Monatsarchive: April 2010

Ziegenfrischkäsetörtchen mit Cassis-Birnen

Diese Törtchen sind eigentlich eine Nachspeise – in verkleinerter Ausführung gab es sie bei uns als Gruß aus der Küche. Gefunden im E&T Ausgabe 11/2009. Leider haben die Mitköche die Ziegenfrischkäsecreme im heimatlichen Kühlschrank vergessen :-) So mussten sie ein wenig zaubern und die Törtchen wurden mit einem etwas festeren Ziegenfrischkäse angerichtet, der sich nicht spritzen ließ. Aber ich finde, das hat der Schönheit keinen Abbruch getan…

Ziegenfrischkäsetörtchen mit Birnen-Cassis-Kompott
Menge: 4 Portionen als Nachspeise

Zutaten:
60 g gemahlene Haselnüsse
60 g Mehl
1 EL Zucker
1/4 TL Salz
60 g weiche Butter
1 Eigelb
1 EL Honig
100 ml Weißwein
4-5 EL Cassis
1 reife Birne
300 g Ziegenfrischkäse
abgeriebene Schale von 1/2 Biozitrone
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
1. Für den Teig die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Abkühlen lassen. Haselnüsse mit Mehl, Zucker, Salz, Butter und Eigelb zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und zwischen 2 Lagen Backpapier ca. 2-3 mm dick ausrollen. 30 Minuten kalt stellen.

2. Aus der Teigplatten mit einem Ausstecher (ca. 6 cm) 8 Kreise ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad (Ober- Unterhitze) auf der zweiten Schiene von unten 20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

3. Für die Cassis-Birnen den Honig mit dem Weißwein auf die Hälfte einkochen lassen. Cassis zugeben. Die geschälte und kleingewürfelte Birne in den Weinsud geben. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

4. Den Ziegenfrischkäse glatt rühren und mit Zitronenschale, Salz und Pfeffer abschmecken.

5. Ziegenfrischkäse in einen Spritzbeutel mit großer Lochtülle füllen und auf 4 Haselnussböden gleichmäßig aufspritzen. Törtchen auf Tellern anrichten. Etwas von den Cassis-Birnen auf den Ziegenfrischkäse geben. Die restlichen Haselnussböden extra dazu servieren.

Italienischer Kochabend – und das ganz ohne Nudeln!

Unsere kochbegeisterte Gruppe hat sich mal wieder zusammengefunden um zusammen zu kochen und sich die Bäuche vollzuschlagen ;-) Italien war dieses Mal das Motto. Wir waren für je eine Vorspeise und eine Nachspeise zuständig, die Gastgeber für den Hauptgang und die beiden anderen Herrschaften waren ebenfalls für je eine Vorspeise und eine Nachspeise zuständig. Dabei ist es natürlich nicht geblieben…
Empfangen wurden wir aufs Herzlichste und mit einer wunderbar gedeckten Tafel! Ich konnte mich kaum sattsehen!





Nach einem Sprizz als Aperitif haben wir folgendes gezaubert:


Der Gruß aus der Küche – Ziegenfrischkäsetörtchen mit Cassis-Birnen-Kompott. Die Grundlage des Törtchen besteht aus einem hauchdünnen Haselnuss-Mürbeteig-Keks


Verschiedene Antipasti – Fenchel mit Parmesan, gebackene kleine Zwiebeln und geschmorte Paprika mit Knoblauch und Balsamico-Essig. Dazu gab es original italienisches Zwirbelbrot :-)


Gegrillte Polenta mit Gorgonzola und Schafskäse-Walnuss-Salat – für mich hätte der Gorgonzola ruhig weggelassen werden dürfen, den mag ich nämlich nicht so gerne. Den anderen hat es dafür umso besser geschmeckt!


Zwischendrin gabs Zitronensorbet mit Prosecco aufgegossen – oder wars Sekt? Auf alle Fälle war es sehr lecker!


Die Hauptspeise war Lammgulasch mit Zitronensauce – Agnello brodettato. Das Lamm war butterzart und die Zitronensauce mit dem Muskat war ein Gedicht! Dazu gab es in Weißwein geschmorten Fenchel und gefüllte Tomaten.


So und nun zu den Nachspeisen – Feigen-Mandeltörtchen mit Thymian, dazu Vanilleeis. Leider waren die Feigen nicht so süss, aber es ist ja auch keine Saison für Feigen… das Eis hat es aber wieder wett gemacht!


Und zu guter Letzt gab es noch eine sehr hochprozentige Amarettocreme *hicks* sag ich da nur ;-) Ein wahrhaft krönender Abschluss des Abends!

Ich kann nur sagen, wir haben den Abend sehr genossen! Vielen Dank nochmal an die Gastgeber und an die Mitköche!

Die Rezepte werde ich in den nächsten Tagen jeweils als eigenständigen Post veröffentlichen. Dann findet man das später nämlich besser wieder!

Jacobsmuscheln auf Safran-Schaum

Vor zwei Wochen haben wir wieder mit unseren Freunden gekocht. Der Einkauf für diese Kochrunde wurde in der Metro in München getätigt und bei der Gelegenheit haben wir auch Jacobsmuscheln mitgenommen. Oft gibt es diese köstlichen Muscheln bei uns ja nicht, aber man gönnt sich ja sonst nix ;-)
Auf der Suche nach einem Rezept bin ich nicht wirklich fündig geworden, einzig Roberts Rezept mit dem wunderschönen, für mich unaussprechlichen Namen “Vieiras al estilo gallego” hätte mich wirklich angesprochen. Leider hatte ich die Hälfte der Zutaten nicht da…
Stephs Safran-Schaum, den sie zu Ihren Flusskrebsravioli gemacht hat fiel mir wieder ein und so wurden die Jacobsmuscheln auf Zitronengras gesteckt, angebraten und mit dem Safran-Schaum serviert. Es schmeckte so hervorragend, daß wir fast alle Muscheln aufgegessen hatten und jetzt nur noch ein kläglicher Rest von 5 Stück im Tiefkühler schlummert. Damit probiere ich dann Roberts Rezept!



Jacobsmuscheln auf Safran-Schaum
Menge: ca. 4 Portionen

Zutaten:
12 Jacobsmuscheln
4 Zitronengrashalme
etwas Butter zum Anbraten

Sauce:
1 Schalotte
Butter
1 kleine Knoblauchzehe
50 ml Noilly Prat (hatte ich nicht, habe mehr Weißwein genommen)
100 ml trockener Weißwein
200 ml Fischfond
100 ml Sahne
1 Msp. Safranfäden (ca. 0,05 g)

Zubereitung:
Die Schalotte fein würfeln, die Knoblauchzehe einmal mit dem Messerrücken anquetschen. Beides in der Butter anschwitzen, nicht bräunen lassen. Mit Noilly Prat und Weißwein ablöschen und jeweils fast komplett einkochen lassen. Den Fischfond angießen und die Safranfäden hinzufügen. Nochmals etwas einkochen lassen.
Die Sahne zugeben und evtl. mit Salz und Pfeffer würzen. Durch ein feines Sieb passieren und unmittelbar vor dem Servieren mit einem Mixstab aufschäumen.

Die Zitronengrashalme vorne schräg abschneiden, so daß sie in die Pfanne passen und jeweils 3 Muscheln aufstecken. Die Butter in der Pfanne zerlassen und die Muscheln von jeder Seite ca. 3 Minuten anbraten. Die Muscheln dürfen auf keinen Fall durchgebraten werden, sonst werden sie zäh. Die Spieße mit dem Safran-Schaum servieren.

Pilz-Bolo oder Spagetti Bolognese ohne Fleisch

“Ohne” ist das derzeitige Motto des Kochevents im Kochtopf. Petra von Seelensturm hat sich dieses, doch etwas aus der Reihe fallende Thema ausgesucht. Ob das wohl zählt, daß ich immer ohne Schürze koche?? ;-)

Aber ich habe meinen Kopf angestrengt und mich an diese Pilz-Bolognese erinnert, die wir früher mal mit Freunden gekocht haben. Ganz und gar unkompliziert, anstatt des Hackfleisches werden einfach fein gewürfelte Champignions verwendet.



Auch zum Haltbarmachen ist diese Sauce sehr gut geeignet. Ich habe mir ja diese kleinen Weckgläschen eigentlich zum Servieren von Nachspeisen gekauft, aber ich verwende sie jetzt immer öfter auch zum Einwecken von Saucen und Fonds. Die Menge eines Glases reicht für ein bis zwei Portionen und ist daher immer gut, wenn man mal schnell was auf den Tisch bringen muss.
Nachtrag: Wie ich sehen muss, hatte nicht nur ich den Gedanken, Bolognese ohne Fleisch zu machen. Ein leckeres Rezept mit Linsen findet Ihr bei Lindas Bistro!



Auch unserer Tochter hat es augenscheinlich gut geschmeckt ;-)



Pilz-Bolo
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
1 Zwiebel, klein gehackt
1 Knoblauchzehe, klein gehackt
2 EL Olivenöl
500 g Champignons, klein gehackt (habe ich mit dem Quick-Chef von Tupper gemacht)
1 Karotte, klein gehackt
2 kleine Dosen Tomaten, klein gehackt
Salz, Pfeffer, Zucker und etwas Balsamico zum Abschmecken
2-3 Thymianzweige, die Blätter abgezupft

Zubereitung:
Die Zwiebel- und die Knoblauchwürfel in einer großen Pfanne in Olivenöl glasig dünsten. Die Champignon- und die Karottenwürfel dazugeben und solange andünsten, bis keine Flüssigkeit mehr aus den Pilzen austritt. Die Tomaten dazugeben und so lange köcheln lassen, bis die Tomatensauce zur gewünschten Konsistenz eingekocht ist. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und etwas Balsamicoessig abschmecken und die Thymianblättchen unterrühren.

Zum Einwecken den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, dabei auf der untersten Schiene das tiefe Blech mit ca. 1 cm Wasser gefüllt, mitaufheizen lassen. Die noch heiße Sauce in die Gläschen (gleiche Größe) füllen (nicht zu voll, ca. 2 cm sollten frei bleiben) und verschließen. Der Glasrand muss absolut saubern sein, denn ansonsten kann es passieren, daß kein Vakuum entsteht. Dann die Gläser in das Blech mit dem Wasser stellen und darauf achten, daß sie sich nicht berühren. Wenn im Glas im Sugo Perlen aufsteigen, die Temperatur auf 130 bis 150 Grad drosseln. Ab hier beginnt die Einkochzeit. Je nach Inhalt beträgt die sie 20-90 Minuten. Ich habe meine Tomatensauce 30 Minuten im Ofen gehabt, Sugo mit Fleisch würde ich 60-90 Minuten im Ofen lassen. Dann die Gläser vorsichtig aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Die so eingekochte Sauce hält mindestens 1 Jahr. Leider hatte ich mein Sugo etwas zu dick in der Pfanne einkochen lassen, deshalb haben sich in den Gläschen beim Einkochen Luftzwischenräume gebildet. Daher das Sugo etwas flüssiger belassen, man kann es dann ja beim Erwärmen wieder etwas reduzieren lassen.

Stevan Paul – die Lesung in München

Auch ich muss Abbitte leisten, wie Frau Birnstiehl habe ich sein Buch noch nicht gelesen. Ich war also entsprechend neugierig.
Die Buchhandlung Moths war gerammelt voll. Ein Wunder, wie so viele Menschen in den kleinen, aber feinen Räumen untergebracht werden konnten! Lecker zu essen gab es, aber wie auch Frau Kaltmamsell hatte ich mir schnell nach der Arbeit noch was zu essen gekauft und hatte keinen Hunger – probieren musste aber sein :-)
Nun aber zum Herrn Paul! Er las und erzählte gestikulierend mit den Händen, sprach griechisch-deutsch und mit verschiedenen Stimmen, erhob die Stimme um gleich darauf leise Töne anzuschlagen. Las wunderbare und haarsträubende Geschichten und oft musste ich mir Lachtränen aus den Augen wischen! Es war wirklich ein Genuss – von mir aus hätte er das ganze Buch vorlesen können :-)

Auch ansonsten war es ein sehr vergnüglicher Abend. Ich habe neue Blogger kennengelernt und bekannte Blogger getroffen, wie die Frau Kaltmamsell, Rosa von Schnuppensuppe und Nathalie von Cucina Casalinga samt ihrem Herrn der Cucina.
Ilse überraschte mich damit, daß sie mich erkannte, mich nur aus einem Gefühl heraus mit meinem Blog in Verbindung brachte!
Und auch das einzige Foto, das ich gemacht habe – ist einigermaßen scharf geworden! Habe ich also mein Kamera nicht umsonst rumgeschleppt. Hier also Herr Paul in Aktion an seinem bestimmt nicht sehr bequemen Vorlesetisch ;-)

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