Monatsarchive: Dezember 2008

Überbackene Putensteacks mit Röstzwiebeln

Die ganze Zeit Plätzchen, Omas Stollen und und und… ich kann nichts Süsses mehr sehen!

Jetzt muss was deftiges her!

Beim Einkaufen sah ich sie dann – die Zeitschrift mit dem Bild von überbackenen Putensteacks mit Röstzwiebeln und Speck ! Mir lief das Wasser im Mund zusammen. Schon allein der Anblick der braunen Zwiebeln – dieses Heft musste mit! Gott sei dank hatte unser Metzger noch ein Putenbrustfilet übrig. Dem Genuss stand nichts mehr im Wege!

Anstatt der 200 g Sahne habe ich nur 100 g genommen, und es war immer noch viel zu viel Soße, vielleicht noch weniger Wasser nehmen oder länger einreduzieren lassen.  Da meine Tochter und mein Mann eine Unverträglichkeit gegen Kuhmilch haben, habe ich Ziegengouda genommen.

Im Rezept war Rahmwirsing dabei, ich habe Zucchini dazu gemacht! Es war sehr gehaltvoll, hat  aber meine Gelüste vollens befriedigt!

imgp0340

Putensteacks überbacken mit Speck und Röstzwiebeln
Menge: 3-4 Personen

4-5 Zwiebeln (ca. 300g)
600 Gramm Putenbrust (Stück)
4 Scheiben Frühstücksspeck
2-3 Essl. Öl
Salz
Pfeffer
Muskat
Butter
1 TL getrockneter Thymian
20 Gramm Mehl (gehäufter EL)
200 Gramm Schlagsahne
1 Teel. Hühnerbrühe
75-100 Gramm Gouda

Quelle: Kochen & Geniessen Heft 12/2008

Zubereitung:
Zwiebeln schälen und in dünne Ringe schneiden. Putenbrust waschen,
trockentupfen und in ca. 8 Steaks schneiden. Speck in Stücke
schneiden, und in einer großen Pfanne in einem EL Öl knusprig braten.
Herausnehmen und das Fleisch im heißen Bratfett von jeder Seite kurz
anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und in eine grosse, gefettete
Form legen.

1-2 EL Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebelringe darin
goldbraun braten. Mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Dann 1/3 der
Zwiebeln aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Rest Zwiebeln mit Mehl bestäuben und kurz anschwitzen. Knapp 3/8 l
Wasser, Sahne und Brühe einrühren und aufkochen. Die Soße 3-4 Min.
köcheln, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Soße mit dem Fleisch verteilen. Mit den restlichen  Zwiebelringen,
Speck und Käse bestreuen. Alles im vorgeheizten Backofen 200 Grad
(175 Grad Umluft) in ca. 30 Min goldbraun backen.

Bring Liacht in d`Zeit

De Zeit, de ma de “staade” nennt,
steht jetzad vor da Dia.
Des hoaßt ned, dass ma hetzt und rennt!
Was Zähln daad, waar a Gspia!
Dassd wieder moi a Liacht ozündst,
des d`Dunkelheit erhellt,
damit an andern Menschen findst,
den´s Leben in Schatten gstellt.
A Zeit, wo ma se wieder bsinnt,
ned an se selber denkt,
weil der alloa de Liab erst gwinnt,
der aa a Liab verschenkt!
Da braucht´s koa Geld, koa Kostbarkeit,
koan frischen Glimmerglanz.
Dafia waar´s da, de staade Zeit….
Vergißt ihrn Sinn net ganz!

dsc02658

Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne Weihnachtszeit!

Bratapfellikör mit Tonkabohne

Diesen feinen Likör habe ich von einer Freundin geschenkt bekommen und wusste gleich, dass ich den als kleine Dreingabe zu den Weihnachtsgeschenken ansetzen werde. Da die Äpfel zusammen mit den anderen Zutaten angedünstet werden und dann mit Alkohol aufgegossen wird, sah der Ansatz etwas unappetitlich aus – eingelegte Mäusehirne – wie mein Mann sagte. 
Er würde das nur trinken, wenn der Likör klar werden würde. Also habe ich den Likör zwei mal gefiltert, einmal mit einem doppelten Mulltuch, dann noch durch einen Kaffeefilter. Das hat zwar ziemlich lange gedauert und ein feiner Alkoholduft lag den ganzen Tag in der Küche, aber es hat sich gelohnt. Der Likör schmeckt nach Apfel und Zimt, der Geschmack von Tonkabohne im Abgang – richtig weihnachtlich.  Ich hoffe, er kommt bei den Beschenkten genau so gut an wie bei uns!

imgp0284

Bratapfellikör mit Tonkabohne
Menge: 1,4 Liter

Zutaten:
200 g Mandelblätter
350 g Zucker
4 Äpfel (Boskop)
1 Zimtstange
1 Sternanis
1 Tonkabohne
1 Vanilleschote
200 g Rosinen
2 Flaschen Obstler (0,7 l)
Kandiszucker nach Geschmack

Zubereitung:
Die Mandelblätter zusammen mit dem Zucker auf kleiner Flamme erhitzen,
so daß der Zucker karamelisiert und die Mandeln leicht braun werden.
Äpfel kleingeschnitten dazugeben und auf kleiner Stufe alles zusammen
weich braten.

Die Apfel-Mandel-Masse in eine Flasche mit weitem Hals geben. Rosinen,
Zimtstange, Sternanis, zerschnittene Tonkabohne und aufgeschnittene
Vanilleschote dazugeben und mit dem Obstler aufgiessen. Nach 4 Wochen
abseihen und ggf. noch etwas Kandis dazugeben, falls er nicht süss
genug ist.

Anmerkung: Der Likör ist bei mir 3 Monate gezogen und ich habe noch
einiges an Kandiszucker nachgegeben, da der Likör etwas zu stark war.

Bayerischer Wurstsalat

Wurstsalat – einfach schnell alles zusammenschnipseln, anmachen, fertig! Aber nicht bei uns :-)

Bei uns wird das zelebriert! Mein Mann höchstpersönlich übernimmt die Zeremonie. Die Leoner (oder die Dicken) und die Regensburger (gröbere, gewürzte Fleischwurst) werden mit der Aufschnittmaschine in hauchdünne Scheiben geschnitten, ebenso die Zwiebel. Dann werden die Wurstscheiben fein säuberlich ringförmig in den Teller gelegt, eine Schicht Leoner, eine Schicht Regensburger. Dann kommen die Zwiebeln drauf und dann wird der Salat angemacht, mit Sonnenblumenöl, Kräuteressig, Salz, Pfeffer, ein Spritzer Maggi und etwas Wasser – in veränderlichen Anteilen.

Dann darf das Kunstwerk noch ein wenig ziehen und wird angemessen mit einer Brezn verspeist – Guten Appetit!

Bayerischer Wurstsalat

Nachgekocht: Wirsingrouladen mit Kartoffel-Maronen-Füllung

Schon vor längerer Zeit gabs bei den Kochbanausen Wirsingrouladen mit Kartoffel-Maronen-Füllung. Das Rezept hörte sich schon beim Lesen sehr lecker an. Jetzt endlich hatte ich die Zeit und die Muse, dieses Rezept nachzumachen.

Maronen aus der Packung habe ich noch nie verarbeitet und obwohl der Anblick dieser in Folie verschweissten Kastanien nicht gerade appetitlich ist, habe ich todesmutig eine Packung mitgenommen. Eine erste Kostprobe ergab, dass ich das nächste Mal wohl auf diese verzichten und doch selbst welche rösten werde :-) Als Geschmacksausgleich habe ich noch Speckwürfel mit zur Füllung getan. Mein Wirsing hatte ziemlich wenig grosse Blätter und so war das Einrollen der Füllung ein längeres Unterfangen. Hier seht Ihr meine “Frösche”:

dsc05918
Der Rest ging aber problemlos und die Rouladen haben gehalten, was sie versprochen haben – sie war´n einfach guad!

dsc05920

Da uns die Rouladen so gut geschmeckt haben, möchte ich dieses Rezept für den Event der Hüttenhilfe einreichen und mich so bei den Kochbanausen für das gute Rezept bedanken!

Fremdkochen im Winter

Wirsingrouladen mit Kartoffel-Maronen-Füllung
Menge: 4 Personen

Zutaten:
1 großer Wirsingkohl
500 g festkochende Kartoffeln
200 g Maronen (Vakuumverpackt)
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Bund Petersilie
80 g & 50 g mildgesäuerte Butter
75 g Gran Padano
200 g Schmand
60 g Butterschmalz
400 ml Gemüsebrühe
Muskat, am besten frisch gerieben
Salz und Pfeffer
Küchengarn

Quelle:
http://www.firstbreeze.com/TI-Privatordner/Blogs/Koch-Banausen/2008/kohlrouladen-wirsing-maronen-und-kartoffeln/#more-1472

Zubereitung:
Die Wirsing-Blätter vom Kopf lösen. Da für jede Roulade mindesten zwei Blätter zum einpacken benötigt werden lieber ein paar Blätter mehr lösen. Rund 20-25 sollten reichen. Die Blätter in kochendem Salzwasser ca. 4 Minuten garen, herausnehmen und auf Küchentüchern abtropfen lassen.

Den Käse fein reiben. Die Maronen fein hacken – am einfachsten ist es die Vakuum-Verpackten zu nehmen.

Die Lauchzwiebeln und die Petersilie waschen. Die Lauchzwiebeln in Ringe schneiden und die Petersilie fein hacken. Zuletzt die Kartoffeln schälen und grob raspeln (da Kartoffeln schnell an der Luft braun werden).

In einer Pfanne die 50 g Butter schmelzen und die grob geraspelten Kartoffeln samt Maronen rund 5 Minuten darin dünsten. Dann von der Platte nehmen und die Lauchzwiebeln, die Petersilie, den Käse, den Schmand und die Semmelbrösel unterheben und gut mischen. Die Masse mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Jetzt die Masse in 8 Portionen aufteilen. Die Wirsingblätter auslegen und evtl. den festen Blattstiel in der Mitte etwas einschneiden, damit die Blätter flach liegen. Auf jedes Blatt eine der 8 Portionen geben und die Seiten einklappen. Dann umdrehen und auf ein zweites Blatt legen und mit Küchengarn gut verschnüren.

In einer großen Pfanne nun die 60 g Butterschmalz erhitzen und die Kohlrouladen dazu geben (Achtung kann spritzen). Nicht zudecken, höchstens mit einem Spritzschutzgitter. Nach ein paar Minuten wenden.

Sobald beide Seiten kräftig angebraten sind, mit der Brühe aufgießen. Diesmal Deckel drauf und rund 30-40 Minuten köcheln lassen. Nach etwa der Häfte der Zeit einmal die Wirsing-Rouladen umdrehen. Nach Ablauf der Zeit die Rouladen rausnehmen, das Garn vorsichtig entfernen und auf einen Teller legen.

Die Sauce aus der Pfanne in ein höheres Gefäß füllen, die kalte Butter hinzugeben und mit einem Pürrierstab vermischen und etwas aufschäumen. Gegebenenfalls noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
Anmerkung: Habe noch 100 g gewürfelten Speck in die Füllung getan als Ausgleich für die relativ geschmacklosen Maronen!

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 62 Followern an