Monatsarchive: Januar 2009

Rouladen mit Feigen

In der neuen „Für jeden Tag“ gibt es diesmal Rezepte für Rindfleisch. Eines ist mir aufgefallen, nämlich Rouladen mit Feigen. Rouladen habe ich schon sehr lange nicht mehr gemacht. Früher hatte ich den Trick mit dem Aufrollen noch nicht raus und spickte meine Rouladen mit mindestens 4 Zahnstochern. Mein Mann nannte sie damals nur Igel. Heute brauche ich „nur“ noch 2 Zahnstocher, aber der Name ist erhalten geblieben!
Im Rezept stehen frische Feigen, leider habe ich keine bekommen und bin auf getrocknete ausgewichen, was irgendwie nicht optimal ist. Die Kerne der Feigen knirschen beim Essen und da die Sauce traditionell mit Zwiebeln und Tomatenmark gemacht wird, erwartet man beim Essen irgendwie den Geschmack von Speck und Zwiebeln. Die Füllung schmeckt aber ziemlich süsslich und war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Meine Tochter war allerdings ganz versessen auf die Sauce und hat bald mal wieder Rouladen bestellt.
Dann gibts aber richtige Rouladen mit Speck!

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Rouladen mit Feigen
Menge: 2-4 Portionen

Zutaten:
4 frische Feigen
4 Datteln
2 Zwiebeln
4 dünne Rinderrouladen
4 TL Senf
50 Gramm Mandelblättchen
4 EL Öl
1 EL Tomatenmark
150 ml Rotwein
300 ml Fleischbrühe
2 TL Speisestärke
Pinienkerne

Quelle:
Für jeden Tag, 02/2008

Zubereitung:
Feigen waschen, mit Haut in dünne Scheibe schneiden. Datteln längs vierteln. Zwiebeln in Spalten schneiden. Die Rouladen salzen, pfeffern und mit je 1 TL Senf bestreichen. Die Mandelblättchen, Feigen und Datteln auf dem Fleisch verteilen.
Fest zu Rouladen aufrollen und mit Spießen oder Küchengarn verschliessen. 4 EL Öl in einem Bräter erhitzen, Rouladen bei starker Hitze rundum anbraten. Zwiebeln zugeben und 2 Min mitbraten. 1 EL Tomatenmark unterrühren. Mit Rotwein ablöschen und gut reduzieren lassen. Die Fleischbrühe zugiessen und einmal aufkochen.
Zugedeckt bei milder Hitze 1:30 Std. schmoren lassen. Die Speisestärke mit etwas Wasser verrühren. Rouladen herausnehmen und Sauce mit der Stärke binden. Mit Pinienkernen bestreut servieren. Dazu gabs Kamutnudeln.
Anmerkung: Ich habe die Rouladen eine halbe Stunde im Schnellkochtopf gegart.

Schwäbische Krautkrapfen

Als ich das erste Mal von Krautkrapfen hörte, wusste ich gar nichts damit anzufangen. Als ich diese Nudelröllchen mit Sauerkraut dann bei meiner Schwiegermutter probiert hatte, stellte ich fest, dass ich etwas verpasst hatte ;-)
Eigentlich wollte ich dieses Gericht beim Event im Kochtopf „Räuchern gestattet“ einreichen, da im Sauerkraut viel geräucherter Speck ist, aber ich habs einfach nicht geschafft. Trotzdem möchte ich Euch die Krautkrapfen nicht vorenthalten.
Zuerst wird gewürfelter Speck in einem grossen, weiten Topf angebraten. Wir haben dazu einige Scheiben Schwarzgeräuchertes kleingeschnitten. Das gibt es immer in der kalten Jahreszeit bei unserem Metzer.
imgp0389 Das Besondere am Sauerkraut ist, dass es ganz lange gekocht und danach dann solange gebraten wird, bis fast die gesamte Flüssigkeit verkocht ist und das Kraut schön braun geworden ist. Meine Schwiegermutter sagt immer, dass ein richtig gutes Sauerkraut dreimal aufgekocht werden muss! Dann wird ein Nudelteig dünn ausgerollt und das abgekühlte Sauerkraut darauf verteilt.imgp0395Die Teigplatte fest zusammenrollen und dann in ca. 5 cm grosse Stücke schneiden.
Diese Stücke werden dann in eine gefettete Auflaufform gestellt und zwischendrin reichlich mit geschmolzener Butter bestrichen.
imgp0397Die Krautkrapfen kommen dann ins Rohr und werden solange gebacken, bis sie knusprig sind.
Alternativ dazu kann man die Krautkrapfen auch dünsten. Dazu die Krautkrapfen in einen eingefetteten Topf mit Deckel geben, und etwas Brühe angiessen. Dann die Krautkrapfen dünsten bis der Nudelteig fertig ist. Den Deckel abnehmen, den Rest des Wassers verdunsten lassen und die Krautkrapfen ein wenig anbraten lassen. Durch die Butter im Topf bildet sich dann eine schöne braune Kruste.imgp0402Uns sind die Krautkrapfen diesmal ein wenig zu trocken geworden. Das nächste Mal werden wir mehr Sauerkraut nehmen und die Flüssigkeit nicht ganz verdampfen lassen.
Krautkrapfen schmecken auch prima kalt und lassen sich sehr gut einfrieren.

Schwäbische Krautkrapfen
Menge: 2-3 Portionen

Zutaten Nudelteig:
300 Gramm Dinkelmehl 630
1 Prise Salz
3 Eier
1 EL natives Olivenöl

Zutaten Sauerkraut:
1000 Gramm Sauerkraut (das nächste Mal 1500 Gramm)
gewürfelter geräucherter Speck nach Belieben
Butter
1 Zwiebel
Salz und Pfeffer

Sonstiges:
Zerlassene Butter

Zubereitung:
In einem weiten Topf die klein geschnittenen Zwiebeln und den Speck in ein wenig Butter anbraten, dann das Sauerkraut dazugeben. Das Sauerkraut im offenen Topf solange andünsten bis fast die komplette Flüssigkeit verdampft ist und das Kraut anfängt braun zu werden. Das Kraut kräftig würzen und erkalten lassen.
Für den Nudelteig Mehl und Salz auf die Arbeitsfläche geben. In der Mitte eine Mulde formen. Die Eier nacheinander in die Vertiefung gleiten lassen und mit deiner Gabel sorgfältig verrühren. Das Öl zu den Eiern geben. Langsam Mehl unter die Eier arbeiten, bis sie nicht mehr flüssig sind. Nun mit beiden Händen rasch das Mehl unter die Eiermischung kneten und einen festen Teig herstellen. Nötigenfalls noch etwas Wasser dazugeben. Dann den Teig solange kneten bis er sehr glatt und geschmeidig ist, dann in Klarsichtfolie wickeln und 20 Min ruhen lassen.
Den Teig in 4-5 Portionen teilen und sehr dünn rausrollen. Das Sauerkraut darauf verteilen und die Platte zu einer Rolle aufrollen. Die Rolle dann in ca. 5 cm lange Stücke schneiden und in eine ausgebutterte Form stapeln. Die Röllchen zwischendrin immer wieder mit Butter bepinseln.
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Umluft) und die Röllchen ca. 20 Minuten knusprig backen. Ein grüner Salat schmeckt sehr gut dazu.

Herbstsonne Roggenmischbrot

Brote nach den Rezepten Ihrer Freundin Marla gibt es bei uns schon länger, denn das Lieblingsbrot meiner Lieben ist und bleibt die Herbstsonne. Das Rezept von Marla habe ich im Chefkoch gefunden und muss es seitdem immer wieder backen.  Leider kriege ich die Einschnitte für das Brot, die “Sonnenstrahlen” nicht hin. Wenn ich das Brot einschneide, wird es flach wie eine Flunder. Deshalb bleibt bei mir die Kruste rustikal, basta!

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Herbstsonne Roggenmischbrot
Menge: 1 Laib ca. 1 kg

Zutaten Sauerteig: Mindestens 12h bei Zimmertemperatur stehen lassen
2 EL Anstellgut
250 g Roggenvollkornmehl
250 g Wasser

Zutaten Brühstück: 2-3h quellen lassen
50 g Mehrkornflocken oder grobe Haferflocken
50 g Sonnenblumenkerne
35 g Leinsamen
135 g Wasser 50-60 Grad

Zutaten Brotteig:
500 g Roggensauerteig
250 g Weizenmehl Type 1050 (Dinkelvollkornmehl)
100 g Roggenvollkornmehl
50 g Mehrkornflocken oder feine Haferflocken
20 g Backmalz (kann auch weggelassen werden)
18 g Salz
Brotgewürz nach Geschmack
270 g Brühstück
ca. 180 g Wasser (je nach Mehl vorsichtig dosieren)

Quelle: http://www.chefkoch.de/rezepte/736611176231541/Herbstlaib-Herbstsonne.html

Alle Zutaten für den Brotteig verrühren und ca. 6 Min kneten. 30 Min ruhen lassen,
nochmals mit der Hand verkneten, dann rund wirken, anfeuchten und in Hafer-
flocken wälzen. Im Gärkörbchen ca. 2 Std. gehen lassen, bis sich das Volumen
etwa verdoppelt hat. Kurz vor dem Backvorgang den Teigling mit einem Messer-
wie Sonnenstrahlen einschneiden.

Backen: Anbacktemperatur mit 2-3 mal schwaden bei 240 Grad, 20 Min,
dann bei 180 – 200 Grad 40 Min fertigbacken

Doch Konkurrenz naht! Das Saaten-Vollkornbrot welches Eva von  Deichrunner letztens vorgestellt hat kam auch sehr gut an. Wie man sieht, war ich wieder zu ungeduldig, meine schlimmste Schwäche beim Brot backen. Das Brot hätte gut und gerne noch ein viertel Stündchen gehen können, dann hätte es auch diesen seitlichen Riss nicht gehabt.  Das Brot ist saftig, die Kruste resch – kurzum es ist sehr lecker und meine Tochter wünscht baldigsten Nachschlag!

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Zander mit frittiertem Ingwer

Dieses Rezept ist mir wegen des frittiertem Ingwers in einer älteren Zeitschrift aufgefallen. Ausserdem gibts dazu leckeres Möhrenpüree mit Kokos – das wollte ich eh schon lange mal ausprobieren.
Bis jetzt haben wir Zander bei uns nur tiefgekühlt bekommen – aber unser Edeka im Dorf hatte frisches Zanderfilet. Was für ein Geschmackserlebniss – mit der Tiefkühlware nicht zu vergleichen!
Der Zander muss auf der Hautseite heiss und knusprig angebraten werden, aber ich war mal wieder zu ungeduldig und konnte es nicht erwarten bis das Ingwer-Öl heiss genug war. Also wurde der Zander nicht ganz so knusprig. Der frittierte Ingwer hat einen ganz tollen Geschmack, kann man gar nicht richtig beschreiben, ein wenig scharf und ganz knusprig – auf alle Fälle sehr lecker!

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Zander mit frittiertem Ingwer
Kategorien: Fisch
Menge: 4 Personen

Zutaten:
400 Gramm Möhren
2 mittl. Kartoffeln mehligkochend
2 Knoblauchzehen
1 Rote Chilischote
Salz
100 Gramm  Ingwer
6-7 Essl. Neutrales Öl (Weintraubenkernöl)
4 Stücke  Zanderfilet mit Haut (a 160 g)
Pfeffer
200 ml  Kokosmilch ungesüsst
Geriebene Muskatnuss
2-3 Teel. Geröstetes Sesamöl

Quelle:
Meine Familie und ich, Ausgabe 06/2008

Zubereitung:
Möhren waschen, putzen und schälen. Kartoffeln schälen und waschen.
Knoblauch abziehen. Chili waschen, putzen. Vorbereitete Zutaten grob
würfeln und in Salzwasser in 15 Minuten weichkochen.

Inzwischen Ingwer schälen und in feine Streifen schneiden. Öl in
einem kleinen Topf erhitzen, Ingwer darin goldgelb rösten. Das
Bratöl durch ein Sieb in eine Pfanne giessen, Ingwer auf
Küchenpapier abtropfen lassen.

Zander kalt abbrausen, trockentupfen, quer halbieren und die Haut
zwei- bis dreimal einschneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Fisch
auf der Hautseite knusprig anbraten, dann umdrehen und in 4-5 Min
fertiggaren lassen.

Möhrenmischung abgiessen, wieder in den Topf geben und die
Kokosmilch angiessen. Kurz erhitzen und alles zu Püree stampfen. Mit
Muskat, Sesamöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Püree und Zander auf Tellern anrichten, mit Ingwer bestreuen.

Bayerischer Obatzter – Unser Familienrezept

Heute gibt es den richtigen Auftstrich zu den Brezn, nämlich einen Obatzt´n. Leider kann ich nicht oft einen machen, da ja mein Mann und meine Tochter keine Kuhmilch essen dürfen, aber es gibt immer mal wieder Gelegenheiten, bei denen ich jemand anderes damit beglücken darf!

Da ich meine Schwester immer nach dem Rezept gefragt habe und sie wohl schon etwas genervt war, hat sie uns das Rezept vor langer Zeit :-) einfach in unsere Hochzeitszeitung geschrieben. Jedesmal, wenn ich also nun einen Obatzten machen will, krame ich die Zeitung heraus und lese erst die Glückwünsche und Gedichte unserer Gäste, bevor ich das Rezept auf der letzten Seite finde. Das ist jedesmal einfach wieder schön!

Viele Rezepte enthalten solche Zutaten wie Quark oder Frischkäse, damit der Obatzte leichter oder kalorienärmer wird – aber das gibts bei uns auf keinen Fall! Wenn man den Obatzten nicht ganz so buttrig haben will, kann man auch einen normlen Camenbert mit nur 45% Fett nehmen, oder die Butter etwas reduzieren.


Bayerischer Obatzter
Menge: 2 – 4 Portionen

Zutaten:
2 reife Rahmcamenbert a 125 Gramm
50 Gramm weiche Butter
1 Zwiebel
1/2 TL edelsüsser Paprika
1 Prise scharfer Paprika
1 Schluck Helles Bier

Quelle:
Familienrezept

Zubereitung:
Den Camenbert mit der Butter am besten mit einer Gabel zerdrücken.
Die Zwiebeln fein hacken und unter den Käse mischen. Zum
Schluss mit dem Bier und dem Paprika würzen und servieren.

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