Monatsarchive: November 2009

DFssgF 5 – mein Päckchen ist da!

Es ist das erste Mal, daß ich bei Rosa´s Aktion DFssgF (Deutsche Foodblogs schicken sich gegenseitig Fresspakete!) mitmache. Am Donnerstag ist dann auch mein Paket angekommen! Gott sei Dank hat mir mein Mann unter Tags nichts davon gesagt, sonst hätte ich es vor Neugierde kaum in der Arbeit ausgehalten.

Schon am Namen habe ich dann gesehen, daß das Päckchen von keiner Unbe- kannten kam :-) Miriam von Chaosqueen´s Kitchen, die ich beim Hamburger Foodbloggertreffen kennenlernen durfte, war der Versender. Ich freute mich sehr, das Paket aufzufetzen – äh aufzumachen.

Und das kam zum Vorschein:

– Ein großer Taler Lübecker Marzipan in Form des Holstentors
– Drei leckere Marzipanpralinen – die ich gleich aus dem Paket raus
aufgegessen habe, ich hatte ja schließlich einen langen Arbeitstag..
– Ein Päckchen Johannisbeer-Kirsche Tee
– Ein Päckchen Sonnenblumenkerne
– Schwartau Schoko-Zebra Röllchen
– Ein Dose Hawesta zarte Heringsfilets in Tomatencreme
– Eine Packung Brüggen Choc`n Crisp – die Aufschrift knuspriges Reis-Extrudat
hört sich ja äußerst spannend an :-)
– Und noch ein Glas selbstgemachter Quittenkonfitüre kaltgepresst

Da ist für uns alle was dabei – der Fisch für meinen Mann, das Holstentor für unsere Tochter, der Tee für mich, die Sonnenblumenkerne für unser Brot und der Rest für uns alle :-)

Vielen vielen Dank für das tolle Paket, wir haben uns alle sehr gefreut!

Elisen-Lebkuchen mit Schokoglasur

Jetzt ist unwiderruflich die Weihnachtszeit eingeläutet! In den Foodblogs gibt es immer mehr Plätzchenrezepte wie zum Beispiel hier, hier und hier. Bei Zorra wird bald der Adventskalender geöffnet und jetzt wird es Zeit, daß auch ich mit dem Backen anfange :-)
Als erstes waren Lebkuchen an der Reihe. Bei meinem Brotbackkurs in der Mühlenbäckerei durften wir auch Lebkuchen probieren und das waren überhaupt die Besten, die ich je gegessen habe! Bei der Zubereitung wurde fast kein Mehl verwendet, nur Nüsse und Mandeln, soviel wurde mir verraten.
Also war ich immer auf der Suche nach dem ultimativen Rezept. Jetzt habe ich es gefunden – in dem neuen “Christmas-Special” der Zeitschrift “Lecker”. Die Lebkuchen werden anstatt mit Zitronat und Orangeat (was ich eh nicht gerne mag) mit einer tropischen Trockenobstmischung gemacht und es ist auch kein Mehl, nur ein wenig Speisestärke enthalten.
Das Ergebnis hat mich umgehauen – so lecker waren noch keine Lebkuchen! Schon wenn man die Plätzchendose öffnet kommt einem das Aroma entgegen… Aber ich komme ins Schwärmen :-) Hier also die Fotos und das Rezept:





Elisen-Lebkuchen mit exotischem Trockenobst
Zutaten für ca. 70 Stück

200 g Zartbitterschokolade (70 % von Lindt)
2 Beutel Seeburger tropische Mischung aus Trockenfrüchten und Nüssen
300 g gemahlene Mandeln
600 g gemahlene Haselnüsse
25 g Speisestärke
750 g brauner Zucker
1 Päckchen Lebkuchengewürz
9 Eier
70 Backoblaten 7 cm

400 g Zartbitterschokolade (70 % von Lindt)
100 g ganze Mandeln

Quelle: Nach einem Rezept im “Christmas-Special” der Zeitschrift “Lecker”

Zubereitung:
1. Die ganzen Mandeln für die Verziehrung in Wasser einweichen, damit man sie später besser teilen kann.

2. Schokolade grob hacken, die Trockenfrüchte in der Küchenmaschine etwas zerkleinern. In einer großen Schüssel alles zusammen mit den Knethacken des Mixers verkneten, evtl. mit den Händen etwas nachhelfen. Zugedeckt über Nacht kalt stellen.

3. Ofen vorheizen auf 150 Grad Umluft oder 175 Grad Ober- und Unterhitze. Zirka einen Eßlöffel von der Masse abstechen und mit leicht feuchten Händen wie ein Fleischpflanzerl (oder wie eine Frikadelle) formen, auf die Oblaten legen und ein wenig festdrücken. Ich hatte zuerst versucht, die Masse auf die Oblate zu legen und dann glatt zu streichen, das war viel aufwendiger. Die Lebkuchen ca. 25 Minuten backen.

4. Die Kuvertüre grob hacken und im heißen Wasserbad schmelzen. Inzwischen die Mandeln absieben und mit Küchenpapier trockentupfen. Mit einem Messer in zwei Hälften teilen. Die Lebkuchen mit der Schokolade bepinseln und mit den Mandeln belegen. Wer will kann die Lebkuchen auch mit einer Puderzuckerglasur aus 250 g Puderzucker und 4-5 EL Wasser bestreichen.

Vanille-Joghurt-Bavaroise mit Trauben im Gewürzsud

Nach dem Schweinebraten gabs auch eine Nachspeise, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. Das Rezept stammt von einem Kochtreffen und es mir so gut geschmeckt, daß ich es unbedingt meinen Gästen servieren wollte. Die Bavaroise ist mit Johurt nicht ganz so mächtig und der Gewürzsud ist einfach eine Wucht, denn die verschiedenen Gewürze verbinden sich zu einem sensationellen Geschmackserlebnis. Beim Kochtreffen haben wir versucht zu erraten, welche Gewürze verwendet wurden, aber auf das Fünf-Gewürze-Pulver sind wir nicht gekommen, es war schon schwierig, die Minze rauszuschmecken! Für die Herren und für unsere Tochter war das allerdings etwas zu heftig, sie haben normales Pflaumenkompott zur Bavaroise bekommen.




Vanille-Johurt-Bavaroise mit Trauben im Gewürzsud

Menge: 6 Portionen

Zutaten Bavaroise:
250 ml Sahne
1 Vanilleschote
50 g Zucker
2 Blatt Gelantine
300 g Johurt (Ziegenjohurt)

Zutaten Sirup:
6 EL Zucker
1 Vanilleschote
1/2 EL Minzeblätter
1/4 TL Fünf-Gewürze-Pulver
1/4 TL Zimt
1 unbehandelte Limette
1 unbehandelte Zitrone
1 TL Ingwer
3 Korianderkörner
450 ml Wasser
2 Hand voll kernlose Trauben (oder entkernte Trauben)
4 Pflaumen (hatte ich leider nicht)

Zubereitung:
50 ml Sahne mit dem Zucker, dem ausgekratzten Vanillemark und der Vanilleschote aufkochen. Die Gelantine in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne vom Herd nehmen, die Vanilleschote herausnehmen und die gut ausgedrückte Gelantine darin auflösen und erkalten lassen. Sobald die Masse anfängt zu gelieren, den Johurt darunter mischen.

Die restlichen 200 ml Sahne steif schlagen und unter die Masse heben. In kleine Gläschen füllen und über Nacht kalt stellen.

Für den Sirup die Schale der Zitrone und der Limette in Zesten reissen. Die Minzblätter grob hacken. Den Ingwer schälen und klein hacken. Die Vanilleschote auskratzen. Alle Zutaten bis auf das Obst zusammen aufkochen, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann noch etwas köcheln lassen und abkühlen lassen. Den Sirup abseihen.

Die Pflaumen entkernen und in Spalten schneiden, die Trauben von den Rispen zupfen, evtl. entkernen und im Sirup über Nacht marinieren lassen. Die Bavaroise mit dem Obst anrichten.

Bayerischer Schweinebraten mit Kruste

Letztes Wochenende hatten wir lieben Besuch, da gabs dann wieder was gscheids, nämlich einen leckeren Schweinekrustenbraten. Für den Schweins- braten ist mein Mann zuständig und unser schöner alter Wamsler Holzherd hilft Ihm dabei.



Im Winter heizen wir unsere Küche und das angrenzende Esszimmer eigentlich fast nur mit dem Wamsler. Er macht eine schöne Wärme und da es im Rohr mehr Oberhitze als Unterhitze gibt, ist das ideal für eine schöne Kruste beim Schweine- braten. Mein Mann macht den Schweinebraten ohne viel Schnick-Schnack. Er würzt ihn einfach nur mit Salz und Pfeffer und dann kommt der Braten rein in den heißen Ofen. Nach 20 Minuten gibt er Suppengemüse und eine Zwiebel in die Form und gießt ca. einen viertel Liter Brühe an. Immer wieder mit Brühe aufgiessen, solange bis der Braten fertig ist. Wer mag, kann auch mit ein wenig Bier aufgiessen.
Von der Tante meines Mannes haben wir schon vor längerer Zeit ein Braten- thermometer geschenkt bekommen und das ist hier gleich mal zum Einsatz gekommen. Bei 72 Grad war der Braten perfekt – saftig, weich mit knackiger Kruste – ein Traum! Zusammen mit Semmelknödel nach diesem Rezept und einem Kartoffel-Speck-Salat ein richtiges bayerisches Sonntagsessen!





Bayerischer Schweinekrustenbraten
Menge: 4-6 Portionen

1,3 kg Schweinebraten von der Schulter, die Haut rautenförmig eingeschnitten
Salz, Pfeffer
2 Möhren, geschält und in große Stücke geschnitten
1 Stück Sellerie, in Scheiben geschnitten
1 Stange Lauch, in 2-3 großere Stücke geschnitten
2 Zwiebeln, halbiert
ca. 1 Liter heiße Brühe zum Aufgiessen
evtl. etwas helles Bier
evtl. 1 TL Maisstärke mit Wasser verrührt

Zubereitung:
Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Schweinebraten salzen und pfeffern und in eine Auflaufform setzen. Wer mag kann hier schon das Suppengemüse mit in die Form geben, dann wird es im Ofen schön geröstet und man erhält eine dunklere Sauce. Den Schweinebraten in den heißen Ofen schieben. Nach 20 Minuten etwas Brühe angiessen, das Gemüse dazugeben, falls nicht schon vorher geschehen und den Braten unter öfterem Begießen mit Brühe (oder auch etwas Bier) fertig braten, das dauert ungefähr 1 1/2 bis 2 Stunden. Die Kerntemperatur sollte ca. 72 Grad betragen.
Den Braten aus dem Herd nehmen und in Alufolie einwickeln. Die Sauce in einen Topf giessen und aufkochen, das Gemüse kann als Beilage zum Schweinebraten serviert werden. Nach Geschmack würzen und die Sauce evtl. mit in Wasser aufgelöster Stärke binden.

Kartoffelsalat mit Speck
Menge: 4-6 Portionen

1 kg Kartoffeln, vorwiegend festkochend
1 große Zwiebel
100 g gewürfelter Speck
1/8 Liter Rinderbrühe
Kressi Kräuteressig
Sonnenblumenöl
Salz
Pfeffer
Evtl. etwas Maggi

Zubereitung:
Die Kartoffeln kochen und pellen. Noch warm in Scheiben schneiden und in eine Schüssel geben. Die kleingehackte Zwiebel dazugeben. Den gewürfelten Speck in einer Pfanne anbraten, die Rinderbrühe dazugiessen und das Ganze etwas einreduzieren lassen. Noch heiß zu den Kartoffeln geben, den Salat vermischen und mit Salz, Pfeffer und dem Essig anmachen. Den Kartoffelsalat ziehen lassen und erst kurz vor dem Servieren nochmals abschmecken und dann das Öl und dazugeben. Bei uns gehört immer etwas Maggi an den Kartoffelsalat, aber das kann jeder machen wie er will ;-)

Currywurst mit Pommes

Letzten Samstag traf mich fast der Schlag – ich war dabei, einen Einkaufszettel zu schreiben, und habe meinen Mann gefragt, ob ich was besonderes Kochen soll. Mach doch mal Currywurst sagt er da! WAAAAS – CURRYWURST schrei ich. Ja, das hast Du noch nie gemacht!
Da hat er recht, aber eine Currywurst, die ißt man doch unterwegs. Für zuhause solls dann doch was gscheits sein, oder? Am Ende gewinnt er und ich mach mich auf die Socken zum einkaufen :-) Aber was braucht man für die Currysauce über- lege ich da. Ketchup bestimmt. Viel Ketchup auf alle Fälle.
Beim Metzger sehe ich dann zufällig ein Fix und Fertig Currysaucen-Päckchen. Aber das hört sich ja wirklich ekelig an: 200 ml Wasser aufkochen, Pulver rein, rühren, fertig. Bäh, nix für mich.
Ein bisserl was wollte ich dann doch wertvoll selbermachen, die Sauce bestand aber dann doch fast nur aus Ketchup.
Ich habe eine kleine Zwiebel feinst gewürfelt, denn Stückchen in der Sauce geht ja fast gar nicht. Diese habe ich in einer weiten Pfanne angeschwitzt, etwas Tomaten- mark dazugegeben, dann eine halbe Flasche Ketchup – normal, nicht Curry – dazu. Mit etwas Honig, Balsamicoessig, Chilipulver, Currypulver, Salz und Pfeffer gewürzt, etwas einkochen lassen, fertig. Die Wurst wird eingeschnitten (das habe ich aber erst später erfahren) und angebraten, Sauce und Currypulver darüber, Pommes dazu und fertig. Ich muss zugeben, das hat schon lecker geschmeckt, aber so schnell gibts das bei uns nicht mehr ;-)
Und hier noch das bei Kunstlicht fotografierte Gesamtkunstwerk der gehobenen Küche, das ich meinem Mann und meinen Arbeitskollegen widme, für die es immer ein Festtag ist, wenn es Currywurst mit Pommes in der Kantine gibt :-)

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