Monatsarchive: Mai 2010

Champignons in Rotweinessigmarinade

Irgendwie hält uns die Mandelentzündung fest in ihren Krallen. Probleme beim Schlucken und leichtes Halsweh haben wir immer noch und das scheint auch nur gaanz langsam zu weichen. Die Lust auf große Kochexperimente geht uns im Moment völlig ab und es gibt einfache Sachen.
Bei meinen Fotos habe ich noch die eingelegten Champignons gefunden, ich noch nicht verbloggt habe. Ich weiss, man kann sich alles schön reden, aber so hat das Halsweh auch was Gutes :-)
Um es vorweg zu sagen – es war eine ganz schöne Arbeit, die Champignons zu putzen. Da ich finde, daß die Champignons nicht richtig sauber werden, wenn man sie einfach mit dem Pinsel abbürstet oder mit Krepp-Papier abwischt, habe ich von den ganzen kleinen Champignons die Haut abgezogen. Der Rest geht dann superschnell und genau so schnell sind die zwei Gläser auch verputzt :-)




Champignons in Rotweinessigmarinade
Menge: 2 Gläser a 250 ml

Zutaten:
800 g kleine Champignons
1 Liter Fleischbrühe
2 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
2 Lorbeerblätter
5 Salbeiblätter
1 TL Pfefferkörner
2 Zweige Thymian
300 ml Rotweinessig
5 EL Rapsöl
1 TL Salz

Quelle: Verlag Essen und Geniessen – Geschenk aus der Küche

Zubereitung:
Die Champignons ohne Wasser säubern oder die Haut abziehen und die Stiele etwas abschneiden. Die Fleischbrühe erhitzen und die Pilze ca. 1 Minute darin blanchieren. Herausnehmen und in vorbereitete Gläser füllen. Die Gewürze und den Knoblauch zugeben. Essig und Öl mit etwas Fleischbrühe vermischen, aufkochen und über die Champignons geben. Die Gläser sofort verschließen und ca. 2 Tage durchziehen lassen. Haltbarkeit ca. 2 Wochen.

Kekse mit Milchschokolade und Haselnüssen

Einer meiner Arbeitskollegen erzählte mir, daß der den ganzen Süsskram in Gestalt von diversen Osterhasen und Nikoläusen von seinem Sohn jetzt wegschmeissen werde, es wird ja eh nicht gegessen.
Wie wegschmeissen – das geht ja wohl gar nicht oder? So habe ich jetzt eine kleine Kompanie aus Schokoladenfiguren zuhause, mit dem Versprechen, viele schöne schokoladige Kuchen und Kekse für meine Arbeitskollegen zu backen. Meine Tochter bekam gleich große Augen ;-)



Das erste Rezept, das ich ausprobiert habe, waren diese Kekse. Das Rezept habe ich auf dem Blog „Poires au Chocolat“ gefunden.
Ein wenig aufwendig ist die Zubereitung der Kekse schon, aber den größten Aufwand habe ich mir selber eingebrockt. Der Teig wird nämlich zubereitet, zu Rollen geformt und kommt dann in Frischhaltefolie gewickelt für einige Stunden in den Tiefkühler. Frischhaltefolie hatte ich nicht mehr, also habe ich Alufolie genommen. Eine schwere Fehlentscheidung, da man die Alufolie nicht mehr in einem Stück entfernen kann, es zerreisst in tausende kleine Fitzelchen, die ich am Schluß mit dem Messer runterschneiden musste. Das war eine Fummelei…. :-((
Dann sollte man die Rollen in 1-2 cm dicke Scheiben schneiden, was aber gar nicht richtig funktionierte. Obwohl schon angetaut wegen der Fummelei mit der Alufolie, war es verdammt schwer, Scheiben von den Rollen abzuschneiden. Ich habe dann einfach die Brotschneidemaschine genommen. Die hat zwar etwas geächzt, aber es hat ganz gut funktioniert.
Am Ende hat es sich dann doch gelohnt, die Kekse waren knackig-knusprig und sind bei meinen Arbeitskollegen sehr gut angekommen. Mir waren sie fast ein wenig zu süss, ich bin halt Bitterschokolade gewöhnt :-) Das nächste Rezept habe ich auch schon gefunden, nämlich diese Muffins, nachdem in zwei der Nikoläuse Smarties drin sind.. Mal sehen, wie meine Arbeitskollegen gucken, wenn ich Ihnen Muffins mit Smarties mitbringe :-)



Milchschokolade-Haselnuss-Kekse
Menge: zuwenig ;-) (ich habe sie leider nicht gezählt)

Zutaten:
125 g weiche Butter
150 g Rohrzucker
1 Ei
200 g Mehl
2 Gramm Backpulver (ca. 2 Messerspitzen)
100 g Schokoladen-Osterhasen
50 g ganze Nüsse

Zubereitung:
Wer mag, kann von den Nüssen die Haut entfernen. Dazu die Nüsse im heißen Ofen rösten und die Nüsse dann in ein Küchentuch geben. Durch Reiben der Nüsse im Tuch wird die Haut entfernt. Ich habe die Haut drangelassen. Die Nüsse und die Schokolade in grobe Stücke hacken.
Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren, dann das Ei unterrühren. Das Mehl nach und nach einrühren, bis alle Zutaten feucht sind. Dann die Nüsse und die Schokolade dazugeben und unterrühren. Den Teig in zwei oder drei Portionen teilen und Rollen mit einem Durchmessen von ca. 3 cm formen. Straff mit Frischhaltefolie umwickeln. Die Rollen für ein paar Stunden in die Gefriertruhe geben.
Den Ofen auf 170 Grad Umluft aufheizen. Die Rollen aus dem Tiefkühler nehmen und Scheiben von ca. 1-2 cm Dicke von den Rollen schneiden. Die Teigscheiben mit Abstand auf ein Backblech geben und ca. 10-15 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Mango-Birnen Konfitüre mit Thymian

Seit letzter Woche Donnerstag liegen mein Mann und ich flach. Unsere Tochter hat uns mit Mandelentzündung infiziert. Ihr gings bald wieder besser, wir siechen dahin. Tja, das Alter macht sich wohl bemerkbar. Nun ist unsere Tochter im Schullandheim und hat uns alleine zuhause gelassen. Eigentlich ein Grund zu feiern, auszugehen und die kinderlose Zeit zu geniessen, aber die Realität sieht anders aus. Im Bett liegen und Apfel-Essig-Wasser gurgeln, das sind die Höhepunkte unseres Tages :-) Aber inzwischen geht es uns schon besser, das Schlucken tut nicht mehr ganz so weh und so müde sind wir auch nicht mehr.
Letzte Woche habe ich mir zwei schöne, reife Mangos gekauft, konnte sie aber dann nicht essen, denn ich hätte sie nicht schlucken können. Um sie zu retten, habe ich Mango-Konfitüre gemacht. Die Birne war auch noch da, deshalb kam sie gleich mit rein. Da mein Mann immer sagt, auf meinen Fotos fehlt immer was grünes, habe ich noch etwas Thymian mit reingegeben. Ich bin ja gespannt, ob man den Thymian überhaupt rausschmeckt – leider konnte ich die Konfitüre noch nicht verkosten. Aber sie hat eine wunderbare gelb-orangene Farbe und mit diesem Foto wünsche ich uns allen schönes Wetter für die Pfingstferien!



Mango-Birnen Konfitüre mit Thymian

Zutaten:
2 Mangos
1 Birne
Saft einer halben Zitrone
3 kleine Zweiglein Thymian (nach Geschmack)
Gelierzucker 2:1 je nach Obstmenge

Zubereitung:
Die Früchte schälen und in kleine Würfel schneiden und pürieren. Abwiegen und die Hälfte des Gewichts an Gelierzucker dazugeben, ebenso den Thymian und den Zitronensaft. Aufkochen lassen und nach einer Gelierprobe in saubere Gläser abfüllen und verschließen.

Kräuter-Bagels mit Tomaten-Tatar

Herzlichen Glückwunsch zu 5 Jahren “1x umrühren bitte”! Das muss gefeiert werden :-) Zorra lädt ein zum virtuellen Jubiläums-Brunch und wünscht sich ein reichhaltiges Buffet.
Zum Brunch gehören für mich auf alle Fälle verschiedene Sorten von Brot und Brötchen. Die Gelegenheit war günstig – Bagels habe ich noch nie gemacht und das Foto der Kräuter-Bagels mit dem Tomatentatar war so appetitlich – also nix wie los.
Der Teig war etwas weich und ich habe schon befüchtet, daß das Pochieren im heißen Wasser eine Riesensauerei ergibt, aber es ging wirklich gut von der Hand.



Allerdings habe ich, wie ich während des Backens feststellen musste, die Löcher zu klein gemacht. Zwei Bagels waren als solche zu erkennen, der Rest wurde zu Semmeln :-)
Den Tomaten-Tatar habe ich mit etwas Ziegenfrischkäse angemacht und als Füllung gab es Radiserl, Tomaten und Gurken! Schmeckt frühlingsfrisch und wurde von meiner Tochter gleich als Favorit für die Schulpause eingemerkt :-)




Kräuter-Bagels mit Tomaten-Tatar
Menge: 6 Stück

Zutaten Bagels:
400 Gramm Mehl Typ 450 (Dinkelmehl 630)
1 TL Salz
1/2 Würfel Hefe
1 EL Honig
250 ml lauwarmes Wasser
3 EL Olivenöl
1 Eiweiß zum Bestreichen
2 EL Kräuter der Provence
1 EL grobes Salz (nach Belieben)

Zutaten Tomaten-Tatar:
180 g Tomaten in Olivenöl eingelegt, abgetropft
6 Kapern
2 EL Olivenöl
1 TL Senf
2 TL Rotweinessig
1 kleine rote Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
1 TL fein gehackter Thymian
1 TL fein gehackter Rosmarin
schwarzer Pfeffer
80 g Ziegenfrischkäse (nach Belieben)
Radischen, Gurken und Tomaten für den Belag

Quelle: Nach Armin Zogbaum “Provence – Kräuterküche aus dem Süden”

Zubereitung:
Für den Hefeteig das Wasser, das Salz und die Hefe verrühren, ca. 10 Minuten stehen lassen. Dann das Hefewasser mit dem Mehl, dem Honig und dem Olivenöl zu einem glatten Teig kneten. In einer zugedeckten Schüssel ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er das doppelte Volumen hat.

Den Teig in 6 gleich große Portionen teilen, bei mir waren das ca. 113 g pro Portion. Jedes Teigstück zu einer Kugel wirken, mit einem Finger durch die Mitte der Teigkugel ein Loch bohren und daraus einen gleichmäßigen Ring formen.

In einem Topf Wasser bis knapp vor dem Siedepunkt erhitzen. Die Teigringe nacheinander auf jeder Seite ca. 30 Sekunden pochieren, mit dem Schaumlöffel herausnehmen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.

Die Teigringe mit dem Eiweiß bepinseln, mit Provence-Kräutern und wenn gewünscht mit groben Salz bestreuen und auf der mittleren Schiene etwa 20 Minuten backen.

Für das Tatar die Tomaten, die Kapern, den Knoblauch und die Zwiebel sehr fein hacken, die Kräuter dazugeben und gut vermengen. Ich habe noch ca. 80 Gramm Ziegenfrischkäse dazugegeben. Abschmecken und gegebenenfalls noch mit Pfeffer und Salz würzen.

Die Bagels durchschneiden, mit dem Tomaten-Tatar bestreichen und nach belieben mit dem Gemüse belegen. Die zweite Brothälfte drauflegen und servieren.

Mandelkuchen mit Feigen und Amaretto-Creme

So und nun noch die Nachspeisen unseres Menüs. Mann, das ist ja eine ganz schöne Tipperei hier, so kann ein Menü am Ende nochmal in viel Arbeit ausarten – und das nicht nur beim Abtrainieren der Pfunde :-)
Vom Mandelkuchen habe ich nur die Hälfte des Rezepts genommen und in einer 18 cm Form gebacken. So hat jeder ein kleines Stück bekommen. Nach der hochprozentigen Amarettocreme brauchten wir dann nicht mal einen Schnaps trinken ;-)





Mandelkuchen mit Feigen – Crostata di fichi
Menge: Tarte 28 cm Durchmesser

Zutaten Belag:
15 Feigen, gewaschen
2 frische Thymianzweige, die Blätter
abgeriebene Schale von einer unbehandelten Orange
2 EL gehobelte Mandeln

Zutaten Mürbeteig:
125 g Butter, plus etwas mehr für die Form
100 g Puderzucker
1 Prise Salz
250 g Mehl
1 Vanilleschote, das Mark davon
2 Eigelb
2 EL kalte Milch

Zutaten Mandelmasse:
280 g Mandeln ohne Haut, gemahlen
50 g Mehl
250 g Butter
250g Zucker
2 große Eier, verquirlt
1 Vanilleschote, das Mark davon
1 EL Grappa

Zubereitung:
Für den Teig die Butter mit dem Puderzucker und Salz geschmeidig rühren, dann das Mehl, das Vanillemark und die Eigelbe untermischen, bis sich die Zutaten zu Streuseln zusammenballen. Milch oder Wasser einarbeiten, bis ein zusammenhängender Teig entstanden ist. Nicht zu viel kneten, sonst wird er zu elastisch und beim Backen brüchig. Zu einer Kugel formen, dünn mit Mehl bestäuben und in Frischhaltefolie wicklen. Mindestens für 1 Stunde kalt stellen. Danach ausrollen, die gebutterte Form damit auskleiden und für 1 Stunde ins Gefrierfach geben.
Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, den Teigboden etwa 12 Minuten backen. Wenn er schön goldgelb ist, herausnehmen und die Ofenhitze auf 170 Grad herunterschalten.
Für die Mandelmasse die Mandeln mit dem Mehl in eine Schüssel füllen. Die Butter mit dem Zucker ebenfalls mit den Eiern, dem Vanillemark und dem Grappa gründlich unter das Mandel-Mehl rühren. Die Masse, die schön weich und glatt sein sollte, mindestens ½ Stunde lang im Kühlschrank fest werden lassen. Inzwischen die Feigen entstielen, oben kreuzweise einschneiden und aufdrücken.
Die kalte Mandelmasse mit einem Löffel auf dem Teigboden verstreichen und die Feigen mit der aufgeplatzten Seite nach oben hineindrücken. Den Thymian, die Orangenschale und die gehobelten Mandeln über den Kuchen streuen. Etwas 40 Minuten backen, bis die Mandelmasse außen fest und goldbraun, innen aber noch weich ist. Eta 30-40 Minuten abkühlen lassen. Mit einer Kugel Vanilleeis servieren.

Amarettocreme
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
80 ml Amaretto (oder geringfügig mehr :-)
25 g Zucker
1 EL Zitronensaft
250 g Creme double
250 g weiche Mandelmakronen (Amaretti morbidi)

Zubereitung:
Mit einem Schneebesen Amaretto, den Zucker und den Zitronensaft in einer Schüssel verrühren.
Die Creme double unter die Mischung schlagen. Weiterschlagen, bis die Creme andickt, aber noch nicht richtig fest ist.
Je zwei Amaretti in 4 Glaser bröseln. Die Creme mit einem Löffel auf die Gläser verteilen. Noch 1-2 weitere Makronen zerbröseln und die Cremes damit bestreuen. Die restlichen Mandelmakronen separat dazu reichen.

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 51 Followern an