Monatsarchive: Juni 2010

Radi-Gurken-Carpaccio mit Frischkäsedressing

Alles wächst und gedeiht in unserem Garten. Den ersten Radi (Rettich) konnten wir schon ernten. Der Bayer isst Radi normalerweise gut gesalzen mit Romadur. Diesen Käse konnte ich als Kind gar nicht leiden. Er riecht streng und mein Dad machte die Rotschmiere immer mit dem Messer ab, das fand ich immer echt eckelig. Ich habe bis jetzt auch keinen Romadur mehr probiert, das sollte ich vielleicht mal nachholen, wer weiss, vielleicht schmeckt er mir jetzt :-)
Aber ich wollte mal was ganz anderes mit dem Rettich machen! Eine Gurke war auch noch im Kühlschrank, das müsste doch zusammen passen!
Den Radi habe ich geschält, in Scheiben geschnitten und gesalzen, damit er Wasser zieht und der bittere, scharfe Geschmack gemildert wird. Die Scheiben habe ich ca. eine viertel Stunde ziehen lassen und dann mit Küchenkrepp trockengetupft. Die Gurke habe ich ebenfalls in Scheiben geschnitten und beides auf einem Teller angerichtet. Für das Dressing habe ich zwei große Esslöffel Ziegenfrischkäse mit Milch und ein wenig Essig sämig verrührt, mit Salz und Pfeffer gewürzt und Schnittlauch dazugegeben. Dann habe ich das Dressing dekorativ über das Gemüse verteilt und mit Schnittlauch und Schnittlauchblüten garniert! Das war ein leckeres, kleines Abendessen für einen schönen heißenTag!



Hurra, jetzt klappts auch bei mir mit den Gnocchis!

Und das erfüllt mich doch mit Freude. Ich bin sogar an Frau L. super geling- sicheren Kartoffelpüreeflocken-Gnocchis gescheitert, es war eine einzige Katastrophe. Seitdem war Ruhe im Karton. Ich wollte nicht mehr! Dann halt keine Gnocchis. Sehr wohl hatte ich Nickys Ricotta-Gnocchis gesehen. Der Hinweis auf den klebrigen Teig hat mich aber bisher immer davon abgehalten, welche zu machen. Bis Steph in Ihrem Kuriositätenladen die Gnocchis als Fast Food bezeichnete und als auch noch Zorra mit Ihrem Video vor Augen führte, wie einfach und schnell diese Gnocchi zu machen sind, hab ich mich auch rangetraut. Und es hat geklappt! Sogar mit Ziegenfrischkäse! Ich habe sie in Salbeibutter knusprig ausgebraten, dazu ein Salat aus dem Garten! Mmmmh!
So, jetzt bin ich mutiger mit den Gnocchis! Einige Rezepte habe ich mir schon vorgemerkt – verboten gut siehen die Ricotta-Gnocchi mit Lavendel und Pfirsich von Alex aus, Petra gibt den Gnocchis noch einen Pfiff Zitrone und serviert sie mit Pfifferlingen und ganz ohne Ricotta, dafür mit Aubergine kocht Toni Ihre Oh-Oh Auberginen-Gnocchi!



Ricotta-Gnocchis
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten
250 g Ricotta (Ziegenfrischkäse)
1 Eigelb
1/2 TL Salz
30 g frisch geriebener Parmesan
50-75 g Mehl
Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche

Quelle: Aus dem Kuriositätenladen

Zubereitung
Flüssigkeit, die auf dem Ricotta steht abgießen und den Ricotta in eine Schüssel geben. Eigelb, Salz, Parmesan und Mehl dazugeben und alles miteinander vermischen.
Die Masse ist sehr feucht und klebrig, daher ist viel Mehl für die Arbeitsfläche und die Hände notwendig um die Gnocchi zu formen.
Gnocchimasse auf die gut bemehlte Arbeitsfläche geben und mit ebenso gut bemehlten Händen vorsichtig zu Rollen mit einem Durchmesser von ca. 2 cm formen. Die Rolle in ca. 1,5 große Stücke schneiden.
Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, reichlich salzen. Temperatur reduzieren, so dass das Wasser nur noch leicht simmert. Die Gnocchi hineingeben und solange ziehen lassen, bis sie oben schwimmen, das ist je nach Größe unterschiedlich und kann bis zu 4 Minuten dauern.
Mit einer Schaumkelle herausnehmen, abtropfen lassen und sofort mit einer Sauce nach Wahl oder einem Pesto servieren.

Erdbeer-Kokos Panna Cotta mit Ingwer-Erdbeeren

Schon als Kind habe ich Erdbeeren über alles geliebt und bin zusammen mit meiner Schwester auf dem Fahrrad weite Strecken gefahren, um Erdbeeren zu pflücken. Wir konnten es kaum glauben, daß wir kostenlos Erdbeeren essen durften und nur das bezahlt werden musste, was wir mitgenommen haben :-) Und selbst das wurde immer weniger auf dem weiten Weg nach Hause.
Einmal, ich war ca. 13 oder 14 Jahre alt, wollte ich unbedingt eine wunderbare rosa Nachspeise machen, aus Sahne und Erdbeerpüree. Ich konnte mir schon bildhaft vorstellen! Von Gelatine hatte ich natürlich noch nie was gehört und meine cremige Nachspeise wurde ein Erdbeershake. Wer kann denn auch ahnen, daß geschlagene Sahne nach der Zugabe von ca. 500 g pürierten Erdbeeren nicht steif bleibt!
Irgendwie verfolgt mich dieses Erlebnis bis heute, denn ich zittere und bange jedes Mal, wenn ich eine Nachspeise mit Gelantine mache, ob es wirklich fest wird!
Für diese Nachspeise habe ich ein Rezept für Erdbeer-Pana Cotta umgewandelt und einen Teil der Sahne mit Kokosmilch ersetzt. Die Erdbeeren habe ich mit Zucker, geriebenen Ingwer und für die Erwachsenen mit Orangenlikör mariniert! Mmmmh, kein Vergleich zum Erdbeershake ;-)





Erdbeer-Kokos-Panna Cotta mit Ingwer-Erdbeeren

Zutaten:
1 Vanilleschote
250 Gramm Schlagsahne
250 Gramm Kokosmilch
500 Gramm Erdbeeren
3 EL Limettensaft
85 Gramm Puderzucker
6 Blatt Gelatine (weiße)
1 Stück Ingwer (geschält und gerieben, Menge nach Geschmack)
1-2 EL Puderzucker
1-2 EL Orangenlikör
evtl. Kokosraspeln oder Kokoschips zum Verzieren

Zubereitung:
Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit einem spitzen Messer herauskratzen. Vanillemark, die Schote, die Kokosmilch und die Sahne in einem Topf aufkochen und bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten ziehen lassen. Die Sahne lauwarm abkühlen lassen und die Vanilleschote herausnehmen.
Erdbeeren abspülen, putzen und ca. 1/3 schöne Erdbeeren beiseite legen. Den Rest in einen hohen Mixbecher geben, den Limettensaft und Puderzucker dazugeben und alles mit dem Stabmixer fein pürieren.
Die Gelatine etwa 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Dann gut ausdrücken und unter Rühren in der lauwarmen Vanillesahne auflösen.
Das Erdbeerpüree unter die Vanillesahne rühren. Die Mischung in kleine Gläser füllen und für mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, kalt stellen.
Die übrigen Erdbeeren vierteln, mit Puderzucker, dem geriebenen Ingwer und dem Orangenlikör vermischen und im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Servieren die Erdbeeren auf der fertigen Panna Cotta verteilen, mit Kokosraspeln oder -chips garnieren und servieren.

Hollerkiachal oder Ausgebackene Holunderblüten

Die letzten zwei Jahre habe ich immer eine riesige Menge Holunderblüten gepflückt und brav in Sirup verwandelt. Dieses Jahr wollte ich keine Blüten pflücken, geschweige denn Holunderblüten-Sirup machen!
Doch auf meinem Weg in die Arbeit sah ich sie die letzten Tage immer stehen, die Holunderbüsche, wunderschön und mit vielen großen Blüten übersäht – da konnte mein Sammlerherz einfach nicht wiederstehen!
Mit meiner Tochter habe ich mich auf den Weg gemacht und gepflückt. Und Sirup angesetzt. Dieses Mal habe ich aber zum ersten Mal Holler-Kiachal gemacht. Bei meiner Schwiegermutter gabs die früher mal und ich liebe sie!



Meine sind geschmacklich nicht ganz so gut geworden, da ich auf Bier oder Wein im Teig wegen meiner Tochter verzichtet und Milch verwendet habe. Außerdem war ich ein wenig zu geizig mit dem Fritierfett und etwas zu verschwenderisch mit dem Teig, daher sind sie oben nicht richtig knusprig geworden. Aber lecker waren sie trotzdem und aus Fehlern lernt man ja bekanntlich!
NACHTRAG: Ich habe gerade das neue Thema “Essbare Blüten” im Gärtner-Blog gesehen und festgestellt, daß meine Hollerkiachal wunderbar dazu passen!


Holler-Kiachal
Menge: 10-12 Stück

10-12 Stück Holunderblütendolden
200 g Mehl (Dinkelmehl 630)
1 Prise Salz
1/4 Liter Helles Bier oder Weißwein (notfalls Milch)
2 Eier getrennt
2 TL Öl
Puderzucker zum besteuen

Zubereitung:
Das Eiweiß zu steifen Eischnee schlagen. Das Mehl mit dem Salz mischen, mit Bier oder Weißwein zu einem dickflüssigen Teig rühren. Eigelb und Öl unterrühren und zum Schluß den Eischnee vorsichtig unterheben. Die Blütendolden in den Backteig tauchen und in heißem Fett schwimmend ausbacken. Mit Puderzucker bestreuen und noch warm servieren!

Erdnussbutter-Kekse

Meine Schwester ist ein Erdnuss-Junkie und da sie letztens Geburtstag hatte, habe ich Ihr Erdnuss-Kekse gebacken. Ein Rezept war schnell bei USA Kulinarisch gefunden, aber die Kekse stiessen zunächst weder bei meinem Mann noch bei meiner Tochter auf große Gegenliebe. Ich hatte mir eigentlich knusprige Kekse erhofft, was sie nach dem Backen auch noch waren, doch über Nacht in der Dose wurden sie ganz weich und mürbe! Meine Schwester jedoch war total begeistert. Und da sie bestimmt die Hälfte der Kekse unterwegs nach Hause genascht hat ;-) und man Kekse immer und überall mitnehmen kann, reiche ich dieses Rezept beim aktuellem Event im Kochtopf “Essen für unterwegs” ein. Das Themas wählte dieses Mal Stefanie von Hefe und mehr!



Erdnussbutter-Kekse

250 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 Teelöffel Natron
1/4 TL Salz
125 g Margarine, zimmerwarm
125 g Erdnussbutter, zimmerwarm
je 100 g brauner und weißer Zucker
2 kl. Eier
50 g grob gehackte Erdnüsse (optional)

Zubereitung:
Den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben und Salz untermengen. Beiseite stellen. Erdnussbutter, Fett und den gesamten Zucker in der zweiten Schüssel mit einem elektrischen Mixer auf mittlerer Stufe schaumig schlagen. Die Eier einzeln zufügen und jedesmal gut verrühren. Die Mehlmischung zugeben und gut einrühren, ev. gehackte Erdnüsse untermischen. Den Teig mit den Händen oder einem Teelöffel zu 2-3 cm großen Kugeln formen und diese im Abstand von 4-5 cm auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Jede Kugel mit einer Gabel zweimal flachdrücken, so dass ein Karomuster entsteht und die Plätzchen gut 0,5 cm dick werden. In der Ofenmitte 10 – 12 Minuten goldbraun backen, dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

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