Monatsarchive: März 2010

Basilikum-Vinaigrette auf Vorrat

Es wird Frühling und jeder hat Lust auf Salate! Bei Alex gibt es Radicchio-Mango-Salat und Christina gibt Panzanella eine zweite Chance und Stephs “gestreckter” Eiersalat ist auch schon auf meiner Nachkochliste!
Salat anmachen zählt zu meinen Schwächen, bei mir ist das Dressing etweder zu sauer oder zu geschmackslos, ich kriege das einfach nicht richtig hin – deshalb darf das meistens mein Mann machen.
Mein Lieblingsdressing allerdings ist die große Ausnahme. Das Rezept habe ich mal in irgendeiner Zeitschrift entdeckt und es wird seither immer wieder gemacht. Der Basilikum zusammen mit Maille Dijon-Senf, das ist für mich das beste Dressing überhaupt – leider mag es mein Mann nicht ;-) Deshalb bereite ich immer eine größere Menge zu, die dann ca. 1 Monat im Kühlschrank in einer Flasche ruhen kann und immer wenn ich Appetit auf einen Salat verspüre, dann habe ich ruck-zuck das fertige Dressing zur Hand!



Basilikum-Vinaigrette
Menge: ca. 1/2 Liter

Zutaten:
1 Bund oder 1 Töpfchen Basilikum (kann halb Petersilie halb Basilikum sein)
100 ml Essig (Kressi Kräuteressig)
1/4 l Gemüse- oder Fleischbrühe
2 EL Dijon-Senf von Maille
1 TL Salz
60 ml Olivenöl (oder auch mehr, im Rezept sind es 250 ml, das ist mir zu üppig)
1 Knoblauchzehe

Zubereitung:
Die Kräuter waschen, mit allen Zutaten im Mixer pürieren. Mit mehr Öl wird die Vinaigrette cremiger. Ist ca. 1 Monat im Kühlschrank haltbar!

Sauerbraten mit Spätzle

Letztes Wochenende war meine beste Freundin samt Kind und Kegel zu Besuch. Mein Mann wollte schon lange mal wieder Sauerbraten und so haben wir beides verbunden. Beim Metzger hat er ein wunderschönes Stück Rindfleisch von der Rolle bekommen. Eineinhalb Kilo, laut Rezept sollten es für 6 Personen nur ein Kilo sein, aber schließlich soll ja auch ein jeder satt werden!



Sauerbraten habe ich das erste Mal bei meiner Schwiegermutter (wie so viele schwäbische Gerichte) zum ersten Mal probiert und für sehr gut befunden. Auch das Rezept ist von ihr und natürlich muss vieeel Sauce dabei sein! Auch unseren Gästen hat es gut geschmeckt und wir haben das ganze Fleisch bis auf eine Scheibe verputzt! Dieses Mal habe ich 4 von Claudios “Wahnsinns-Demi Glace-Eiswürfeln” dazugegeben – die Sauce war der Hammer!




Sauerbraten
Menge: ca. 6 Personen

Zutaten Beize:
1/4 Liter Kräuteressig (Kressi) oder Rotweinessig
1/4 Liter Rotwein
1/2 Liter Wasser
2 TL Salz
2 Möhre grob in Stücke geschnitten
1 Petersilienwurzel grob in Stücke geschnitten
1 Stückchen Sellerie
1 Zwiebel, mit 2 Nelken gespickt
6 Schalotten, ganz geschält
1/2 TL Pfefferkörner
4 Wacholderbeeren
1 Lorbeerblatt

Zutaten für den Braten:
1,5 kg Rindfleisch aus der Rolle
4 EL Butterschmalz
1/2 bis 1 Liter Beize

Zubereitung:
Aus den angegebenen Zutaten eine Beize herstellen, das Fleisch in einen großen Gefrierbeutel geben und die Beize angiessen. Das Fleisch soll komplett mit Flüssigkeit bedeckt sein. Den Beutel in den Kühlschrank stellen und einige Tage marinieren lassen. (3-5 Tage).

Ofen auf 170 Grad vorheizen. Fleisch aus der Beize nehmen und abtrocknen. Auf dem Herd Butterschmalz in einem Bräter erhitzen und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Mit 1/2 Liter Beize ablöschen, das Gemüse und die Gewürze aus der Beize und die Schalotten mit zum Fleisch geben. Alles kurz anrösten, dann den Deckel auflegen. Den Bräter in den Ofen schieben und ca. 3 Stunden garen. Bei Bedarf weitere Beize aufgießen. (Wir mögen die Sauce ziemlich sauer, daher giessen wir die komplette Beize an) Fleisch herausnehmen und warm stellen. Die Sauce durch ein Sieb giessen, aufkochen und nach Geschmack würzen oder evtl. auch mit einem Teiglein binden. Wer mag, kann auch 2 EL Creme Fraiche oder etwas Sahne zur Sauce geben. Den Braten aufschneiden und zusammen mit dem Gemüse und der Sauce anrichten. Bei uns gibt es noch Preiselbeeren aus dem Glas dazu.

Spätzle
Menge: 3-4 Portionen als Beilage

Zutaten:
375 g Dinkelmehl 630 oder Weizenmehl 550
1/4 l Wasser
3 Eier
Salz

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermischen und mit einem Kochlöffel abschlagen, bis der Teig Blasen wirft.
In einem großem Topf Wasser mit Salz aufkochen, das Spätzlesieb kurz mit kaltem Wasser abspülen (dann bleibt der Teig nicht so kleben) und den Teig portionsweise in das kochende Wasser streichen. Die Spätzle einmal aufkochen lassen und ca. 3-5 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen. Je nach weiterer Verarbeitung mit kaltem oder heißem Wasser kurz überbrausen und gut abtropfen lassen.

Sauerkirsch-Chutney

Bei einem Kochtreffen durfte ich ein wunderbares Sauerkirsch-Chutney verkosten. Da ich Sauerkirschen-Marmelade schon sehr gerne mag, fand ich dieses Chutney so lecker, daß ich es am liebsten pur mit dem Löffel gegessen hätte. In einem längst vergessenen, mal wieder vorgeholtem Kochbuch habe ich ein Sauerkirsch-Chutney aus Schattenmorellen gefunden. Wohl nicht die optimalste Möglichkeit, aber ausprobieren wollte ich das Rezept schon mal.
Ich muss sagen, wir sind begeistert. Wenn es keine frischen Sauerkirschen gibt, ist dieses Chutney wirklich eine gute Alternative! Ich habe zwei von diesen kleinen Weckgläschen und noch einen Rest zum probieren rausbekommen. Wir haben es mit einer Ziegenkäserolle und mit Ziegencamenbert zusammen gekostet. Dieses Chutney wird sich bestimmt nicht lange halten :-)



Sauerkisch-Chutney
Menge: 2 kleine Gläschen a 212 ml und ein kleiner Rest

Zutaten:
2 säuerliche Äpfel
2 rote Zwiebel
1 großes Glas Sauerkirschen (Schattenmorellen)
40 ml Rotweinessig
1 EL Senfkörner
1 EL Koriandersamen (gemahlenen Koriander verwendet)
1/2 TL gehackter Ingwer
einige gehackte Rosmarinnadeln
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Zucker nach Belieben

Quelle: Geschenke aus der Küche, Essen und Geniessen

Zubereitung:
Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen, Zwiebeln schälen und mit den Äpfeln in kleine Würfel schneiden.
Schattenmorellen mit Saft, Äpfel, Zwiebeln, Essig, Senfkörner, Koriandersamen, Ingwer sowie Rosmarin aufkochen und ca. 30 Minuten ohne Deckel köcheln lassen. Chutney mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
Noch heiß in die vorbereiteten Gläser füllen, sofort verschließen und abkühlen lassen. Passt besonders gut zu Camembert.

Nougat-Mousse mit Eierlikörschaum

So und nun gleich noch das Rezept für die Nachspeise. Für uns war sie sehr üppig. Nach den Maultaschen und dem Kaninchen wäre etwas leichteres besser gewesen, aber irgendwie hat es noch reingepasst:-) Wegen unserer Tochter haben wir den Eierlikör in der Sahne weggelassen und bei uns einfach ein wenig auf die Sahne geträufelt. Der pure Eierlikör hat aber den Geschmack der Creme ziemlich überdeckt. In der Sahne könnte ich mir das Ganze schon milder vorstellen. Als kleine Beigabe habe ich noch je einen Mini-Windbeutel mit dazu gegeben. Wir haben mal 20 Stück auf einmal gemacht und eingefroren. So kann man immer welche rausnehmen, kurz auftauen lassen und mit Sahne füllen.




Nougat-Mousse mit Eierlikörschaum

Menge: 3 Portionen

Zutaten:
50 g Zartbitter-Schokolade (mindestens 70 % Kakao)
60 g Nougatmasse
35 g Butter
275 g Schlagsahne
1 Ei
1 EL flüssiger Honig
1 Vanilleschote
75 g Eierlikör
Haselnussblättchen zum Verzieren

Zubereitung:
Am besten schon am Vortag oder morgens die Schokolade hacken, mit Nougat und Butter in einer Schüssel über dem warmen Wasserbad schmelzen.
175 g Sahne steif schlagen. Das Ei schaumig aufschlagen und den Honig unterrühren. Schokomasse und geschlagene Sahne mit einem Schneebesen unterheben. In Dessertgläser füllen und kalt stellen.
Zum Servieren die Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herausschaben, mit der übrigen Sahne steif schlagen und den Likör unterziehen (für Kinder weglassen!) Sahnemasse auf der Mousse verteilen und mit Haselnussblättchen verziehren.

Kaninchen mit Balsamico-Honig-Schalotten

So, nun endlich das versprochene Kaninchen. Das war erst das zweite Mal in meinem Leben, daß ich Kaninchen gekocht und gegessen habe – eigentlich kaum zu glauben :-) Wie gut, daß man nie um Anlaufpunkte verlegen ist, wenn man regelmäßig Blogs verfolgt. Die Qual der Wahl fiel dann auf Nathalies Kaninchen mit Balsamico-Honig-Schalotten, das sie hier in Ihrer Cucina vorgestellt hat. Ein wenig skeptisch war ich schon wegen dem Balsamico, der ja, wenn auch in eingekochter Form, mit den Schalotten zum Kaninchensud gegeben wird.
Aber weit gefehlt. Gerade diese Kombination von Honig mit Balsamico macht die Sauce erst wirklich zum Renner. Sehr schmackhaft, Kaninchen wird es bei uns jetzt öfters geben, das nächste Rezept hat Nathalie schon online gestellt ;-) Geschmortes Kaninchen in Senfsauce
Da wir bloß zu zweit Kaninchen gegessen haben, blieb der Rücken blieb übrig und wir haben am nächsten Tag noch das Kaninchencurry von Petra gemacht, allerdings ohne Foto :-) Auch dieses Rezept kann ich nur empfehlen!



Kaninchen mit Balsamico-Honig-Schalotten
Menge: 4 Personen

2 Kaninchenrücken (wir hatten nur einen, waren aber eh nur zweit)
2 Kaninchenkeulen
200 g Pancetta
8 Knoblauchzehen
Salz, Pfeffer
8 EL Olivenöl
1 Rosmarinzweige
1 Thymianzweige
150 ml Weißwein
200 ml Geflügelfond
1 Lorbeerblätter
2 Gewürznelken
200 g Schalotten
3 EL Honig (ein kräftiger Waldhonig)
10 g Butter
80 ml Balsamicoessig
4 Zweige Petersilie
150 g Strauchtomaten

Quelle: http://cucina-casalinga.blogspot.com/2009/01/kaninchen-mit-balsamico-honig.html

Zubereitung:
Knoblauch schälen. Olivenöl in einem Bräter erhitzen, Kaninchenrücken und -keulen goldbraun anbraten. Mit Salz und kräftig mit Pfeffer würzen.
Den Pancetta in Streifen schneiden, mit Knoblauch, Rosmarinzweig und Thymian zum Kaninchen geben, kurz mitbraten. Mit Weißwein ablöschen und mit Fond auffüllen. Lorbeerblatt und Nelken dazu, kurz aufkochen. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 40 – 45 min. schmoren.

*** Bis hierhin läßt sich das Gericht vorbereiten und am nächsten Tag fertigstellen, falls einmal wenig Zeit ist. ***

Schalotten längs halbieren. Honig mit 10 g Butter erhitzen und die Schalotten darin kurz andünsten. Salzen und mit Balsamico-Essig ablöschen. 10 – 15 min. bei mittlerer Hitze leise kochen lassen.
(Nicht irritieren lassen, es riecht im ersten Moment nicht besonders gut!!!)

Petersilienblätter grob hacken, die Strauchtomaten halbieren. Balsamico-Schalotten, halbierte trauchtomaten und die Petersilie zum Kaninchen geben, kurz aufkochen und anrichten. Dazu paßt Weißbrot, Kartoffelgratin oder Kartoffelpüree.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 56 Followern an