Monatsarchive: Januar 2010

Eine Köchin bei der Arbeit :-)

Da es hier bei uns fast ununterbrochen schneit, haben meine Tochter und ich einen Schneemann gebaut. Da wir keinen Besen hatten, haben wir beschlossen, eine Schneeköchin zu bauen, denn ein Kochlöffel war vorhanden :-)



Seht Ihr, wie gut die Kochjacke sitzt und wie schwungvoll sie den Kochlöffel schwingt? Ganz zu schweigen von ihrer extravaganten Kochmütze! Sie ist eine wirkliche Schönheit – die glänzenden Haare fallen sacht über ihre wohlgeformten Schultern und sie schenkt uns ein Lächeln, das Eiswürfel zum Schmelzen bringt!



OK, eine kleine Nasen-OP wäre angebracht und auch die Zähne sollten mal gerichtet werden…
Deswegen möchte ich hier noch auf das Kleingedruckte hinweisen: Ähnlichkeiten mit lebenden Foodbloggerinnen sind nicht gewollt und keine Absicht – nicht daß Ihr jetzt denkt, ich würde mit einem Kochtopf auf dem Kopf kochen :-)

“Der gealterte Pecorino” oder “Der Stinkekäse”

Mein Mann macht gerne Brotzeit und vor dem Prospekt der Firma “La Vialla” bekommt er regelmäßig Magenknurren. “La Vailla” sitzt in der Toskana und hat wunderbare italienische Produkte wie Weine, Nudeln, Nudelsaucen, Pestos usw. die sie mit großer Liebe und Sorgfalt zubereiten. Alles ist Bio und schmeckt wunderbar, der einzige Nachteil, den man vielleicht nennen kann ist, daß man alles nur in größeren Mengen bestellen kann, also nur 6 Gläser Sugo ect. An Weihnachten kann man allerdings verschiedene Geschenkpakete bestellen, die so klingende Namen haben wie “Großes Fest in der Küche” oder “Die Schlemmer- schachtel”.
Für meinen Mann zu Weihnachten habe ich “Die Brotzeit des Bauern” bestellt. Das Paket besteht aus einer wunderbaren Fenchelsalami, einem mehr als 90 Tage gealtertem Mini-Pecorino aus reiner Schafsmilch und einer Flasche “Casa Conferto Chianti Superior 2007″.
Ich wusste ja nicht, was ich mir damit angetan habe, denn dieser Mini-Pecorino war der Hammer, er stank einfach gräßlich nach ich weiss nicht, 10 Jahre getragene Socken oder so. Diesen Geruch kann man nicht beschreiben. Damit fing das Dilemma an.
Ein kleines Heftchen wurde mitgeliefert, wie man diesen Stinker zu behandeln hat. Kühl soll er gelagert werden, aber auf keinen Fall in den Kühlschrank, und nicht in Papier oder in eine Dose verpacken. Atmen muss er. Also kam er offen in unserer Speisekammer – die er nach 5 Minuten Lagerung in eine Stinkekammer verwandelte. Ich wollte ihn sofort loswerden, aber mein Mann hielt tapfer dagegegen. Der Käse steht immer noch drin. Inzwischen schon stark dezimiert und stinkt auch nicht mehr so, vielleicht habe ich mich ja auch schon an den Geruch gewöhnt.
Bis jetzt habe ich mich tapfer geweigert, ein Stück von dem Käse zu probieren, aber in dem kleinen Heftchen sind auch Rezepte für den Stinker drin.
Wie zum Beispiel: Scheiben vom Pecorino in einer Pfanne erwärmen, mit Honig beträufeln und ein wenig Thymian dazu – das könnte ja gar nicht so schlecht schmecken! Mein Mann hat es schon ausprobiert und ist begeistert, sogar unsere Tochter kann gar nicht genug davon kriegen.

Hier seht Ihr ein Foto von dem Stinker und der herrlichen Fenchelsalami (Ihr merkt, an wen ich meine Sympathien vergeben habe :-)



So und jetzt hab ich das auch mal probiert. Ich muss sagen, auch ich kann davon gar nicht genug kriegen! Schmeckt lecker – aber am Anfang, als er noch so furchtbar gestunken gerochen hat, hätte ich das nicht runtergekriegt ;-)

Winterlicher Küchenfensterausblick

Barbara hat vor kurzem ihren verschneiten Küchenfensterausblick gezeigt und möchte gerne Fotos von unseren Ausblicken sehen.
Seit zwei Tagen schneit es bei uns wieder und jetzt finde ich meinen Ausblick (diesmal aus dem anderen Fenster) nicht mehr ganz so trist. Obwohl mir gerade auffällt, daß wir hier verdammt viele Stromleitungen haben :-)



Viel besser gefällt mir allerdings der Blick aus unserer Balkontüre. Wir haben nämlich ein altes, windschiefes, schmiedeeisenes Balkongeländer. Es schaut wunderschön aus, wie sich dort der Schnee in kleinen Mützchen in den Schleifen und Windungen abgelegt hat.



Mozzarella mit karamellisierten Kernen

Die letzte Woche wars hier sehr ruhig, mich hat eine Grippe mit Nasenneben- höhlenentzündung niedergestreckt. Aber jetzt gehts wieder bergauf :-)

Zu Weihnachten haben wir einen Pinienzapfen geschenkt bekommen. Noch fest verschlossen, aber in der Nähe unseres Wamsler Herdes hat er sich dann unter Ächzen und Knacken geöffnet und die Pinienkerne freigelegt. Die Pinenkerne sind wunderschön gemasert und auch der Zapfen sieht richtig toll aus.



Die Pinienkerne sind dann auch nochmal in einer ziemlich festen Schale, die wir zwar knacken konnten, aber dabei haben wir den Inhalt komplett zerstört. Im Internet findet man den Tip, daß man die Kerne in Wasser legen soll und nach 2-3 Tagen würden die Schalen Risse bekommen. Ich sags gleich, bei uns hat sich nix bewegt, wir haben die Kerne nach 6 Tagen im Wasserbad entsorgt :-)
Für den Mozzarrella mit karamellisierten Kernen mussten also gekaufte Pinien- kerne her. Das Rezept habe ich in einem ausgeliehen Kochbuch gefunden und fand die Idee mit den Kernen in Balsamico-Karamell sehr ansprechend. Und lecker obendrein, das ist einmal eine Alternative zum “normalen” Tomaten-Mozzarella-Salat. Im Rezept wurde der Mozzarella anstatt mit Tomaten und Basilikum mit Erdbeeren und Rucola serviert. Das klingt auch sehr lecker und wird im Frühling bestimmt ausprobiert!


Mozzarella mit karamellisierten Kernen
Menge: 4-6 Personen

Zutaten:
50 g Kernemischung (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne und Pinienkerne)
3 EL Zucker
100 ml Wasser
6 EL Aceto Balsamico
1-2 getrocknete Chilischoten
3 Kugeln Büffel-Mozzarella
½ TL Koriandersamen
½ TL grobes Meersalz
Einige Blätter Basilikum

Quelle: Nach einem Rezept aus dem GU Kochbuch „Brunch und Büfett“

Zubereitung:
Die Kerne grob hacken (wenn gewünscht, ich habe sie ganz gelassen) und in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten, herausnehmen. Zucker in der Pfanne bei mittlerer Hitze hellbraun karamelisieren. 100 ml Wasser und 4 EL Balsamico zugeben, Chilischoten hineinbröseln. Offen ca. 5-7 Minuten zu einem sämigen Sirup einkochen, abkühlen lassen.

Inzwischen den Mozzarella abtropfen lassen und in Scheiben schneiden. Die Basilikumblätter waschen, verlesen und trocken tupfen. Die Mozzarellascheiben auf einer Platte kreisförmig überlappend auslegen.
Vor dem Servieren die Koriandersamen im Mörser zerstossen und mit den Kernen, Meersalz und dem übrigen Essig unter den Essigsirup mischen. Mit einem Teelöffel auf dem Mozzarella verteilen und mit dem Basilikum anrichten.

Spätzle, Spätzle, Spätzle!

Grad noch gschafft :-) morgen läuft der Blogevent im Kochtopf aus. Steph vom Kuriositätenladen hat das Thema dafür ausgesucht: “Soulfood – Futter für die Seele”
Ich fand es irgendwie nicht leicht, ein Rezept zu finden. Etwas Süsses, mit Zimt hat bei mir auch immer einen Seelentröstereffekt, das versetzt mich immer zurück in meine Kindheit – aber kann ich ein Rezept mit Zimt bei einem Blogevent einreichen, das von Steph ausgerichtet wird – wohl nicht ;-)
Aber letztens hat mein Mann mal wieder Spätzle gemacht und ich musste feststellen, daß ich Spätzle wirklich sehr gerne esse!
In meiner Kindheit gab es nie Spätzle zuhause und ich könnte mich auch nicht daran erinnern, daß ich damals Spätzle mit Sauce mal in einer Gaststätte gegessen hätte.
Später lernte ich meinen Mann – und das Geschnetzelte mit Champigions und Spätzle seiner Mutter kennen Mmmmmmh. So habe ich meine Liebe zu Spätzle mit Sauce, Allgäuer Käsespätzle und auch zu Krautspätzle entdeckt (und natürlich zu meinem Mann :-)
Wie ich beim Surfen entdeckt habe, machen wir eigentlich eher Knöpfle statt Spätzle. Knöpfle sind klein und rund, Spätzle eigentlich lang. Wir verwenden ein solches Spätzlesieb für die Zubereitung. Wenn der Teig flüssiger ist, läuft er schneller durch die Löcher im Sieb und die Spätzle werden eher zu Knöpfle. Bei einem festeren Teig werden die Spätzle länger.

Spätzle
Menge: 3-4 Portionen als Beilage

Zutaten:
375 g Dinkelmehl 630 oder Weizenmehl 550
1/4 l Wasser
3 Eier
Salz

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermischen und mit einem Kochlöffel abschlagen, bis der Teig Blasen wirft.
In einem großem Topf Wasser mit Salz aufkochen, das Spätzlesieb kurz mit kaltem Wasser abspülen (dann bleibt der Teig nicht so kleben) und den Teig portionsweise in das kochende Wasser streichen. Die Spätzle einmal aufkochen lassen und ca. 3-5 Minuten ziehen lassen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einem Schaumlöffel herausnehmen. Je nach weiterer Verarbeitung mit kaltem oder heißem Wasser kurz überbrausen und gut abtropfen lassen.

Krautspätzle
1 Dose Sauerkraut (425 ml)
75 g geräucherter Speck
etwas Butter
2 Wacholderbeeren, 1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer

In einer weiten Pfanne den Speck mit etwas Butter anbraten, dann die Dose Sauerkraut samt dem Lorbeerblatt und den Wacholderbeeren dazugeben und das Ganze gut einkochen lassen. Dazu den Deckel nicht ganz auflegen, das Kraut darf am Ende ruhig etwas Farbe bekommen. Die Gewürze entfernen und die Spätzle dazugeben noch etwas mit anbraten. Vielleicht noch ein wenig Butter dazugeben, würzen und servieren.

Allgäuer Käsespätzle
5-6 Zwiebeln
Öl, Butter
100-150 g geriebenen Allgäuer Emmentaler (oder Ziegengouda)
Salz, Pfeffer, Butter

Die Zwiebeln in Streifen schneiden und in einer großen Pfanne mit Öl und Butter ganz langsam braun braten. Das kann schon eine halbe Stunde dauern, dann auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Eine Lage heiße Spätzle in eine Auflaufform geben, die Schicht salzen und pfeffern und etwas Käse darauf streuen und mit Butterflöckchen belegen. So fortfahren, bis alles verbraucht ist. Am Ende die Zwiebeln obendrauf und nochmals für ca. 20 Minuten bei 180 Grad Umluft im Ofen überbacken.

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