Bayerischer Obatzter – Unser Familienrezept

Heute gibt es den richtigen Auftstrich zu den Brezn, nämlich einen Obatzt´n. Leider kann ich nicht oft einen machen, da ja mein Mann und meine Tochter keine Kuhmilch essen dürfen, aber es gibt immer mal wieder Gelegenheiten, bei denen ich jemand anderes damit beglücken darf!

Da ich meine Schwester immer nach dem Rezept gefragt habe und sie wohl schon etwas genervt war, hat sie uns das Rezept vor langer Zeit :-) einfach in unsere Hochzeitszeitung geschrieben. Jedesmal, wenn ich also nun einen Obatzten machen will, krame ich die Zeitung heraus und lese erst die Glückwünsche und Gedichte unserer Gäste, bevor ich das Rezept auf der letzten Seite finde. Das ist jedesmal einfach wieder schön!

Viele Rezepte enthalten solche Zutaten wie Quark oder Frischkäse, damit der Obatzte leichter oder kalorienärmer wird – aber das gibts bei uns auf keinen Fall! Wenn man den Obatzten nicht ganz so buttrig haben will, kann man auch einen normlen Camenbert mit nur 45% Fett nehmen, oder die Butter etwas reduzieren.


Bayerischer Obatzter
Menge: 2 – 4 Portionen

Zutaten:
2 reife Rahmcamenbert a 125 Gramm
50 Gramm weiche Butter
1 Zwiebel
1/2 TL edelsüsser Paprika
1 Prise scharfer Paprika
1 Schluck Helles Bier

Quelle:
Familienrezept

Zubereitung:
Den Camenbert mit der Butter am besten mit einer Gabel zerdrücken.
Die Zwiebeln fein hacken und unter den Käse mischen. Zum
Schluss mit dem Bier und dem Paprika würzen und servieren.

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15 Antworten zu “Bayerischer Obatzter – Unser Familienrezept

  1. Sebastian 29. Mai 2009 um 6:37 vormittags

    Jetzt aber nicht schummeln und das Rezept online nachschlagen. Nimm Dir lieber weiterhin die Hochzeitszeitung zur Hand.
    Übrigens vielen Dank für die Bekanntmachung des Familienrezeptes. :-)

  2. Mestolo 29. Mai 2009 um 7:41 vormittags

    Super Rezept, meinen Mann kann ich damit allemal glücklich machen und ich mag es auch. Zumal wir jetzt sogar unser Laugengebäck selber machen können.
    Schönes Wochenende!

  3. Steph 29. Mai 2009 um 11:09 vormittags

    Das is genau das Richtige für meinen Mitesser!
    Ich gehör ja eher zu der Junge Gouda-und-sonst-nix-Fraktion, aber für meinen Mitesser werd ich das auf jeden Fall mal machen.
    Soll der Camembert so richtig reif sein, dass er schon fast wegläuft?

  4. einfachguad 29. Mai 2009 um 12:05 nachmittags

    @ Steph
    nicht ganz soo reif, aber er sollte schon weich sein, so daß man ihn mit der Gabel zerdrücken kann.

  5. carl P 12. September 2010 um 1:23 nachmittags

    dieser Obatzte ist für Weicheier :-((

    Besser, und würziger gelingt er mit reifem Quargel…..
    Eventuell aber nur im Biergarten, also in Freier Natur genießen… :o))

  6. einfachguad 13. September 2010 um 6:24 vormittags

    @ Carl
    Mag sein, aber dann ist er nicht bayerisch! Und was der Bayer net kennt, isst er net ;-)

  7. Pingback: O`zapft is! | Zottarella Koch-Blog

  8. Maximilian 23. September 2010 um 11:58 vormittags

    Hallo,

    ein schönes Rezept. Zwei Fragen dazu: Ich kennen den Obatzen so, dass man die Käsestücke (Camembert) noch etwas besser erkennt – er ist also nicht so breiig, sondern eher stückiger. Bekäme man das hin mit einem frischeren Camembert? oder muss/sollte man den einfach nicht so fein verruehren?

    Zweitens: 2-4 Portionen enspricht = wievielen Personen. ich muss das Rezept für eine größere Zahl an Leuten machen, weil wir das auf einer Party zubereiten. Von wieviel Gramm / pro Esser geht das Rezept aus?
    Oder anders herumgefragt: Wenn 20 Leute auf die Party kommen, wieviel jeder Zutat benötige ich?

    Danke für Hilfe
    Maxi

  9. einfachguad 24. September 2010 um 6:28 vormittags

    @ Maximilian
    Einen frischeren Camenbert würde ich nicht nehmen, denn dann ist es echt mühsam, den mit der Gabel zu zerdrücken und das cremige kommt nicht so raus. Wenn Du es stückiger willst, nicht so fein zerdrücken oder vielleicht auch am Ende noch kleine Stücke dazugeben.
    Wegen der Menge ist es echt schwierig. Kommt drauf an, ob Du den Obatzten auf ein Büffett stellen möchtest oder als Hauptmahlzeit servieren willst. Wir essen die Menge zu dritt auf die Breze als Hauptmahlzeit. Wenn Du danach gehst, müsstest Du für eine Hauptmahlzeit etwa das sechsfache vom Rezept nehmen. Aber wenn er nur so am Tisch steht zum selber nehmen, würde ich nicht so viel machen Dann reicht die dreifache Menge des Rezepts denke ich. Wieviel Gramm das pro Portion ist, weiss ich leider nicht. Ich hoffe, Dir wenigstens etwas geholfen zu haben. Vielleicht probierst Du erst mal ein einfaches Rezept aus und schaust Dir die Menge mal an. Viele Grüsse Andrea

  10. hachmej 8. April 2011 um 5:51 nachmittags

    Unsere Freundin Hermine, Kantinenchefin im Prinzregententheater, hat immer sehr überreifen Camembert vom Micha Käfer angekauft, so Woche oder zwei nach der Haltefrist. Dazu kommt viel Butter, so etwa 1/3 des Camembertsgewichts, etwa gleiche Menge Topfen, also dicken Quark.
    Das ganze kleingeschnitten in eine grosse Schüssel, nun Salz, Pfeffer und Paprika nach Gefühl. Damit die Mischung zwei- drei Tage haltbar ist, kein Zwiebel! Ich sehe im Geiste die Hermine, wie sie die Masse mit den (gewaschenen) Händen knetet, bis sie ganz gleichmässig ist. Die Zigarette hat sie immer dabei im Mund in der Ecke gehabt. Obatzter ist am nächsten Tag optimal, alle Zutaten brauchen etwas Zeit, um sich richtig zu Beizen. Natürlich. im Sommer gut gekühlt.
    Die Firma Käfer- Feinkost aller Art, hätte im Sommer gerne so 100 kg am Tag abgenommen, aber Hermine war mit ihren 8 Kreuzen nicht mehr dazu in der Lage, soviel herzustellen.
    Den Obatzten hat sie mit so einem Eislöffel dosiert, mit etwas Paprika bestreut, und mit einigen Salzstangen geschmückt. Oben drauf kommt nicht zu wenig Zwiebelringe- damit die nicht zu scharf sind, werden die Zwiebel in Ringe geschnitten und für ein Paar Minuten mit Essig übergossen. Danach mit kalten Wasser abgespült und abgetropft im Sieb.

  11. hachmej 8. April 2011 um 6:06 nachmittags

    Noch zu der Menge:
    Etwa 10 Stck. Camembert 125 g, oder 5 Stck. Camembert 250g, dazu 3 Dosen Topfen- Quark mit 250 g, ein Teelöffel Salz, Pfeffer, zwei Teelöffel Paprika. Die Mischung gut kneten und reicht für etwa 20 Gäste, oder 10 Studenten. Dazu serviert man zwei Prezen für Person oder drei Scheiben vom guten Brot, z.B. Sonne oder Franken vom Pfister. Für die Studenten lieber etwas mehr!!

  12. hachmej 8. April 2011 um 6:14 nachmittags

    Ach ja, zwei Packungen Butter je 250g habe ich nicht erwähnt.
    Jetzt beginnt wieder die Saison. In München sind alle Biergarten schon voll. Nach altem Recht darf sich jeder Besucher des Biergartens seine eigene Speisen mitbringen, nur Bier muss er im Bierkeller kaufen.
    Urmünchner kommen also mit Körblein, in dem die Brezen, Brot, Obatzte, Leberkäs und Kartoffelsalat bringen, die Mass holt man sich am Stand. Am Tisch wird weiss-blau karierte Decke ausgelegt und beginnt eine Bayerische Mahlzeit- wohl bekommt´s!

  13. einfachguad 10. April 2011 um 9:28 vormittags

    @ hachmej
    Ja, dann Mahlzeit und an gesegneten Appetit :-)

  14. Jutta Heiling-Glimmann 30. April 2011 um 11:23 vormittags

    Vielen Dank für das einfache, superleckere Rezept für Obatzda, war prima und schnell hergestellt (und wird genauso schnell verputzt…) Übrigns haben wir gerade ‘ne frische (warme) Pellkartoffel m. Obatzda verspeist, schmeckt auch prima ( z.B. für Vegetarier,macht schön satt!). Also lieben Dank aus Hessen – Jutta (Ich bin übrigens einer der ALLERBESTEN Grüne-Sauce-Herstellerinnen aller Zeiten,behaauptet jeder Hesse/in – aber meine …? mmpff)

  15. magdalena 3. Mai 2012 um 11:25 vormittags

    obazten kann man auch mit zwiebeln machen, indem man die kleingehackte zwiebel andünstet, genauso wie beim kartoffelsalat, dann kann man in nach zwei tagen noch essen. ausprobieren !

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