Monatsarchive: März 2009

Fenchelravioli nach Christian Rach

Dieses Jahr hat mir das Christkind einen Buchgutschein gebracht und natürlich sollte es ein Kochbuch werden :-) Ich war schwer am grübeln, welches ich mir kaufen sollte. In die engere Auswahl kam auch das Buch von Christian Rach – Das Kochgesetzbuch Leider war keine Buchhandlung in der Nähe, die das Buch vorrätig hatte, so daß ich es mir vorher nicht anschauen konnte. Eva von Deichrunner hat bereits hier etwas aus diesem Buch nachgekocht und hat es mir auf Nachfrage empfohlen. Nicht zu unrecht, denn uns gefällt das Kochbuch sehr gut. Einige Rezepte werde ich zwar bestimmt nicht nachkochen, aber das gibt es glaube ich in jedem Kochbuch.
Als erstes Rezept haben wir uns an “Fenchelangelotti mit Paprikasugo” gewagt – nur sind es bei uns “Fenchelravioli mit Tomatensugo” geworden :-)
Ich habe letztes Jahr zu meinem Geburtstag eine neue Ravioliform bekommen, da die vorhandene (oben im Bild) uns die letzten Nerven gekostet hat. Irgendwie klappte das nie. Der Teig klebte immer fest oder das trennen funktionierte nicht. Mit meiner neuen Form klappte das einwandfrei. Die kann ich nur empfehlen!



Was irgendwie gar nicht gepasst hat, war das Verhältniss vom Nudelteig zur Füllung. Der Nudelteig von Herrn Rach besteht aus 140 g Mehl, wir haben unseren Standard-Nudel-Teig mit 300 g Mehl gemacht, da wir aus dem Rest noch Tagliatelle machen wollten. Wir haben allerdings den kompletten Teig verbraucht und es blieb noch Füllung übrig. Die Füllung war übrigens sehr lecker, der Fenchelgeschmack war nicht dominant und selbst unsere Tochter hat die Raviolis ohne Probleme gegessen. Fenchel mag sie normalerweise gar nicht. Der Rest hat als Sauce auf heissen Nudeln am nächsten Tag auch sehr gut geschmeckt.



Fenchelravioli mit Tomatensugo
3 Portionen

Zutaten Nudelteig:
300 Gramm Dinkelmehl 630
1 Prise Salz
3 Eier
1 EL natives Olivenöl

Zutaten Füllung:
2 große Fenchelknollen
1/2 Bio-Zitrone
3 EL natives Olivenöl
Salz
Pfeffer
4 Thymianzweige
400 ml Gemüse- oder Hühnerfond
50 g Parmesan
100 g Ricotta (Ziegenfrischkäse)
1 Ei
4 EL Semmelbrösel (Dinkel)

Zutaten Tomatensugo:
800 g Tomatenstücke (aus der Dose)
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
Balsamico-Essig

Quelle:
Nach Christian Rach, Das Kochgesetzbuch

Für den Nudelteig das Mehl auf ein Brett geben, die restlichen Zutaten in die Mitte des Mehls geben und mit einer Gabel zuerst die Eier verrühren, dabei immer mehr Mehl aufnehmen, bis ein Teig entsteht, der geknetet werden kann. Den Teig solange kneten, bis er nicht mehr klebt und geschmeidig geworden ist. In Klarsichtfolie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.

Für die Füllung die Fenchelknollen putzen, waschen und in grobe Würfel schneiden. Zitrone waschen, Schale abreiben und den Saft auspressen. Die Fenchelwürfel mit dem Zitronensaft mischen. Olivenöl in einem Topf erhitzen, darin die Fenchelwürfel farblos anschwitzen und mit Salz und Pfeffer würzen. Thymian waschen und die Blättchen von den Stielen zupfen. Thymianblättchen und den Fond zum Fenchel geben und bei mittlerer Temperatur und halb geöffneten Deckel weich kochen.

Fenchel abgießen und mit einem Pürierstab nicht zu fein mixen und abkühlen lassen. Parmesan fein reiben und mit dem Ricotta (Ziegenfrischkäse) dem Ei und den Semmelbröseln unter die Fenchelmasse heben. Mit Salz, Pfeffer und Zitronenschale abschmecken.

Nudelteig ausrollen, die Ravioliform bemehlen, Teig einlegen, füllen, eine weitere Bahn darüberlegen und mit einem Nudelholz fest darüberrollen. Ravioliform umdrehen, dann fallen die Raviolis raus.

Für das Tomatensugo die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln, in Olivenöl andünsten, die Tomatenstücke dazugeben und sanft einköcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Dann mit Salz, Pfeffer und wenn gewünscht mit etwas Balsamicoessig abschmecken.

Kurz vor dem Servieren eine großen Topf mit reichlich Wasser mit Salz zum Kochen bringen und darin die Ravioli 2-3 Minuten kochen. Mit der Sauce anrichten.

Feldsalat mit Orangen-Balsamico-Vinaigrette

Ich habe mir in der Bücherei das Kochbuch von Alfons Schuhbeck “Meine bayerische Küche” ausgeliehen, da ich bis jetzt noch keines der Kochbücher von ihm gelesen habe.
Ich muss sagen, ich bin sehr angetan, obwohl seine Gerichte oft aus sehr vielen Zutaten bestehen, was mich manchmal abschreckt :-)
Gut, einige Rezepte sind etwas gewagt wie zum Beispiel “Gebratene Weisswurst mit Kartoffelpüree” oder “Gebackene Weisswurstradeln auf Linsensalat” – sowas würde mein Vater als echter Bayer nicht essen, aber es sind sehr viele tolle Rezepte drin. Auch die Nachspeisen und Kuchen hören sich sehr gut an. Ich denke, dieses Kochbuch werde ich über kurz oder lang mein Eigen nennen.
Ich habe mal mit einem einfachen Rezept angefangen. Feldsalat war da und ich wollte ein fruchtiges Dressing dazu. Zwei Orangen mussten auch weg, daher war das Rezept gleich gefunden. Ich habe das Dressing nach dem Rezept zubereitet, aber es schmeckte mir zu wenig nach Orange, deshalb habe ich noch den Saft einer Orange zum Dressing gegeben. Meine Tochter und mir hat es sehr gut geschmeckt, mein Mann war leider nicht so begeistert – so ist halt mehr für uns geblieben!

Balsamico-Orangen-Vinaigrette
Menge: 200 ml

Zutaten:
2 TL Puderzucker
5 EL Aceto balsamico
100 ml Gemüsebrühe
4 EL mildes Olivenöl
Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Streifen unbehandelte Orangenschale
1 Thymianzweig
2 Scheiben Knoblauch
1 Scheibe Ingwer

Quelle:
Nach “Alfons Schubeck – Meine bayerische Küche”

1. Den Puderzucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze hell karamellisieren
lassen und vom Herd nehmen. Mit dem Essig ablöschen und 30 Sekunden
einkochen lassen.

2. Den Balsamico-Sud mit der Brühe und dem Olivenöl verrühren und mit
Salz und Pfeffer würden. Orangenschale, Thymian, Knoblauch und Ingwer
einige Minuten darin ziehen lassen und wieder entfernen.

Anmerkungen: Ich habe am Schluss noch den Saft einer Orange mit
dazugegeben und das Ganze nochmals reduziert.
Den Feldsalat habe ich mit Orangenspalten und Kirschtomaten ange-
richtet.

Bandnudeln mit Wirsing

Eigentlich sollte dieses Rezept mit Spitzkohl gemacht werden, aber beim Einkaufen gab es nur riesige Köpfe. Da man für das Rezept nur 400 g braucht und der Rest dann bestimmt im Kühlschrank rumgammelt bis ich ihn dann wegwerfe habe ich mir einen kleinen Kopf Wirsing mitgenommen. Das passt auch sehr gut, denn im Garten-Koch Event vom Gärtnerblog geht es dieses Monat um Wirsing! Gut, einen Preis für Innovation werde ich dafür bestimmt nicht kriegen, der steht schon eher Robert von lamiacucina mit diesem perfekten Wirsing-Marroni-Köpfli zu!
Aber es hat sehr gut geschmeckt. Im Prinzip wie Spagetti alla Carbonara mit Wirsing. Nur leider war der Wirsing ein wenig bitter. Hätte ich das irgendwie verhindern können durch eine besondere Zubereitungsweise oder ist halt einfach der eine Wirsing bitterer als der andere?
Ich wäre um Aufklärung sehr dankbar, denn auch in meinem Universalkochbuch “Die bayerische Küche” steht dazu nichts geschrieben.



Bandnudeln mit Wirsing
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten:
400 g Spitzkohl
150 ml Schlagsahne
2 Eier
3 EL Schnittlauchröllchen
70 g geriebener Bergkäse (Ziegengouda)
200 g Bandnudeln (helle Dinkelbandnudeln)
2 EL Butter
(100 g Speck)

Quelle:
Nach Essen & Trinken für jeden Tag 04/2009

Zubereitung:
1. Den Spitzkohl putzen, den Strunk keilförmig herausschneiden und die Kohl-
blätter in 2 cm breite Streifen schneiden.
Die Schlagsahne mit den Eiern, den Schnittlauchröllchen und den geriebenen
Käse verrühren.
2. Bandnudeln in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen.
3. Butter und wenn gewünscht die Speckwürfelchen in einer beschichteten
Pfanne erhitzen, Spitzkohl darin unter Rühren 6-7 Min anbraten. Nudeln
abtropfen lassen und zum Spitzkohl geben. Käse-Sahne-Mischung darüber-
gießen und bei milder Hitze zugedeckt ca. 3-4 Minuten stocken lassen.

Tartufo – eine italienische Nachspeise

Tartufo ist der italienische Ausdruck für Trüffel – genauso sieht das Dessert auch aus! Geschmacklich eine Wucht, aber ohne die Schokoladenverzierung sieht es nicht sehr schön aus!
Das Dessert muss mindestens 6 Stunden vor dem Servieren zubereitet werden, da es eingefroren werden muss. Ideal also, wenn Gäste erwartet werden.
Das Dessert muss aber mindestens eine viertel Stunde vor dem Verzehr aus der Kälte geholt werden, denn sonst ist es doch sehr hart – und ich spreche da aus Erfahrung. Ich habe mich beeilt und alles ganz schnell angerichtet, da ich Angst hätte, daß die Nachspeise halb geschmolzen bei den Gästen ankommt.
Das war ein Trugschluss und da wir alle nicht warten konnten, die Nachspeise zu probieren, mit dem Löffel aber kaum etwas abbekommen haben, war es ein ziemliches Geklapper am Tisch :-)

Tartuffo

Tartufo

Zutaten:
200 Gramm Bitterschokolade mind. 60 %
200 Gramm Mascarpone
4 EL Kakaopulver
1 P. Vanillezucker
1 EL Zucker
200 ml süße Sahne
1 Schuss Obstler oder Likör
8 Förmchen (möglichst bauchig)

Quelle:
Dagmar von Cramm, Das grosse GU Partybuch

Zubereitung:
100 Gramm Schokolade im Wasserbad bei kleinster Hitze schmelzen.
Unter Rühren etwas abkühlen lassen, dann löffelweise Mascarpone
unterziehen, mit 2 EL Kakaopulver, Vanille- und Zucker kräftig
schlagen.

Die Sahne sehr steif schlagen, unterziehen und die Masse mit
dem Obstler oder Likör abschmecken. 8 Förmchen mit kaltem
Wasser ausschwenken und die Schokomasse einfüllen, mindestens
6 Stunden einfrieren.

Eine Alufolie dünn mit Öl einpinseln und auf ein Brett legen. Restliche
Schokolade im Wasserbad schmelzen. Flüssige Schokolade in eine
Gefriertüte füllen. Eine Ecke abschneiden. Durch das entstandene
Loch 16 Schokokreise oder andere Ornamente auf die Alufolie spritzen.
Mitsamt dem Brett ins Gefrierfach legen und erstarren lassen. Ist die
Schokolade fest, vorsichtig von der Alufolie abziehen.

Tartufo aus den Förmchen lösen, mit den Schokokreisen garnieren
und mit dem restlichen Kakaopulver überstäuben.

Anmerkung: Ich habe den Alkohol weggelassen, da Kinder mit-
gegessen haben. Als Förmchen habe kleine runde Soufflee-Förmchen
verwendet.

Ziegenfrischkäse-Sahne mit grünem Apfel

Im Kochtopf gibt es dieses Monat den Event “Food & Glas”. Chaosqueen hatte diese Idee, die mir an sich gut gefällt, mir aber wenig dazu einfällt – außer Nach-
speisen, die ja leider ausgenommen sind.
Doch das Internet ist groß und ich habe ein Rezept für eine Vorspeise beim Chefkoch gefunden, die mit Ziegenfrischkäse gemacht wird. Wie ich jetzt festge-
stellt habe, hat Petra von Chili und Ciabatta die gleiche Ziegenfrischkäsecreme im Angebot :-)
Da ich keine kleinen Gläschen habe, habe ich einfach Gläschen für Teelichter umfunktioniert, was meinen Mann ein wenig irritierte :-)
In die Gläschen wurde dann die Ziegenkäsecreme abwechselnd mit gedünsteten grünen Apfel eingeschichtet. Insgesamt kam die Vorspeise nicht so gut an, ich habe viel zuwenig Äpfel (im Rezept stehen 2 Äpfel, ich habe gedacht einer reicht locker) mit eingeschichtet und daher kam die Creme ziemlich dominant rüber. Aber das Zusammenspiel vom Ziegenkäse mit dem gedünsteten Apfel war an sich schon sehr lecker. Im Rezept wird die Vorspeise zusammen mit rohem Schinken angerichtet, ich habe ganz dünne Scheiben einer Semmel kurz angeröstet und dazu gereicht.



Ziegenfrischkäse – Sahne mit grünem Apfel

Zutaten für 6 kleine Gläschen:
200 Gramm Ziegenfrischkäse
4 EL Sahne
2 EL Olivenöl
2 Äpfel, grüne
nach Belieben, roher Schinken für die Dekoration

Quelle:
Nach Chefkoch-Userin “Bushcook” http://www.chefkoch.de/rezepte/1012001206369904/Ziegenfrischkaese-Sahne-mit-gruenem-Apfel.html

Zubereitung:
Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse herausschneiden und die Äpfel in sehr schmale Spalten schneiden. In ein wenig Wasser so weich dünsten, dass man sie problemlos mit einem Löffel essen kann.

Den Ziegenfrischkäse mit einer Gabel zerdrücken und in der erwärmten Sahne schmelzen lassen. Unbedingt mit niedriger Temperatur arbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend das Olivenöl dazugeben und alles zu einer cremigen Masse verrühren.

Einen kleinen Löffel Ziegenfrischkäse-Masse in kleine Vorspeisengläser geben und glatt streichen. Mit den weichen Apfelspalten belegen. Dann wieder Ziegenfrischkäse und wieder Apfel. So oft schichten, wie man möchte.

Die Gläser können nach Belieben noch mit rohem Schinken oder geräucherter Entenbrust dekoriert werden.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 60 Followern an