewürznelken

Quelle: Aus der Zeitschrift Freundin

Die Kirschen waschen, entkernen und in eine Schüssel geben. Zucker, Essig, Zimt und Nelken mit 100 ml Wasser aufkochen lassen und kochend über die Kirschen gießen. Mit einem Teller beschweren, zudecken und über Nacht ziehen lassen.

Den Saft in einen Topf abgießen, um ein Viertel einkochen lassen und wieder über die Kirschen gießen. Über Nacht stehen lassen. Am dritten Tag den Saft wieder abgießen und einkochen lassen. Die Früchte in den Sirup geben, einmal gut durchkochen lassen, heiß in Twist-off-Gläser füllen und verschließen. Zirka 2 Wochen ziehen lassen, haltbar 6-12 Monate.

Erdbeer-Trifle mit süßer Basilikumsahne

Letztens habe ich mir mal wieder einige Kochbücher gekauft, darunter war das Buch “Backlust” aus dem GU Verlag. Das habe ich mal beim Stöbern in einem Buchladen gefunden und nicht gleich gekauft. In dem Buch sind viele tolle Ideen für kleine Kuchen und süsse Kleinigkeiten, die originell anzusehen und einfach zu machen sind. Meine Tochter durfte sich das erste Rezept raussuchen.
Da sie Basilikum sehr gerne mag, war sie von dieser Nachspeise sehr angetan und wir alle könnten uns den Geschmack der süßen Basilikumsahne nicht richtig vorstellen. Nach getaner Arbeit – wir haben fast zwei Stunden gebraucht, da alles vom Biskuit bis zu den Streuseln selbstgemacht ist – schlemmten wir.
Jede Schicht war für sich schon lecker, aber alle drei Schichten zusammen waren der Hit! Die Arbeit hat sich auf alle Fälle gelohnt, zumal ich ja auch tatkräftige Unterstützung durch meine Tochter hatte!
Aus diesem Buch gibt es bestimmt bald wieder ein Rezept!
Nachtrag: Ich habe vergessen die Menge Sahne anzugeben. Das habe ich jetzt nachgeholt – 250 g sinds! Danke Heike und Sivi für den Hinweis!

Erdbeer-Trifle mit süßer Basilikumsahne
Menge: 6 Portionen

Zutaten Biskuitteig:
2 Eier (Größe M)
50 g Zucker
40 g Mehl
20 g Speisestärke
1-2 EL Orangenlikör zum Beträufeln

Zutaten Beeren:
250 g frische Erdbeeren
2 Blatt Gelatine
250 g aufgetaute TK-Erdbeeren
50 g Puderzucker
Saft von ½ Zitrone

Zutaten Streusel:
100 g Mehl
1 Vanilleschote
40 g Zucker
50 g kalte Butter

Zutaten Basilikumsahne:
1 Bund Basilikum
100 g Zucker
75 ml Wasser
Saft von ½ Zitrone
250 g Sahne

Etwas Puderzucker zum bestäuben

Eckige Springform oder Brownieform ca. 20×20 cm

1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen. Boden der Form mit Backpapier belegen. Für den Teig die Eier mit dem Zucker in einer großen Schüssel ca. 5 Minuten schaumig-steif schlagen. Das Mehl mit der Stärke mischen, zum Ei-Schaum sieben und unterheben. Biskuitteig in die Form füllen und im heißen Ofen (Mitte) in ca. 20 Min. goldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen, auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen.
2. Inzwischen frische Erdbeeren waschen, putzen und je nach Größe halbieren und vierteln. Erdbeerstücke in Gläser verteilen. Gelatine ca. 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen. TK-Erdbeeren mit dem Puderzucker und der Zitrone in einen Topf geben, aufkochen und ca. 10 Minuten bei mittlerer Hitze leise kochen lassen. Dann durch ein feines Sieb in eine Schüssel passieren. Gelatine in dem heißen Saft auflösen. Mischung über die Erdbeeren in die Gläser gießen und im Kühlschrank gelieren lassen.
3. Für die Streusel das Backbleck mit Papier belegen. Vanilleschote aufschlitzen, Mark auskratzen. Mehl mit Zucker, Butter und Vanillemark zu Streuseln kneten. Streusel auf einem Backblech verteilen und im noch heißen Ofen (Mitte) bei 180 Grad Ober- und Unterhitze (160 Grad Umluft)in 6-8 Minuten goldbraun backen.
4. Biskuit in ca. 2 cm große Würfel schneiden und auf das Erdbeergelee in die Gläser verteilen. Biskuitwürfel jeweils mit 1 Spritzer Orangenlikör beträufeln.
5. Für die Basilikumsahne den Zucker mit dem Wasser ca. 1 Minute kochen, dann abkühlen lassen. Basilikum waschen und trockenschütteln. Blätter vom Stiel zupfen und mit dem Zuckersirup und dem Zitronensaft mit dem Pürierstab fein pürieren. Die Sahne steif schlagen und das Basilikumpüree vorsichtig unterheben. Die Sahne auf die Biskuitwürfel in die Gläser verteilen, mit Streuseln bestreuen und mit dem restlichen Puderzucker bestäubt servieren.

Impressionen aus München

Einmal im Jahr treffe ich mich mit meiner besten Freundin in München zum Einkaufen. Wir frühstücken zusammen, gehen Shoppen und lassen es uns gut gehen. Ich wollte mir Laufschuhe kaufen, meine Freundin eher das Gegenteil – nämlich hochhackige Schuhe für eine Hochzeit. Ich wunderte mich schon, was in München los war – so viele Menschen… Tja, wir hatten es auch dieses Jahr geschafft, uns an dem EINEN Tag im Jahr zu treffen, an dem in München Christopher Street Day ist! Die ganze Innenstadt rappelvoll und das bei der Hitze!

Getroffen haben wir uns am Fischbrunnen am Neuen Rathaus. Früher wurden in diesem Brunnen am Markttag die noch lebenden Fische bis zum Verkauf “zwischengelagert”. Wie ich im Internet erfahren habe, plagen einem keine Geldsorgen mehr, wenn man am Aschermittwoch seinen leeren Geldbeutel im Brunnen wäscht. Ich glaube, da schau ich nächstes Jahr mal vorbei :-)

Im Bild seht Ihr den Fischbrunnen, das Rathaus und die Frauenkirche.



Zuerst aber waren wir Frühstücken. Da ich mich in München so gut wie gar nicht auskenne, sucht meine Freundin immer die Lokale aus. Durch einen Beitrag auf Bayern 3 wurde sie auf das Le Pain Quotidien am Münchner Platzl aufmerksam. Dort gibt es wunderbare Brote, auch mit Sauerteig und sogar reine Dinkelbrote. Wir nahmen unter einem Olivenbaum Platz und schlürften Cafe au lait aus riesigen Tassen und haben es uns gutgehen lassen. Das Frühstück war herrlich und den Honigbär fand ich allerliebst, trotz eingedäschter Nase :-)



Das ganze Schuhbeck-Imperium, wie der Gewürzeladen und sein Restaurant Orlando sind ebenfalls am Platzl. So hatten wir sogar das Glück, den Meister persönlich zu Gesicht zu bekommen. Leider wurde mein paparazzi-mässiges Foto nicht wirklich scharf. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich mein Tele-Objektiv mitgenommen ;-)
Nach unseren Einkäufen gabs noch eine Eis-Schokolade im Cafe Rischart. Da der Umzug des Christopher Street Day direkt am Viktualienmarkt vorbeizog, haben wir auch davon noch etwas mitbekommen. Hier noch ein paar Bilder davon!



Ein schöner Tag in München, obwohl ich dann doch froh war, wieder zu Hause zu sein! Solche Menschenmassen sind für mich als Kind vom Land fast immer sowas wie ein Kulturschock ;-)

Garnelen-Ceviche

Das Rezept mit dem klingenden Namen habe ich in der letzten Ausgabe der Zeitschrift “Lecker” gefunden. Hinter dem Namen verbirgt sich Eisbergsalat mit Eismeergarnelen und Avocados. Eisbergsalat ist normalerweise nicht so meins, ich finde ihn zu fest und hart. In diesem Salat aber macht er sich wirklich gut und wir alle waren hellauf begeistert. Das Rezept wurde in Null-Komma-Nix zu unserem Sommer-Essen 2010 gekürt :-)



Garnelen-Ceviche
Menge: 4 Personen

Zutaten:
1 Bio Zitrone
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 kleines Bund Petersilie (oder Dill), fein gehackt
Salz, Pfeffer
1-2 EL Olivenöl
400 g Eismeergarnelen in Lake
5 mittelgroße Tomaten (oder 500 g Kirschtomaten)
1 kleiner Eisbergsalat
2 reife Avocados

Quelle: Zeitschrift Lecker, Ausgabe 07/08 2010

Zubereitung:
1. Die Zitrone heiß waschen und mit dem Zestenreisser einige Streifen von der Schale abziehen. Zitrone auspressen. 4 EL Zitronensaft mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Dill und dem Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren.
2. Die Garnelen abgiessen, abspülen und abtropfen lassen. Die Kirschtomaten in Viertel schneiden, wenn normale Tomaten verwendet werden, diese in Würfel schneiden. Den Salat putzen, waschen und trocken schleudern und in feine Streifen schneiden.
3. Avocados halbieren und den Stein entfernen. Avocados schälen und in kleine Würfel schneiden. Sofort mit dem Rest Zitronensaft mischen.
4. Garnelen, Tomaten, Salat, Avocado und Vinaigrette mischen. Nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den Zitronenzesten anrichten und servieren.

Rosenlikör

Rosen liebe ich sehr, in jede Rose, die ich sehe, muss ich meine Nase stecken und den Duft einsaugen! Was liegt da näher, als den Duft in einem Rosenlikör zu konservieren. Dann hat auch der Gaumen etwas von dem Wohlgeschmack!
Im Internet findet man verschiedene Rezepte und ich habe auch bei mir in einem Kochbuch ein Rezept gefunden.
Ich habe mich dann nach dem Rezept im Buch gehalten und die Rosenblätter zuerst in Wasser 2-3 Tage eingeweicht, filtriert und das Rosenwasser dann mit der Zuckerlösung und dem Alkohol vermischt.
Am Wochenende habe ich dann einen wundervollen Rosenlikör probieren dürfen. Bei diesem Rezept wurden die Rosenblätter gleich direkt mit dem Alkohol und dem Zucker vermischt. Da mein Likör bis jetzt noch nicht so wahnsinnig nach Rosen gerochen hat, habe ich noch Rosenblätter in den Ansatz gegeben – jetzt muss der Likör noch ca. 2 Monate ziehen und ich mich noch solange gedulden!





Rosenlikör (verbessertes Rezept)

Etwa 5 Handvoll Rosenblätter (kann auch mehr sein)
1 Liter Doppelkorn oder Wodka
1 Kardamomkapsel (wer mag)
1 Vanilleschote (wer mag)
300 g Zucker
300 ml Wasser

Zubereitung:
1. Die Rosenblüten (am besten rote) an einem warmen, sonnigen Tag zur Mittagszeit pflücken. Die Blüten von den Stielen und grünen Blättern befreien und vom Fruchtansatz lösen. Nicht waschen

2. Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Die Zuckerlösung mit dem Alkohol, den Gewürzen und den Rosenblättern vermischen und in ausgekochte Flaschen umfüllen. Verschließen und für 2-3 Monate an einem warmen, dunklen Ort ziehen lassen.

3. Den Likör filtrieren und verkosten. Bei Bedarf nachsüssen. Wenn die Farbe des Likörs nicht schön rosa ist (z.B. bei weißen Duftrosen) kann man auch mit einem kleinen Schuss Grenadine-Sirup nachhelfen. Wenn noch Rosenaroma fehlt, kann man mit etwas Rosenwasser aus der Apotheke aufbessern. Ich habe auch Rezepte gesehen, in denen getrockneter Rosentee mit in den Ansatz kommt.

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