Ein paar Tage in London…

Ende April hat es mich geschäftlich nach England, genauer gesagt in die Nähe von London verschlagen. Da bot es sich quasi an, noch drei Tage in London dranzuhängen. Während in Deutschland alle unter 30 Grad Hitze stöhnten, war in London das reinste Herbstwetter – Platzregen, kalt und windig. Doch zwischendrin ließ sich auch die Sonne blicken und schließlich bin ich ja auch nicht aus Zucker :-)

Eigentlich wollte ich viel zu Fuß gehen, aber ich habe mir dann doch ein Ticket für diese Touristenbusse gekauft. Damit kann man 24 Stunden mitfahren und ein- und aussteigen wo und so oft man will. Bei Regen bin ich dann Buss gefahren, wenns schöner geworden ist, bin ich ausgestiegen und hab mir die Sehenswürdigkeiten angeschaut.

Das Fotografieren war ein wenig mühsam – Regenschirm zu, Fotoapparat aus der Tasche pfriemeln, aufpassen, dass keine Regentropfen auf der Linse sind, Foto machen, Fotoapparat wieder einpacken und weitergehen. Schirm natürlich vergessen…. Das Hotel hat jetzt zwei Schirme weniger :-)

Kommt, ich nehme Euch ein bisschen mit nach London:



 














Fish und Chips - das musste natürlich sein!

Samstags ist immer ein wunderschöner Markt in Notting Hill, von Antiquitäten bis hin zu Obst und Gemüse gibt es da allerlei zu bestaunen. Bei sonnigem Wetter hätte das sooo schön sein können, aber ab Mittag hörte es gar nicht mehr zu regnen auf und wegen der Regenschirme und der Schutzfolien hat man fast nix gesehen. Ein paar Fotos habe ich aber trotzdem gemacht :-)





In Notting Hill gibt es auch einen wunderbaren Laden “Books for Cooks”, ein Laden voller Kochbücher! Ein Eldorado! Gekauft habe ich nix, denn in meinem Koffer schlummerte gut verpackt ein großes Glas selbstgemachtes “Spicy Apple Chutney”, das ich von meiner Kollegin in England geschenkt bekommen habe, nebst einem Glas Lemon Curd. Dieses "zusätzliche Gepäck" hat das Gewicht meines Koffers ganz schön in die Höhe getrieben! Wer weiß, ob ich nicht das zulässige Gesamtgewicht meines Koffers überschritten hätte, wenn ich da noch zwei schwere Kochbücher reingepackt hätte ;-)

Zuhause haben wir dann (bei strahlendem Sonnenschein) das Chutney mit Ziegenkäserolle und Ziegencamenbert verkostet! Sehr lecker! Fruchtig mit einem leicht scharfen Abgang! Als Zutaten konnten wir Äpfel, Zwiebeln, Rosinen, Essig, Chili und Senfkörner ausmachen. Ich hoffe, meine Kollegin wird mir das Rezept verraten!

Italienische Küche beim 9. Münchner Kochtreffen

Mein Blog kommt im Moment viel zu kurz, aber Gott sei Dank hatte ich dieses Mal Zeit beim Kochtreffen unserer “Münchner Forschungsgruppe” mitzumachen. Dieses Mal ging es um die feine italienische Küche. Hier unser Menü:

Auberginen-Creme und Panzanella

Tranche vom Kalbsrücken – Tonnato Mayonnaise – Tonnato Espuma

Jakobsmuscheln mit Salbei und Kapern

Ravioli von Endivien mit Ricotta

Kaninchenrücken mit Polenta, Rotweinschalotten und Thymianschaum

Capri-Tropfen, Zitronenmousse und Sorbet

Das sieht alles wunderbar aus und genauso hat es geschmeckt. Ich war in der “Ravioli-Gruppe”, denn die Idee, Endiviensalat mal in gekochter Form zu verarbeiten fand ich echt spannend.
In der Küche war eine Kitchen-Aid mit Pasta-Aufsatz verhanden und so ging das alles ziemlich schnell von der Hand. Das weckt schon Begehrlichkeiten, wenn man zu Hause den Pastateig von Hand kurbeln muss ;-)

Alles in Allem war das wieder ein geschäftiger, lustiger und leckerer Tag! Vielen Dank Euch allen!

Eine weitere Zusammenfassung findet Ihr auch bei Martins KochKunst

Hier das Rezept der Ravioli, weitere Rezepte gerne auf Anfrage.

Ravioli von Endivien mit Ricotta

Menge:
Für 4 Personen als Hauptgericht, für ca. 8 Personen als Zwischengericht

Zutaten Nudelteig:
250 g Pastamehl (halb Weizenmehl, halb Weizengrieß)
50 g Grieß
3 Eier (Kl. M)
Salz
½ TL Kurkuma
1 Eiweiß zum Bepinseln
Grieß für die Arbeitsfläche

Zutaten Füllung und Beilage:
1 Endiviensalat (ca. 600 g)
250 g weiße Zwiebeln
60 g Sardellenfilets (in Öl)
40 g schwarze Oliven
250 g Ricotta
30 g Pinienkerne
100 g Butter
Salz, Pfeffer
1 Eigelb
20 g fein geriebener Parmesan
40 g Ricotta salata di bufala (salziger, gereifter Büffelmilchkäse)
(ersatzweise Fetakäse aus Schafsmilch)
200 ml Gemüsefond

Quelle:
Zeitschrift Essen und Trinken, Ausgabe „Neue italienische Küche“

Zubereitung:
Für den Teig Mehl, Grieß, Eier, Salz und Kurkuma in einer Schüssel erkneten. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche weitere Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Teigkugel mit etwas Grieß bestreuen und in einer Schale mit Klarsichtfolie zugedeckt 1 Stunde ruhen lassen.

Für die Füllung den Endiviensalat putzen, waschen, trockenschleudern und in 2 cm dicke Streifen schneiden. Die Zwiebeln in feine Streifen schneiden, Sardellen und Oliven getrennt in einem Sieb abtropfen lassen. Ricotta in einem Tuch kräftig ausdrücken. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

30 g Butter in einem Topf zerlassen, die Hälfte der Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Hälfte der Sardellen dazugeben und in ca. 2 Minuten zur Paste verrühren. 150g vom Salat dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen, offen 3-4 Minuten garen. Die Masse in einem Sieb abtropfen lassen und dann abkühlen lassen. Ausgedrückten Ricotta, Eigelb und Parmesan unterrühren, evtl. leicht mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Teig vierteln und jedes Teil durch die Nudelmaschine bis zur Stufe 6 drehen. Mit einem Glas (ca. 10 cm Durchmesser) Nudeln ausstechen und etwa einen TL Füllung auf jeden Teigkreis geben. Die Ränder mit Eiweiß bestreichen und zu einem Halbmond zusammenklappen. Die Ränder mit einer Gabel verschließen. Bis zur Weiterverarbeitung die Ravioli auf einem mit Grieß bestreuten Blech lagern.

30 g Butter in einem Topf zerlassen, restliche Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten, restliche Sardellen zugeben und in ca. 2 Minuten zur Paste verrühren. Restlichen Salat zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und kurz dünsten. Mit Fond auffüllen und weitere 2-3 Minuten leicht knackig garen. Zum Schluss Pinienkerne und Oliven unterrühren.

Ravioli in reichlich kochendem Salzwasser 4-5 Minuten garen. Restliche Butter zerlassen, Ravioli mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen. Endiviengemüse und Nudeln auf vorgewärmte Teller geben und den Ricotta salata darüber hobeln. Mit Butter beträufelt servieren.

Anmerkung:
200 ml Gemüsebrühe erschien uns viel zu viel, damit wäre das Gemüse eher eine Suppe geworden. Wir haben ca. 50 ml genommen.

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Blondies – die süßen Schwestern der Brownies

Immer nur Brownies murrte mein Mann, mach doch mal Blondies! Gut, hier also die Marylin Monroe unter den Brownies – süß und immer eine Sünde wert!



Blondies
Menge: 1 Brownie-Form ca. 23×23 cm

Zutaten:
100 g Dinkelmehl 630
200 g weisse Schokolade
150 g Zucker
200 g Butter
1 TL Backpulver
1 Packung Vanillezucker
3 Eier
3 EL Mandelblättchen

Quelle: Nach einem Rezept aus dem Chefkoch, Userin Seelenschein

Zubereitung:
Den Ofen bei 175 Grad/Ober- und Unterhitze vorheizen.

In einer Schüssel über heißem Wasser die Butter mit der Schokolade langsam schmelzen lassen und zum abkühlen beiseite stellen.

Eier, Zucker und Vanillezucker hell cremig aufschlagen und nach und nach die Schoko-Butter-Masse dazugeben.
Mehl mit Backpulver vermischen, über die Eiermasse sieben und unterheben.

Die Brownies-Form mit Backpapier auslegen oder gut fetten. Den Teig hineingeben und glatt streichen. Die
Mandelblättchen darauf streuen und die Blondies ca. 30-35 Minuten backen.

Wichtig ist, die Blondies nicht zu lange zu backen, sie sollen innen noch weich sein.

In der Form abkühlen lassen und in Stücke schneiden.

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Milchbrötchen mit Ziegenmilch

Sehr viel gibt es hier leider im Moment nicht zu lesen. Ich fotografiere zwar immer mal wieder ein Gericht, aber die Fotos schaffen es irgendwie nicht von alleine rein in meinen Blog ;-)
Samstag ist der einzige Tag, an dem ich es zur Zeit schaffe, mal was neues auszuprobieren. Meine Tochter hat schon vor längerer Zeit mal Milchbrötchen für das Sonntagsfrühstück “bestellt”. Beim Suchen der Rezepte im Internet (wozu habe ich eigentlich so viele Koch- und Backbücher frag ich mich da manchmal ;-) bin ich auf das Rezept von Lutz (Plötzblog) gestoßen, der praktischerweise auch Ziegenmilch und Ziegenbutter verwendet hat.

Neugierig gemacht hat mich im Rezept der Vorteig, auch Water roux genannt, von dem ich noch nie was gehört habe. Das Rezept samt einer Erklärung zu diesem Vorteig findet Ihr hier. Als einzige Änderung habe ich Dinkelmehl 630 verwendet anstatt Weizenmehl 550.

Fazit: Die Milchbrötchen waren dank der Vorbereitung am Samstagabend am Sonntagmorgen schnell gebacken und waren genau so schnell auch wieder aufgefuttert – gibt es ein größeres Lob?



Ziegenmilchbrötchen
Menge: 10 Stück

Zutaten Water roux:
25 g Weizenmehl 550
125 g Ziegenmilch

Zutaten Hauptteig:
Water roux
425 g Dinkelmehl 630
125 g Ziegenmilch
40 g Zucker
15 g Biofrischhefe
50 g Ziegenbutter
5 g Salz
10 g Backmalz
Rosinen nach Belieben
Ei zum Bestreichen

Quelle: Plötzblog

Für das Water roux Mehl und Milch unter ständigem Rühren auf 65°C erhitzen bis die Masse stockt, mit Folie abdecken und abkühlen lassen.

Alle Zutaten außer Butter und Salz 15 Minuten auf zweiter Stufe zu einem straffen Teig kneten. Dann Butter und Salz zugeben und weitere 5-10 Minuten kneten bis sich der Teig geschmeidig anfühlt und sich vom Schüsselboden löst. Den Teig 30 Minuten warm gehen lassen. Das Volumen sollte sich verdoppeln.

10 Teiglinge zu ca. 80 g abstechen, rund schleifen und auf Backpapier setzen. Die Teiglinge nach Belieben einschneiden, mit Ei abstreichen und 12 Stunden abgedeckt im Kühlschrank lagern.
Ich habe dazu das Backblech in einen Müllbeutel gelegt und diesen ein wenig aufgeblasen, damit er nicht an die Milchbrötchen kommt. Dann schnell mit einer Folienklemme zugemacht und ab damit in den Kühlschrank!

Am nächsten Tag morgens die Teiglinge nochmals mit Ei abstreichen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C 15-20 Minuten backen.

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Parmesansuppe mit Parmesan-Rosmarin-Plätzchen

Ich erinnere mich noch genau, wann ich das erste Mal “richtigen” Parmesan gegessen habe. Ich war gerade von Zuhause ausgezogen in meine erste eigene Wohnung. Das musste gefeiert werden und mein Mann, damals noch mein Freund, und ich sind zum Italiener gegangen. Zum Abschluss hat mein Mann eine Käseplatte gegessen und ich habe natürlich genascht. Der erste Käse war gleich eine Offenbarung – was für ein Geschmack – kaum zu glauben! Wir haben dann gleich mal den Ober gefragt, was das für ein Käse ist. Der hat uns angeschaut – entgeistert und ein wenig mitleidig – dann offenbarte er uns, dass das Parmesan ist. Tja, das erklärte seinen komischen Blick ;-)
Ich kannte Parmesan nur als als dieses scheußliche getrocknete Pulver, das es bei uns immer zu Pasta Schuta gab. Kein Vergleich zu frischem Parmesan!

Seitdem ist Parmesan nicht mehr aus unserer Küche wegzudenken. Dieses Rezept habe ich irgendwo mal aus einem geliehenen Kochbuch abgeschrieben und nach meinem Gusto verändert, jetzt habe ich die Suppe auch online gefunden, nämlich bei Cornelia Poletto. Bei uns gab es Parmesan-Rosmarin-Plätzchen dazu, also Parmesan satt!

Diese Suppe würde ich gerne bei Uwes Foodblog-Event “Cookbook of Colours” einreichen, denn Uwe sucht im Januar Gerichte in weiss. Allerdings ist die Suppe dieses Mal eher gelblich als creme-weiss geworden. Schuld daran ist wohl die selbstgemachte Brühe, bei der ich wohl besser nur weißes Gemüse verwendet hätte und keine Tomaten und Möhren – na mal sehen, ob Uwe ein Auge zudrückt ;-)






Parmesansuppe mit Parmesan-Rosmarin-Plätzchen
Menge: 4 Personen als Vorspeise

Für die Gemüsebrühe (ca. 2 Liter)

Zutaten:
2 Zwiebeln
3 Möhren
2 Lauchstangen (nur die hellen Teile)
1 Stück Knollensellerie
2 Fenchelknollen
2 Tomaten
2 Knoblauchzehen
einige Petersilienstiele
1 Thymianzweig
1 Rosmarinzweig
1 Lorbeerblatt
10 Pfefferkörner
1 Nelke
1 Schuss Olivenöl
2,5 Liter Wasser
400 ml Weißwein (wenn Kinder mitessen durch Wasser ersetzen)

Quelle: Rezept nach Christian Rach – Das Kochgesetzbuch

Zubereitung:
Das Gemüse putzen, waschen und in feine Streifen/Scheiben schneiden. In einem Topf einen Schuss Olivenöl
erhitzen und den Lauch, die Zwiebel und den Knoblauch etwas anschwitzen lassen. Das restliche Gemüse
und die Kräuter dazugeben und das Wasser und den Wein aufgießen. Das Ganze zum Kochen bringen, die Temperatur zurückschalten und ca. 1 Stunde leise köcheln lassen. Die Suppe passieren und evtl. noch würzen.



Für die Parmesansuppe

Zutaten:
2 Schalotten
1 Zehe Knoblauch
2 EL Butter
2 Zweige Thymian
2 Zweige Rosmarin
2 Lorbeerblätter
1 TL weiße Pfefferkörner
4 EL Risotto-Reis
50 ml trockener Weißwein (wenn Kinder mitessen durch Brühe ersetzen)
50 ml Noilly Prat (wenn Kinder mitessen durch Brühe ersetzen)
400 ml Gemüsebrühe
100 g flüssige Sahne
100 g geriebener Parmesan
Salz
Pfeffer, frisch gemahlen
50 g geschlage Sahne

Quelle: Rezept nach Cornelia Poletto

Die Schalotten und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Butter in einem Topf erhitzen, die Schalotten- und Knoblauchwürfel darin mit den Kräuterzweigen, Lorbeerblättern und Pfefferkörnern andünsten. Den Reis dazugeben und unter Rühren glasig dünsten. Mit dem Wein und Noilly Prat ablöschen, etwas einkochen lassen und die Brühe angießen. Einmal aufkochen und bei schwacher Hitze etwa zehn Minuten köcheln lassen. Dann die flüssige Sahne hinzufügen und alles weitere zehn Minuten köcheln lassen. Den Parmesan dazugeben und schmelzen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Durch ein Spitzsieb passieren und in Schüsselchen oder Gläschen anrichten, die geschlagene Sahne auf der Suppe verteilen und mit den Parmesanplätzchen servieren.



Für die Parmesanplätzchen

Ofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze), geriebenen Parmesan und klein geschnittene Rosmarinnadeln mittels eines runden Ausstechers o. ä. auf ein Backblech streuen und 3-5 backen. Dabei gut aufpassen, denn die Plätzchen verbrennen leicht! Noch heiß können die Plätzchen über ein Glas oder ähnliches gelegt und in Form gebogen werden.

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