Monatsarchive: August 2009

Salat aus rohen Zucchini und Stangenbohnen

Nachdem unsere Bohnen weiter spriessen und auch die zwei Zucchinipflanzen fleissig für Nachwuchs sorgen, hier ein Rezept, womit man beide lecker vereinen kann!
Die Zucchini werden roh verwendet und mit dem Sparschäler in feine Scheiben gehobelt. Bei grossen Zucchini mache ich vorher die Kerne raus. Die Bohnen werden in Stücke geschnitten und gekocht. Zusammen marinieren sie dann in Zitronensaft und Olivenöl.
Dieser Salat passt gut in den Sommer und ist schnell gemacht. Gefunden habe ich dieses Rezept wie schon den Kokos-Lime-Pie in einem Kochbuch von Tim Mälzer.

Salat aus rohen Zucchini und Stangenbohnen
Menge: ca. 2-4 Portionen

Zutaten:
600 g Zucchini
250 g Stangenbohnen
Salz, Pfeffer
Abrieb und Saft von 1 Zitrone
3 EL Olivenöl
50 g geriebener Parmesan oder Pecorino

Quelle: Kochbuch Tim Mälzer

Zubereitung:
Von den Zucchini die Enden abschneiden und mit einem Sparschäler (oder Gemüsehobel) der Länge nach in feine Scheiben hobeln.

Von den Stangenbohnen die Enden abschneiden. Die Bohnen in einem großen Topf mit kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten blanchieren, in Eiswasser abschrecken und in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Zucchinischeiben in einer Schüssel mit Salz und Pfeffer würzen und leicht massieren, bis sie geschmeidig sind. Die Bohnen dazugeben und mit dem Zitronenabrieb mischen. Mit einem leichten Dressing aus Zitronensaft und Olivenöl marinieren und mit Parmesan oder Pecorino bestreuen.

Cremiger Kokos-Lime-Pie

Von unserem letzten Kochabend hatte ich noch viele Limetten übrig und ich war auf der Suche nach irgendeinem Rezept, bei dem ich sie verbrauchen konnte. Wie es der Zufall so will, hatte ich mir einige Rezepte aus einem Kochbuch von Tim Mälzer bei der Tante meines Mannes abgeschrieben. Dabei war auch dieser Pie, der sich total verführerisch angehört hat. Schneller als vermutet kam also dieses Rezept zum Einsatz.
Der Mürbeteig war sehr gut zum Verarbeiten, aber die Füllung machte mir Sorgen. 9 Eier sollten mit 250 ml Kokosmilch, 250 g Zucker und 250 ml Limettensaft verrührt werden. Das hörte sich einfach nach zuviel Füllung an, denn meine Form ist nicht ganz so hoch. Meine Zweifel waren berechtigt. Ich habe 7 Eier verwendet und jeweils 200 ml Kokosmilch und Limettensaft und 200 g Zucker. Die Form war bis zum Rand oben voll und ich musste gut balancieren, damit ich den Küchen heil in den Ofen bekam.
Heraus kam eine herrlich zarte, cremige, feinsäuerliche Tarte – ich schwärme jetzt noch davon! Warm schmilzt sie auf der Zunge und gut gekühlt ist sie eine gute Erfrischung an einem heissen Tag!





Cremiger Kokos-Lime-Pie

Zutaten Teig:
125 g Butter
80 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Ei
250 g Dinkelmehl
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

Zutaten Füllung:
250 ml Limettensaft (200 ml verwendet)
250 g Zucker (200 g verwendet)
250 ml Kokosmilch (200 ml verwendet)
9 Eier (7 Eier verwendet)

Quelle: Kochbuch von Tim Mälzer

Zubereitung:
Butter, Puderzucker und Salz mit den Knethaken des Handrührgerätes in einer Schüssel mischen. Das Ei einrühren , Mehl darübersieben und nur noch kurz weiterkneten. Den Teig zu einer Kugel kneten und mindestens 1 Stunde kalt stellen.

Den Teig zwischen zwei Lagen Backpapier mit etwas Mehl kreisförmig (ca. 30 cm) ausrollen. Das obere Papier entfernen und eine eingefettete Springform (26 cm) mit dem Teig auslegen. Das zweite Papier abziehen, den Teig am Rand 2-3 cm hochziehen.

Den Teigboden mit einer Gabel mehrfach einstechen. Backpapier zerknüllen, ausbreiten und auf den Teig legen. Die Hülsenfrüchte auf das Backpapier geben und den Boden im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Ober- und Unterhitze) 15 Minuten vorbacken. Die Hülsenfrüchte mit dem Backpapier entfernen und weitere 10 Minuten zu Ende backen.

Für die Füllung Limettensaft und Zucker in einem Topf aufkochen, die Kokosmilch zugeben, erneut erwärmen, aber nicht mehr kochen. Die Eier verquirlen und in die Milch rühren. Bei geringer Hitze so lange rühren, bis die Masse leicht sämig wird. Auf keinen Fall aufkochen lassen! Die Masse in die Springform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 120 Grad (Ober- und Unterhitze) 30 Minuten stocken lassen, herausnehmen und noch warm servieren. Wer will, kann auch noch 2 EL Zucker draufstreuen und mit einem Bunsenbrenner karamellisieren lassen. Ich habe den Kuchen mit Puderzucker bestäubt.

Doagknödel (Teigknödel) mit Bohnengemüse

Unsere Stangenbohnen wachsen dieses Jahr unermüdlich! Genau richtig, denn im Gärtnerblog geht es beim monatlichen Kochevent um Bohnen.


Bei meinen Eltern gab es Bohnen immer mit Doagknödel und einem gekochten geräucherten Wammerl.
Doagknödel waren früher in Bayern sehr viel mehr verbreitet als Semmelknödel. Mein Dad hat erzählt, daß früher kaum jemand Semmelknödel gemacht hat, da man einfach nicht genug Semmeln dafür hatte. Doagknödel gabs unter der Woche, Semmelknödel wenn dann nur am Sonntag. Das wurde dann bei uns zuhause auch immer so gehandhabt, unsere Mom hat eigentlich nie Semmelknödel gemacht.
Schon beim Kochen hat mich der Geruch der Bohnen mit dem Speck wieder in meine Kindheit zurückversetzt :-) Anders als meine Mom habe ich aber kein Wammerl dazugemacht. Ich habe einfach kleingewürfelten Speck mit in das Bohnengemüse gegeben. Das war vom Geschmack her genauso gut!
Lecker, ich glaube, Doagknödel gibts jetzt wieder öfters bei mir! Hier also das Rezept für meine Rückfahrkarte in die Kindheit :-)

Doagknödel
Rezept zum Selbstberechnen

Zutaten:
Pro Knödel eine Semmel vom Vortag
Pro Knödel 3 gehäufte EL Mehl
bis zu 4 Knödel 1-2 Eier
ab 4 Knödel 2 Eier
bis zu 4 Knödel 1 TL Salz
ab 4 Knödel 1 1/2 TL Salz
1 Schuss Milch je nach Teigbeschaffenheit

Zubereitung:
Die Semmeln ca. 1 cm groß würfeln. In einer großen Schüssel alles verrühren. Der Teig wird recht batzig, sollte sich aber gut formen lassen. Daher vielleicht etwas mehr Mehl dazugeben oder etwas Milch einrühren. Daraus mit nassen Händen Knödel formen. Bei uns sind die Knödel immer recht groß, es kann also sein, daß auch 1-2 Knödel mehr rausgehen. In einem großen Topf Wasser mit Salz aufkochen lassen, die Knödel ca. 20 Min kochen lassen. Die Knödel gehen im Wasser noch ein wenig auf. Daher den Topf lieber grösser als zu klein wählen.

Bohnengemüse mit Speck
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten:
400 g Stangenbohnen
300 ml Gemüsebrühe
1 Zweig Bohnenkraut
1 Zwiebel
1 EL Butter
1 EL Mehl
1 EL gehacktes Bohnenkraut
75 g gewürfelten Speck

Zubereitung:
Die Bohnen putzen, evtl. entfädeln und in ca. 4 cm große Stücke schneiden. Die Gemüsebrühe aufkochen und die Bohnen mit dem Zweig Bohnenkraut darin bei mittlerer Hitze nicht zu weich garen. Die Bohnen abgiessen und die Brühe auffangen. Das Bohnenkraut entfernen und wegwerfen.
Die Zwiebel würfeln und mit dem Speck und der Butter in einem Topf anschwitzen lassen. Das Mehl dazugeben und 1 Minute mitdünsten lassen. Die Brühe nach und nach unter Rühren dazugeben. Das geht am Besten mit einem Schneebesen. Die Sauce ca. 5 – 10 Minuten saft köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und dem Bohnenkraut würzen, die Bohnen dazugeben und in der Sauce erwärmen. Wer mag kann weniger Brühe nehmen und einen Schuss Sahne dazu geben. Dann wirds noch cremiger.

Bodensee – Insel Mainau und Überlingen

So und nun die zweite Hälfte unseres Urlaubs. Auf die Insel Mainau hatte ich mich sehr gefreut. Alex hatte die Insel auch besucht und schöne stimmungsvolle Fotos mitgebracht. Leider hatten wir nicht so viel Glück. Da waren sie wieder, die Touristen :-) Doch wir haben uns auch an diesem Tag die Stimmung nicht verderben lassen. Der Rosengarten war ein Traum. In der heissen Luft konnte sich der Duft der Rosen sehr gut entwickeln und wir haben uns von Rose zu Rose “gerochen”.

Vom Schmetterlingshaus haben wir leider fast nichts mitbekommen, die Leute standen auf den Wegen und es ging so gut wie nichts vorwärts und rückwärts. Die feuchte Hitze noch dazu – da kann einem schon schwummerig werden. Also nix wie weg :-)


Die Blumenbeete sind auch richtig sehenswert und ich habe es keine Sekunde bereut, hierher gekommen zu sein. Als wir wieder mit dem Boot zurück nach Uhldingen wollten, sind wir schon erschrocken – eine riesige Menschenschlange wartete am Bootssteg. Gott sei dank wollten die nach Konstanz. Ein Wunder, dass die vielen Leute alle in das Schiff gepasst haben!


Am nächsten Tag bin ich alleine nach Überlingen gefahren. Überlingen ist eine schöne Stadt, die nicht ganz so auf Touristen ausgelegt ist. Man kann wunderbar einkaufen, es gibt viele “normale” Geschäfte, nicht nur Souveniershops. In Überlingen existiert noch ein Teil der Stadtmauer und an dieser Stadtmauer wurde ein schöner Garten angelegt mit einer kleinen Kakteenanlage.

Sehr schön zum Anschauen und zum Durchspazieren. Ich war schon um halb 8 da und war fast alleine im Garten. Da hatte ich sie also doch noch – Ruhe und Entspannung :-) Am besten hat mir der Brunnen in der Morgensonne gefallen!

Geeistes Schokoladen-Espresso-Soufflé

Hurra – noch geschafft! Endlich auch bei mir wieder ein Beitrag zu einem Koch- event von Zorra. Dieses Mal geht es um Kaffee, ein Thema, das Foodfreak ausgewählt hat. Kaffee in einem Hauptgericht kann ich mir nicht so gut vorstellen, auch nicht in Kombination mit Fleisch, deshalb bin ich sehr gespannt auf die Rezept die eintrudeln. Ich bin bis jetzt noch gar nicht dazu gekommen, mal zu gucken, was alles schon gemacht wurde. Eigentlich sollte man im Urlaub doch mehr Zeit haben oder?
Das Rezept zu dem geeisten Soufflé habe ich aus einem Magazin von Lindt, das zu Ostern erschienen ist und auch einige Rezepte von Joann Lafer enthielt. Die Art, wie das Schokoladen-Espresso-Eis als “Soufflé” in Espresso-Tassen serviert wird, gefiel mir sehr gut. Da kam mir das Kochevent gerade recht – sonst würde es immer noch in meiner langen Nachkochliste schlummern.
Den “Soufflé-Effekt” erreicht man, in dem man einen Streifen Backpapier innen am Tassenrand befestigt. So sieht das dann aus:


Ich habe die Backpapierstreifen noch mit Tesafilm stabilisiert und dann noch von außen mit Tesafilm an den Tassen befestigt. Die Creme wird dann in die Espressotasse gefüllt und in den Tiefkühler gestellt. Am Ende wird das Backpapier entfernt, flüssige Schokolade auf die Soufflés gegossen und alles mit Mandeln verziert.


Die Zubereitung der Eismasse ist recht einfach, aber die Befestigung der Back- papierstreifen war doch eine ziemliche Fummelei. Auch das Herausziehen der Streifen aus dem geeisten Soufflé war schwierig, aber nachdem es ein wenig angetaut war, ging es ganz gut. Leider habe ich zuwenig Eismasse in die Tassen gefüllt, so dass der Soufflé-Effekt nicht so gut rüberkommt. Bei Herrn Lafer steht das Soufflé fast zwei Zentimeter aus der Tasse und sieht echt toll aus.
Und zu guter Letzt bleibt noch zu erwähnen, daß es auch traumhaft schmeckt, schön schokoladig mit einer leckeren Kaffee-Note :-)

Geeistes Schokoladen-Espresso-Soufflé
Menge: 6 Espressotassen

Zutaten:
125 ml Milch (Ziegenmilch)
200 ml Sahne
30 g löslicher Espresso
100 g Lindt Schokolade 70 %
3 Eier
1 Prise Salz
75 g Zucker
100 g Lindt Schokolade 70 %, geschmolzen
Mandelblättchen

Quelle: Nach Johann Lafer “Chocoladen Seiten, Lindt Magazin, Ostern 2009″

Zubereitung:
1. Milch mit Sahne und löslichem Espresso aufkochen, dann vom Herd nehmen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.
2. Aus Backpapier für jede Espressotasse einen ca. 3 cm breiten und etwa 10-20 cm langen Streifen (je nach Tassengrösse) zuschneiden und in die Espressotasse einsetzen, so dass das Papier ca. 2 cm über den Rand steht. Die Streifen mit Tesafilm fixieren.
3. Die Schokolade in Stücke brechen.
4. Eier trennen. Eigelbe mit der Espresso-Sahne-Milch in einer Schüssel verrühren und über einem heißen Wasserbad zu einer cremigen Masse aufschlagen. Die Schokoladenstücke nach und nach unterrühren und auflösen lassen. Anschließend abkühlen lassen.
5. Die Eiweiße mit einer Prise Salz zu steifen Schnee schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Den Eischnee vorsichtig unter die Schokoladencreme heben.
6. Die Masse bis zum Papierrand in die Tassen füllen und für etwa 4 Stunden in das Gefrierfach stellen.
7. Die Papierstreifen von den Tassen entfernen. Etwas flüssige Schokolade auf die gefrorenen Soufflés gießen und mit den Mandelblättchen bestreuen.

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