Monatsarchive: Oktober 2009

Mein liebstes Mamarezept – Pasta Schuta

Ein schönes Thema beim monatlichen Event gibt es dieses Mal bei der Hüttenhilfe: “Mein liebstes Mamarezept” Für mein liebstes Mamarezept brauche ich nicht lange überlegen, denn Pasta Schuta konnte es früher gar nicht oft genug geben. Sehr zum Verdruss unseres Vaters, er ißt ja lieber Schweinebraten :-)
Alle Kinder saßen ungeduldig am Tisch, die Löffel und Gabeln gezückt um gleich loslegen zu können. Eine Portion hat nie gereicht und am Schluß saßen wir da, die Backen rot verschmiert, die Bäuche vollgeschlagen und wunschlos glücklich!
Bei mir zuhause habe ich dieses Rezept bis jetzt höchst selten gemacht, aber (fast) jeden Donnerstag, an dem wir uns alle bei unserem Dad zuhause versammeln, gibt es Pasta Schuta, inszwischen von mir gekocht, da unsere Mom leider nun schon seit über 3 Jahren tot ist.
Das schönste Kompliment, das ich dann von meinen Lieben bekommen kann, ist nicht, daß es gut schmeckt, sondern, daß es genau so schmeckt wie bei Mom!
Vom Rezept her ist es nicht sehr anspruchsvoll, es wird im Schnellkochtopf bereitet, wie viele Rezepte meiner Mutter. Einmal hat sie sogar Cordon-Bleu im Schnellkochtopf nachgegart, als sie in der Pfanne nicht ganz durch wurden – hat auch geklappt :-)
An die Sauce kommen keine Tomaten, nur Tomatenmark und keine weiteren Gewürze außer Salz und Maggi Gewürz Nummer 1. Dazu gibt es getrockneten Parmesan aus der Packung – aber den erspare ich mir :-)
Ganz lustig fand ich übrigens, daß es auch bei Kitchenroach früher “Pasta Schuta” gab, wenn auch in anderer Zubereitung.

Pasta Schuta
Menge: 4 schöne große Portionen :-)

Zutaten:
500 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
Öl zum Anbraten
1 Maggi-Brühwürfel Fette Brühe
Wasser zum Aufgiessen
1/2 Tube Tomatenmark
Salz, Pfeffer, Gewürz Nr. 1
evtl. 1 Eßl Essig
500 g Spagetti

Zubereitung:
Die Zwiebel klein schneiden, in Öl anschwitzen, das Hackfleisch dazu und braun anbraten. Mit ein wenig Wasser aufgießen, den Brühwürfel dazu und im Schnellkochtopf ca. 20 Minuten kochen lassen.
Das Tomatenmark dazu und nach Geschmack würzen. Die Spagetti nach Packungsanweisung kochen und mit der Sauce servieren.

Maronencreme mit marinierten Trauben

Während bei Lamiacucina mit Marronipüree und bei Cuoche dell’altro mondo mit Kastanienmehl gebacken wird, beschränkt sich meine Küchenerfahrung mit Maronen nur auf dieses Rezept.
Maronen in einem Dessert konnte ich mir nur schwer vorstellen, aber man wird ja mit der Zeit wagemutiger und so habe ich mich an das Rezept gewagt. Um es vorweg zu nehmen, es schmeckt nicht schlecht, ist aber nicht ganz mein Geschmack. Irgendwie kann ich mit den Maronen nicht so ganz anfreunden, doch die in Orangensaft marinierten Trauben haben einiges wieder gerettet ;-)
Leider habe ich auch das Problem mit den dunklen Fotos bei diesem trüben Herbstwetter, ich muss noch austüfteln, wie ich das mit dem Fotografieren in Zukunft bewerkstelligen werde.
Ich hoffe, mein Beitrag zum Gartenkoch-Event “Trauben und Wein” vom Gärtnerblog wird trotz des dunklen Fotos angenommen ;-)

Maronencreme mit marinierten Trauben
Menge: 4 Portionen

Zutaten:
200 g gegarte und geschälte Maronen
200 ml Milch
1 Päckchen Vanillezucker
150 g kernlose blaue Trauben
1 Bio-Orange
2-3 TL Honig
100 g Schlagsahne

Quelle: Essen und Trinken, Für jeden Tag 11/2007

Zubereitung:
Die Maronen mit der Milch und dem Vanillezucker in einem Topf aufkochen lassen und bei kleiner Hitze 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Mit einem Pürierstab fein pürieren und vollständig abkühlen lassen.

Inzwischen die Trauben waschen und längs halbieren. Die Schale der Orange dünn mit dem Zestenreisser abschälen, dann die Orange auspressen. Den Saft mit dem Honig und den Trauben mischen und kurz ziehen lassen. Die Sahne steif schlagen und in mehreren Portionen unter das abgekühlte Maronenpüree heben.

In 4 Dessertgläsern anrichten und mit den Trauben servieren.

Kleine Mandelkuchen mit Vanille-Birnen

Leider hatte ich in den letzten Tagen wenig Zeit, um zu bloggen, aber ich werde mich bessern – versprochen ;-) Hier noch auf den letzten Drücker mein Beitrag für den Event der Low Budget Küche “Kleine Kuchen mit Birnen” Das Rezept habe ich in einem englischen Blog gefunden, mir aber leider nicht den Namen mit ausgedruckt. Geschmacklich waren die kleinen Kuchen sehr lecker, aber leider noch nicht ganz durch, besonders unter den Birnen. Da sie aber oben schon recht braun waren, sollte man besser mit einer niedrigeren Temperatur backen und die Kuchen länger im Ofen lassen.




Kleine Mandelkuchen mit Vanille-Birnen
Menge: 4 Stück, für Formen mit ca. 10 cm Durchmesser

Zutaten Vanille-Birnen:
1-2 Birnen, geschält und halbiert, Kerngehäuse entfernt
250 ml Wasser
100 g Zucker
1 Vanilleschote

Zutaten Mandelkuchen:
100 g weiche Butter
55 g brauner Zucker
1 Eigelb
190 g gemahlene Mandeln
1 Spritzer Zitronensaft
1 Prise Salz
Vanillemark

Zubereitung:
Die Vanille aufschneiden und das Mark mit dem Messer entfernen und beiseite stellen. Das Wasser mit dem Zucker und der Vanilleschote aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und die Birnenhälften reinlegen. Mit einem Deckel verschließen und stehen lassen, mindestens 1 Stunde oder aber über Nacht.

Für den Kuchenteig die Butter schaumig rühren und das Eigelb unterrühren. Dann den Spritzer Zitronensaft , die Prise Salz, die Vanille und zum Schluss die Mandeln unterrühren.

Die Formen mit Butter auspinseln und den Teig darin verteilen. Die Birnenhälften in dünne Scheiben schneiden und dekorativ auf den Kuchen verteilen.

Auf 180 Grad Umluft ca. 16 Minuten backen

Anmerkung: Die Kuchen wurden zu schnell braun und waren unten noch nicht durch, evtl. bei 160 Grad 20 Minuten backen.

Pikante Kürbistarte

Kürbis lieben wir sehr, deshalb hat mich dieses Rezept gleich angesprochen, als ich in meinen alten Kochzeitschriften schmöckerte. Da ich eh viel zu wenig Tartes mache, ist es gleich ganz oben in meiner Rezepteliste gelandet.
Leider hatte ich einen kleinen Unfall beim Nachbacken. Eigentlich sollten die Kürbis-Streifen in einer ofenfesten Pfanne angebraten werden, der Blätterteig drüber und ab in den Ofen. Leider habe ich keine solche Pfanne, daher habe ich den Kürbis dann nach dem Anbraten in eine Porzellanform gegeben – und vergessen, einzufetten.


Daher klebte der Teig an der Form und plumste dann ziemlich unsanft raus, deshalb sieht alles ein wenig ramponiert aus. Geschmeckt hats trotzdem. Dazu gab es einen Ziegenfrischkäsedip mit Kräutern.



Pikante Kürbistarte
4 Portionen

Zutaten:
4 Platten TK-Blätterteig 22×10 cm
Mehl
500 g Hokkaido-Kürbis
1-2 rote Chilischoten
2 EL Olivenöl
25 g Butter
Salz, Pfeffer
2 TL Zucker
1 EL Salbei

Quelle: Zeitschrift Lecker 10/2004

Zubereitung:
Blätterteig auftauen lassen. Auf einer mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche aufeinanderlegen und zu einem Kreis (ca. 28 cm) ausrollen. Bis zur weiteren Verwendung mit einem Tuch abdecken.

Kürbis entkernen und in dünne Spalten schneiden, evtl. schälen. Chilischoten entkernen und fein hacken.

Das Öl in einer ofenfesten beschichteten Pfanne erhitzen. Die Kürbisspalten darin von beiden Seiten anbraten und kreisförmig in der Pfanne anordnen. Chilischoten mit der Butter dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Zucker und dem Salbei bestreuen.

Den Blätterteig auf den Kürbis geben und mit einer Gabel mehrfach einstechen.

Im vorgeheizten Backofen bei 210 Grad (Ober- und Unterhitze) oder bei 180 Grad (Umluft) auf der untersten Schiene 30-35 Minuten backen. Zum Servieren umgekehrt auf einen Teller gleiten lassen.

Vinschgauer Fladen

Jedes Jahr am 16. Oktober findet der “World Bread Day” von Zorra statt. Ich habe die letzten Male immer nur mitgelesen und war fasziniert, welche Vielfalt an Rezepten eingereicht wurde. Dieses Jahr will ich nicht nur lesen, deshalb ist hier mein Beitrag zum Event!
Am Anfang, als ich mit dem Sauerteigbrotbacken gerade begonnen habe, habe ich in einem Bioladen Schabzigerklee gefunden. Schabzigerklee , auch Brotklee oder Zigainerkraut genannt, wird in kleinen Mengen als Brotgewürz verwendet.
Doch ich habe es zu gut gemeint, ich habe viel zu viel von dem Gewürz in meinen Teig getan. Das Brot schmeckte einfach scheusslich. Seitdem habe ich den Schabzigerklee nicht mehr angerührt. Eine Freundin erzählte mir immer von den leckeren Vinschgauer Fladen, die sie immer bäckt. Auch in den Vinschgauer Fladen ist Schabzigerklee – nix für mich, dachte ich mir. Aber dann durfte ich die Fladen mal probieren und das hat mich mit dem Brotklee wieder ein wenig versöhnt :-) Schmeckt ja doch nicht so schlecht, wie ich immer gemeint habe – im Gegenteil sie sind sogar ziemlich lecker! Vor allem mit einem pikanten Belag wie Schinken oder Käse!

Vinschgauer Fladen
ca. 12 Stück

Zutaten Sauerteig:
250 g Roggenmehl 997
250 g warmes Wasser
2 EL Sauerteig vom Anstellgut

Zutaten Teig:
250 g Roggenmehl 997
200 g Weizenmehl o. Dinkelmehl 1050 oder Vollkorn
2 1/2 TL Salz
1 TL Honig
1 TL Kümmel geschrotet
1 TL Koriander geschrotet
1 TL Fenchel geschrotet
1 TL Schabzigerklee
10 g Frischhefe oder 1/2 Päckchen Trockenhefe
100 – 130 ml lauwarmes Wasser

Zubereitung:
Für den Sauerteig alle Zutaten verrühren und 15-20 Stunden gären lassen. Dann das Mehl mit dem Salz, den Gewürzen und der Hefe verrühren und zu dem Sauerteig geben. Den Teig mit den Knethaken zu einem weichen Teig verkneten, nach und nach das restliche Wasser nach Bedarf dazugeben. Feucht zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig das Doppelte seines Volumens erreicht hat.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche die Luft aus dem Teig drücken, in dem der Teig 2x innerhalb von 10 Minuten gedehnt und gefaltet wird (wie ein Briefumschlag). Dazwischen immer wieder feucht abdecken.

Den Teig in ca. 100 g schwere Stücke trennen, zu Kugeln formen und dann flach drücken. In Roggenmehl wälzen und auf ein Backblech legen. Mit einem Tuch bedecken und nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. Den Ofen auf 250 Grad vorheizen, mit Schwaden ca. 25 bis 30 Minuten backen.

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