Monatsarchive: Februar 2009

Asiatischer Kochabend

Letzte Woche war es wieder soweit, wir waren bei Freunden zum Kochen eingeladen!
Wir haben das schon öfters gemacht. Nach einem orientalischen Menü und einem Lammbraten sollte es diesmal etwas Asiatisches sein. Es waren noch zwei weitere „Mitköche“ eingeladen, so dass wir insgesamt sechs Leute waren.

Folgendes Menü hatten wir geplant:

Tom-Kha-Gai Suppe
Thunfisch in Zimt-Sesam-Kruste auf Mango- und Avocadosalat
Japanisches Matcha-Eis und Melone

Unser Gastgeber war bei der Metro um den Thunfisch für die Hauptspeise einzukaufen. Beim Thunfisch ist es nicht geblieben – er konnte einfach nicht an den leckeren Jacobsmuscheln vorbeigehen ohne welche davon mitzunehmen. Das war nicht wirklich schlimm und wir haben sie gleich vom Schneidebrett weg im Stehen mit Sojasauce, Wasabi und eingelegtem Ingwer gefuttert.
Sie waren einfach köstlich. Da der Thunfisch so appetitlich daneben lag, entschied unser Gastgeber, dass 1 kg Thunfisch viel zu viel für die Hauptspeise ist und hat kurzerhand ein Stück davon auch zu Sashimi verarbeitet.

Die Suppe hatten die beiden „Mitköche“ schon vorbereitet und es mussten nur noch die Gewürze, der Chili, das Fleisch und die Shiitake-Pilze rein. Vor dem Verspeisen des Sashimis haben wir die Suppe abgeschmeckt – sie war nur leicht scharf. Nach einer halben Stunde haben die Chilis schön angezogen und die Suppe war schon fast zu scharf. Sie war sehr lecker – besser schmeckt sie auch bei unserem Lieblingchinesen nicht!
Für die Hauptspeise wurde der Thunfisch in Zimt und Sesam gewälzt und nur kurz angebraten, so dass er innen noch roh war. Das Rezept habe ich von einem anderen Kochtreffen mitgebracht und was wir uns zuerst gar nicht vorstellen konnten – der Zimt harmoniert wunderbar mit dem Thunfisch. Dazu gab es einen Mangosalat und einen Avocadosalat. Leider war die Mango noch ziemlich hart und daher nicht sehr aromatisch.
Das Matcha-Eis (Grüntee-Eis) wollten wir zuerst fertig kaufen, aber unser Gastgeber hatte Matcha-Pulver zuhause und ich habe eine Eismaschine. Es war nicht schwierig zu machen und schmeckte einfach toll zur Melone. Leider kommt das grün auf dem Foto nicht so gut raus! Nach dem Essen hatten wir dicke Bäuche und konnten uns kaum mehr bewegen.
Zum Trinken gab es Sake. Bis jetzt habe ich von diesem Getränk eher die Finger gelassen, aber unser Gastgeber servierte uns einen wirklich leckeren Tropfen. Zum Abschluss des Essens durfte ich einen grünen Nusslikör probieren, auf den ich schon sehr neugierig war. Der schmeckt wirklich göttlich. Dieses Jahr werde ich auf alle Fälle selbst welchen ansetzen.

Als Highlight bekamen wir nach dem Essen noch eine Sondervorstellung in (ich hoffe, ich schreibe jetzt nix falsches) Japanischer Schwertkampfkunst. Einfach unglaublich, wie die beiden Herren sich nach soviel Essen noch bewegen konnten!

Es war ein wunderbarer Abend, den wir sehr genossen haben!
Bleibt nur zu klären – Was kochen wir nächstes Mal?

Tom-Kha-Gai-Suppe
Menge: 8 Portionen

Zutaten:
Putenschnitzel oder Hähnchenbrustfilet in Streifen (Menge nach Belieben)
4-5 EL Fischsauce
Pfeffer
2 Dosen Kokosmilch (insgesamt 800 ml)
5-6 Zitronenblätter
Ca. 5 cm Galgant in Scheiben
2 Stengel Zitronengras
4-5 EL Fischsauce
3-4 EL Limettensaft
2-3 Chilis ohne Kerne klein gewürfelt (oder auch mehr)
6-7 Shiitakepilze in Scheiben (Menge nach Belieben)

Einen Tag vorher das Fleisch in der Fischsauce mit Pfeffer im Kühlschrank marinieren lassen.
Die Kokosmilch mit den Zitronenblättern, den Galgant, dem Zitronengras und der Fischsauce ca. 1 Stunde köcheln lassen. Dann die Suppe abseihen. Die Suppe mit dem Limettensaft, Chilies und Koriander abschmecken und die Shiitakepilze und die Fleischstreifen reingeben und nochmals kurz erhitzen und servieren. Das Fleisch nicht zu lange erhitzen, da es wird sonst zu trocken wird.

Thunfischfilet in Zimt-Sesam-Kruste auf Mango- und Avocadosalat
Menge: 6 Portionen

Zutaten Thunfisch:
1 kg Thunfisch ins Sushi-Qualität
2 ½ TL Zimt
5 EL Sesam
Salz, Pfeffer

Zutaten Mango-Salat:
500 Gramm Mango klein gewürfelt
1 Zwiebel klein gewürfelt
1 halbe rote Paprika klein gewürfelt
Weisser Balsamico-Essig
Olivenöl
Rote Chilies ohne Kerne, klein gewürfelt
Frischer Koriander
Salz

Zutaten Avocado-Salat:
2 reife Avocado klein gewürfelt
1 Frühlingszwiebel in feinen Scheiben
2 Tomaten, entkernt, klein gewürfelt
Saft von einer Limette
1-2 Chilies ohne Kerne, klein gewürfelt
Zucker
Salz
Frischer Koriander

Für die Salate jeweils die Zutaten vermischen, nach Geschmack würzen und ein wenig ziehen lassen. Den Thunfisch am Stück leicht anfeuchten, erst in Zimt, dann im Sesam wälzen. Salzen und pfeffern und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett von allen Seiten kurz anbraten.
Die Salate auf dem Teller anrichten, den Thunfisch in Scheiben schneiden und dazu reichen.

Japanisches Grüntee-Eis (Matcha-Eis)
Menge: 1 Liter, 6 Portionen

½ Liter Sahne
½ Liter Milch (Ziegenmilch)
175 g Zucker
1 Prise Salz
17 Gramm grüner Pulvertee (Matcha)

Quelle:
Rezept von Shimone, http://www.chefkoch.de/rezepte/322621114240319/Japanisches-Gruentee-Eis.html

Alle Zutaten solange miteinander verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
In der Eismaschine gefrieren lassen. Aber Vorsicht mit dem Grüntee – schmeckt sehr intensiv. Am besten die 17 Gramm mit der Briefwaage abmessen.

Das Eis wird (da ohne Eier) in der Eismaschine vermutlich nicht ganz gefrieren. Deshalb hinterher einfach nochmals für 30-60 Minuten in die TK-Truhe stellen, dann hat es eine schöne Konsistenz und ist verzehrfertig.

Anmerkung: Wir haben das Eis nicht mehr in die TK-Truhe gestellt. Es war dann eher Soft-Eis. Wir haben Honig-Melone dazu gegessen.

Die Münchner Foodblogger treffen sich!

bannerIniziert von Rosa von der Neuhausener Nudelsuppe und von Nysa vom Cafe da Nysa gibt es am Sonntag, den 1. März ein Treffen der Münchner Foodblogger.
Treffpunkt ist um 15 Uhr im Edward’s in der Ysenburgstr. 13, Ecke Frundsbergstr., nahe Rotkreuzplatz, zu erreichen mit U1 / Bus53 / Tram12.
Einzelheiten findet Ihr auf dem Blog von Rosa!

Ich freue mich schon, Euch alle kennenzulernen!

Essigknödel

Essigknödel ist in Bayern eine beliebte Art, übriggebliebene Semmel- oder Teigknödel zu verwerten. Ein richtiges Rezept gibts dazu eigentlich nicht. Im Prinzip werden die Knödel einfach wie ein Salat angemacht.
Dafür die Knödel in dünne Scheiben schneiden. Wir haben die Reste unseres Serviettenknödels genommen. Diese im Teller kreisförmig anordnen. Eine sehr dünn geschnittene Zwiebel obendrauf. Die Knödel dann ein wenig salzen und pfeffern, nach Geschmack Essig (Kressi Kräuteressig) und Öl (Sonnenblumenöl) anmachen. Das Ganze ein wenig ziehen lassen und geniessen. Leider ist das Foto nicht ganz so toll geworden, es war schon spät :-)

Serviettenknödel mit Pilzragout (Rahmschwammerl)

Für den Garten-Koch-Event im Gärtnerblog wollte ich eigentlich Rahmschwammerl (Rahmpilze) mit Semmelknödel machen, hab mich dann aber für etwas aufwendigeres entschieden. Serviettenknödel habe ich noch nie selbstgemacht, hab aber schon mal bei der Zubereitung zugeschaut, das sah nicht schwer aus. Da mein Mann kein Weizenmehl verträgt, muss ich immer, wenn ich Semmelknödel machen will, einen Tag vorher Dinkelsemmeln backen. Mein Standardrezept für Kaisersemmeln habe ich im Chefkoch gefunden und kommt, wie viele meiner Brotrezepte von Marla21 :-) Hier die Serviettenknödelmasse, kurz vor dem Einrollen in ein nasses Geschirrtuch (ganz in blau-weiss, wie es sich für Bayern gehört :-) Hinten ist schon eine fertige Rolle.
Im Rezept steht, daß man die Rolle an einen Kochlöffel binden und den Knödel dann mittels dieses Kochlöffels in Salzwasser hängen soll. Da ich keinen so grossen Topf habe, habe ich zwei kleinere Rollen geformt. Das mit dem Kochlöffel habe ich mir gespart, da die zwei Rollen in meinem Topf eh nicht untergehen konnten! Eine Stunde müssen die Serviettenknödel garen. In der Zwischenzeit habe ich die Rahmschwammerl zubereitet. Ich hatte noch ca. 400 Gramm eingefrorene Braun-kappen (Maronenröhrlinge) im Tiefkühler, die uns mein Arbeitskollege etwas mitleidig dankenswerterweise letztes Jahr mitgebracht hat, weil ich einfach gar keine Schwammerl gefunden habe. Die habe ich dann mit 400 Gramm Champignons ergänzt. Da ich Pilze für mein Leben gerne esse, kann ich nur sagen, wir haben richtig geschlemmt – es war sehr lecker!
Von der Menge her waren die Rahmschwammerl genau richtig, von den Servietten- knödeln ist uns eine Rolle übrig geblieben. Macht aber gar nichts – daraus machen wir dann einen Essigknödel! Das Rezept dazu gibts morgen!

Serviettenknögel mit Pilzragout

Menge: 4 Portionen

Zutaten Knödel:
8 Semmeln vom Vortag
375 ml Milch (Ziegenmilch genommen)
250 Gramm gekochte Pellkartoffeln
1 Stange Lauch (1 Frühlingszwiebel genommen)
1 Bund gemischte Kräuter (Petersilie genommen)
100 Gramm Räucherspeck gewürfelt
80 Gramm Butter
4 Eier
Salz, Pfeffer

Zutaten Pilzragout:
800 Gramm Mischpilze (400 Gramm Maronen, 400 Gramm Braunkappen)
2 EL Zitronensaft
1 Zwiebel
2 EL Butter
2 TL Mehl
1/4 l Gemüsebrühe (Fleischbrühe genommen)
200 Gramm Schlagsahne
Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss

Quelle:
Lust auf Genuss – Landhausküche

Zubereitung:
1. Für den Serviettenknödel die Semmeln in knapp 1 cm große Würfel
schneiden und in eine Schüssel geben. Milch lauwarm erwärmen und
darüber giessen. Kartoffeln pellen und auf der Rohkostreibe fein raspeln.
2. Lauch waschen, putzen und samt dem Grün fein hacken. Kräuter kalt
abbrausen und trockenschütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken.
3. 1 EL Butter zerlassen, Speck und Lauch darin bei mittlerer Hitze unter
rühren 5 Min. dünsten. Kräuter zugeben und zusammenfallen lassen.
Vom Herd nehmen.
4. 2 Eier trennen. Übrige Butter mit den Eigelben und den übrigen 2
ganzen Eiern schaumig schlagen. Zusammen mit Lauchmischung und den
Kartoffeln unter die Semmelmasse mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Eiweiße steif schlagen und locker unterheben.
5. Ein frisches Küchentuch unter kaltes Wasser halten und auswringen.
Knödelmasse in der Mitte des Tuches zu einer dicken Wurst formen,
locker im Tuch einwickeln. Die Enden mit Küchengarn an einen langen
Kochlöffel – so lang, dass man ihn über einen breiten Topf hängen
kann – befestigen. In einem großen, breiten Topf Wasser mit Salz
zum kochen bringen. Tuch mit dem Knödel hineinhängen, Hitze redu-
zieren. Knödel im Topf in etwa einer Stunde gar ziehen lassen, dabei
einmal umdrehen.
6. Inzwischen Pilze mit feuchtem Küchenpapier abreiben. Pilze in Schei-
ben oder Streifen schneiden, mit Zitronensaft mischen.
7. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Butter in einer großen Pfanne
zerlassen, Zwiebel darin glasig dünsten. Pilze dazugeben und bei
starker Hitze unter Rühren ein paar Minuten braten. Mit Mehl
bestäuben, kurz anschwitzen. Brühe und Sahne angießen, bei
schwacher Hitze 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer
und Muskat abschmecken.
8. Knödel aus dem Wasser heben, abtropfen lassen. Aus dem
Tuch wickeln, in Scheiben schneiden und mit den Pilzen an-
richten.

Gewürfeltes Risotto mit Lammspiesschen

Nachdem ich wunderbarerweise bei Zorra im Kochtopf beim Adventsrätsel Ihr Buch gewonnen habe, wurde es langsam Zeit, auch etwas daraus nachzukochen. Geschmökert habe ich schon öfters, denn ich lese sehr gerne Kochbücher. Andere lesen einen Roman vor dem Schlafen, ich blättere in Kochbüchern! Mir gefällt Nickys Buch sehr gut, es ist eine schöne Mischung aus “normalen” und “ausgefallenen” Rezepten.
Als erstes haben wir uns ein “normaleres” Rezept :-) ausgesucht. Für uns war das Rezept doch nicht ganz so normal. Wir haben nämlich erst einmal mit Lammfleisch gekocht. Das Ergebnis war zwar nicht schlecht, aber es hat mich auch nicht umgeworfen. Seit damals warteten noch 2 Lammfilets auf weitere Verarbeitung. Das war genau die richtige Menge für das Rezept. Diesmal hat mich der Geschmack des Lammfleisches völlig überzeugt – mein Mann hat die Spiesschen genau richtig auf den Punkt gebraten – es war innen noch zart rosa. Sehr lecker. Das Risotto passte wunderbar dazu, allerdings haben wir es ohne Auberginen gemacht.



Gewürfeltes Risotto mit Lammspiesschen
Menge: 4 Personen

Zutaten:
1 großer Zucchino
1 große Aubergine (weggelassen)
4 EL Butter
feines Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
2 Schalotten
400 Gramm Risotto-Reis (z. B. Arborio)
1/4 l trockener Weißwein
etwa 1 l heißer Gemüsefond (Gemüsebrühe)
50 Gramm frisch geriebener Pecorino
4 Zweige Rosmarin
200 Gramm Lammfilet
2 EL Olivenöl
feines Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Quelle:
delicious days – Nicole Stich

Zubereitung:
1. Für den Risotten den Zucchino und die Aubergine waschen, putzen und in
möglichst feine Würfel schneiden. In der großen Pfanne 2 EL Butter auf-
schäumen lassen und darin die Gemüsewürfel bei mittlerer Hitze in 5-8 Min.
leicht anrösten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken, dann zur Seite
stellen.

2. Zwischendurch die Lammspießchen vorbereiten. Die Rosmarinzweige werden
als Spieße verwendet, dazu die Zweige waschen, trockenschütteln und die
Nadeln entgegen der Wuchsrichtung abstreifen, dabei nur an der Zweigspitze
ein paar Nadeln stehen lassen. Das dicke Zweigende mit einem Messer spitz
zuschnitzen, dann lässt sich das Fleisch leichter aufspießen. Lammfilet in
2 cm große Würfel schneiden und auf die Rosmarinzweige stecken.

3. Die Schalotten schälen und fein würfeln. Restlich Butter in einem großen
Topf zerlassen und die Schalotten darin glasig andünsten, dann den Reis
zugeben. Unter Rühren bei mittlerer Hitze so lange anbraten, bis die Reis-
körner ebenfalls glasig sind, dann mit dem Weißwein ablöschen. Den Reis
nun in 20-25 Minuten weich garen, dafür immer wieder etwas vom Gemüse-
fond zugießen und (ganz wichtig) regelmäßig umrühren, damit der Risotto
nicht am Topfboden ansetzt. 1-2 Minuten bevor der Reis gar ist, die Ge-
müsewürfel untermengen. Ganz zum Schluss den Pecorino unterrühren
und den Risotto mit Pfeffer und (wenn nötig) Salz abschmecken.

4. Zum Garzeitende hin das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Lamm-
spießchen salzen und pfeffern und im Öl bei mittlerer bis starker Hitze
auf jeder Seite maximal 1 Minute anbraten, sodass sie im Kern noch leicht
rosa sind. Risotto auf die Teller verteilen und mit den Spießchen anrichten.

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